Weniger Umweltbelastung durch Ökosteuer

Baumkrone vor blauem Himmel
Foto: PhotoCase.com

Richtig angewandt kann die Ökosteuer helfen, wichtige Ziele im Umwelt- und Gesundheitsschutz zu erreichen. Sie motiviert zum Energiesparen und bremst damit den Treibhauseffekt. Das gilt auch für den Straßenverkehr. Außerdem setzt die Ökosteuer die richtigen Impulse für die Wirtschaft. Denn sie verringert die Lohnnebenkosten und schafft Anreize, neue, sparsamere Zukunftstechnologien zu entwickeln. Deshalb unterstützt der VCD das Konzept der Ökosteuer nachdrücklich und fordert deren Weiterentwicklung.

Die Ökosteuer muss durch die gesetzliche Festlegung von moderaten, aber dennoch spürbaren, über mehrere Jahre hinweg erfolgenden Erhöhungsschritten langfristig kalkulierbar werden, damit sich VerbraucherInnen und Unternehmen darauf einstellen und ihr Handeln auf mehr Energieeffizienz hin ausrichten können - sei es bei der Anschaffung neuer Maschinen oder eben beim nächsten Autokauf.

Um die Wettbewerbsbedingungen zwischen den unterschiedlichen Verkehrsträgern anzugleichen, ist es dringend geboten, die Ökosteuer ebenso wie die Mineralölsteuer für alle Treibstoffarten gleichermaßen zu erheben. Bisher ist beispielsweise der Flugverkehr noch immer von jeglicher Mineralöl- und Ökosteuer befreit, was zu einer erheblichen Subvention des klimaschädlichsten Verkehrsmittels führt.

An Flugverkehr und zunehmenden "Tanktourismus" - immer mehr Fahrzeuge aus Grenzregionen fahren zum Tanken über die Grenze in Nachbarländer wie Polen, Tschechien oder Luxemburg, wo der Kraftstoff deutlich günstiger ist - wird ein weiterer Missstand deutlich: Jenseits der Ökosteuer wird Energie in den verschiedenen Ländern sehr unterschiedlich besteuert, was zu unerwünschten Ausweichbewegungen führt. Daher fordert der VCD eine europaweite Angleichung der Energiesteuern und die Ausweitung des Ökosteuerkonzeptes.

Seite weiterempfehlenSeite drucken

Downloads

  • Stellungnahme des Wissenschaftlichen Beirats des VCD zur Weiterführung der Ökosteuer vom November 2001 (pdf, 96 KB).

VCD-Newsletter

Aktuell, kostenlos und bequem per E-Mail — der VCD-Newsletter. Jetzt abonnieren!