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07.12.2007 Alter: 4 Jahr(e)
Von: Daniel Kluge

Zum Fahrplanwechsel bei der Bahn

VCD kritisiert Preiserhöhung trotz Rekordergebnis / Zugangebot ins europäische Ausland deutlich verbessert


Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) wiederholt anlässlich des Fahrplanwechsels am kommenden Sonntag seine Kritik an der Fahrpreiserhöhung bei der Deutschen Bahn AG. Nach jüngsten Presseberichten werde das Unternehmen in diesem Jahr einen weiteren Rekordumsatz vermelden. Dennoch würden die Ticketpreise wie jedes Jahr angehoben, diesmal um durchschnittlich knapp drei Prozent.

„Es ist allzu verständlich, wenn sich die Bahnkunden über die Preispolitik der Bahn aufregen”, erklärt dazu VCD-Bundesvorsitzender Michael Gehrmann. „Auf der einen Seite brüstet sich der Konzern mit immer neuen Rekordeinnahmen und hält stur an dem Ziel der Börsentauglichkeit fest − ungeachtet aller politischen Probleme damit. Auf der anderen Seite zieht die Bahn die Preisschraube immer weiter an. Die Kunden fühlen sich dadurch zurecht als Zahlmeister für ein zum Scheitern verurteiltes Projekt.”

Neben den Ticketpreisen steigen auch die Preise für die Bahncards von 53 auf 55 Euro (Bahncard 25, 2. Kl.) bzw. von 212 auf 220 Euro (Bahncard 50, 2. Kl.). Gehrmann: „Die Erhöhung der Bahncardpreise ist besonders ärgerlich. Damit trifft die Bahn ausgerechnet jene Kunden doppelt, die die Bahn regelmäßig nutzen und einen nachhaltigen Mobilitätsstil praktizieren.” Auf Dauer könne die Bahn aber nur erfolgreich sein, wenn sie solche Kunden halte und insbesondere neu gewonnene Fahrgäste nicht durch regelmäßig steigende Preise abschrecke.

Positiv schlägt nach Ansicht des VCD im Rahmen des Fahrplanwechsels zu Buche, dass das Zugangebot auf Strecken ins europäische Ausland verbessert wird. Neue ICE-Verbindungen nach Kopenhagen, Wien und Paris machten die Bahnfahrt in die Nachbarländer attraktiver. „Damit haben Reisende eine echte Alternative zum besonders klimaschädlichen Flugverkehr”, lobt Heidi Tischmann, Verkehrsreferentin des VCD, das erweiterte Angebot.

Gleichzeitig warnt die Bahnexpertin vor unerwünschten Nebenwirkungen solcher Projekte: „Neue Hochgeschwindigkeitsverbindungen dürfen nicht dazu führen, dass andere Züge gestrichen werden. Außerdem müssen die Anschlüsse in die Regionen funktionieren, sonst wird die Zeitersparnis schnell wieder aufgefressen und der Kunde hat am Ende wenig davon.”

Bei Rückfragen:

Daniel Kluge, VCD-Pressesprecher, Fon 030/280351-12, Fax 030/280351-10, Mobil 0171/6052409, E-Mail presse@vcd.org


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