Ölpreis liegt bei 100 Dollar


Pressemitteilung 1/2008 vom 03.01.2008

VCD: „Neue Verkehrspolitik auch in Niedersachsen nötig!“
Aber die meisten Wahlprogramme setzen auf Straßenverkehr

 

Hannover. Nachdem gestern gleich am ersten Handelstag im Jahr 2008 der Ölpreis erstmals auf 100 Dollar angestiegen ist, fordert der Verkehrsclub Deutschland (VCD) auch von der Landesregierung in Niedersachsen ein klares Umlenken in der Verkehrspolitik. Ziel müsse sein, zukunftsfähige Verkehrskonzepte wie die Förderung des Öffentlichen Nahverkehrs oder auch das Car-Sharing voranzutreiben.


„Ein Weiter-So in der Verkehrspolitik ist nicht mehr möglich! Die Benzinpreise werden angesichts der ungebremsten weltweiten Nachfrage und endlicher Ressourcen dauerhaft weiter ansteigen, ebenso natürlich der Bedarf nach Alternativen zum Pkw und Lkw“, so Michael Frömming, VCD-Landesvorsitzender in Niedersachsen. Die Landespolitik in Niedersachsen scheint nach Auffassung des VCD diese wirtschaftlichen Entwicklungen jedoch noch nicht wahrzunehmen. „Es ist wie beim Thema Klimaschutz: Eigentlich wissen alle Beteiligten, dass grundlegende Änderungen gerade in der Verkehrspolitik vonnöten sind, aber konkret passiert leider kaum etwas!“, stellt Michael Frömming bedauernd fest.


Der VCD kritisiert, dass in Niedersachsen immer noch Milliarden-teure Autobahn-Projekte, wie die Küstenautobahn A 22 oder die A 39, sich in Wahlprogrammen fast aller Parteien finden. „Die CDU-/FDP-Regierung freut sich sogar, zusätzliche Mittel in den Straßenbau umzulenken, während sie dem Öffentlichen Nahverkehr bis zum Jahr 2010 rund 200 Mio. Euro ursprünglich vorgesehener Mittel vorenthält!“, moniert Frömming. In Niedersachsen werden sogar weiterhin Bahnstrecken stillgelegt, so erst vor einem Monat bei Helmstedt.

 

Der VCD fordert die Parteien zur Landtagswahl auf, die weltweiten Entwicklungen um den Rohölpreis als Herausforderung für die eigene Politik in Niedersachsen zu erkennen. Als wesentliche Baustellen für künftige Entwicklungen nennt der VCD die Stärkung des Öffentlichen Nahverkehrs vor allem auch in der Fläche, eine Raumplanung mit Bezug auf die Nahverkehrsachsen, die Förderung des Car-Sharing-Systems in den größeren Städten sowie des Rad- und Fußverkehrs. „40 Prozent mehr Fahrgäste im Nahverkehr in Niedersachsen in den letzten zehn Jahren sind ein Indiz dafür, dass die Bevölkerung bei der Wahl der Verkehrsmittel oft schon weiter ist als die politischen Entscheidungsträger!“, so Frömming.


Rückfragen: 

Michael Frömming, Tel. 0173 9330629

 

 

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