Schlichtungsstelle Mobilität gibt Ratschläge für die problemlose Bahnreise

 


Berlin, 28.06.06

Berlin, 28.06.06: Viele Reisende entscheiden sich auf ihrem Weg in die
großen Ferien gegen Stau und Stress auf der Autobahn und nutzen den Zug für
die entspannte Anreise. Damit die Bahnreise problemlos verläuft, hat die
Schlichtungsstelle Mobilität beim Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) einige
Tipps für Zugreisende zusammengestellt.

Großzügig planen: Bei der Reiseplanung sollte stets ausreichend Zeit für
Umstiege und Anschlüsse eingerechnet werden, rät die Schlichtungsstelle
Mobilität. Wer mit viel Urlaubsgepäck unterwegs ist, braucht häufig länger
für den Bahnsteigwechsel, weil weitere Wege und Wartezeiten für Aufzüge oder
Rolltreppen dazukommen können. Beim Umsteigen auf einen Anschlusszug, das
Schiff oder das Flugzeug ist ein großer Zeitpuffer sinnvoll, damit mögliche
Verspätungen ausgeglichen werden können.

Frühzeitig buchen: Je früher Reisende ihr Ticket kaufen, desto eher können
sie von Sonderangeboten und Sparpreisen profitieren, denn deren Anzahl ist
stets begrenzt. Fällt die Entscheidung für ein Sparpreisticket mit
Zugbindung, ist darauf zu achten, dass damit ausschließlich der gebuchte Zug
genutzt werden kann. Einzige Ausnahme: Sollte eine erhebliche Verspätung des
Zubringerzuges dazu führen, dass der gebuchte Zug nicht erreicht wird,
sollte man sich auf Empfehlung der Schlichter beim VCD die Verspätung vom
Schaffner auf dem Ticket bestätigen und es für eine andere Verbindung frei
geben lassen. 

Fahrkarten überprüfen: Beim Kauf am Schalter sollten Reisende umgehend
kontrollieren, ob der Fahrschein alle gewünschten Daten wie Reisedatum,
Abfahrts-/Ankunftsort, Zahl der Personen und Zuggattung enthält. Wer sein
Ticket online kauft, muss bei dem Vorgang ein Dokument zur Identifikation
angeben (Bahncard oder Kreditkarte). Die Schlichtungsstelle Mobilität weist
darauf hin, dass dieses Dokument auf der Reise unbedingt mitzuführen ist.
Bei der Abholung vorbestellter Fahrkarten am Automaten darf die
Reservierungsnummer nicht vergessen werden und es sollte Zeit für technische
Probleme eingerechnet werden.

Bahncard einstecken: Wer sein Ticket mit einer Bahncard-Vergünstigung
gekauft hat, muss sie auf der Reise stets bei sich haben. Beim Kauf einer
neuen Bahncard ist darauf zu achten, dass es sie nur im Abonnement gibt.
Nach den Erfahrungen der Schlichtungsstelle Mobilität ist das vielen
Reisenden nicht bekannt.

Wer trotz sorgfältiger Planung der Bahnreise Probleme mit Verspätungen,
Zugausfällen, Gepäckverlust, Falschinformationen o.ä. hatte, kann sich an
die Schlichtungsstelle Mobilität beim VCD wenden. Sie hilft kostenlos weiter
und vermittelt in Streitfällen zwischen Kunden und betroffenen Unternehmen.
Die Schlichtungsstelle Mobilität ist ein Pilotprojekt des
Bundesverbraucherministeriums und wird zunächst über drei Jahre finanziert. 
Kontakt: Schlichtungsstelle Mobilität, Fon 030/469 970-0, E-Mail
schlichtungsstelle@vcd.org, Internet: www.schlichtungsstelle-mobilitaet.org.

Bei Rückfragen:
Daniel Kluge, VCD-Pressesprecher, Fon 030/280351-12, Fax 030/280351-10, 
Mobil 0171/6052409, E-Mail mailto:presse@vcd.org, Internet www.vcd.org.

 

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