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Podiumsdiskussion über Fahrpreise

Am Mittwoch, dem 09. Februar 2011 fand im Foyer der Frankfurter Naxoshalle vor etwa 70 Zuschauerinnen und Zuschauern eine Diskussionsveranstaltung der Linken im Römer mit VCD-Beteiligung statt. Thema der Veranstaltung unter dem Titel "Fahrpreise runter!" waren die ÖPNV-Tarife im Rhein-Main-Verkehrsverbund. Für die VCD Regionalgruppe Rhein-Main saß Pressesprecher Holger Greiner auf dem Podium. Mitdiskutanten waren an diesem Abend: Ben Haladik (Stadtschulsprecher Frankfurt), Bernd Scherf (Sozialverband VdK) und Dr. Peter Gärtner (AG Verkehr & Umwelt, Die Linke im Römer). Moderiert wurde die Diskussion von der Fraktionsvorsitzenden der Linken im Hessischen Landtag Janine Wissler. Leider kam es zu einer kurzfristigen Absage des Geschäftsführers des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV), Knut Ringat, der den hessischen Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) als Teil einer Wirtschaftsdelegation auf eine Auslandsreise begleiten musste.




(Fotos: VCD Regionalgruppe Rhein-Main)


Ausgangspunkt für den Abend war die Feststellung, dass der RMV bundesweit einer der teuersten Verkehrsverbünde ist. Dies wurde in einer Präsentation von Holger Greiner mit Zahlen und Daten, die aus einem Tarifvergleich von sechs großen westdeutschen Verkehrsverbünden resultieren, belegt. Hier wurde auch die komplizierte und kaum nachvollziehbare Tarifsystematik im größten hessischen Verkehrsverbund (mit Tarifsprüngen im Wabentarif) und das Preis-Leistungs-Verhältnis im RMV hinterfragt.

An diesen Einstieg schloss sich eine spannende und lebhafte Diskussion an, bei der die Fahrpreis-Kritiker auf dem Podium aber auch Vertreter aus dem Publikum in großer Bandbreite die unterschiedlichen Aspekte der Problematik beleuchteten. Zur Sprache kamen preisreduzierte Schülertickets und ein Nulltarif für Schüler und Auszubildende, Sozial- und Seniorentarife sowie generelle Fahrpreis-Reduzierungen von 50 Prozent (Wahlprogramm der Linken) bis zum ÖPNV-Nulltarif. Kritisiert wurde der Zustand von Bahnhöfen und Haltestellen (insbesondere der Deutschen Bahn) aber auch von Fahrzeugen. Verschiedene Verbesserungen im U-Bahn und Busbereich wurden zwar durchaus honoriert, es bleibe hier jedoch noch einiges zu tun übrig.




Weitgehend einig war man sich darin, dass ein Umsteuern vom Autoverkehr hin zu Bussen und Bahnen, aus ökologischen und sozialen Gründen, unbedingt erfolgen müsse und dass hierfür eine Senkung der Fahrpreise hier ein wichtiger Schritt sein könne. Die Finanzierung für solche Maßnahmen ließe sich u. a. durch den Verzicht auf überflüssige Verkehrsprojekte (Autobahnausbau, Straßenbau) gewährleisten. Zudem könne ein Absinken der Kostendeckung im Nahverkehr durch die in der Folge zu erwartende Steigerung der Fahrgastzahlen – zumindest teilweise – kompensiert werden. Ein weiterer Ausbau der Verkehrsinfrastruktur für den öffentlichen Nahverkehr in der Rhein-Main-Region und in der Stadt Frankfurt müsse erreicht werden. Hier seien die Politiker auf den verschiedenen Ebenen gefragt, um letztendlich die gewünschte und dringend erforderliche Umsteuerung im Verkehrsbereich voran zu bringen.

Diskussion über Tarife in Offenbach




Fotos: VCD KV Offenbach


Am 28. Oktober wurde gemeinsam vom externer Link in neuem Fenster folgtVCD Kreisverband Offenbach und der Volkshochschule der Stadt in den Räumen der VHS eine Diskussionsveranstaltung durchgeführt. Thema des Abends war die Auseinandersetzung mit den Fahrpreisen und der Tarifstruktur des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) sowie der im Verbundraum gegebenen Qualität der angebotenen Verkehrsleistungen.

