Startseite Suche Sitemap
 

Vorschlag zur Verwendung der Regionalisierungsmittel

27.01.2006

A. Der straßengebundene ÖPNV im Landreis Emsland ist u.a. dadurch gekennzeichnet, dass die Bedienungsdichte sehr unterschiedlich ist und dass kaum Verknüpfungen (kreis-) grenzüber-schreitend vorhanden sind.
Es wird vorgeschlagen, ein Netz von Regiobussen im 2-Stundentakt aufzubauen, welche als durchlaufende Schnellbusse ausgelegt sind und die Verbindung von nicht direkt an die Deutsche Bahn angeschlossenen Teilen des Landkreises an die nächstgelegenen Oberzentren ermöglichen.
Dabei sind vorhandene Strukturen soweit wie möglich zu nutzen, um unnötige Kosten zu vermeiden.
Es werden beispielhaft folgende Linien vorgeschlagen:
1. Lingen – Freren – Fürstenau – Osnabrück.
Lingen – Freren wird stündlich befahren (alle Angaben für Mo-Fr, z.T. aber nur an Schultagen), Fürstenau – Osnabrück stündlich, lediglich die Lücke Freren - Fürstenau mit  ca. 10 min Fahrzeit gilt es teilweise zu schließen.
2. Meppen – Herzlake – Löningen – Essen (O) oder Cloppenburg mit Anschluss an die NWB Richtung Oldenburg bzw. Osnabrück.
Meppen – Herzlake wird stündlich bedient, Herzlake – Löningen 7-mal pro Tag (zum Teil mit Voranmeldung), Löningen – Essen (O) und Löningen Cloppenburg 6- bzw. 9-mal pro Tag. Wenn die Fahrpläne der beteiligten Unternehmen aufeinander abgestimmt werden können, wäre ein 2-Stunden-Takt ohne Mehrverkehr möglich.
Der Landkreis möchte diese Verbindung als Autobahn ausbauen. Da dürfte an der Nachfrage für einen zweistündigen Busverkehr in derselben Relation eigentlich nicht gezweifelt werden.
3. Meppen – Sögel – (Esterwegen) – Friesoythe – Oldenburg.
Meppen – Sögel wird 8 mal pro Tag befahren, Friesoythe – Oldenburg mit „Regiobus“ alle 2 Stunden, die Lücke, die geschlossen werden müsste, ist allerdings nicht unerheblich! Grund dafür ist letzten Endes das bislang unzureichende Angebot im Nordkreis, welches hierdurch erheblich verbessert werden würde.
Es wird vorgeschlagen, mit den benachbarten Kreisen in Gespräche einzutreten, um kreisgrenzüberschreitende Buslinien einzurichten. Durch Abstimmung der Fahrzeiten und durchlaufende Busse sind die entstehenden Kosten zu minimieren, z.T. dürften eigentlich keine höheren Kosten als heute auftreten. In tariflicher Hinsicht müsste natürlich ein durchgehender Tarif angeboten werden. Ein weiterer Vorteil wäre, dass durch langlaufende Verbindungen, Fahrgäste angesprochen würden, die relativ weite Strecken zurücklegen und daher auch relativ hohe Fahrpreise zahlen. Dass Durchtarifierungsverluste auftreten ist eher unwahrscheinlich.

B. Dort wo die Nachfrage das rechtfertigt, sollte ein vertakteter Fahrplan eingeführt und Taktlücken geschlossen werden. Hierzu ist es allerdings erforderlich, Fahrgastbewegungen zu erfassen und ggf. auch zu veröffentlichen.

C. Neben den an anderer Stelle bereits angesprochenen Vorschlägen wie Fahrradbus, kostenlose Fahrradmitnahme in den Zügen der DB und Verbesserungen im Stadtgebiet Meppen sollen im folgenden mögliche Anwendungen eher stichpunktartig angesprochen werden:
- einheitliches Tarifsystem,
- Wiederaufnahme Nachteule
- verbesserte Informationen (Fahrpläne, Flyer, Imagekampagnen),
- Anschubfinanzierung bei ÖPNV zu Sonderveranstaltungen,
- Anschubfinanzierung bei ÖPNV unter Einbeziehung touristisch interessanter Ziele.

 

Vorschlag zur Verwendung der Regionalisierungsmittel - Touristische Aspekte

27.01.2006

Allgemeines:
Touristen sind für den ÖPNV häufig eine lohnenswerte Zielgruppe: Touristen habe oftmals mehr Zeit, so dass eine längere Reisezeit nicht ins Gewicht fällt, Touristen sind oftmals ortsunkundig und bereit, für ein gutes Angebot auch einen angemessenen Preis zu bezahlen.
Das regionale Wissen um touristischen Ziel- und Quellverkehr muss genutzt werden. Daher sollte das Umsetzen der Maßnahmen gemeinsam mit den Gemeinden, dem Zweckverband Hasetal und der Emsland Touristik erfolgen.

Mögliche Maßnahmen:
• Linienbusse touristisch bewerben und „buchbar“ machen
• Einstieg in den Linienverkehr an Wochenenden
• am Wochenende Linienverkehr mit Gelegenheitsverkehr verknüpfen (Gruppen werden am Hotel abgeholt)
• Touristisch interessante Ziele in den Linienverkehr mit einbeziehen (Dankern, Clemenswerth, Moormuseum)
• Haltestellen einrichten (Berentzen Hof, Campingplatz Haselünne)
• An- und Abreise mit ÖPNV für Touristen ermöglichen (und wo möglich auch bewerben)
• Werbung / Info auch für Gäste, Fahrplaninformationen auf Gäste ausrichten

Vorgehen (beispielhaft):
• Verkehr zunächst nur in der Saison
• an touristische “Highlights” anknüpfen, z.B.
• Berentzen Hof, ähnlich Aktion mit EHH (aber verbessern)
• Dankern anbinden, ggf. Einstieg in regionalen Omnibus-Ausflugsverkehr
• Fahrradbus Meppen – Essen (O) an Wochenenden, buchbar über ZVH statt Museumszug
• Zubringerbusse zum Museumszug von Dankern, Lingen, Sögel
• Zubringerbusse zum Museumszug um Hin- und Rückfahrten besser zu ermöglichen, ggf. auch dies als „Paket“ bewerben und im Bus verkaufen, hier Absprache mit Kreis CLP
• Linienverkehr zu größeren Veranstaltungen, z. B. Veranstaltungen des Kultursommers (z.B. Blues- & Jazz-Night)

 

Seite weiterempfehlenSeite drucken