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Schienennahverkehr, Ausbauten und Reaktivierungen
Der Schienenverkehr ist in den letzten Jahrzehnten langsam, aber
andauernd Das
Land ist direkt für den Personennahverkehr zuständig, für den Fern-
und Güterverkehr legt es Rahmenbedingungen fest. Während andere
Flächenländer (vor allem Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg) seit
der Bahnreform zahlreiche Bahnlinien reaktiviert haben, ist in
Niedersachsen nur im Bereich der "Nordwestbahn" tatsächlich in den
ländlichen Raum investiert worden. Der
VCD fordert den Erhalt aller noch vorhandener Strecken und die
Sicherung der Trassen ehemaliger Strecken. Wir
begrüßen die angekündigte Wiedereröffnung des niedersächsischen
Teils der Verbindung Osnabrück-Bielefeld - in NRW wurde nicht so
heftig stillgelegt wie hier, auch in Lemgo und Rahden enden heute
Bahnen an der Landesgrenze. Weitere Strecken müssen wieder in
Betrieb genommen werden; in Bremen, Braunschweig und Bremerhaven
müssen Stadtbahnsysteme eingeführt werden.
"Eine konsequente Energie-
und Verkehrswende ist erforderlich, um den Vorrang von Bus und
Bahn (...) durchsetzen zu können. (...) Generell befürworten wir
die Rückführung des Gleisnetzes in staatliche Verantwortung.
Dies trägt zum Erhalt des Schienennetzes im ländlichen Raum bei
und sichert einen fairen Wettbewerb zwischen den verschiedenen
AnbieterInnen. Den Neubau überregionaler Autobahnen (...) lehnen
wir ab. Stattdessen wollen wir in Bahnprojekte wie den Ausbau
Wilhelmshaven-Oldenburg-Uelzen, Minden-Rotenburg,
Stelle-Lüneburg, Göttingen-Paderborn, Minden-Hannover,
Hildesheim-Braunschweig-Wolfsburg oder in die Heidebahn
investieren. Der Haller Willem, Aurich-Abelitz,
Einbeck-Salzderhelden, Rinteln-Stadthagen und die Strecke nach
Nordhorn sollen reaktiviert werden. "(...) Zudem wehren wir uns
gegen eine weitere Ausdünnung der Verkehrsversorgung durch die
Deutsche Bahn AG. Wir werden den Wettbewerb im Bereich der
Schiene fördern."
"Dafür setzen wir uns ein:
(...) "Millionen Bürgerinnen und
Bürger sind auf Bahnen und Busse angewiesen. Oft genug klagen
sie, und zwar zu Recht, bessere Netzangebote, Verbindungen und
Barrierefreiheit ein. Und einfach mehr zeitgemäßen Komfort.
(...) Und wir wollen mehr Mobilitätsgerechtigkeit zwischen Stadt
und Land. Darum haben wir zusammen mit der Landesnahver-
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Bahnfern- und
Hochgeschwindigkeitsverkehr, Transrapid,
Hier ist eigentlich der Bund verantwortlich. Das steht zumindest im
Grundgesetz. In der öffentlichen Darstellung aber ist für
Unangenehmes immer nur das Bahnunternehmen (fast immer die DB AG)
alleine verantwortlich, während Verbesserungen von vielen inklusive
der Landesregierung erreicht wurden. Und natürlich stimmt der Bund
sich auch mit den jeweiligen Landesregierungen ab. Also geht es am
2. Februar auch hierum. In
Niedersachsen stehen derzeit drei Projekte für den Bahnfernverkehr
an. Der Ausbau zwischen Wolfsburg und Hildesheim (Sorsum) auf
bestehender Strecke ist weitgehend unumstritten. Zwischen Hannover
und Bad Oeynhausen soll entweder die vorhandene Strecke viergleisig
ausgebaut oder eine neue Schnellfahrstrecke gelegt werden; letzteres
ist in der Region heftig umstritten. Die DB
AG hat den beliebten Interegio aufs Abstellgleis geschoben. Wo
Intercityzüge als Ersatz fahren, sind sie deutlich teurer. Hier muss
das Land einspringen; für das unfreundliche Verhalten des
bundeseigenen Unternehmens DB AG sind Kompensationen in Berlin
einzufordern. Ach
ja: Einige Romantiker fordern immer wieder den Einsatz von
Techniken, über die die Zeit längst hinweg ist. Zum Beispiel
Dampflokomotiven. Oder Magnetschwebebahnen.