Eingeleitet wurde der Abend durch einen Vortrag zum Regionalen Fahrpreisvergleich des VCD, der von Holger Greiner, dem Kommunikationsbeauftragten der VCD Regionalgruppe Rhein-Main präsentiert wurde. Teilnehmer bei dem von Brigitte Schaack (VCD Offenbach) moderierten Abend waren auf dem Podium die Offenbacher Bürgermeisterin und Mobilitäts-Dezernentin Birgit Simon (Grüne) sowie der Pressesprecher des RMV Peter Vollmer. 

Das Fazit des Vortrags lautete, dass das Fahrpreisniveau des größten hessischen Verkehrsbundes in Bezug auf die gebotenen Leistungen stark überhöht ist, da der RMV gerade im Bereich des Regionalverkehrs bei den verglichenen Verbünden hier sehr oft einen Spitzenplatz belegt. Kritisiert wurden in diesem Zusammenhang auch die Schwächen und Ungereimtheiten des derzeit gültigen Waben-Tarifsystems.

An den Vortrag schloss sich eine lebendige Diskussion an. Während Bürgermeisterin Simon die Forderungen der Stadtpolitik an einen günstigen und leistungsfähigen Nahverkehr zum Ausdruck brachte und die Fahrpreise kritisierte, versuchte der RMV-Vertreter das hohe Preisniveau durch die Leistungen und Angebote des Verbundes zu rechtfertigen. Ohne den hohen Kostendeckungsgrad müsste der Steuerzahler verstärkt für die ÖPNV-Finanzierung einstehen. Es sei aber zumindest angestrebt, verschiedene "unschöne Unwuchten" im Tarifsystem in absehbarer Zeit zu beheben. Auch aus dem Publikum heraus wurde in – teilweise sehr sachkundigen – Beiträgen Kritik am Preis-Leistungs-Verhältnis und am ungerechten und undurchschaubaren Tarifsystem laut. 

Infostand beim Rotlintstraßenfest




Die VCD-Regionalgruppe Rhein-Main zog mit ihrem gut sichtbaren, attraktiven Stand beim diesjährigen Rotlintstraßenfest am 4. September im Frankfurter Nordend wie ein Magnet die Gäste an. Die vor Ort befindlichen Vertreter der Regionalgruppe – im Bild Gisela Becker und Mathias Biemann – konnten dabei zahlreiche Gespräche zu den aktuellen verkehrspolitischen Fragen in der Rhein-Main-Metropole und der Region führen und nutzten die Gelegenheit, Besucherinnen und Besucher über die Arbeit des ökologischen Verkehrsclubs zu informieren.

Ein heiß diskutiertes Thema war der Nahverkehr in der Rhein-Main-Region und das Preis-Leistungs-Verhältnis des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV). Für die aktuelle Aktion zur klimaverträglichen Mobilität des VCD Bundesverbandes (in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Verbraucherzentralen) unter dem Titel "Wunschticket" wurden von den Gästen jede Menge Karten mit Anregungen, Wünschen und Vorschlägen zur Verbesserung der Qualität des öffentlichen Nahverkehrs ausgefüllt, die in eine große orange-blaue Kampagnen-Box wanderten. Auch Auszüge des aktuellen VCD Haltestellentests und der Fahrpreis-Untersuchungen wurden präsentiert. 

"Neue Tarife" - Fachtagung der Regionalgruppe Rhein-Main


Die VCD-Regionalgruppe Rhein-Main lud für den 20. April zu einer gut besuchten Abendveranstaltung unter dem Titel "Neue Tarife für den RMV" nach Frankfurt ein, bei die Fahrpreise und die Tarifstruktur des RMV diskutiert werden sollten. Verschiedene Untersuchungen des VCD belegen, dass der RMV einer der teuersten Verkehrsverbünde Deutschlands ist. Werde eine regionale Perspektive in die Betrachtung mit einbezogen verschlechtere sich das Preis-Leistungs-Verhältnis beim RMV noch einmal erheblich. Während dieser Fachtagung wurden Zahlen aus einem neuen Vergleich mit vier großen Verkehrsverbünden in einer Präsentation vorgestellt und die Ursachen hierfür hinterfragt. Ein weiteres Thema war an diesem Abend die Qualität von Haltestellen und Bahnhöfen. Die ersten Resultate eines entsprechenden Tests der Regionalgruppe wurden an diesem Abend gezeigt.

