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Geplanter Weiterbau der Autobahn A46 im Nord-Sauerland



Nach dem Bau der A 46 soll sich etwa an dieser Stelle in Höhe der Edelburg zwischen Hemer und Menden die Anschluss-Stelle an die B7 ausbreiten (rechts hinter dem Schild).
Foto: VCD/Spiekermann; Mai 2008; zum Vergrößern bitte anklicken!


Der VCD lehnt den geplanten Lückenschluss der Autobahn A 46 zwischen Iserlohn und Arnsberg/Neheim-Hüsten ab!
Die zu erwartenden Nachteile dieser neuen Fernstraße wiegen schwerer als die möglichen Vorteile.

Weitere Infos,  Details, Aktuelles und eine Fotostrecke zur A 46 gibt es weiter unten auf dieser Seite und hier....

Die Besonderheiten des A46-Weiterbaus für Menden gibt es hier....

Um die schon bald eine Generation (40 Jahre)  lang andauernde Diskussion nun vernünftig zu beenden, sollte dieses Bauvorhaben aus der Bedarfsplanung (Bundesverkehrswegeplan) gestrichen werden, damit Zeit und Geld in die Alternativen (Umgehungsstraßen, Bahnausbau) fließen können.

Außerdem sind ganz allgemein andere Infrastrukturvorhaben derzeit und in absehbarer Zukunft viel wichtiger als der Bau immer noch weiterer  Fernstraßen.
Vorrangig sind nämlich Straßenreparatur und -erhalt, Bahnreaktivierungen, bessere Verknüpfung von Straße und Schiene, Bildung, erneuerbare Energien inkl. notwendiger Leitungs- und Speicherausbau, Erhalt/Erneuerung/Umbau von Städten und Dörfern zu mehr Nachhaltigkeit u. v. m.

Zur Webseite der GigA46 (Gruppeninitiative gegen den Weiterbau der A46 - www.giga46.de) geht es über diesen Link...

 

Laut Statistik weniger Auto(bahn)verkehr

(Januar 2012) Immer noch mehr Entwicklungen und Daten sprechen gegen den weiteren Autobahnneubau.
Der Autoverkehr ist in den letzten 5 Jahren zurückgegangen, gerade auch auf der A 46 zwischen Hagen und Iserlohn. Damit haben selbst wir (noch) nicht gerechnet.
Es macht die notwendige Entscheidung gegen den A46-Lückenschluss jedenfalls noch klarer als ohnehin schon, weil mit einem sinkenden Bedarf zu rechnen ist.
Lesen Sie hier mehr dazu in folgenden Online-Presseartikeln:

Eine Bestätigung der "klassischen" Argumente gegen den A46-Weiterbau gab es auch, nämlich der weiter beängstigende Flächenfraß in unserer Region:

 

Ende 2011: A46-Lückenschluss offenbar nicht so wichtig wie oft behauptet

(Ende 2011) Es gibt weitere Anzeichen dafür, dass der Lückenschluss der Autobahn A46 zwischen Hemer und Arnsberg/Neheim doch nicht so wichtig oder gar "überlebensnotwendig" für die heimische Region ist. 

Zum einen zeigt die trotz zweier  Straßensperrungen an der B 515 vergleichsweise entspannte Verkehrslage in Menden (hier mehr dazu...), dass die vorhandene Kapazität an Straßen ausreicht, wenn man die Verkehrsströme richtig steuert. Selbst der untere Bräukerweg am östlichen Ende der in West-Ost-Richtung verlaufenden Landesstraße L 680 verkraftet den umleitungsbedingten Mehrverkehr genügend.

Zum anderen hat eine Umfrage der WSG Menden unter Mendener Unternehmern ergeben, dass längst nicht alle die bisherige Autobahnanbindung der Stadt für schlecht halten.

