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Der Bahnhof Menden seit 1998





links: Bahnhofsvorplatz im Februar 2008
Mitte: Bahnsteigseite im Oktober 2007
rechts: Unterführung im Oktober 2007
Fotos: VCD/Spiekermann
zum Vergrößern bitte anklicken!

Von etwa 1998 bis Herbst 2011 ging es mit dem Bahnhof  Menden und seinem Umfeld bergab. Die Fahrkartenausgabe im Hauptgebäude und der angrenzende Güterbahnhof wurden aufgegeben, das Bahnhofsgebäude später an einen privaten Investor verkauft. Es folgten Eigentümerwechsel. Der bauliche Verfall schreitet bis heute unablässig fort.
Den Zustand bis Mitte 2011 konnte man nur als katastrophal bezeichnen.

Die Stadt  Menden setzt(e)  auf private Investoren bei der Erneuerung des Bahnhofs.
Von verschiedenen Eigentümern und Investoren gab es in den letzten Jahren unterschiedliche, oft mehrfach geänderte Pläne für die Neugestaltung.

Von Anfang an stark im Vordergrund stand für Politik und Bürger das Bestreben, einen (optischen) Schandfleck zu beseitigen. Die sinnvolle  Neu-/Wieder-/Um-Nutzung fand und findet weniger Beachtung.

Es ging kaum noch um den Bahnhof als Verkehrsknotenpunkt und Eingangspforte für Besucher zur Stadt, sondern
hauptsächlich um eine Nachfolgenutzung in Form eines Ablegers der Innenstadt mit Einzelhandel.

Erst im Laufe des Jahres 2011 konnte sich ein Plan durchsetzen, so dass der Verfall am Bahnhof Menden aufgehalten ist. Das Projekt der Investoren List & Wilbers befindet sich seit dem Jahreswechsel 2011/2012 in der Umsetzung.

 Allgemeine Linktipps zum Bahnhof Menden:

Alternativen in der Bahnhofsplanung (Stand: August 2009; angepasst März 2011)

Es standen Mitte August 2009 drei Vorschläge im Raum:

a) Projekt Breuer "Hönne-Center"
b) Erhalt/Restaurierung als Denkmal
c) Studie Bettermann-Döring-Bürgerbewegung "Stadttor"

Der Vorschlag c) (Stadttor/Bettermann-Döring-Studie) von Anfang August 09 ist  nicht bis auf den gleichen Planungsstand wie das Hönne-Center gekommen.
Nach einer ersten Betrachtung war dieser Plan jedoch aus Sicht der VCD-Ziele besser geeignet für den Bahnhof Menden als das Breuer-Projekt. Auch das Verkehrskonzept des neuen Planes ist auf den ersten Blick deutlich besser. Etwas kritischer sehen wir die weiteren Ausbaustufen des Stadttor-Vorhabens, bei denen eine Bebauung und (Auto-)Verkehrserschließung weit nach Norden entlang des Grünzugs und Rad-/Fußwegs "Untere Promenade" erfolgen sollte.

Die dritte Alternative ist der Plan von drei Mendener Architektinnen, das bisherige Gebäude unter Denkmalschutz zu stellen und zu erhalten.
Dies wäre sicher die sympathischste Lösung. Sie müsste aber überhaupt und in angemessener Zeit umsetzbar sein und die Nutzung des Gebäudes müsste passen.

Folgende Mindestbedingungen sind für den VCD unverzichtbar bei jeglicher Umgestaltung des Bahnhofs:

Passende Nutzungen für die Gebäude am Bahnhof könnten sein:

 

VCD-Ziele zur Bahnhofsplanung Menden (März 2008)

Der VCD hätte lieber andere Lösungen für den Mendener Bahnhof gesehen als die sich jetzt abzeichnenden Planungen.
Gelungene Erneuerungen von Bahnhöfen in unserer Umgebung kann man finden in Unna, Neheim-Hüsten, Wickede, Fröndenberg, Neuenrade und vor allem am Stadtbahnhof Iserlohn.

Für den VCD ist es  am wichtigsten, dass der Bahnhof seine Funktion als Bahnstation und Verknüpfungspunkt mit dem übrigen Verkehr in Menden behält bzw. zurückerhält.