"Deshalb
wollen wir die Stellungnahme des Landes zum
Bundesverkehrswegeplan gründlich überarbeiten Wir wollen
Güterverkehre auf Bahn und Binnenschiffe verlagern. Zu diesem
Zweck unterstützen wir regionale Güterverteil- und –verkehrszentren
für kombinierten Ladungsverkehr sowie alle Möglichkeiten der
dezentralen Direktverladung.Straße-Schiene. Industriestammgleise
sind auszubauen, Gewerbegebiete soweit als möglich an
Schienentrassen anzubinden. Nachdrücklich werden wir uns für
eine verbesserte Schienenanbindung der niedersächsischen Häfen
und Hamburgs einsetzen, um vor allem den Container-Verkehr
stärker von der Straße auf die Schiene zu bekommen. Um
Kapazitätsreserven zu nutzen, müssen Bahnstrecken saniert,
ausgebaut, modernisiert und reaktiviert werden. Wo das nicht
ausreicht, um wachsende Verkehre auf der Schiene zu bewältigen,
sind auch Neubaumaßnahmen erforderlich. Wir werden uns dabei mit
aller Kraft für eine möglichst umweltfreundliche Planung
einsetzen. "Wir
setzen beim Ausbau der Infrastruktur auf die neuesten
Technologien. So wollen wir in Abstimmung mit unseren Nachbarn
und dem Bund die Transrapid-strecke Amsterdam – Berlin wieder
auf die Tagesordnung bringen. Diese Technologie wurde vom
Niedersachsen Hermann Kemper erfunden, in Niedersachsen
erforscht und zur Anwendungs-reife gebracht. Jetzt muss die
Transrapid-Technologie auch zum neuen Symbol für die
nieder-sächsische Spitzenstellung werden."
"Der
Transrapid soll nicht nur im Emsland seine Runden drehen und als
Tourismusattraktion fungieren. Wir stehen zur
Transrapid-Technologie, um Deutschland vom Binnenflugverkehr zu
entlasten und eine umweltfreundliche Hochgeschwindigkeits- "Wir
wollen die Y-Trasse bauen. Im Zuge der Umsetzung des Projekts
Y-Trasse, muss die ÖPNV-Anbindung des ländlichen Raumes an die
Oberzentren Hamburg, Bremen, Hannover verbessert und ausgebaut
werden. Die Regionalstrecken sind das Rückgrat des
Schienenverkehrs im Land, aber Niedersachsen benötigt mehr denn
je leistungsfähige Tempostrecken zwischen den großen
Verkehrsknoten. (...) Die Y-Trasse kommt in den
Bundesverkehrswegeplan sowie in das Ausbaugesetz für die
Bundesschienenwege. Wir wollen damit nicht nur die Reisezeiten
verkürzen, sondern die Kapazitäten der bisher überlasteten
Hauptverkehrsachsen erweitern. Das Ziel: Langsame Güter- und
schnelle Fernzüge werden getrennt, dadurch wird beides
schneller. Das wird uns in Norddeutschland auch helfen, mehr
Güter auf die Schiene zu bringen. (...) Auch diesem Ziel dient
die Y-Trasse. Wir werden uns um eine umweltverträgliche
Trassenführung in den betroffenen Regionen intensiv kümmern,
entstehende Belastungen müssen soweit irgend möglich
ausgeglichen werden."
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Hier
sind natürlich vor allem die Kommunen verantwortlich. Aber die sind
pleite und bauen nur noch, was das Land bezuschusst. Und zudem sind
Fuß- und Fahrradverkehr auf oder parallel zu den vom Land
verwalteten Fernstraßen ein Landesthema, ebenso wie die
Fahrradmitnahme im Schienenperso-
"Weil
das Land die Schulden der Weltausstellung immer noch abstottert,
sollen künftig keine Zuschüsse mehr in den Radwegebau fließen.
Dies lehnen wir vehement ab, nicht nur mit Blick auf die
Verkehrssicherheit meist junger RadfahrerInnen, deren Schulweg
an Landesstraßen entlang führt. Die Absicht der SPD, keine neuen
Radwege mehr zu bauen, verkennt die Bedeutung des Fahrrads für
Nah-und Fremdenverkehr. Wir wollen deshalb eine konsequente
Umsetzung des nationalen Fahrradplanes und den weiteren Ausbau
und die Vernetzung landesweiter Radfernwege, um den naturnahen
und gesundheitsorientierten Tourismus weiter zu stärken. Die
Grünen setzen sich für eine unentgeltliche Fahrradmitnahme in
den Nahverkehrszügen ein. Zur Finanzierung werden wir Mittel aus
dem Straßenbau entsprechend umwidmen. Schließlich setzen wir uns
ein für eine Änderung der Straßenverkehrsordnung, damit
Inline-SkaterInnen eigenständige Rechte als
VerkehrsteilnehmerInnen erhalten."