 

Herbst 2011: NRW-Landesregierung will A46 nur bis Hemer

(September 2011) Die NRW-Landesregierung hat eine Prioritätenliste für den Straßenbau vorgelegt. Danach soll die A46 (zunächst) nur von Hemer bis Menden weiter geplant werden.

Näheres dazu s. in folgenden Online-Presseartikeln:

Der VCD hält es nach wie vor für richtig, überhaupt keine Autobahn über Hemer hinaus zu bauen.
Stattdessen genügen als Neubauten Ortsumgehungen um Hemer und Wickede.
Im Übrigen sollen die beim Verzicht auf Straßenneubauprojekte frei werdenden Mittel in den Ausbau der Schiene umgeschichtet werden, v. a. in die Bahnstrecke Hagen - Wickede - Arnsberg - Brilon - Warburg (-Kassel).

 

Sommer 2011: Autobahnende in Hemer? Angebot Runder Tisch!

(Juli/August 2011) Weil es für den Abschnitt Menden - Ense/Arnsberg nach wie vor zu großen (und aus unserer Sicht sehr berechtigten!) Widerstand gegen den A46-Weiterbau gibt, ist ein Bau der Fernstraße zunächst nur bis zur Stadtgrenze Hemer/Menden wieder im Gespräch. Auch die Gesamtdiskussion wurde hierdurch wieder entfacht.
Im August 2011 schlägt die GigA46 einen Runden Tisch zwecks Konsensgesprächen über Alternativen zum Autobahnbau vor.

Vgl. folgende Online-Presseartikel:

Wird die A46 als 4-streifige Straße bis Hemer gebaut, dann besteht das Risiko, dass noch mehr Autoverkehr als bisher von den umgebenden Autobahnen "abgezogen" wird und dann in Menden auf die B7 mündet.
Deswegen ist es besser, wenn in Verlängerung des bisherigen Autobahnendes nur eine 2-streifige Bundesstraße (B7n) als Ortsumgehung für (Nieder-)Hemer entsteht. Das entlastet die Hemeraner, ohne zuviel neuen überregionalen Verkehr anzulocken. Zugleich verursacht es weniger Kosten und Flächenverbrauch.



Frühling 2011: Wende in der A46-Planung?

(Mai/Juni 2011) Die heimische Wirtschaft und Teile der Politik haben wieder ihre alte Forderung nach dem A46-Lückenschluss öffentlich bekräftigt. Überzeugende (neue) Argumente oder Erkenntnisse zur Sache und einen konkreten eigenen Trassenvorschlag gab es aber auch diesmal wieder nicht.

Ende Mai ging dann die Meldung durch die Presse, dass die rot-grüne NRW-Landesregierung das Aus für das A46-Teilstück zwischen Menden und Arnsberg/Ense befürwortet.
Ob dies tatsächlich die offizielle Meinung der Regierung ist und wie die Planungen des für den Autobahnbau zuständigen Bundes beeinflusst werden, ist noch unklar.
Der VCD würde eine solche Kehrtwende natürlich sehr begrüßen und unterstützen!

Hier finden Sie die zugehörigen Online-Presseartikel:

A46-Weiterbau - Gesamtbetrachtung

Der geplante neue Abschnitt der A 46 zwischen Hemer und Arnsberg/Neheim würde zu viel bislang weitgehend ungestörte Natur- und Erholungslandschaft zerschneiden [--> mehr...], Böden versiegeln und Autoverkehr mit Lärm und Abgasen in davon noch unberührte Gebiete tragen.
Sie bringt zusätzlichen Autoverkehr durch das nördliche Sauerland. Die Ortsdurchfahrten z. B. der B7 werden durch eine neue Straße längst nicht autofrei. PKW und LKW werden auch kaum leiser und sauberer, wenn sie woanders fahren [--> mehr...].

