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Vorhandene und alternative Radfahrmöglichkeiten zwischen Hemer und Menden

Schon heute kann man selbstverständlich per Rad von Hemer nach Menden gelangen. Zwischen beiden Städten gibt es u. a. eine Hauptroute des Radverkehrsnetzes NRW (hier mehr).

Innerhalb der Ortslagen sind diese Radstrecken sogar ganz passabel. Sie verlaufen abseits der Hauptstraßen, haben keine großen Steigungen, sind aber andererseits auch keine eintönigen "Radrennpisten", sondern recht abwechslungsreich. Auf den Abschnitten Bräuckerstr. und Untere Weide in Hemer sowie Felsenkeller/Schattweg in Menden haben Radler es sogar fast schon idyllisch. Diese beiden Teilstrecken können daher ohne Bedenken Teil des neuen Radweges werden (bzw. bleiben).

Problematisch ist allerdings der Abschnitt zwischen Hemer-Oese/Sensberg (Steinbruch, Gewerbegebiet) und Menden-Hassenbruch, der über die B7 verläuft. Zwar gibt es dort Seitenstreifen, aber Radler sind dem starken Autoverkehr (inkl. LKW) mitsamt seinem Lärm, Abgasen, Staub, Sog u. a. ausgesetzt. Während an Sonn- und Feiertagen oder auch werktags an Sommerabenden das Radeln auf der Bundesstraße noch ganz gut erträglich ist, wird es es in der Woche tagsüber unangenehm bis gefährlich.

Daher müsste für das bisherige B7-Radroutenstück eine alternative Trasse gefunden werden. Eine solche ist aber nicht auf die Bahntrasse angewiesen.
Stattdessen könnte sie entweder neben den Gleisen geführt werden oder auf der anderen Seite entlang der Oese.
Im Bereich der derzeitigen Radweglücke zwischen Hemer-Oesestr./Steinbruch und Menden-Hassenbruch wäre - wenn auch nicht ideal - auch ein straßenbegleitender Radweg denkbar, der durch ein Hochbord von der Fahrbahn abgegrenzt würde (vgl. Vorschlag aus VEP Hemer-Menden-Iserlohn, 2003, Nr. 7.3.2).


Anhand der folgenden Fotos sollen mögliche Alternativstrecken zum geplanten Bahn-Radweg aufgezeigt werden.

 

vorhandene Radroute in Hemer








Am Bräucken (Bild oben rechts ) in Hemer vor der Brücke über die Oese könnte die Radrampe etwas ausgebaut werden; sonst ist hier und im weiteren Verlauf der NRW-Radroute bis zur Oesestr. aber alles o.k.
Fotos: VCD/Spiekermann; zum Vergößern die Bilder bitte anklicken!

Möglicher neuer Radweg von Oesestr. zur Edelburg







Von der Oesestr. kann man schon jetzt ins Gewerbegebiet "An der Schleuse" einbiegen (Bild oben links). An dessen Ende könnte man einen Radweg hinüber zur Edelburg anlegen und über den dortigen Hof radeln.
Fotos: VCD/Spiekermann; zum Vergrößern bitte anklicken!

Möglicher neuer Radweg von der Edelburg entlang der Oese bis Menden














zwischen Edelburg und Menden könnte der Radweg entlang der Oese über teils vorhandene, teils neu zu schaffende Wege führen; landschaftsschonender wäre die Variante unterhalb des B7-Straßendamms, schöner wäre es durch die Oesewiesen.
Fotos: VCD/Spiekermann; zum Vergrößern die Bilder bitte anklicken!

vorhandene Brücke über die B7 in Menden






Die Verbindung zwischen dem Oese-Radweg mit der "Innenstadtseite" Mendens kann über die Fußgänger-/Radbrücke über die Iserlohner Landstr. erfolgen. Die Aussicht - u. a. auf die blaue Bahnbrücke - für den Radwanderer ist von dort besser als sie von der Bahnbrücke selbst wäre....
Fotos: VCD/Spiekermann; für größere Bilder bitte darauf klicken!

möglicher neuer Radweg neben der Bahntrasse (Südabschnitt)







