Eine Stadtbahn für Bremerhaven und die Region

 

Um der Wiedereinführung der Straßenbahn in Bremerhaven neue Impulse zu geben, haben die VCD-Kreisverbände Bremerhaven und Cuxhaven im Januar 2002 eine Machbarkeitsstudie für eine Stadt-Umland-Bahn in Auftrag gegeben.

 

Die Gutachter der Gesellschaft für fahrgastorientierte Verkehrsplanung (GfVp) empfehlen in Ihrer im Dezember 2002 vorgelegten Untersuchung den Aufbau eines rund 100 km langen Stadtbahnnetzes nach dem Karlsruher Modell, das sternförmig vom Oberzentrum Bremerhaven in die Region ausstrahlt. Das Herzstück dieses Systems bildet eine 4 km lange Straßenbahn-Neubaustrecke in Bremerhaven, die vom Hauptbahnhof über die Innenstadt zum Bahnhof Lehe führt und jeweils einen Anschluss an das bestehende Eisenbahnnetz herstellt. Dieses Konzept ermöglicht umsteigefreie Verbindungen aus Bremerhavens City nach Cuxhaven, Langen, Bremervörde und Stubben. Auch die Innenstädte von Cuxhaven und Langen sollen straßenbahnmäßig erschlossen werden, in Cuxhaven ist eine Verlängerung der Strecke bis nach Duhnen denkbar. Zum Einsatz sollen moderne Zweisystem-Stadtbahnzüge kommen, die beispielsweise zwischen Bremerhaven und Cuxhaven zahlreiche neue Haltpunkte im 30-Minuten-Takt von 5.00 bis 24.00 Uhr bei gleicher Reisezeit wie heute bedienen könnten. Die Kosten für die Infrastruktur dieses System liegen bei etwa 50 Millionen Euro, bei einer Elektrifizierung der Strecke Bremerhaven – Cuxhaven bei rund 68 Millionen Euro. Die Stadtbahn wird als Grundstock für den Aufbau eines neuen Straßenbahnsystems in Bremerhaven gesehen.