Das Verkehrsproblem des Städtebandes (Hagen-) Iserlohn - Hemer - Menden - Wickede besteht aus einer Kette von zeitlichen und räumlichen Engpässen. Zu den Verkehrsspitzenzeiten kommt es an Knotenpunkten zu Staus durch viele - oft unterbesetzte - Fahrzeuge, die gleichzeitig in einer Richtung unterwegs sind.

Der Bau der Autobahn scheidet wegen zu schwerer Folgen für die Umwelt und im Verhältnis zu ihrer Wirkung zu hohen Kosten aus.
Deshalb liegt die Lösung des Problems in der Verbesserung vorhandener Straßen und Vermeidung und Verlagerung von motorisiertem Straßenverkehr.
Schwerlast- und Fernverkehr gehört in viel größerem Maße als bisher auf die Schiene (z. B. Obere Ruhrtalbahn Hagen - Wickede - Arnsberg (-Kassel))
Innerstädtischer Verkehr muss durch Angebotsverbesserungen und umfassende Erleichterungen für Fußgänger, Radfahrer, Bus- und Bahnkunden stärker ohne das Auto laufen [-->mehr...].
Für den übrigen, unverzichtbaren Autoverkehr müssen einzelne Abschnitte der B 7 neu oder ausgebaut werden. D. h. es ist keine durchängige neue Fernstraße erforderlich und 2- statt 4-spurig genügt.

 

Verkehrswissenschaftler Marte hält A46 für nicht sinnvoll

(18.01.11) Die Gegner der A46 erhalten Rückendeckung vom Verkehrswissenschaftler Prof. Dr.-Ing. Gert Marte aus Bremen. Er zweifelt die offizielle Nutzen-Kosten-Analyse des Autobahn-Lückenschlusses zwischen Hemer und Neheim an.

Gemeinsam mit  den Sprechern der „Gruppeninitiative gegen die A46“ (GigA46) stellte Prof. Marte jetzt eine Neuberechnung dieser Analyse vor. Im Ergebnis sieht er nur noch ein Nutzen-Kosten-Verhältnis von 0,8. Das bedeutet, dass nach seiner Berechnung jede in die A46 investierte Million Euro nur einen jährlichen Nutzen von 800 000 Euro nach sich zieht. Der Verkehrswisschenschaftler ist sich mit der GigA46 einig, dass der Autobahn-Lückenschluss damit volkswirtschaftlich nicht sinnvoll ist.
Lesen Sie mehr im Online-Artikel v. 18.01.11 von DerWesten.de.

Auch der VCD fühlt sich durch die neue Studie bestätigt.

 

Fotostrecke A46-Trasse

Vorläufige Fotostrecke vom voraussichtlichen Trassenverlauf:
Sie finden die Bilder hier....

 

Kurz-Stellungnahme zum A46-Lückenschluss

Nach unserer Meinung sind die Vorteile dieses Autobahnbaus zu unsicher und zu gering, die Nachteile dagegen sicher und groß. Es würde zu viel Landschaft und Natur zerstört, ohne dass genug Entlastung vom Verkehr zu erzielen wäre.

Der geplante neue A 46-Abschnitt

Lesen Sie hier weiter (Forts.)

Zu den Auswirkungen auf die Landschaft finden Sie hier mehr.....

Es ist  noch mal wichtig darauf hinzuweisen, dass die gravierenden Schäden für Natur und Landschaft als Argumente gegen den A46-Lückenschluss eigentlich schon ausreichen, dass aber auch genügend ökonomische Gründe dagegen sprechen, z. B. Kosten -> Verschuldung, Kaufkraftabfluss in größere Städte usw.

 

Handelsblatt: Straßenbau kein Mittel gegen Staus

Im Handelsblatt ist ein Artikel über neue Untersuchungen über die Wirkung von Straßenneubau erschienen. Danach bestehen große Zweifel an der Verkehrsentlastung durch neue Straßen.
Zum Artikel des Handelsblatts kommen Sie hier.

