Großer Erfolg für den VCD: Die Bahncard kommt.
1990
Januar
Verkehrs- und Umweltverbände gründen den Europäischen Dachverband "Transport & Environment (T&E)" in Brüssel, der Europa-PolitikerInnen zeigen will, wo es in der europäischen Verkehrs- und Umweltpolitik hingehen muss. Der VCD ist von Anfang an dabei.
Februar
Der VCD bekommt für seine Bemühungen um eine menschen- und umweltfreundliche Verkehrspolitik den Preis der IKEA-Stiftung. Das Preisgeld in Höhe von 50.000 Mark fließt in die politische Arbeit.
Mai
In vielen Städten Deutschlands unterstützen VCD-Gruppen den "Mobil OHNE Auto-Tag". Mit Radtouren, Sonderzugfahrten, Wanderungen und anderen Aktionen zeigen sie, wie ein schöner Tag ohne Auto aussehen kann.
1991
Juni
Der VCD bittet zur Autodiät. "Fahr die Hälfte" heißt das Trainingsprogramm für umsteigewillige AutofahrerInnen.
Juli
Car-Sharing − eine Idee setzt sich durch. In Frankfurt am Main veranstaltet der VCD ein Seminar für privates und organisiertes Autoteilen. Finanzierung, Versicherung, Recht und technische Abwicklung stehen auf dem Programm.
Oktober
Die Kampagne "Stoppt die Brummer!"rollt weiter. Der VCD überreicht 84.897 Unterschriften für die Schwerverkehrsabgabe an Umweltminister Klaus Töpfer.
November
Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main: Gastredner ist der prominente Grünen-Politiker Joschka Fischer.
1992
Juni
Start der VCD-Entschleunigungskampagne und der Fußgängeraktion "Feet first − Vorrang für Fußgänger". Per Postkarte fordern VCD und seine Mitglieder Verkehrsminister Krause auf, die Zebrastreifen quer zu legen und so einen psychologischen Bremseffekt zu erzielen.
Oktober
Als Folge der VCD-Kampagne für den "Halb-Preis-Paß" kommt endlich die Bahncard auf den Markt. In den ersten sechs Monaten verkauft die Bahn 900.000 Stück - die Bahncard wird ein großer Erfolg.
1993
Februar
Die VCD GoCard startet mit neuen Schutzbriefleistungen: jetzt auch für Radfahrer-, Fußgänger- und ÖPNV-NutzerInnen.
April
Die Leipziger Automobilmesse nimmt den VCD-Vorschlag "Werbung nur mit Warnung" auf und veranstaltet eine Podiumsdiskussion zum Thema: "Soll Autowerbung verboten werden?"
Juni
"Autofahren statt Atmen?" Als Teil der Entschleunigungskampagne fordert der VCD im Sommer eine Absenkung der Ozon-Grenzwerte. Landesregierungen und Rundfunksanstalten sollen zum Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel aufrufen.
1994
April
"Sie warten hier 60 Sekunden", informiert der VCD die FußgängerInnen an einer Ampel am Bonner Hauptbahnhof. Um die Zeit zu versüßen, hat der VCD ein rotes "Warte-Sofa" an die Ampel gestellt. Die Aktion ist Teil der Kampagne "Feet first − Vorrang für Fußgänger".
Mai
Eine Woche lang Verkehrswende in Dresden: VCD und BUND zeigen mit Luftballons für Gehwegparker, Wartestühlen an langsamen Fußgängerampeln, der Wahl des freundlichsten Straßenbahnfahrers und vielen anderen Aktionen wie 'Fair-kehr' aussehen könnte.
Weiter zu den Neunzigern, Teil II.
