Shared Space

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Schon in den 1970er Jahren begannen Verkehrs- und Stadtplanung, einen Teil der Ortsstraßen nach neuen Gesichtspunkten der Verkehrsberuhigung und städtebaulichen Integration zu gestalten. Die starre Trennung der Verkehrsarten wurde im »Verkehrsberuhigten Bereich« aufgehoben. In den letzten Jahren haben verschiedene Impulse den veränderten Umgang mit Straßenräumen neu belebt.
Vor allem zwei neue Konzepte, die stark vom Ausland geprägt wurden: In den Niederlanden entstand das Konzept »Shared Space« und in der Schweiz das Konzept »Begegnungszone«. In Deutschland wurden beide Innovationen zunächst zögerlich aufgenommen. Nun werden sie aber sehr intensiv diskutiert.
Besonders Shared Space erweitert die Diskussion um Verkehrsberuhigung sowohl räumlich als auch konzeptionell. Das Konzept ist für Orte gedacht, in denen sich die Ansprüche von Fußverkehr, Radverkehr, Autoverkehr, städtischem Leben, Aufenthalt, Kinderspiel etc. überlagern. Also gerade für belebte Stadt- und Ortsbereiche und somit auch für Hauptverkehrsstraßen. Durch das Mischungsprinzip und die Philosophie der Deregulierung fördert Shared Space ein Umdenken im Verkehrsverhalten. Im Unterschied zu anderen Verkehrsberuhigungsmaßnahmen setzt das Konzept nicht auf restriktive Regeln, sondern auf freiwillige Verhaltensänderung. Dies wird durch eine individuelle, ortstypische Verkehrsraumgestaltung erreicht.
Der VCD spricht sich für eine Förderung von Shared Space und Begegnungszonen durch Bund und Länder im Rahmen ihrer Städtebauförderung und ihrer Straßenbauprogramme aus.