"Den von
der SPD-Landesregierung verfügten Stopp des Radwegebaus an
Landesstraßen werden wir aufheben."
(Keine Aussagen gefunden) "Wir
lassen unsere Zweiräder leichter rollen. Wir haben
Niedersachsens Radwegenetz auf insgesamt 13.000 Kilometer an
Landes-, Bundes- und Kreisstraßen ausgebaut. Niedersachsen liegt
damit auf Platz eins aller Bundesländer. Wir stehen zum Konzept
der Gemeinschaftsradwege, die in kommunaler Verantwortung
gebaut, aber vom Land Niedersachsen gefördert und anschließend
übernommen werden. Im Fernradwegenetz verfügt das Land über rund
7.200 Kilometer an Landesstraßen und Bundesstraßen.
Niedersachsen hat damit den zweiten Platz im Bundesvergleich
erklommen. Der Ausbau unseres Radroutennetzes ist fester
Bestandteil unserer Verkehrs- und Tourismusstrategie. Wir
verbessern auch den Komfort durch einheitliche Standards bei
Beschilderung und Routenführung. Wir haben die Ausarbeitung
eines kompletten Fernradwege-Routennetzes in Auftrag gegeben.
Und wir setzen Anreize für den Wettbewerb der Kommunen um die
besten Fahrradkonzepte. Den ersten Landes-Preis
„Fahrradfreundliche Kommune" hat 2002 Leer erhalten, aber
Dutzende von Kommunen beteiligten sich mit vielen Ideen. Diese
wollen wir fördern und umsetzen. Denn die größten Potenziale für
mehr und sicheren Radverkehr liegen in den Städten und
Gemeinden. Wir helfen ihnen, sie zu nutzen."
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Das Steuergeld wird auf die Straße geworfen. Wo wenig los ist, baut
man eine Straße, um Engagement für die Region vorzutäuschen. Hilft
es nichts, baut man die nächste.
Wo
viel los ist, baut man eine Straße zur Entlastung. Hilft es nichts,
baut man die nächste. Das
Straßennetz hat bereits ein sehr hohes Niveau. Wo Transportkosten
und -zeiten bereits gering sind, können auch Megaprojekte nicht mehr
viel einsparen - aber viel kosten. Gerade bei arbeitsintensiven
hochwertigen Waren spielen Transportkosten keine Rolle. Vom
Verkehr geplagte Anwohner werden immer nur dann ins Feld geführt,
wenn neue Straßen durchgesetzt werden sollen. Tempolimits,
Tonnagebegrenzungen oder Nachtfahrverbote für Lkw in
Ortsdurchfahrten werden von der Landesregierung bisher regelmäßig
abgelehnt.
"Der
Aus- oder Neubau von Straßen stößt dabei an Grenzen (...). Zu
Recht wächst (...) der Widerstand gegen eine derart
eindimensionale Verkehrsplanung. Deshalb wollen wir die
Stellungnahme des Landes zum Bundesverkehrs-wegeplan gründlich
überarbeiten Wir wollen Güterverkehre auf Bahn und Binnenschiffe
verlagern.(...) "Die CDU wird
daher das Ziel einer funktionierenden und modernen
Verkehrsinfrastruktur, die dem Mobilitätsbedürfnis der Menschen
gerecht wird, in den Vordergrund ihrer Politik stellen. Von 1990
bis 1994 haben SPD und Grüne (...). Diese gravierenden
Versäumnisse müssen endlich zugunsten Niedersachsens aufgeholt
und der Anteil Niedersachsens am Bundesbauvolumen deutlich
erhöht werden. Zsätzlich wird das Land durch das eigenständige
Landesstraßen-
Gerade der Straßenbau ist hier für eine funktionierende
Infrastruktur extrem wichtig." "Dafür
setzen wir uns ein: "Der
Ausbau des Straßennetzes ist von zentraler Bedeutung für
Wertschöpfung und Arbeitsplätze. (...) Unser Straßensystem muss
kontinuierlich verbessert und ausgebaut werden. (...) Wir denken
neu bei der Finanzierung der Fernstraßen. Wir haben mit dem Bund
stets intensiv verhandelt, um den (...) Investitionsstau bei den
Autobahnen und Bundesstraßen abzubauen. So haben wir erreicht,
dass jetzt für den Fernstraßenbau in Niedersachsen rund 500
Millionen Euro fließen. Wir konnten mit dem Bau der A 26 bei
Stade, dem Lückenschluss der A 31, der A 38 bei Friedland und
dem A 39- Lückenschluss bei Braunschweig beginnen. (...)