 

A46-Diskussion im 2. Halbjahr 2010

Im Sommer 2010 und noch einmal zum Jahresende entflammte die Diskussion um den Weiterbau der A 46 erneut, wenn auch nicht mehr so heftig wie zwischen Herbst '09 und Frühjahr '10.
Eine Bürgerinitiative ProA46 gründete sich.
Der scheidende RP von Arnsberg legte sich offenbar willkürlich auf eine Trassenvariante fest und stieß damit sogar Parteifreunde in den betroffenen Kommunen vor den Kopf. Das war ein weiterer Beleg dafür, wie schwer bzw. unmöglich es ist, eine für alle Städte und Gemeinden verträgliche Trasse zu finden.
Völlig neue Argumente waren auf keiner Seite zu hören.
Der VCD sieht keinen Grund, von seiner bisherigen ablehnenden Haltung abzugehen. Im Gegenteil, denn wieder ist es nicht zu andauernden katastrophalen Staus oder anderen Verkehrszusammenbrüchen in der Region gekommen, auch nicht anlässlich der Landesgartenschau in Hemer, die vorübergehend mehr Verkehr auf die B7 brachte. Auch das wieder einsetzende Wirtschaftswachstum kam ohne den Autobahn-Lückenschluss in Südwestfalen an. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit z. B. war in Menden und Plettenberg (beide ohne eigenen Autobahnanschluss) größer als in Iserlohn und Lüdenscheid (mit mehreren Autobahnauffahrten).

Mehr über den Verlauf der Diskussion finden Sie in folgenden Online-Presseartikeln:

 

Erhalt und Ausbau von Straßen wichtiger als Neubau

(02.11.09/22.03.10) NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper fordert von der Bundesregierung mehr Geld für den Ausbau der Autobahnen in NRW.
NRW habe erheblichen Nachholbedarf bei der Modernisierung des Straßennetzes.
In der Auflistung der wichtigsten Projekte sind mehr Aus- als Neubauten von Autobahnen genannt. Außerdem müsse sehr viel in die Erneuerung der maroden Talbrücken der Sauerlandlinie A 45 gesteckt werden.
Lesen Sie mehr dazu im Online-Artikel v. 02.11.09 auf DerWesten.

In Lienenkämpers Liste der dringenden Neubauten/Lückenschlüsse fehlt die A 46 - aus Sicht des VCD völlig zu Recht.
Auch wir halten  Erhalt/Erneuerung und an einigen Stellen den Ausbau bestehender Fernstraßen für weitaus wichtiger und richtiger als vollständige Neubauten.
Denn ganz neue Autobahnen erzeugen nicht nur enorme Baukosten, sondern sie werden die "Straßen-Pflegefälle" von morgen mit hohem Reparatur-/Unterhaltsaufwand. Das gilt ganz besonders für den A46-Lückenschluss mit  2 - 4 Tunneln und mehreren großen Talbrücken.

Nach dem harten Winter 2009/2010 zeigen sich die Schäden des aktuellen Straßennetzes ganz besonders dramatisch.
Lesen Sie mehr im DerWesten.de-Artikel v. 22.03.10.

 

Wachsende Kritik bis Ablehnung der A46 in Menden

(Januar - März 2010) Der Initiativkreis Mendener Wirtschaft (IMW) erklärt, dass es keine einheitliche Haltung unter seinen Mitgliedern zur A46 gebe. Man wolle den Autobahnlückenschluss jedenfalls nicht (mehr) "auf Biegen und Brechen". Ökologische Belange seien zu beachten.
Lesen Sie mehr dazu hier:

Der SPD-Ortsverein Lendringsen spricht sich sogar eindeutig gegen den Weiterbau der Autobahn aus.
Hier unter DerWesten.de mehr:
WP-online v. 01.02.10

Wir vom VCD Hagen-MK begrüßen den  Meinungsumschwung sehr!
Von uns gibt es außerdem Lob für diesen mutigen Schritt!

