Startseite Suche Sitemap
 

Newsletter VCD Hessen 3/2010

Liebe Mitglieder und Interessierte,

 

Ein spannendes Frühjahr liegt hinter uns. Wir konnten den VCD-Landesvorstand vergrößern, erzielten erfreuliche Presseresonanz und führten interessante Gespräche. Die Umweltverbände hatten sicher auch einen Anteil am Aus für die A 4 Olpe-Hattenbach. Nach wie vor gibt es aber viel zu tun. So lange 225 Millionen für den Flugplatz Kassel-Calden leichter aufzutreiben sind als 14 Millionen für die Bahnstrecke Korbach - Frankenberg, können wir nicht zufrieden sein. Der RMV erhöht wieder einmal die Preise, aber die S-Bahn hat immer noch erhebliche Qualitätsprobleme. Verkehrspolitik ist ein zähes Feld, und wir brauchen langen Atem und Ihre Unterstützung.

 

Einen schönen Sommer wünschen

 

Gisela Becker, Mathias Biemann, Otmar Ginkel, Andreas Henning, Stefan Mack, Michael May, Udo Messer, Günter Murr

Vorstand VCD Hessen

 

Martin Mützel

Geschäftsführer

 

 

Themen:

 

Mitgliederversammlung

Vorstandsmitglieder

Fachbeirat

Fahrgastberatung

Sparen am richtigen Ort

Termine

Aktuelle Pressemitteilungen des VCD Hessen

Zum Schluss...

 

Mitgliederversammlung

 

Was lange währt ... Leider war die Einladung zu unserer Versammlung im März nicht so veröffentlicht worden, wie wir uns das gewünscht haben. Beim zweiten Anlauf am 12. Juni ging es dafür sehr gut. Trotz einer Großveranstaltung in Südafrika waren erneut zwei Dutzend Mitglieder erschienen, die in guter Stimmung sowohl die Sachfragen diskutierten als auch die unvermeidbaren Formalien klärten. Heraus kam ein deutlich vergrößerter Vorstand. In einer Resolution forderten die Mitglieder von der Landesregierung, die Prioritäten beim Ausbau umweltverträglicher Verkehrsmittel zu setzen.

 

Vorstandsmitglieder

 

Der Vorstand hat Verstärkung!

Hier stellen sich die vier neu gewählten Vorstandsmitglieder vor.

 

Gisela Becker

giselbecker@web.de

Ich bin 63 Jahre, bin stark geprägt von Ostermarsch-Umwelt-Studenten-Frauen- Antiatombewegung. Ich gehöre der Demo-Generation an, die viele Verkehrsdemonstrationen in Frankfurt gemacht hat (Fahrpreise, Fahrrad, Rettung der Straßenbahn Linie 11). Im fluglärmgeplagten Offenbach aufgewachsen bin ich gegen den Flughafenausbau im Rhein-Main-Gebiet und habe in Frankfurt die Wählergemeinschaft FlughafenAusbauGegner (FAG) im Jahr 2000 mitgegründet. ich bin seit 2002 im Frankfurter Stadtparlament. 2006 wurde ich wiedergewählt. Mitte Juni 2010 bin ich zur Fraktion Die Linke im Römer gewechselt. Für den VCD aktiv bin ich seit 1993 als Beisitzerin in den Kreisvorstand gewählt und war dann von 1994 bis 1999 im Geschäftsführenden Vorstand. Schwerpunkte waren und sind die Schulwegsicherheit, barrierefreies Fußwegnetz im Frankfurter Gesamtverkehrsplan. Ich bin aktives Mitglied im ADFC und in der Initiative Alte für Frankfurt, die sich mit langem Atem für barrierefreie Mobilität und die Partizipative Altersplanung erfolgreich einsetzt.