Erreicht haben wir Programmverbindlichkeit für den
Autobahnausbau auf durchgehend sechs Spuren für die A 1 und A 7.
(...)Vor allem Ortsumgehungen für Häfen- und Küstenverbindungen
bauen wir schneller als ursprünglich geplant, etwa bei Cuxhaven
und am neuen Wesertunnel. Schließlich haben wir mit dem Bund
eine Einigung auf eine Route für die zukünftige A 39 zwischen
Lüneburg und Wolfsburg erreicht, die durch eine leistungsfähige
vierspurige Querverbindung im Raum Salzwedel mit der A 14 von
Magdeburg nach Schwerin verbunden wird."
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Flugverkehr Mit dem
Flugverkehr geht es aufwärts. Mit dem Lärm und Schadstoffen in
empfindlichen Schichten der Atmosphäre auch. Der VCD
lehnt jede Förderung des Luftverkehrs ab. Der Ausbau und Betrieb von
Flughäfen darf nicht bezuschusst werden. Bei Planungsverfahren ist
auf den Lärmschutz entsprechend dem aktuellen Stand der Medizin zu
achten, statt sich hinter veralteten Grenzwerten zu verstecken. Der
Einsatz von Polizei ist, wiedies bei der Bahn angeblich
selbstverständlich ist, auch auf Flughäfen abzurechnen.
"Wir
wollen deshalb den Lärmschutz an Schienenwegen, Straßen und
Flughäfen verbessern. Die Zahl der Nachtflüge am Flughafen
Langenhagen muss aus Lärmschutzgründen deutlich reduziert
werden."
(keine
Aussage)
"Dafür
setzen wir uns ein:(...) (Keine
Aussage)
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Schifffahrt
Eigentlich ist das Schiff ein sehr sparsames Verkehrsmittel. Umweltfeindlich wird es, wenn man wertvolle Flusslandschaften für den Schiffsverkehr ausbaut, statt angepasste Schiffe zu fahren. In der Seeschifffahrt herrschen teilweise unerträglich niedrige Sicherheits-, Umwelt- und Sozialstandards.
Dem
Land Niedersachsen gehören mehrere Häfen; die sehr gut ausgestattete
Wasser- und Schifffahrtsverwaltung entscheidet über Ausbau und
Nutzung von Flussmündungen, Flüssen und Kanälen.
Niedersachsen plant, den Hafen Wilhelmshaven massiv auszubauen. Ob
die Riesenfrachter, die dort abgefertigt werden sollen, je gebaut
werden, ist unklar, ebenso, ob der Hafen eine Chance gegen Rotterdam
hat. Gleichzeitig ist dieser Hafen Vorwand für umfangreiche
Straßenbauprojekte (z. B. A 22 Emden - Lübeck). Der VCD spricht sich
daher für ein Abspecken des Projektes aus. Einzelne Schiffe dieser
Größenordnung könnten auch an den bereits bestehenden Hafenanlagen
in Wilhelmshaven oder Cuxhaven anlegen. Die
Stadt Hamburg möchte gerne die Unterelbe weiter ausbaggern lassen,
um dieselben Schiffe, die Niedersachsen in Wilhelmshaven haben will,
im ehemaligen Altenwerder anlegen zu lassen. Dies wird natürlich von
allen niedersächsischen Parteien abgelehnt (und von den
Parteifreunden in Hamburg bis auf die GAL ebenso massiv gefordert).
Dass die weitere Vertiefung die Deichsicherheit gefährden kann, wird
in Hamburg bestritten. Zu fürchten ist, dass am Ende zwei deutsche
Häfen mit Steuermilliarden (inklusive Anbindung) für Schiffe
ausgebaut werden, die nicht einmal einen von ihnen auslasten können.
Einen Ausbau der Elbe oberhalb Hamburgs lehnen alle Umweltverbände ab.
Fundsachen
Hier noch ein paar Aussagen mit Verkehrsbezug, die in keines der obigen Kapitel passten
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Zusammenfassung ...
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zurück gegangen. Die angebliche "Abstimmung mit dem Gaspedal"
richtete sich aber nicht gegen das System "ÖPNV", sondern gegen
dessen Verwahrlosung. An der sind frühere und jetzige Regierungen
übrigens nicht ganz unschuldig. Mehr als die Hälfte des
ursprünglichen Schienennetzes ist längst verschwunden, Kreisstädte
wie Aurich oder Lüchow sind nicht mehr mit Personenzügen zu
erreichen. 

