Startseite Suche Sitemap
 

Fahrgastbeitrat

Die Stadt Göttingen hat einen Bus-Fahrgastbeirat eingerichtet. Der VCD hat dort einen Sitz und kann die Interessen der Nutzer von Bussen und anderen umweltfreundlichen Verkehrsmitteln vertreten.

Auch der Zweckverband Verkehrsverbund Südniedersachsen (ZVSN) hatte einen Fahrgastbeirat, den er jedoch aufgelöst hat.

Nahverkehrspläne

Nachfolgend einige Informationen zur Busplanung im Raum Göttingen/Northeim:

Busplanung in den benachbarten Landkreisen:

Verkehrsentwicklungsplan Göttingen

Die Integrative Verkehrsentwicklungsplanung Göttingen der Ingeniergemeinschaft Schnüll/Haller vom Februar 1999 hat der Rat beschlossen. Darin heißt es auf den Seiten 139-142:

6.4 Handlungskonzept für den Öffentlichen Personennahverkehr

Für den Baustein Öffentlicher Personennahverkehr sind im Verkehrsentwicklungsplan keine Analyse und Planungskonzept erarbeitet worden, da die entsprechenden Arbeiten gegenwärtig von der Stadt Göttingen durch die Aufstellung des Nahverkehrsplans und durch das gemeinsam mit den Stadtwerken Göttingen AG entwickelte neue Stadtbusliniennetz durchgeführt werden.

Generelle Strategie: Die Umsetzung eines angebotsorientierten ÖPNV wird als Schlüsselmaßnahme betrachtet, um die mit dem Szenario Wandel einhergehenden Zielvorstellungen erreichen zu können. In der folgenden Zusammenstellung werden die Anforderungen an einen angebotsorientierten ÖPNV formuliert.

  1. Planungsziel
    Oberziel der Planung sollte die Steigerung der absoluten Fahrgastzahlen und damit verbunden des Modal-Split-Anteils des ÖPNV sein.
  2. Differenzierte Bedienung
    Unterschiedliche Fahrgastpotentiale erfordern darauf abgestimmte, d.h. differenzierte ÖPNV-Lösungen:
    • Innerhalb der Göttinger Kernstadt verkehrt ein vertakteter, attraktiver Stadtbusverkehr, mit dem direkte Verbindugnen von/zur Innenstadt angeboten werden.
    • Im Stadtteil Geismar finden beispielsweise eine Vielzahl von "Binnenverkehrsbeziehungen" statt. Hier wäre die Einrichtung eines eigenen Quartierbusses möglich, der einerseits die einzelnen Geismarer Quartiere mit dem Geismarer Zentrum verbindet und gleichzeitig eine Zubringerfunktion zu einem Direktbus zwischen dem Geismarer Zentrum und der Göttinger Innenstadt erfüllt. Damit wird auch dem Anspruch einer Stärkung der dezentralen Standorte Rechnung getragen.
    • Die relativ weit außerhalb liegenden Ortschaften wie beispielsweise Roringen oder Esebeck könnten aus dem Stadtbusverkehr ausgegliedert werden und ausschließlich durch Reginoalbusse an das Göttinger Zentrum angebunden sein.
    • Für die nachfrageschwachen Nachtzeiten können eigene Angebote konzipiert werden.
    • Für Schwachlastzeiten sind nachfrageorientierte Angebotsformen wie beispielsweise das Anruf-Sammel-Taxi oder das Frauennachttaxi vorzusehen.
    Die unterschiedlichen Bedienungsformen müssen zeitliche und örtliche Schnittstellen aufweisen.
  3. Zielgruppe/Potentiale
    Die Zielgruppe des Stadtbusverkehrs sind alle Göttinger Einwohner und Einpendler. Für die von ihnen in Göttingen zurückgelegten Wege soll durch den Stadtbusverkehr ein Fahrtenangebot vorgehalten werden. Besondere Bedeutung besitzen dabei die innenstadtbezogenen Berufs-, Einkaufs- und Freizeitverkehre.
    Neben den vorhandenen Fahrgastpotentialen, die mehr als bisher ausgeschöpft werden sollen, bieten sich verstärkt Potentiale auf den Fahrbeziehungen zu den Gewerbeflächen (Fachmarktzentrum, Otto-Hahn-Zentrum, ...), Freizeiteinrichtungen (Stadtbad, Stadthalle, ...), zur Uni und zum Klinikum. Es geht hierbei nicht darum, Fahrgäste vom Fahrrad abzuwerben, sondern Fahrten vom Pkw auf den Bus zu verlagern.
    Personen mit Mobilitätsdefiziten sollten besonders gefördert werden.
  4. Liniennetz
    Die einzelnen Linien laufen direkt auf die Innenstadt zu. Jede Linie erschließt einen eigenen "Sektor" des Stadtgebietes, Linienüberschneidungen werden so weit wie möglich vermieden.
    Bemerkung: Erschließungsvorteile in der Innenstadt gegenüber dem MIV einräumen
  5. Tangentialbeziehungen
    Bestehenden tangentialen Wegebeziehungen sollte durch sinnvolle Verknüpfungen einzelner Buslinieäste und beispielsweise durch Einrichtung einer eigenständigen Ringline ein adäquates Angebot gegenüberstehen.
  6. Beschleunigungsmaßnahmen
    Auf stark belasteten Hauptverkehrsstraßen sind für den ÖPNV Beschleunigungsmaßnahmen vorzusehen. Hierbei hat beispielsweise die Grünzeitanforderung durch Busse in der Lichtsignalsteuerung Vorrang vor der Grünen Welle. Andere Beschleunigungsmaßnahmen sind beispielsweise die Einrichtung von Busspuren, Busschleusen, Haltestellenkaps, etc.
  7. Fahrplantakt
    Der Fahrplan sollte auf einem 15-Minuten-Takt basieren. Linien mit geringen Potentialen werden mit größeren Taktabständen befahren, Linien mit großen Potentialen erhalten kürzere Taktzeiten.
  8. Betriebszeiten
    Betriebsbeginn und -ende sollte für alle Linien gleich sein.
  9. Sonderverkehre
    Zu besonderen Anlässen sind Sonderverkehre anzubieten. Dies sind beispielsweise der P+R-Verkehr, Nachtsverkehr, Diskobusverkehr etc.
  10. Tarife
    Für Göttingen sollte eine einheitliche Tarifstruktur gelten. Der Übergang auf andere Verkehrsträger sollte mit Übergangsfahrausweisen oder in einem Verkehrsverbund geregelt sein.
    Bemerkung: Tarifplanung AG ZVSN
  11. Kosten
    Die Betrachtung der Kosten sollte sich nicht ausschließlich auf die Größe des Defizits beschränken, vielmehr sollten auch andere Größen wie beispielsweise der Zuschußbedarf pro Fahrgast oder der Kostendeckungsgrad des Verkehrsträgers die Richtgrößen darstellen.
  12. Marketing
    Durchführung eines offensiven Marketings unter Einbeziehung aller Öffentlichen Verkehrsangebote (Stadt- und Regionalverkehr) auf der Ebene des Verkehrsverbundes.
    Bemerkung: in Zusammenarbeit AG ZVSN.
  13. Qualtiätsstandards
    Formulierung von Standards zur Qualitätssicherung im ÖPNV beispielsweise zu:
    • Fahrzeugen
    • Haltestellen
    • Sicherheit
    • ...
    Verknüpfungen: Nahverkehrsplan

Seite weiterempfehlenSeite drucken