 

Otmar Ginkel

Dipl.- Volkswirt / 65 Jahre / verh. / drei erwachsene Kinder

Ehrenamtliche Tätigkeiten: Gründungslotse (Förderverein) und berufliche Fortbildung (Controlling)

Seit über 21 Jahren mobil ausschließlich mit ÖPV und Fahrrad

Engagement für ÖPV: Main-Neckar-Bahn, insbes. Bensheim <=> Frankfurt/Main

für die Berufspendler seit Mitte der 1990-er Jahre bis zum großen Fahrplanwechsel im Dezember

2002 mit Unterstützung des Kreisverbandes Bergstraße des VCD (2002: mit ProBahn) bei

unterschiedlichen Ergebnissen (Aktivierung Landrat/ MdL/ MdB) - Berichterstattung in

Presse und HR-Studio Südhessen

Nach Liquidation des KV Bergstraße keine Lobby mehr für die Fahrgäste

Nächstes Ziel: Reaktivierung der Fahrgäste der Main-Neckar-Bahn nach den Sommerferien 2010

und Einmischung in den Wahlkampf für Kommunalwahl im März 2011

 

Stefan Mack

geboren 1974 in der Stadt Giengen an der Brenz, die auch Heimat des Teddybären und zweier bekannter Feuerwehrausrüster ist. Ich darf mich zu einer Generation zählen, die eine Zeit der Entspannung miterlebt hat. Darüber hinaus hat mich bei meiner Einschulung in der Nachbarstadt Langenau(Württ) der Betrieb auf der Brenzbahn fasziniert, weshalb ich in meinen beruflichen Zielen seither stets den intensiven Kontakt zu Verkehrsthemen, insbesondere die Bahn betreffend, suche. Zudem bin ich seit 1987 Hobbymodellbahner.

Ich habe daneben einige Jahre in einer örtlichen Kirche als Messdiener und Lektor gedient. Ein weiterer Meilenstein war 1995 der Eintritt in die Ortsfeuerwehr, der ich bis 2003 angehörte.

Mit dem anschließenden Studium in Erfurt verbinde ich den Erstkontakt zum VCD, dem ich im April 2008 beigetreten bin. Zunächst Mitglied im Landesverband Elbe-Saale, bin ich aus beruflichen Gründen Anfang 2009 in das Gebiet des Landesverbandes Hessen gezogen. Meilenstein meiner Tätigkeit im Landesverband Elbe-Saale war die Mitgestaltung der Verbandszeitschrift Neue Wege. Die Mitarbeit beim Haltestellentest der Frankfurter Gliederung des VCD sehe ich als weiteren Meilenstein.

Als politisches Neutrum sehe ich meine Aufgabe darin, Verkehr so zu gestalten, dass jedes Verkehrsmittel nach seiner Leistungsfähigkeit und Umfeldverträglichkeit zur Gesamtmobilität des Einzelnen beiträgt. Als wichtigstes Element der Gesamtmobilität steht für mich die weitestgehende Vernetzung öffentlicher Verkehrsmittel an erster Stelle.

 

Michael May

Dipl.-Bankbetriebswirt

* wohnt im schönen Frau-Holle-Land (Eschwege, Nordhessen)

* seit über 20 Jahren Mitglied im VCD und 52 Jahre jung

* verheiratet, 2 studierende Kinder

* Berater für mittelständische Unternehmen mit Schwerpunkt Interim-Management, Rating, Finanzierung,

Sanierung von Unternehmen etc. Mehr unter www.maylabel.de

* Freier Dozent für Finanzierung und Unternehmensführung am größten nordhessischen

Berufsbildungszentrum

* Gesellschaftliches Engagement: Mitinitiator Stadtmarketing Eschwege und Förderverein der

Musikschule Werra-Meissner e.V./1. Vors. Sportverein/Mitglied im FDP Ortsverein Eschwege

sowie den Liberalen für den Mittelstand im Werra-Meissner-Kreis

* Motto: Schwarz-Weiß-Denken führt uns nicht weiter. Der Staat kann nicht alle Probleme lösen. Freiheit,

Bürgerrechte und Selbstverantwortung sind der Schlüssel für eine gute Zukunft. Der Weg dahin wird

immer einer Gratwanderung gleichen.Gute Ideen setzen sich aber irgendwann durch.

 

Weiterhin im Vorstand sind Mathias Biemann (Frankfurt), Andreas Henning (Wiesbaden, Schatzmeister), Udo Messer (Friedberg) und Günter Murr (Frankfurt).

