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09.12.2011 Alter: 2 Jahr(e)
Kategorie: Bahn

Zum Fahrplanwechsel am Sonntag wird Bahnfahren in DB-Zügen erneut teurer

VCD kritisiert Preisanhebung trotz mangelnder Qualität


Berlin, 9. Dezember 2011. Zum Fahrplanwechsel am kommenden Sonntag, den 11. Dezember, wird Zugfahren erneut teurer. Die Deutsche Bahn erhöht, trotz mangelnder Qualität im Angebot, die Fahrpreise in Fern-und Nahverkehr. Auch die Preise für die Bahncard 25, 50 und 100 steigen. Die Reservierungsgebühr für Sitzplätze wird vereinheitlicht und kostet ab Sonntag vier Euro, egal ob die Buchung am Schalter, am Automaten oder über das Internet erfolgt.

Für den ökologischen Verkehrsclub VCD ist die Preisanhebung um 3,9 Prozent im Fernverkehr sowie um 2,7 Prozent im Nahverkehr völlig unverständlich. „Das Bahnangebot weist weiterhin eindeutige Mängel auf. Im ersten Halbjahr dieses Jahres war jeder fünfte Fernverkehrszug verspätet, im Nahverkehr sah es nicht besser aus. Wer mit dem Intercity unterwegs ist, muss zudem mit bis zu 40 Jahre alten Zügen vorlieb nehmen. Trotzdem erhöht die DB AG die Preise und verprellt so möglicherweise neu hinzugewonnene Fahrgäste”, unterstreicht Heidi Tischmann, Referentin für Verkehrspolitik beim VCD. Denn eigentlich war 2011 ein gutes Jahr für die Deutsche Bahn. Steigende Fahrgastzahlen wurden über das gesamte Jahr hinweg vermeldet.

Hinzu kommt, dass die DB erneut Fahrgäste darauf hinweisen muss, dass sie im bevorstehenden Winter mit Einschränkungen und Störungen im Bahnverkehr zu rechnen haben. Wie bereits im vergangenen Jahr, als Preiserhöhungen aufgrund der massiven Einschränkungen unangemessen erschienen, fehlen auch in diesem Jahr Reservezüge. Viel zu spät wurden neue Züge bestellt. Die Deutsche Bahn ist auf Verschleiß gefahren, das rächt sich jetzt und geht, wie so oft, zu Lasten der Fahrgäste.

Die Preisanhebung begründet die Deutsche Bahn mit gestiegenen Energie- und Personalkosten. Trotzdem ist der VCD der Meinung, dass die DB als gesundes Unternehmen, das nach eigenen Angaben selbst in wirtschaftlichen Krisenzeiten Gewinne macht sowie steigende Fahrgastzahlen verzeichnet, auf die Preisanhebung verzichten könnte und auch sollte.

Neben der Erhöhung der Fahrpreise wird die Bahncard 25 um zwei Euro teurer, der Preis für die Bahncard 50 steigt um zehn Euro und die Bahncard 100 wird ganze 190 Euro teurer und kostet somit insgesamt 3990 Euro. Gleichzeitig entfallen die Sparpreise 50 und 25.

Weitere Informationen zu den Änderungen im Preissystem der Deutschen Bahn finden Sie auf unserer Internetseite www.vcd.org/bahnpreise.html sowie über den Download „VCD-Service 2011- das Preissystem der Deutschen Bahn AG”.


Für Rückfragen:
Anja Smetanin, VCD-Pressesprecherin · Tel.: 030/280351-12 · Fax: -10 · presse@vcd.org


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