RMV-Tarife in der öffentlichen Diskussion


Das Thema Fahrpreise im Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) wird auch weiterhin intensiv in der Öffentlichkeit diskutiert. Die Frankfurter Rundschau hat hierzu am 23. März im Regionalteil einen ausführlichen Artikel unter dem Titel "Unfaire Preise" gebracht. Zudem gab es in der selben Ausgabe einen Leitartikel der FR-Journalistin Jutta Rippegather, in dem sie sich kritisch mit den derzeitigen Tarifstrukturen auseinandersetzt. In der Berichterstattung wurden auch Argumente der Regionalgruppe Rhein-Main des VCD aufgenommen. Auch die Offenbacher Bürgermeisterin und Dezernentin für Umwelt und Soziales Brigitte Simon (Grüne) äußerte in dem Bericht ihre Kritik am RMV-Tarifsystem. Dass das Preissystem zu Ungerechtigkeiten führt, musste selbst RMV-Sprecher Peter Vollmer einräumen. Auch die Kommentare der FR-Leser zu den Artikeln lassen kaum ein gutes Haar am Preis-Leistungs-Verhältnis des ÖPNV in der Rhein-Main-Region.

Mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Rundschau verlinken wir hier auf die beiden genannten Artikel:

VCD: Fahrpreise in Frankfurt weiterhin auf sehr hohem Niveau



Nahverkehrstarife im Städtevergleich

Frankfurt a. M., 22.02.2010. Der alljährlich vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) vorgelegte Fahrpreis-Vergleich in 13 deutschen Großstädten belegt, dass sich die Fahrpreise in Frankfurt weiterhin auf sehr hohem Niveau bewegen. Die im Dezember 2009 durchgeführte Anhebung bei den Tarifen für den Öffentlichen Nahverkehr, habt dazu beigetragen, dass sich die Situation eher noch verschärft hat.
Die Tarife des Rhein-Main-Verkehrsverbundes für Einzel- und Monatskarten im Stadtgebiet Frankfurt liegen auch im Jahr 2010 wieder im oberen Drittel. Rekorde halte die Rhein-Main-Metropole bei 9 Uhr-Tickets und - wie vom VCD schon im Vorjahr heftig kritisiert wurde - bei Kinder-Einzelfahrscheinen. Wenn man aber die Stadtgröße und die Nähe Frankfurts zu den Nachbarstädten -und gemeinden der Rhein-Main-Region, in die Betrachtung einbezieht, fällt der Tarif-Vergleich noch wesentlich ungünstiger aus. Der Verkehrsclub Deutschland hält daher das hohe Preisniveau in der Stadt Frankfurt und ihrem Umland im Vergleich zu anderen Städten und Regionen in Bezug auf die gebotenen Leistungen für unangemessen. Eine "große Tarifreform" erscheint dringend erforderlich. Erste positive Tendenzen hierzu bei den RMV-Verantwortlichen würden vom VCD ausdrücklich begrüßt. Die aufgetretenen öffentlichen Proteste sollten hier ein deutliches Signal für die Verantwortlichen in Politik und Verkehrsunternehmen sein. Der VCD begrüßt daher ausdrücklich, dass sich der Verkehrsausschuss im Frankfurter Stadtparlament fraktionsübergreifend dafür ausgesprochen habe, die jährlichen Tarifsteigerungen zu bremsen. Auch die Landespolitik müsse ihr Engagement für den öffentlichen Nahverkehr verstärken.

Kein Verständnis für Anziehen der Tarifschraube


Frankfurt a. M. - 09. Dezember 2009. Kein Verständnis zeigt der Verkehrsclub Deutschland (VCD) für die Preiserhöhungen im Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) um durchschnittlich 2,8 Prozent zum 13. Dezember. Der Sprecher der VCD-Regionalgruppe Rhein-Main, Holger Greiner, ist sich sicher: „Das alljährliche Ritual die Tarife zu erhöhen ist das falsche Signal an die Öffentlichkeit. Angesichts der Klimadebatte und der Konkurrenz des Autos sind die Steigerungen kontraproduktiv.“ Wie die Vergleiche des VCD Rhein-Main gezeigt haben, gehören die Fahrpreise im Raum Frankfurt gegenüber anderen Großstädten – auch ohne die vorweihnachtlichen Anhebungen – schon jetzt zu den höchsten bundesweit. Gerade Zeitkarten, die häufig von Berufspendlern genutzt werden, oder Fahrkarten für Kinder und Jugendliche fallen hier negativ auf. Änderungen beim komplizierten RMV-Tarifsystem mit seiner überholten Wabenstruktur und Rabattierungen bei bestimmten Angeboten (z. B. Wochenendticket) seien, so der VCD, längst überfällig. Ein attraktives Nahverkehrsangebot, mit günstigen Fahrpreisen könne aber, so der VCD, durch die Steigerung der Auslastung, zu einem höheren Kostendeckungsgrad beitragen. Unangemessen hohe Tarife seien hierfür nicht erforderlich.