Als "geschäftsführend" sind oder werden Mathias Biemann, Udo Messer und Günter Murr in das Vereinsregister eingetragen. Untereinander begegnen sich die Vorstandsmitglieder jedoch auf Augenhöhe.

 

Werner Geiß (Neu-Isenburg) hat sich nicht zur Wiederwahl gestellt. Wir danken ihm für acht Jahre fleißige und fruchtbare Mitarbeit im Landesvorstand. Wir freuen uns, dass er uns weiterhin beratend zur Verfügung stehen will.

 

Fachbeirat

Unser neu eingerichteter Fachbeirat wird sich voraussichtlich am 28. August in Frankfurt zum ersten Mal treffen.

Ein wesentliches Thema wird unser Projekt "Ansprüche an den Öffentlichen Verkehr aus Fahrgastsicht".

Die Teilnehmer werden in den nächsten Wochen die inhaltliche Vorlage und weitere Informationen erhalten.

Wer noch interessiert ist, kann sich gerne in der Landesgeschäftsstelle melden.

 

Fahrgastberatung

Auch weiterhin berät Udo Messer von der VCD-Fahrgastberatung alle Menschen, die Fragen zum Öffentlichen Verkehr haben. Schwierige Fahrplan- und Tarifauskünfte sind sein Hobby. Quälen sie ihn, nutzen Sie seinen Rat! Er ist unter fahrgastberatung-hessen@vcd.org oder unter 06031-61464 zu erreichen.

Mehr auch unter www.vcd.org/vorort/hessen/der-vcd/fahrgastberatung/

 

Sparen am richtigen Ort

Nachdem im letzten Jahr Bundestagswahl war und große "Konjunkturprogramme" zum Stützen "der Wirtschaft" aufgelegt wurden, wird jetzt wieder gespart. In Hessen hatte das zur Folge, dass letztes Jahr der Landes-Straßenbauetat erhöht wurde und jetzt wieder auf einen Stand knapp über dem vor dem Konjunkturprogramm gesenkt wurde. Gestrichen wurde dazu allerdings gar nichts, sondern nur in Folgejahre verschoben. Die großen Millionenlöcher vom Riederwald- bis zum Hirschhagentunnel sind ohnehin Bundesprojekte.

Sowohl eine aktiv gestaltende Wirtschaftspolitik als auch Haushaltsdisziplin haben jeweils ihre Vor- und Nachteile; es wäre allerdings schön, wenn sie mit Augenmaß und langfristiger Orientierung betrieben werden. Weder Konjunkturprobleme noch Haushaltsnöte dürfen als Vorwand ("Sachzwänge") zum einseitigen Handeln missbraucht werden. Für uns als Umwelt- und Verbraucherverband steht dabei im Vordergrund, dass soziale und ökologische Belange wichtiger sind als Lobbyinteressen von Auto- und Luftfahrtunternehmen. Glaubwürdig sparen kann das Land derzeit vor allem bei den Flughafenausbauten in Calden und Frankfurt. Im Straßennetz muss vom Neu- und Ausbau zum Substanzerhalt und zur Erhöhung der Sicherheit, auch auf Kosten von Geschwindigkeit und gegebenfalls Kapazität, umgeschichtet werden. Erhalten statt neu bauen sichert wegen der geringeren Automatisierung mehr Arbeitsplätze pro Euro als Großprojekte.

Im Öffentlichen Verkehr besteht erheblicher Nachholbedarf. Dringend nötig sind zum Beispiel die Regionaltangente West zur Erweiterung des Schienennetzes im Rhein-Main-Gebiet und die Erweiterung der Regiotram im Raum Kassel nach Lohfelden und Ihringshausen. Auch die vorhandene Bahnstrecke Frankenberg–Korbach muss renoviert und wieder in Betrieb genommen werden. Über Baustandards oder Fahrzeugqualitäten können wir reden; ein flächendeckendes Angebot (auch in der Fläche!) mit ausreichenden Kapazitäten (auch in Frankfurt!) sind unverzichtbar.

