„Sieg der Vernunft!“
Verkehrsclub begrüßt den Abbau der Werbetafeln an den U-Bahnhöfen Kalbach und Nieder-Eschbach
Frankfurt/M., 27. Juni 2008. Der Frankfurter Kreisverband des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) begrüßt den Abbau der Werbetafeln an den U-Bahnhöfen Kalbach und Nieder-Eschbach ausdrücklich. Es sei ein „Sieg der Vernunft“, so der VCD-Pressesprecher Holger Greiner, „dass die Tafeln jetzt verschwinden.“ Es sei sehr bedauerlich, dass die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) und die Ströer Deutschen-Städte-Medien (DSM) erst durch massive öffentliche Proteste darauf gekommen wären, dass die durch die Werbeflächen verursachten Engstellen „eine andauernde, unzumutbare Behinderung und ein hohes Sicherheitsrisiko für die Fahrgäste“ darstellten.
Der ökologisch ausgerichtete Verkehrsclub, der zur Dokumentation der gefährlichen Situation eigene Messungen an den Bahnsteigen durchführte, hatte schon zu Beginn der Proteste „dringenden Handlungsbedarf“ angemahnt und sein Unverständnis zum Ausdruck gebracht, dass mit diesen Plakatwänden neue Barrieren errichtet würden, nachdem die betroffenen Stationen gerade erst mit öffentlichen Mitteln in Höhe von mehr als 1 Million Euro barrierefrei umgestaltet worden seien.
Der Frankfurter VCD hofft nun, dass solche Fehlplanungen bei der künftigen Gestaltung von Haltestellen im öffentlichen Nahverkehr vermieden werden. „Die Interessen der Fahrgäste müssen unbedingt Priorität vor überzogenen Wünschen der werbetreibenden Wirtschaft haben“. Dies durchzusetzen sei auch die Aufgabe der Stadt Frankfurt und der Lokalen Nahverkehrsgesellschaft traffiQ. Künftig seien in diesem Bereich „innovative Ideen, attraktive Angebote und Kundenorientierung“ gefragt.
Holger Greiner
Pressesprecher VCD Frankfurt / Main-Taunus