Die Stadtverwaltung führte eine Info-Veranstaltung für die Bewohner des von der A46-Trasse wahrscheinlich am stärksten betroffenen Stadtteils durch.
Lesen Sie hier mehr dazu hier:
WP-online v. 12.03.10

 

Verweise und Links zum Thema A 46

 

 

Aktivitäten der GiGA46 Anfang 2010

(Januar/Februar 2010) Die Gruppeninitiative gegen den Weiterbau der Autobahn A46 (GigA46) setzt ihre Info- und Protestveranstaltungen fort.
Am 09.01.10 gab es eine Aktion im Schnee auf der geplanten Trasse in Höhe Spitthof.
Außerdem hat die Stadt Menden  sich zu einzelnen Punkten der Umweltverträglichkeitsstudie kritisch geäußert.
Lesen Sie zu beiden Nachrichten mehr im WP-Online-Artikel v. 07.01.10  und im WP-Online-Artikel v. 11.01.10.

Am 22.01.10 fand dann die  große Info-Veranstaltung zur A46 im Mendener Bürgersaal statt.
Das große und rege Interesse der überaus zahlreichen Besucher überraschte selbst die Veranstalter.
Lesen Sie hier in DerWesten.de mehr dazu:

Die Info-Veranstaltung mit Experten des BUND wurde am 25.02.10 in Wickede-Wimbern wiederholt. Auch hier gab es ein großes Publikum (300 Zuhörer).

Aktuelle Termine und Veranstaltungen der GigA46 finden Sie jederzeit auf deren Homepage www.giga46.de unter <nächste><nächste Termine>.</nächste>

Pro A46-Wirtschaftsinitiative mit scheinbar neuen Argumenten

(Februar 2010)
Überwiegend altbekannte Argumente brachte die Wirtschaftsinitiative ProA46 bei ihrer Ankündigung einer Unterschriftenaktion für den A46-Lückenschluss innerhalb ihrer (eigenen) Betriebe. Die meisten genannten Gründe kamen auch schon in der Info-Veranstaltung für den Mendener Rat vor (s. weiter unten auf dieser Seite).
Einen Vorschlag für eine auch nur halbwegs umwelt- und menschenverträgliche Trasse konnten sie abermals nicht bieten. Überhaupt erwähnte die Initiative wieder nicht das Problem der Landschaftszerstörung.

Ob und in welchem Maße es zu kürzeren Fahrtstrecken, weniger Staus und geringeren Emissionen kommt, ist fraglich.
Die generelle Wirkung neuer Straßen ist eine Steigerung des Straßenverkehrsaufkommens insgesamt, so dass die erhofften Umwelt- und Wirtschaftsvorteile des Lückenschlusses sehr wahrscheinlich dadurch wieder aufgehoben würden.
Im Übrigen sehen wir die denkbaren Vorteile des Lückenschlusses als zu gering an, um die eindeutigen schädlichen Folgen rechtfertigen zu können.

 

Info-Veranstaltung zur A46 im Mendener Rat

(26. Januar 2010) Die Mitglieder des Mendener Stadtrates und interessierte Zuhörer wurden umfassend von Vertretern der verantwortlichen Planungs- und Baubehörden über den Weiterbau der A46 informiert.
Bitte lesen Sie Näheres in der Online-Presse:

Die wichtigsten Aussagen der Experten waren:

  1. Es gibt keinen konfliktarmen Korridor durch Menden
  2. Eine 4spurige Autobahn sei für maximal 60 000 bis 70 000 Fahrzeuge am Tag ausgerichtet, bei der A 46 gehe man von 30 000 Fahrzeugen aus. Das sei zuviel für Alternativen wie Ortsumgehungen oder die einst geplante Nordtangente, die höchstens 22 000 Fahrzeuge „schlucken” könnten.
  3. Den kalkulierten Kosten von 300 Millionen Euro für den Lückenschluss stünden volkswirtschaftlich Einsparungen von 57 Millionen Euro pro Jahr durch kürzere Wege und weniger Emissionen entgegen.
  4. Der Bau einer Autobahn sei ein "Angebot" des Bundes, welches bei großer Ablehnung vor Ort auch in Frage gestellt werden könne.

