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12.12.2001 Alter: 10 Jahr(e)
Von: Thomas Schaller

Bekanntgabe der Lkw-Maut-Höhe durch Minister Bodewig

VCD begrüßt erste Schritte zu mehr Wettbewerbsgerechtigkeit


Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) begrüßt die von Verkehrsminister Kurt Bodewig angekündigte Höhe der Lkw-Maut als ersten Schritt zur Umsetzung einer kilometerbezogenen Straßenbenutzungsabgabe für Lkw. Mit der Lkw-Maut würden nun auch ausländische Lkw an den von ihnen verursachten Kosten beteiligt. Für das deutsche Speditionsgewerbe stelle die Maut eine Verbesserung der Wettbewerbssituation dar. „Der durchschnittliche Satz von 15 Cent pro Kilometer kann jedoch nur der Einstieg in die gerechte Kostenanlastung sein. Mittelfristig muss die Maut auf das Schweizer Niveau von etwa 90 Pfennig je Kilometer ansteigen. Erst dann ist eine nennenswerte Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene zu erwarten. Erst dann werden auch Folgekosten für Umwelt- und Gesundheitsbelastungen einbezogen”, so Thomas Schaller, Bundesvorsitzender des VCD. Der Schienengüterverkehr sei bisher wesentlich stärker belastet, da er seine Infrastrukturkosten durch Zahlung von Trassenpreisen selbst trage.

Der umweltfreundlichste Verkehrsträger im Güterverkehr ist die Schiene. Diese müsse gezielt aus den Einnahmen der Lkw-Maut gefördert werden. Annette Volkens, Verkehrsexpertin des VCD: „.Außerdem können nur die prognostizierten Steigerungsraten des Güterverkehrs von über 60% bis 2015 umwelt- und sozialverträglich transportiert werden. Gelingt dies nicht, wird die Gesellschaft durch Umwelt- und Gesundheitsschäden erheblich belastet.”

Die Bundesregierung soll sich zudem in Brüssel dafür einsetzen, dass die Lkw-Maut nicht nur auf Autobahnen, sondern auf allen Straßen erhoben wird. „Sonst”, so der Bundesvorsitzende Thomas Schaller „weichen die Lkws auf Bundesstraßen und Ortsdurchfahrten aus. Das aber kann niemand wollen.”

Rückfragen:
Thomas Schaller, Bundesvorsitzender des VCD
(0511) 544 10 25


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