Planungen für Y-Trasse laut Bahnchef Grube ausgesetzt
Pressemitteilung 02/2012 vom 31.02.2012
VCD: „Das wars dann wohl endgültig!“
Alternativen jetzt vorantreiben
Hannover. Die Y-Trasse der Deutschen Bahn zwischen Hannover, Bremen und Hamburg ist offenbar vom Tisch. „Sollte das stimmen, ist das ein guter Tag für Norddeutschland! Wir gewinnen endlich Zeit für sinnvolle Alternativen zum Ausbau des Bahnverkehrs zu den Seehäfen!“, freut sich Michael Frömming, Landesvorsitzender des Verkehrsclub Deutschland (VCD). „Die CDU/FDP-Landesregierung sollte nun auch endlich Abstand nehmen von dem überholten Y-Konzept!“
Bahnchef Grube hatte gestern in Walsrode nach übereinstimmenden Medienberichten erklärt, dass die rund vier Milliarden teure Bahn-Hochgeschwindigeitstrasse in der ursprünglichen Version zunächst auf Eis gelegt werde. Der Bund habe demnach die Deutsche Bahn aufgefordert, Alternativen anzuschauen. Grube erklärte demnach, bis Ende 2012 alternative und effiziente Lösungen anzuschauen. Nach VCD-Auffassung müssen nun vor allem der zweigleisige Ausbau von Rotenburg (Wümme) nach Verden (Aller) sowie die „Amerikalinie“ Bremen –Uelzen stärker in den Fokus treten.
„Es liegen inzwischen rund ein Dutzend Studien vor, die allesamt den Schluss nahelegen, dass der Ausbau bestehender Bahnlinien sinnvoller sei. Vor allem die CDU/FDP-Landesregierung zeigte sich leider hinsichtlich effektiver Alternativen stets beratungsresitent und setze lieber auf das teure Prestigeprojekt“, so Hans-Christian Friedrichs, stellvertretender VCD-Landesvorsitzender aus Lüneburg. „Uns ist auch wichtig, dass bei Alternativplanungen die Bahnverkehre in Richtung Süd-Osten jetzt eine stärkere Gewichtung erhalten; das war bei der Y-Trasse nicht der Fall.“
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