Anmerkungen des VCD dazu:

zu 1.) deckt sich mit unserer Meinung! Es gibt also nicht nur keinen (einzigen) konflikt-freien, sondern nicht einmal einen konflikt-armen Korridor für die Autobahntrasse.
zu 2.) wir und viele andere Kritiker halten die Entlastungswirkung für die Ortsdurchfahrten für zu gering. Eine verlässliche Vorhersage ist sowieso nicht möglich. Auffällig ist, dass die Autobahn für doppelt so viel Verkehr ausgelegt ist wie es die Planer für notwendig ansehen. Sie könne 30.000 - 40.000 Kfz. mehr aufnehmen als das vermutete Verkehrsaufkommen von 30.000. Das sind aber auch nur 8.000 Fz. mehr als eine Umgehungsstraße fassen könnte! Mit anderen Worten: der Bedarf für die neue Verbindung liegt näher  an der Kapazität einer guten Ortsumgehung als an der einer Autobahn! Umgehungsstraßen wären also eher nur knapp nicht ausreichend, eine Autobahn aber an sich überdimensioniert.
zu 3.) Ob und in welchem Maße es zu kürzeren Wegen und weniger Emissionen kommt, ist fraglich. Die generelle Wirkung neuer Straßen ist eine Steigerung des Straßenverkehrsaufkommens insgesamt, so dass die genannten Umwelt- und Wirtschaftsvorteile des Lückenschlusses sehr wahrscheinlich dadurch wieder aufgehoben würden.
Im Übrigen sehen wir die denkbaren Vorteile des Lückenschlusses als zu gering an, um die schädlichen Folgen rechtfertigen zu können.
zu 4.) dann ist der A46-Weiterbau also für den Bund doch nicht zwingend nötig.....

 

Neue Anwohnerinitiative in Hemer zur A46

Anfang 2009 haben Untersuchungen zum Bau des geplanten Autobahntunnels der A 46 in Hemer-Stübecken begonnen.
Die dortigen Anwohner sind wegen möglicher Folgen für die genaue Lage (v. a. der Tunnelaustritte) und Ausführung des Tunnels verunsichert.
Die Intereressengemeinschaft Stübecken stellt Fragen und Forderungen dazu.
Ende Dezember 09 sprachen Vertreter der Initiative im Landesverkehrsministerium vor.
Lesen Sie mehr in den Online-Artikeln des IKZ v. 24.02.09 und IKZ v. 22.12.09.

 

Behördentermin zur A46-Trassenfindung

(03.11.09) Der mit Fachleuten verschiedener Umweltverbände und der betroffenen Kommunen besetzte Arbeitskreis hat auf der Vorstellung der Rohfassung der Umweltverträglichkeitsstudie für den Weiterbau der Autobahn A46 zwischen Hemer und Arnsberg in Meschede festgestellt, dass es keinen durchgängig konfliktarmen Korridor gibt.
Die Umweltverbände und die GigA46 sowie der VCD sehen sich bestätigt: Der Behördentermin hat die Argumente gegen den Weiterbau der Autobahn A 46 noch verstärkt.
Lesen Sie mehr zum Thema in folgenden Presse-Online-Artikeln:

Presse: Erste Details zur A46-Trasse durch Menden

(17.10.09) Laut einem Pressebericht der Mendener Zeitung v. 15.10.09 sind für das Stadtgebiet Menden nach der Empfehlung aus der Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) die Trassenvarianten 6.1 oder 6.3 vorgesehen. Deren Verläufe sind im Abschnitt zwischen Horlecke und Oesberner Weg unterschiedlich, ansonsten gleich.

