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Quartier - ohne Stadtmauer?

Der Bamberger Stadtrat hat (am 28. März) hinter das Ergebnis des Wettbewerbs dicke Fragezeichen gesetzt. Der Siegerentwurf will das gesamte Areal bis an die Grundstücksgrenzen ausbaggern, die Gebäude Hellerstraße 11 – 15 platt machen und die (bisher freigelegten Teile der) Mikwe mit Schnapsflaschen, HiFi oder flotten Flandris umrahmen. Siegerentwurf? Multi Development ist gescheitert.

 

Kettenbrücke: Neuer Antrag der GAL

Die verkehrlichen Umstände auf der Kettenbrücke in Bamberg wirken irgendwie ziemlich blöd. Die GAL macht daraus einen neuen Vorstoß und fordert, die Fußgängerzone bis zur Königstraße zu verlängern.


Fußgängerzone!


Aus Parkplatz wird Park

Am Samstag, dem 28.01.2012, fand der Bürgerworkshop zur Gestaltung des neuen Quartiersparks hinter der Heilig Grab-Kirche statt. Was Anwohnern und Planern eingefallen ist, beschreibt der neue Newsletter der IG Aktive Mitte.

Neues Grün für unser Viertel

 

ig-masterplan.de

Die Masterplaner schrecken vor nichts zurück. Vor kurzem noch wollten sie den Bamberger Einzelhändlern eigenhändig den Garaus machen. Jetzt machen sie – eine eigene Homepage!

www.ig-masterplan.de

 

Aus Parkplätzen Parks machen

Das ist der Appell des jährlichen Park(ing) Day, und diesmal ist er auch in Bamberg angekommen: Der überflüssige Parkplatz hinter der Heilig Grab-Kirche wird zu einem Quartierspark. Leider nur ein Miniformat – schade, dass ausgerechnet die Gärtnerstadt nicht mehr öffentliches Grün zustande bringt. Das stattliche Potential des Quartiers bleibt weiter ungenutzt. Jetzt jedenfalls eine Planungswerkstatt, am 28. Januar 2012, und alle AnwohnerInnen sind herzlich eingeladen, ihre Ideen einzubringen.

Park Platz

Lichthöfe 2011

Die Aktive Mitte lässt sich vom Streit um ihren Namen nicht lahmlegen. Auch in diesem November hat sie 14 Lichtstationen angeboten, und viele Besucher aus Bamberg und dem Umland genossen das Ambiente.

„Schön war's, lebendig und heimelig“

 

 

Quartier: bedroht

„Auch Bambergs wunderbare Altstadt blieb vom Zerstörungsfuror der Nachkriegszeit nicht verschont“, schreibt Christian Illies in der ZEIT (am 21. 7. ’11). Die Frage ist: Ist die Nachkriegszeit in Bamberg schon vorbei? Oder nicht.

Bedrohtes Bamberg

 

Quartier gegen die Stadtmauer



Am 29. Juni hat in Bamberg eine öffentliche Veranstaltung über den Stand der Planungen zu dem sogenannten „Quartier an der Stadtmauer“ stattgefunden. Die teils hanebüchenen Auskünfte haben den Bamberger VCD bewogen, die verfahrene Lage weiter zu erörtern und einen Vorschlag aufzugreifen, der allen Beteiligten das Gesicht wahren lässt:

                                           Quartier mit Stadtmauer

 

Quartier an der Stadtmauer

heißt die City-Passage heute, und wer gehört hat, dass die neuen Planungen alle Einwände eingearbeitet hätten, hat nur den Werbefunk gehört. Am 23. Mai war öffentliche Vorstellung – in der Harmonie, was aber auch nichts genützt hat. Der Bamberger VCD nimmt Stellung:

                                               Urban Development

 

Falsche Auskunft an den Senat

Stellplätze für geteilte Autos auf Flächen, die der Stadt gehören? "Auf öffentlichem Grund dürfte die Stadt keine Parksonderrechte verteilen", fasst das Tagblatt den Leiter des Amtes für Wirtschaft (im Bamberger Rathaus) zusammen, und zitiert: "Nach der geltenden Rechtslage scheidet eine Privilegierung von Carsharing aus". Das ist halb richtig, also nur halb richtig, also ganz falsch. In der Stadt Bremen können Sie sehen, was die Straßenverkehrsordnung zulässt: 30 Carsharing-Stationen auf privaten Grundstücken, 10 auf öffentlichen Grundstücken, mit rund 50 Stellplätzen:

Mit dem Rad zum Teil-Auto

 

Über "enormen Parksuchverkehr"

in der Innenstadt staunten die Studenten, besonders an der nördlichen Promenade. Das sieht zwar jeder, aber nicht jeder schaut hin. Eine schlichte Erhebung der Uni-Geographen widerlegt die Märchen von Einzelhandel und Stadtmarketing. Nur 44 % kaufen ein, ganze 9 % der Parkenden sind über 65, gerade mal 5 % gebrauchen den Pkw als Transportmittel. Das dicke Geld bringen die Autofahrer? Kaum 3 % gaben mehr als 250 EUR aus. Die Parkplätze am Straßenrand schaden der Langen Straße doppelt: sie verhindern eine menschenfreundliche Umgestaltung des Straßenraums, und sie ziehen ein Vielfaches an Parksuchverkehr. Die Lange Straße hat den Schaden - die Anwohner, die Geschäfte, die Kunden, die Besucher.

