VCD-Schutzengelaktion

VCD-Schutzengel vor der Humboldt Uni in Berlin
Foto: VCD, Andreas Labes

Verkehrsunfälle sind bei jungen Erwachsenen die häufigste Todesursache − knapp 85 Prozent aller tödlich verunglückten Jugendlichen im Jahr 2008 starben im Straßenverkehr. Mit der VCD-Schutzengelaktion möchte der VCD diesen Missstand beheben und neue Wege zur Prävention von Verkehrsunfällen gehen.

Auf Straßenfesten und Partys, in Bierzelten, Discos und Bars − überall dort wo Jugendliche sich treffen, ausgehen und Alkohol trinken, werden entsprechend geschulte, junge VCD-Mitglieder als Schutzengel unterwegs sein. In ihrem Gepäck haben Sie Nachtfahrpläne der örtlichen Verkehrsbetriebe, Telefonnummern ortsansässiger Taxiunternehmen und Hinweise auf lokale Mobilitätsangebote für junge Leute. Sie sollen zeigen, wie man ohne eigenes Auto sicher und schnell nach der Feier nach Hause kommt.

Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern über positive Emotionen und das Aufzeigen von Alternativen, sollen Jugendliche zum Nachdenken angeregt werden. Denn wer weiß, wie er nach der Party unkompliziert nach Hause kommt, ist eher bereit, das eigene Auto stehen zu lassen.

Der VCD ruft die Verkehrsbetriebe auf, die Interessen und Bedürfnisse von jungen Menschen stärker zu berücksichtigen und mit zielgruppengerechtem Marketing für Bus und Bahn zu werben. Dazu gehören Fahrpläne, die bis in die späten Abendstunden reichen, Disco- oder Anrufbusse, die einen sicher nach Hause bringen, oder einfach nur gute Informationen darüber, wann die letzte Bahn fährt und wo man den Nachtbus erwischt. Auch sogenannte fity-fifty-Taxiangebote wie in Mecklenburg-Vorpommern sind eine gute Alternative. Von der Bundesregierung fordert der VCD, neue Wege in der Verkehrssicherheit zu gehen und sich das Konzept »Vision Zero − Null Verkehrstote« zu eigen zu machen.

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