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Vor 20 Jahren ging’s los

Verkehrsclub zieht erfolgreich Bilanz

Frankfurt/M., 10. Juli 2008. In diesem Jahr kann der Kreisverband Frankfurt / Main-Taunus des Verkehrsclub Deutschland (VCD) seinen 20. Geburtstag feiern. Der Verein hat derzeit ca. 1.000 Mitglieder und vertritt seit 1997 auch den Main-Taunus-Kreis. Der 1988 gegründete Kreisverband – der erste Vorstand wurde am 13. Juli 1988 gewählt – ist eine Untergliederung des Bundesverbands des Verkehrsclub Deutschland, welcher sich als ökologische Alternative zu den herkömmlichen Automobilclubs versteht und öffentlichkeitswirksam für eine umwelt- und verbraucherfreundliche Mobilität eintritt. Bekannt wurde der VCD auf Bundesebene u. a. durch die Einführung der BahnCard in den 90er Jahren.

 

Zu den erfolgreichen Aktivitäten und Engagements des Frankfurter VCD-Kreisverbandes zählten die Gründung einer Car-Sharing-Organisation bereits 1988 und die Entwicklung eines Nachtbuskonzepts, das im Jahr 2002 fast unverändert umgesetzt wurde. Mehrere Aktionen zum Thema „Zu Fuß zur Schule“ wurden in Zusammenarbeit mit dem städtischen Schulamt durchgeführt. Qualitätsprüfungen von Haltestellen sowie deutschlandweite Fahrpreisvergleiche der regionalen Verkehrsverbünde sind wichtige verkehrspolitische Diskussionsbeiträge des Kreisverbandes. Weitere Arbeitsschwerpunkte des VCD in Frankfurt sind Tempo 30 in Wohngebieten und die mangelhafte Erschließung des Frankfurter Ostens mit öffentlichen Verkehrsmitteln sowie Projekte für Autofreies Wohnen. Im Main-Taunus-Kreis engagiert sich der Kreisverband besonders im Beirat für den Verkehrsentwicklungsplan Hofheim 2007.
 
Erfolgreich hat sich der VCD-Kreisverband für die Einrichtung eines Fahrgastbeirats bei der lokalen Nahverkehrsgesellschaft traffiQ eingesetzt. Michael Schmidt, der den VCD seitdem im Fahrgastbeirat vertritt, konnte in vielen Arbeitskreisen die Positionen und Forderungen des VCD zu Themen wie Ausstattung von Bussen, Qualitätsstandards von Fahrzeugen, Haltestellenausstattung und Fahrplan-Verbesserungen einbringen. Der Kreisverband ist Gründungsmitglied des Aktionsbündnisses gegen den Riederwaldtunnel; er beteiligt sich alljährlich im September an der „Europäischen Woche der Mobilität“ und verstärkt den regionalen Widerstand gegen die Ausbaupläne für den Frankfurter Flughafen. Menschen, die sich gegen übermäßigen Verkehrslärm oder überhöhte Geschwindigkeit in ihren Wohngebieten wehren wollen, unterstützt der VCD durch die Verleihung eines Lärmkoffers (mit Messgerät und Informationsmaterial) sowie mit einer mobilen Radarpistole.
 
Zukünftige Arbeitschwerpunkte des VCD Frankfurt / Main-Taunus sollen die Barrierefreiheit im städtischen Raum und die Verbesserung der Verkehrssituation für Fußgänger sein. Darüber hinaus will sich der VCD weiter für eine Optimierung des öffentlichen Personennahverkehrs einsetzen. Projekte hierzu sollen ein erneuter Haltestellen-Test und das Konzept eines "S-Bahn-Nachsterns" in Anlehnung an das Nachtbus-Konzept sein. Engagierte Mitstreiterinnen und Mitstreiter sind bei diesen Vorhaben und den weiteren Kreisverbands-Aktivitäten jederzeit herzlich willkommen.
 
Neben einzelnen Aktionen, Konzeptentwicklungen und der Beteiligung in Gremien und Initiativen, die größtenteils durch Ehrenamtliche ausgeführt werden, treibt vor allem die intensive Öffentlichkeitsarbeit die Anliegen des VCD voran. Deswegen hat der Kreisverband seit 2006 einen Pressesprecher engagiert: Holger Greiner erstellt regelmäßig Pressemitteilungen zu den aktuellen Themen und betreut die darüber hinaus die neugestaltete Homepage des Kreisverbandes www.vcd-frankfurt.de.

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