Hessenschau - VCD-Stellungnahme zu geplanten Fahrpreiserhöhungen


Frankfurt am Main, 09. Juni 2009. Auf Anfrage der Hessenschau-Redaktion äußerte der VCD heftige Kritik an den vom Rhein-Main-Verkehrsverbund für den Winter geplanten erneuten Fahrpreiserhöhungen in Höhe von 2,7%.
VCD-Pressesprecher Holger Greiner hob dabei hervor, dass die Argumente für das weitere "Anziehen der Tarifschraube" willkürlich seien. Im letzten Jahr wurden die stark gestiegenen Energiekosten verantwortlich gemacht, in diesem Jahr seien es die Personalkosten. Für die zwischenzeitlich wieder etwas gesunkenen Energiepreise gebe es dagegen keinen Ausgleich für die Fahrgäste. Es wäre, so Greiner, "eine besondere Meldung, wenn die Medien einmal verkünden könnten, dass der Verkehrsverbund in einem Jahr auf die Anhebung der Fahrpreise verzichten würde".
Es sei es unverantwortlich, dass die ökologisch sinnvollen Verkehrsträger weiter verstärkt belastet würden. Ein Umsteigen vom Auto auf den ÖPNV werde dadurch immer unattraktiver. Die Fahrpreiserhöhung sei zudem unsozial, da die Nutzung von Bussen und Bahnen für Einkommenschwache immer mehr zum "teuren Vergnügen" werde. Bezeichnend sei in diesem Zusammenhang auch, dass der RMV deutschlandweit die teuersten Kinderfahrscheine anbiete.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis sei, wie die VCD-Fahrpreisvergleiche immer wieder belegten, beim RMV insgesamt ungenügend. So bestünden teilweise erhebliche Defizite bei Pünktlichkeit, Verbindungssicherheit oder auch beim Nachtverkehr. Andere Verkehrsverbünde könnten dagegen - bei geringeren Preisniveau - bessere Leistungen erbringen. Änderungen beim komplizierten RMV-Tarifsystem und Rabbattierungen bei bestimmten Fahrscheinen seien dringend erforderlich. Ein attraktives Nahverkehrsangebot, mit günstigen Fahrpreisen könne, so der VCD, durch die Steigerung der Auslastung, zu einem höheren Kostendeckungsgrad beitragen. Unangemessene Fahrpreise seien hierfür nicht notwendig.

Link: Hessenschau-Beitrag

Fahrpreisvergleich 2009



Frankfurt a. M. - 06. Februar 2009. Wer mit Kindern in Bus und Bahn in Frankfurt unterwegs ist, sollte gut rechnen können, da Frankfurts Kinder bundesweit mit 1,40 Euro das meiste für den Einzelfahrschein im öffentlichen Nahverkehr zahlen. Dies ist ein Ergebnis des Fahrpreisvergleichs den der Frankfurter Kreisverband des Verkehrsclub Deutschland (VCD) jährlich durchführt. Dabei werden die Fahrpreise für das Stadtgebiet in Frankfurt mit denen von 12 anderen deutschen Großstädten in verschiedenen Verkehrsverbünden verglichen. Auch sonst ist, so der ökologisch ausgerichtete Verkehrsclub, Frankfurt „ein besonders teures Pflaster“ für die Nahverkehrsnutzer. Das hohe Preisniveau sei dabei nicht durch besonders gute Leistungen des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) gerechtfertigt. Gerade bei der S-Bahn, die im Vergleich zu ihren Kosten von besonders vielen Fahrgästen benutzt würde, gebe es immer noch erhebliche Defizite bei der Pünktlichkeit, der Fahrgastinformation sowie beim Zustand der Bahnhöfe.

VCD-Fahrpreisvergleich

VCD-Fahrpreisvergleich 2007: RMV-Karten in Frankfurt meist teurer

VCD fordert Verbesserungen für Monatskartennutzer, günstigere Kinderfahrpreise und ein Senioren-Ticket

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