Mitte Juni enthielt sich übrigend die Kasseler CDU bei einer Ausschusssitzung zum Thema Flughafen Kassel-Calden. Pessimisten sagen, es ginge dabei nur um kurzsichtige Pateitaktik. Die CDU versuche, dem sozialdemokratisch dominierten Rathaus die Verantwortung für das mindestens 225 Millionen Euro tiefe Loch zuzuschieben. Aber auch das ist ein Eingeständnis, dass es sich bei der "immensen Kostensteigerung" (Formulierung Pressemitteilung CDU Kassel) um einen Grund zur Aufregung handelt. Dafür sehen wir auch über Taktiererei hinweg. Liebe CDU, weitere Erleuchtungen dieser Art sind ausdrücklich erwünscht!

 

Termine

Bis 8. August 2010

Fotoausstellung "Zu den Zügen" im Kasseler Umwelthaus. Typische und beispielhafte Bahnhofsansichten aus Nordhessen.

 

17. Juli 2010 - Vorstandssitzung

Der Landesvorstand trifft sich am 17. Juli. Interessierte Mitglieder können nach Absprache gerne teilnehmen. Der Ort wird noch bekannt gegeben.

 

28. August 2010 - Fachbeiratssitzung und Landesvorstand

Der neu eingerichtete Fachbeirat und der Landesvorstand treffen sich am 28. August voraussichtlich in Frankfurt. Interessierte Mitglieder können gerne teilnehmen. Der genaue Ort wird noch bekannt gegeben.

 

4./5. Dezember 2010: Delegiertenversammlung des VCD- Bundesverband in Hofgeismar

Die diesjährige Bundesdelegiertenversammlung des VCD wird am ersten Dezemberwochenende in der evangelischen Akademie im nordhessischen Hofgeismar tagen.

Die Versammlung ist für alle Mitglieder offen, stimmberechtigt sind die Delegierten der Landesverbände.

 

Aktuelle Pressemitteilungen des VCD Hessen

24.06.2010 - RMV-Preiserhöhung wie immer über Inflationsrate - VCD Hessen: Zeitpunkt der Bekanntgabe schlechter Stil

23.06.2010 - Die VCD-Fahrgastberatung hilft bei der Urlaubsplanung

17.06.2010 - Lob für CDU - Denkpause für Calden

14.06.2010 - Mitgliederversammlung: VCD fordert neue Prioritäten bei Verkehrsinvestitionen

04.06.2010 - Sparen bei Straßenneubau und Luftverkehr

26.05.2010 - Verkehrspolitische Bilanz von Roland Koch

25.05.2010 - A 44 und Sparkommissar Koch

21.05.2010 - 20 Jahre Grenzöffnung der Bahnstrecke Eichenberg–Arenshausen

06.05.2010 - VCD begrüßt A-4-Absage

 

Alle Pressemitteilungen finden Sie unter

www.vcd.org/vorort/hessen/presse/aktuelle-pressemitteilungen/ .

 

Ausgewählte und online verfügbare Resonanzen haben wir unter

 

www.vcd.org/vorort/hessen/presse/ausgewaehlte-artikel-ueber-den-vcd-hessen/

 

aufgelistet.

 

Zum Schluss ...

 

Woran erkennt man ein Sommerloch? Zum Beispiel daran, dass das hessische Wirtschaftsministerium in einer Pressemitteilung erwähnt, eine am Frankfurter Flughafen beobachtete Fledermaus sei nicht sexuell aktiv. Mit dieser Erkenntnis wurde die Forderung nach einer "Entkopplung von Naturschutz und Infrastrukturprojekten" illustriert - eine neue Formulierung für den alten Wunsch, auf Naturschutz überall dort zu verzichten, wo er irgendjemanden stört. Damit sind wir wieder darin bestätigt, dass Aktivität jeder Art vor Flughafenausbau schützt. Somit jetzt zu unserem Beitrittsformular (https://www.vcd.org/mitgliedwerden.html) und dem Spendenkonto (http://www.vcd.org/vorort/hessen/der-vcd/spenden/).

Seite weiterempfehlenSeite drucken