Bericht von Eberhard Thomas (Oesetalbahnverein)
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Fotos: E. Thomas | |||
Ich habe am Pfingstmontag (01.06.09) zwischen 14 und 15.30 Uhr in Menden auf dem Bahnhof mal die Nutzung der Züge in Zusammenhang mit der Mendener Pfingstkirmes beobachtet.
Mein Resümee: Diese Zeit am frühen Nachmittag nach dem Mittagessen war auf dem Bahnhof Menden eher ruhig. Die Hauptinteressenten an einer Kirmes sind sicherlich Jugendliche. Bei meheren Zügen, die ich beobachten konnte, waren jeweils viele Jugendliche, dann auch ältere Leute und einige Familien mit kleine Kindern sowie auch normale Bahnfahrer, die an ihren Rucksäcken, Reisetaschen und Rollkoffern zu erkennen waren. Leute im mittleren Alter waren eher in der Minderzahl. Die Parkplätze im Umkreis waren alle belegt. Der Betrieb auf der Kirmes war gut, es war jeoch nicht rappelvoll, so daß die Besucher auch mal Platz hatten und nicht durchgeschoben wurden. In einem Fall konnte ich Bahnbenutzer mit Fahrrädern beobachten.
Die jeweils in Menden einsteigenden Benutzerschaaren waren ca. 20-30 Personen stark. Die Anzahl der Aussteigenden war jeweils etwas größer und betrug 30 und mehr Personen, einmal sogar mehr als ca. 50 Personen.
Dabei ist der Bahnhof Menden kein angenehmer Ort: Das Hauptgebäude ist nach wie vor eine Ruine und auf den Banhsteig kommt man nur durch eine völlig verdreckte, nach Urin und Reinigungsmitteln stinkende Unterführung, wo man mit Koffern und Fahrrädern mühsam die Treppen überwinden muss. Den Sonderfahrplan fand ich nirgens angeschlagen. Das kann nicht so geübte Bahnfahrer irritieren.
Der Vorteil der Anreise per Bahn: Man kommt unweit der Innenstadt an und hat es nicht weit zur Kirmes. Man muss auch keinen Parkplatz suchen.
Die Züge waren zu cirka einem Viertel bis einem Drittel gefüllt.
Bericht von Christoph Spiekermann
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Bahnhof Menden während der Kirmes-Sonderfahrten zu Pfingsten 2009 Fotos: VCD/Spiekermann | |||
Am Kirmes-Dienstag (02.06.09) gab es am späten Abend nach dem Höhenfeuerwerk in der Innenstadt auch am Mendener Bahnhof einen beeindruckenden Anblick vom Mittelbahnsteig aus:
man war eingerahmt von 2 Triebwagen"gespannen", einer in Doppeltraktion, einer
sogar 3fach. Das sah mitsamt der Beleuchtung schon gut aus - im allerdings
krassen Kontrast zum Bahnhofsambiente....
Und ich hatte keine Kamera dabei :-(
Leider fanden weder dieses optische Bahn-Spektakel noch überhaupt die Kirmes-Sonderfahrten die Beachtung, die diese Aktion verdient gehabt hätte...
Igs. bin ich über das lange Wochenende 5 x mit der Hönnetalbahn (davon 2 x hin
und rück, 3x mit Radmitnahme) gefahren, immer mit einem der zusätzlichen
(außerplanmäßigen) Züge.
Weitere drei Male habe ich mir Zugankünfte am Bhf. Menden angesehen, 1 x am
Hp. Bösperde.
Der gesamte Sonderverkehr hat offenbar gut geklappt (soweit ich das
mitbekommen habe).
Die Auslastung war allerdings ziemlich unterschiedlich.
Hier zuerst die von mir beobachteten Extreme:
Im Zug von Unna nach Menden, Pfingstsonntag, ab 23:02 Uhr, gab es ganze 3 (ab
Fröndenberg 6) Fahrgäste.
Kurz darauf der Zug von Menden nach Neuenrade ab 23.45 Uhr war umso voller,
grob geschätzt ca. 150 Fahrgäste.
Pfingstmontag, 11.13 Uhr, stiegen 37 Leute aus dem Zug von Neuenrade, 4
stiegen dort ein nach Fröndenberg.
Zur gleichen Zeit heute stiegen aus dem gleichen Zug nur 5 aus, 4 ein.
In den anderen Zügen, in denen ich mitfuhr (Sa - Mo, nachmittags/abends),
fuhren je ca. 10 - 40 Fahrgäste mit.
"Kirmes-Dienstag", spät abends, war der erste Wagen des letzten Zuges nach Neuenrade ca. 1/3 besetzt, im anderen Wagen konnte ich nur einen Fahrgast sehen.
Die 3 Wagen des Zuges ab 23:13 Uhr nach Fröndenberg/Unna waren nur mit igs. 13
Leuten besetzt.
Der Großteil der Zugreisenden, die ich gesehen habe, war zwischen 13 und 18 J.
alt.
Die Altersgruppen 'Mitte zwanzig bis Anfang 30' sowie '50 - 60 J.' habe ich so
gut wie gar nicht in den Zügen gesehen.
Der Bahnhof Menden war leider in keiner Weise auf diese Sonderaktion
vorbereitet worden.
Es gab dort nicht nur keinerlei Hinweise auf die Sonderfahrten, sondern nicht
mal einen normalen Abfahrtsplan und erst recht keinen Plan über die
Zusatzzüge.
Außerdem wurden nicht einmal notdürftigste Sicherungen am Gebäude veranlasst,
z. B. fehlte an einem der Kellerfenster (Schacht) am Hausbahnsteig die Abdeckung, so dass Kinder da locker - gewollt oder
ungewollt - über die dortige alte Rampe o. ä. hätten reinrutschen können...
[Dieser Missstand wurde aber immerhin einen Tag nach Pfingsten behoben!]
Leider fand die Sonderfahrten-Aktion viel zu wenig Beachtung.
Es hätten Gesamtfahrpläne (normale + zusätzliche Fahrten zusammen) am Samstag
in den Zeitungen stehen müssen und/oder Fahrpläne verteilt werden können o. ä.
Auf den Webseiten der Hönnetal-Anliegerstädte habe ich auch nichts zu den
Bahnfahrten gefunden.
Auch bei der nachträglichen Presseberichterstattung habe ich nichts
über die Sonderfahrten lesen können....
Schade!
Erstaunlich ist aber, dass trotz des abstoßenden Zustandes des Bahnhofs Menden
und trotz nicht optimaler Werbung/Information noch so viele mitgefahren sind. Der Bahnhof funktioniert also offenbar sogar in Gestalt eines "Schandflecks" - wenn natürlich auch nur leidlich.
Ich danke allen, die sich für diese Kirmes-Sonderverkehre eingesetzt haben, insbesondere dem ZRL und den Eisenbahnfreunden Hönnetal,
und hoffe auf eine Neuauflage im nächsten Jahr!









