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16.02.2012 Alter: 2 Jahr(e)
Kategorie: Pressemitteilungen, Verkehrspolitik, Bahn

Gigaliner gehören nicht auf Europas Straßen

VCD kritisiert Ramsauers Bemühungen auf europäischer Ebene


Berlin, 16. Februar 2012. Erst scheitert Bundesverkehrsminister Ramsauer mit dem Werben für Lang-Lkw in Deutschland − am ursprünglich bundesweiten Feldversuch beteiligen sich nur noch sieben von 16 Bundesländern − und schon versucht er das Thema über die europäische Ebene voranzutreiben. Ein Affront in den Augen des ökologischen Verkehrsclubs VCD.

„Die Mehrheit der deutschen Bundesländer hat erkannt, dass Gigaliner weder umweltfreundlich noch verkehrspolitisch sinnvoll sind. Sie bedeuten weniger Platz und weniger Verkehrssicherheit auf deutschen Straßen. Darum auch die breite Ablehnung gegenüber dem Feldversuch, der am 5. März 2012 starten soll." so Heidi Tischmann, Referentin für Verkehrspolitik beim VCD. „Der Widerstand regt sich und nun versucht Minister Ramsauer über den Umweg „Europa" die Fahrerlaubnis für Gigaliner in Deutschland und Europa zu erreichen."

Peter Ramsauer hatte sich gestern gemeinsam mit dem dänischen Verkehrsminister Henrik Dam Kristensen für die Nutzung von Lang-Lkw auf europäischen Straßen ausgesprochen. In den Fokus rückten beide die Umweltfreundlichkeit, mit dem Argument, dass zwei Lang-Lkw drei konventionelle Lastwagen ersetzen könnten.

Diese Behauptung ist falsch. „Durch den Einsatz von Gigalinern wird das Transportaufkommen auf den Straßen stark zunehmen, denn es kommt zu einer negativen Verlagerung des Verkehrs, weg von der Schiene zurück auf die Straße", kritisiert Michael Ziesak, VCD-Bundesvorsitzender. „Zudem fördern Lkw mit hohem Ladevolumen die Lagerhaltung auf der Straße und weil Lang-Lkw aufgrund ihrer Größe Ziele innerhalb von Städten vielfach nicht anfahren können, werden zusätzliche Fahrten mit Standard-Lkw nötig. Das ist nicht ökologisch, es ist umweltpolitisch schädlich", betont Michael Ziesak.

 

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