 Hier einige Ziele für den Bahnhof Menden aus Sicht des VCD  in Stichworten:

 

Hier einige Vorschläge für konkrete Nutzungen des Bahnhofs Menden im Sinne der VCD-Ziele:

a) Personenbahnhof

b) Güterbahnhof

Aufgrund seiner Lage, Größe, Ausstattung (und Geschichte) dürfte dieses Gelände am ehesten für Zwecke des Schienengüterverkehrs, Warenlagerung  und -umschlag geeignet sein. Daher

 
 

 

VCD-EFH_Bahnhof-Stellungn.pdf

Rückblick: Stellungnahme zum Bahnhof Menden aus dem Jahr 2000

Im Jahr 2000 und danach beteiligte sich die VCD-Ortsgruppe Menden-Hemer-Balve an der Bürgerinitiative "Lebendiger Bahnhof Menden".
Im November 2000 verfassten wir eine Stellungnahme zur Lage des Bahnhofs, die auch als Pressemitteilung veröffentlicht wurde.
Darin enthalten sind auch Zielvorstellungen für die Neugestaltung des Bahnhofs und seines Umfeldes.
Diese gelten im Großen und Ganzen auch heute (März 2008) noch!

Deshalb folgen hier einige Auszüge aus der damaligen Stellungnahme v. 19.11.00:

"[......] Am Bahnhof Menden einschließlich seines Vorfeldes treffen in recht zentraler Lage auf dem Stadtgebiet wichtige Verkehrswege zusammen: die Schienenwege der Hönnetalbahn (....), Buslinien der MVG und des Bürgerbusses, der wichtigste Radweg der Stadt (Abschnitt Promenade) sowie viele stark genutzte Fußgängerstrecken, darunter zahlreiche Schulwege und innenstadtnahe Spazierwege.
Diese für das Verkehrsnetz Mendens außerordentlich günstige Lage gibt nach unserer Ansicht die Funktion des Standortes Bahnhof als Knotenpunkt insbesondere des Nicht-Auto-Verkehrs in unserer Stadt vor.

Wir halten es deshalb für wichtig, dass die künftige Bebauung und Nutzung des Bahnhofsumfeldes die bisherige Funktion nicht beeinträchtigt, sondern eher noch unterstüzt. Dafür ist entscheidend, dass der Bahnhof Menden eine ausreichend ausgestattete Bahnstation und ein funktionierender Schnittpunkt des Umweltverbundes bleibt.
In erster Linie muss der in den letzten Jahren entstandene trostlose Zustand des Bahnhofs beendet werden. Dieser ist zurzeit völlig verwahrlost und für Fahrgäste, aber auch für alle anderen Bürger und Besucher der Stadt zunehmend abstoßend.
Der Bahnhof braucht daher ein freundliches und äußerlich ansprechendes Gebäude mit zusätzlichen, möglichst 'bahnhofstypischen' Einkaufsmöglichkeiten und vielleicht weiteren Nutzungen mit Treffpunktcharakter. So würde auch der Aufenthalt während Wartezeiten für Fahrgäste wieder angenehmer.
Nur dann kann am Bahnhof wieder ein lebendiger Verkehrsmittelpunkt und ein der Stadt würdiges Aushängeschild entstehen.
[....]
Die künftige Gestaltung und Nutzung des Bahnhofsumfeldes darf das Umsteigen zwischen Bahn, Bus und Rad nicht beeinträchtigen. Dies ist vor allem wichtig für den Fußweg zwischen Bahnsteig und den entfernter liegenden Bushaltestellen Abzweig Bahnhof und Westwall. Aber auch der Rad- und Fußweg entlang der Promenade darf nicht durch die Achse Bahnhofstraße/Heimkerweg stärker zerschnitten werden. Es ist also an dieser Stelle zusätzlicher Autoverkehr möglichst zu vermeiden.
Überdies sind großzügigere, wetter- und diebstahlsichere Fahrradabstellanlagen am Bahnhof wünschenswert. Dies gilt auch für die Vorhaltung ausreichender Park&Ride-Parkplätze.
[......]."

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