Bild oben links: An der Oesestr. in Hemer-Becke kurz vor der B7-Kreuzung könnte mit einem neuen Bahnübergang ein neuer Radweg westlich (links) neben den Schienen angelegt werden. Allerdings müsste man dann auch die Unterführung verbreitern. Danach könnte der Radweg teils bereits vorhandene Wirtschaftswege nutzen (Bilder unten).
Deutlich weniger aufwändig wäre es, den weiter oben beschriebenen Oese-Radweg zu bauen und B7 und Bahn erst am bestehenden Bahnübergang gegenüber der Edelburg zu überqueren (Bild oben rechts).
Fotos: VCD/Spiekermann

möglicher neuer Radweg neben der Bahntrasse (Nordabschnitt)






Über den vorhandenen Wirtschaftsweg (den man noch ausbessern könnte/sollte) geht es vom Industriepark Edelburg zur Stadtgrenze Hemer/Menden. Dort (mittleres Bild) gibt es neben dem Hausgrundstück einen echten Engpass für den neuen Radweg; dieser ließe sich aber sicher durch geeignete Bau- und Sicherungsmaßnahmen überwinden.
Dahinter wäre wieder ausreichend Platz zwischen Gleis und Wald (rechtes Bild).
Fotos: VCD/Spiekermann; zum Vergrößern bitte anklicken!

vorhandene Radelmöglichkeiten neben der Bahn in Menden










Ab Höhe Hassenbruch (Forststr.) braucht für Radler nichts mehr neu gebaut zu werden, allenfalls mal eine Bordsteinabsenkung (Overhuesstr; mittleres Foto der mittleren Reihe). Über asphaltierte Straßen und Wege geht es bis zum Rand der Mendener Innenstadt. Man ist auf diesen Wegen weiter entfernt von der B7 und sieht ganz gut. Auf einem Bahntrassenradweg würde man zwischen Böschung und Lärmschutzwand "hängen" (unteres Foto, rechte Bildmitte).
Fotos: VCD/Spiekermann; zum Vergrößern bitte die Bilder anklicken!

Durch die Schattweg-Idylle zur Mendener Innenstadt






Schon die aktuelle NRW-Radroute läuft über den Schattweg Richtung Menden-Mitte. Bei der Unterführung zur Promenade (rechtes Bild) wäre eine Rampe auch am vorderen Zugang wünschenswert; zzt. liegt diese für die Strecke nach Hemer am "falschen Ende"....
Fotos: VCD/Spiekermann; zum Vergrößern die Fotos bitte anklicken!

Querung von B7 und Gleisen







Ein Radweg, der nicht auf der Bahntrasse geführt wird, muss diese sowie die B 7 irgendwo queren. In einem Zuge geht das zzt. nur über die Fußgängerbrücke am Felsenkeller in Menden (Bild links oben).
Falls man weder die vorhandene Brücke noch eine der weiter oben beschriebenen höhengleichen Querungen möchte und höhere Kosten für neue Bauten nicht scheut, könnte eine Brücke oder ein Tunnel/Unterführung im Bereich zwischen Becke und Edelburg (hintere 3 Bilder) oder anderswo angelegt werden.
Fotos: VCD/Spiekermann; zum Vergrößern bitte anklicken!

Fazit: Radfahrmöglichkeiten ohne Bahntrasse

Es gibt  mehrere Alternativen für den Radverkehr zwischen Hemer und Menden, ohne dafür die Bahnstrecke opfern zu müssen.

Diese anderen Strecken lägen weiter ab vom störenden Autoverkehr, näher am Grünen und sind einfach interessanter, netter, schöner, erlebnisreicher zu radeln. Damit passen sie vor allem besser zum Freizeitradeln und zur Radtouristik (und damit auch zur Landesgartenschau 2010). 

Die alternativen Radrouten sind andererseits aber auch nicht so "umwegig" und "langsam", dass sie Alltagsradfahrer völlig abstoßen würden. Und überzeugte Asphaltradler (Radrennsportler und 'abgehärtete' Radpendler) lassen sich sowieso durch Radwege - egal ob auf alten Bahndämmen oder idyllisch im Grünen - nicht von den Hauptstraßen locken....

Nicht zuletzt ist die Kombination von Schiene und Radweg gerade für Radfreunde wichtig und attraktiv, wie schon viele Beispiele (Ruhrtal, Teuto-Senne-Route u. a.) gezeigt haben. So kann man nach Belieben (oder nach Bedingungen) zwischen Sattel und Zug-Fahrradabteil wechseln. Das geht aber nicht mehr, sobald die Gleise abgerissen sind....

Der Radverkehr zwischen Hemer und Menden kann ausweichen, der Bahnverkehr ist jedoch auf den Erhalt der jetzigen Strecke angewiesen! 

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