Nutzung Kurzzeitparkplätze

 

Stadtrat bezahlt Stadtmarketing

61 000 EUR (für 2011) sind ein stolzer Batzen. Wofür? "Stadtmarketing sorgt auch für den Interessenausgleich in unserer Stadt. Es erleichtert uns sehr viel" soll der OB gesagt haben. Hat er das wirklich gesagt? Das Mediationsverfahren "Entwicklung Innenstadt" war nur wegen Stadtmarketing und Einzelhandel notwendig geworden; 60 000 EUR hat es der Stadt gekostet. Stadtmarketing hat den Einzelhandel mit großem Nachdruck darin unterstützt, dieses Verfahren zur Nullnummer zu machen. Das ist "gute Arbeit", Herr Zachert? "Wir sind zufrieden", Herr Weinsheimer? Nein- ganz im Gegenteil!

 

Herzlicher Dank an die Stadtratsfraktionen von Bürgerblock, GAL und SPD!

Der Bamberger Stadtentwicklungssenat hat (am 21. April) den Antrag der CSU-Fraktion, in den Bau einer Tiefgarage unter dem Schönleinsplatz einzusteigen, klar abgelehnt. Eine (leider) ungewohnte Koalition aus SPD, GAL und Bürgerblock hat dieses irre Projekt erst einmal abgeblockt. Angesichts des Kesseltreibens von Stadtmarketing und Händlerverbänden für mehr Parkraum verlangte dieses Votum ein gerüttelt Maß an Courage.
Herzlichen Dank!


Unser Plakat

 

Bamberg baggert - aber nicht am Schönleinsplatz!

Das ist das entschiedene Signal der Jahreshauptversammlung des Bamberger VCD am 1. Februar 2010: Ein klares Nein zu allen Spekulationen über eine zusätzliche Tiefgarage am Schönleinsplatz. Wer sich Tiefgaragen, Parkhäuser und Park&Ride-Anlagen anschaut, kann sich jeden Tag davon überzeugen: In Bamberg gibt es mehr Parkplätze als genug. 1 Minute neben dem Parkhaus Schützenstraße dann noch so ein Ding? Grober Unfug!

Pressemitteilung


Stadtentwicklung Innenstadt

Das Mediationsverfahren Masterplan Innenstadt in Bamberg war mühsam und hat mehrere Monate lang anstrengende Arbeit gekostet. Am 22. Oktober ‘08 war es dann so weit: der Stadtrat konnte das Produkt verhandeln. Er hatte dafür sogar eine eigene Sondersitzung angesetzt. Das Produkt: das ist eine Konvention zur Entwicklung der Innenstadt, deren Schwergewicht darauf liegt, die Verkehrsbelastung “deutlich spürbar” zu verkleinern. Die Lange Straße steht (in zwei Schritten) als verkehrsberuhigte Zone an; für die Königstraße die Reduzierung der Kfz-Kolonnen auf die Hälfte; die Erweiterung der Fußgängerzone über die Kettenbrücke bis zur Königstraße.
Nun geht es darum, dass Rat und Verwaltung die Vorlage sinngemäß umsetzen. Ein erster Schritt ist der Aktionsplan, den die Abteilung Verkehr des Stadtplanungsamtes auf den Tisch gelegt hat. Ein zweiter Schritt ist, dass der Stadtrat Konvention und Aktionsplan mit beeindruckender Mehrheit gebilligt hat.
Das klingt gut, und wir freuen uns darüber. Wir sind aber auch gebrannte Kinder. Wie viele gute Pläne sind nicht schon behandelt und verabschiedet worden, und an den entscheidenden Stellen ist die Ratsmehrheit dann doch wieder (vor der Autolobby) in die Knie gegangen?
Wer nicht wieder einen Aufguss dieser Klamotte erleben will, dem bleibt nur die Flucht nach vorn: Rat und Verwaltung auf die Finger schauen - und intervenieren!

Im Anschluss an das Mediationsverfahren hat sich eine Interessengemeinschaft Masterplan Innenstadt gefunden, die genau dieses Ziel hat: Die sinntreue Umsetzung der Konvention zu stützen und einzufordern. Jede und jeder kann mit anpacken: Reduzierung und Beruhigung des Kfz-Verkehrs sind der Schlüssel, Stadtqualität und Lebensqualität zu steigern. Und das wollen wir.

PS: Das Stadtplanungsamt hat einen übersichtlichen und lebendigen Abschlussbericht verfasst: Mediationsverfahren Zukunft Innenstadt Bamberg. Er im Amt für Verkehrsplanung (Untere Sandstraße 34) erhältlich.

 

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