Variante 6.1: Brücke über Hönnetalbahn, Hönne und Balver Str., dann 380 m Tunnel zwischen Waldfriedhof und Rauherfeld 

Variante 6.3: 590 m Tunnel unter Hönnetalbahn, Hönne und Balver Str. bis zum Limberg/Arche Noah, dann oberirdisch zwischen Friedhof und Limbergbachtal

Menden bekommt also entweder einen längeren Tunnel unter Straßen und Industriegebiet oder einen kürzeren neben dem Limberg-Friedhof.
Für Natur und Erholung wichtige Wälder und andere Landschaften werden nicht untertunnelt.

 

Wirtschaft macht Druck für A46-Weiterbau (Herbst 2009)

Seit Ende September 2009 macht die einheimische Wirtschaft massiv Druck für einen baldigen Weiterbau der A 46 zwischen Iserlohn und Arnsberg-Neheim.
Die SIHK und mehrere Unternehmen haben eine Initiative "Pro A46" gegründet.
Lesen Sie mehr dazu in folgenden Online-Artikeln auf DerWesten.de:
IKZ v. 01.10.09
WR v. 02.10.09
WP v. 01.10.09

Die Befürworter können allerdings kein einziges neues Argument anführen.
Mit der Aussage "Welche Trasse kommt, ist egal" zeigen sie, dass auch sie für diese Kernfrage keine Lösung (und kein echtes Interesse) haben.
Besonders irrig ist und bleibt die Behauptung, der Autobahnbau sei Umweltschutz. Denn ein vielleicht etwas besserer Verkehrsfluss kann die zusätzliche Zerschneidung, Bodenversiegelung, Verlärmung und Luftverschmutzung der Siedlungen und Landschaften bei weitem nicht ausgleichen.
Auch die aktuelle Staatsverschuldung spricht gegen das 300-Millionen-Euro-Projekt.

 

Arbeitslosigkeit und Anbindung an Autobahn (Kopie 1)

(Oktober 2009) Ein Blick in die Arbeitslosenstatistik für Oktober 2009 zeigt, dass die Städte mit guter Anbindung an eine Autobahn auf dem Arbeitsmarkt nicht besser dastehen als weiter von einer Autobahn entfernt liegende Orte.
So haben Lüdenscheid (an A 45)  und Iserlohn (an A 46) mit 9,1 % bzw. 9,4 % höhere Quoten als Menden und Plettenberg mit je 7,6 %, obwohl es dort keine eigenen Autobahnanschlussstellen gibt.
In Hagen mit insgesamt 3 Autobahnen (A 1, A 45, A 46), 5 Anschlussstellen und 1 Autob.-kreuz beträgt die Arbeitslosenquote 11,4 %.

In NRW hatte im Oktober 09 der Kreis Coesfeld mit 2 Autobahnen (+ 1 das Kreisgebiet streifende) und 5 Anschlussstellen (+ 1 knapp hinter Kreisgrenze) die niedrigste Arb.losenquote (4,1 %).
Der direkt südlich angrenzende Kreis Recklinghausen mit igs. 4 Autobahnen und 15 Anschlussstellen hatte dagegen 11 % Arbeitslosigkeit.

Deutschlandweit hatte im Oktober 09 der brandenburgische Kreis Uckermark mit 2 Autobahnen die höchste Arbeitslosenquote (16,5 %), der bayerische Kreis Eichstätt mit einer Autobahn die niedrigste Arbeitslosigkeit (2,0 %).

Fazit: Wirtschaftskraft und Arbeitsmarkt hängen von vielen verschiedenen Faktoren ab. In unserem insgesamt für den Straßenverkehr schon längst gut erschlossenen Land ist aber die lokale Anbindung an Autobahnen nicht mehr so wirkungsvoll, dass dadurch andere Strukturdefizite ausgeglichen werden könnten.

 

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