Pressemitteilungen

31.07.2012 Alter: 292 Tage
Kategorie: Verkehrspolitik

Ausweitung der Lkw-Maut bleibt Stückwerk

VCD fordert: Lkw-Maut auf allen Straßen und für alle Lkw ab 3,5 Tonnen


Berlin, 31. Juli 2012. Die Ausweitung der Lkw-Maut auf 1.135 Kilometer der vierspurigen Bundesstraßen, die unmittelbar an Autobahnen anschließen, bewertet der ökologische Verkehrsclub VCD als einen zaghaften Schritt in die richtige Richtung. Zugleich muss betont werden, dass die Maut weiterentwickelt und auf das gesamte Straßennetz ausgedehnt werden muss. Nur so kann es gelingen, ein Ausweichen von Lkw auf kleinere Bundesstraßen, Landes- und kommunale Straßen zu vermeiden und eine Wettbewerbsgerechtigkeit zwischen den Verkehrsträgern herzustellen.

Michael Ziesak, VCD-Bundesvorsitzender: „Bahnunternehmen müssen schon heute über die sogenannten Trassenpreise auf allen Schienentrassen und für alle Züge eine Art Schienen-Maut zahlen. Die Lkw-Maut hingegen bleibt ein Stückwerk − mit allen negativen Folgen für Mensch und Umwelt.”

Die ursprünglich für die Lkw-Maut vorgesehenen 2000 Kilometer Bundesstraße wurden nochmals um die Hälfte reduziert. Hinzukommt der Verzicht von Verkehrsminister Ramsauer auf die Umsetzung der seinerzeit von der schwarz-roten Bundesregierung zum 1. Januar 2011 beschlossenen Mauterhöhung für Euro-3-Fahrzeuge. Die Folge: die durch Maut eingenommene Mittel, bei durchschnittlich 16,3 Cent je Kilometer, decken noch nicht einmal die von schweren Lkw verursachten Infrastrukturkosten auf Autobahnen.

Hinzukommt die Problematik, dass ausschließlich Autobahnen für Lkw ausgelegt sind. Viele örtliche Straßen hingegen sind es nicht. Ziesak kritisiert: „Es werden enorme Kosten auf die Kommunen zukommen. Denn sie sind es, die örtliche Straßen ausbauen und verbessern müssen, egal wie es um ihre Kassenlage bestellt ist.”

Der VCD fordert deshalb die Lkw-Maut auf alle Straßen und für alle Lkw ab 3,5 Tonnen auszudehnen sowie den Mautsatz schrittweise auf 45 Cent je Kilometer anzuheben. Michael Ziesak: „Nur mit einer Mauterhebung auf allen Straßen wird die Mautflucht tatsächlich eingedämmt und unsinnige Transporte vermieden. Zugleich würde es die Verkehrsverlagerung von der Straße auf umweltfreundlichere Verkehrsträger fördern.”

Für Rückfragen und Interviewwünsche:
Anja Smetanin, VCD-Pressesprecherin • Fon 030/280351-12  • presse@vcd.org


Seite weiterempfehlenSeite drucken

Kontakt Pressestelle

Anja Smetanin, VCD-Pressesprecherin

Anja Smetanin
VCD-Pressesprecherin
Fon 0 30/280351-12
Mo. bis Fr. 9 bis 17 Uhr
presse@vcd.org

Pressemitteilungen als RSS abonnieren

Service-Mitteilungen

Sie recherchieren zu Servicethemen? Der VCD gibt zahlreiche Mobilitätstipps für Verbraucher, die Sie gern aufgreifen können.

Footer