Neue Räder braucht das Land

Die Bundesregierung verschenkte im Rahmen ihres Konjunkturprogramms 2.500 Euro an jeden Käufer eines neuen Autos, wenn er seinen alten Pkw verschrotten ließ. Für diese Abwrackprämie - von der Regierung auch »Umweltprämie« genannt - machte die Bundesregierung insgesamt fünf Milliarden Euro an Steuergeldern locker. Und das, obwohl die Prämie an keinerlei Umweltkriterien geknüpft war und davon nur Autokäufer profitierten. Menschen, die statt des Autos lieber Bus, Bahn oder Rad fahren, gingen leer aus.
Der VCD forderte eine echte Umweltprämie
Der VCD forderte die Bundesregierung auf, nicht nur den Kauf eines neuen Autos zu fördern, sondern die Umweltprämie in Höhe von 2.500 Euro für den Neukauf eines Fahrrads bei Verschrottung eines mindestens neun Jahre alten Autos oder klapprigen Drahtesels zu zahlen. Der übrige Betrag sollte zum Kauf von Fahrausweisen für öffentliche Verkehrsmittel dienen.
Mit dieser Forderung trafen wir den Nerv vieler Klimaschützer. Die Aktion „Neue Räder braucht das Land” wurde ein voller Erfolg. Mehr als 10 800 Menschen unterstützen unsere Forderungen und schickten eine Protestemail an das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).
Demo vor dem Kanzleramt

- Foto: VCD, M. Gloger
Am 25. März 2009 hat der VCD unter dem Motto »Für eine echte Umweltprämie!« vor dem Bundeskanzleramt gegen die Abwrackprämie für Pkw und deren Ausweitung protestiert. VCD-Aktive stellten zwei Duzend alter Fahrräder auf und forderten von der Bundesregierung eine echte Umweltprämie für den Kauf neuer Fahrräder sowie Bus- und Bahntickets.
Die Demonstranten standen stellvertretend für mehrere tausend Klimaschützer, die sich an der VCD-Online-Protestaktion »Neue Räder braucht das Land!« beteiligt haben. Damit wurde deutlich, wie kritisch die autofixierte Konjunkturpolitik der Bundesregierung in der Öffentlichkeit aufgenommen wird.
vcd.org