Hardtbergbahn schließt Lücke im Bonner Westen
Die Hardtbergbahn - die Straßenbahn vom Hauptbahnhof in den Bonner Westen - wird seit über 30 Jahren geplant. Und das in den verschiedensten Varianten. Die für den VCD erstrebenwerteste Variante wurde in den Jahren 1994-1999 von der rot-grünen Ratsmehrheit geplant. Es handelte sich um eine durchgehend oberirdische Variante vom Hauptbahnhof durch die Colmantstraße und die Endenicher Allee, an Endenich vorbei bis zum Hardtberg.
Nach dem Wechsel der Mehrheiten im Bonner Rat im Jahr 1999 änderte sich auch die Planung. Zur Zeit favorisieren die CDU und die SPD eine Streckenführung mit einem unterirdischen Anteil vom Hauptbahnhof unter Poppelsdorfer Allee, Baumschulallee und Teilen der Endenicher Allee.
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Gleichzeitig sollen die Straßenbahnen vor dem Hauptbahnhof ebenfalls unterirdisch geführt werden. Das heißt für die Straßenbahnen 61 und 62 (aus Richtung Auerberg und Beuel), dass diese ab Stadthaus in den bestehenden Tunnel eingeführt werden und durch einen neuen Tunnel unter der Poppelsdorfer Allee in den Bonner Talweg geführt werden, wo die Bahn ab der Königstraße wieder auf die alte Trasse trifft.
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Position des VCD
Der VCD gibt für den Bau der Hardtbergbahn die Prämisse "So wenig Tunnel wie möglich" aus. Die vom Land NRW für den Bau neuer Schienenstrecken zur Verfügung gestellten Mittel sind gedeckelt, d.h., sie sind nicht beliebig erhöhbar. Daraus ergibt sich zwangsläufig, dass der Bau der Hardtbergbahn so kostengünstig wie möglich erfolgen sollte, damit in der Region zeitnah noch weitere Schienenstrecken realisiert werden können. Da Tunnelstrecken im Vergleich zur oberirdischen Streckenführung ungleich teurer sind, verringert jeder Meter Tunnel die Chancen weiterer ÖPNV-Projekte in Bonn und der Region. Trotzdem lehnt der VCD die Tunnel, dort wo sie unabdingbar notwendig sind, nicht generell ab. Die Kunst liegt auch hier in einem vernünftigen Kompromiss, der möglichst vielen Seiten gerecht wird.
Ganz konkret fordert der VCD den Verzicht auf die Tieferlegung der Straßenbahnen vor dem Hauptbahnhof. Durch den Wegfall der Haltestellen "Thomas-Mann-Straße" und "Poppelsdorfer Allee" werden die Wege in der Innenstadt länger. Stattdessen wäre es wünschenswert, den Cityring zu unterbrechen und den Straßenraum vor dem Hauptbahnhof autofrei zu gestalten.



