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Fahrplanwechsel: Mit der Bahn nach Pfungstadt und dreiste Preiserhöhungen

Kassel, 14. Dezember 2011. „Mit Erstaunen“ nimmt der ökologische Verkehrsclub VCD Hessen die Kritik der FDP und einiger ihr nahestehender Unternehmer im Bereich Frankenberg an der geplanten Reaktivierung der Bahnstrecke von Frankenberg nach Korbach zur Kenntnis. 14 Millionen Euro für 31 Bahnkilometer sind gerade im Vergleich zu anderen Verkehrsprojekten besonders sinnvoll und sehr günstig.
So hat der erfolgreiche Stadtbahnhof in Eschwege allein etwa 20 Millionen gekostet. „Und das bereut keiner“, so VCD-Landesgeschäftsführer Martin Mützel. Beim Straßenneubau wird sogar noch viel mehr Geld benötigt. Mit 14 Millionen Euro bekäme man gerade einmal 500 m der A 44 realisiert. Die ehemals bei Frankenberg geplante  A 4 hätte etwa zwei Milliarden gekostet.Die Bahnstrecke würde die Kreisstadt Korbach sowie die Tourismuszentren in Willingen, Bad Arolsen und im Bereich Kellerwald-Edersee an das Oberzentrum Marburg und das Rhein-Main-Gebiet anschließen. Umgekehrt würden Frankenberg und Kellerwald-Edersee attraktive Verbindungen nach Kassel und in das Ruhrgebiet erhalten. Im Güterverkehr können das VW-Logistikzentrum in Volkmarsen und die Continental in Korbach direkt nach Süddeutschland angebunden werden.Die derzeitigen Busse benötigen für knapp 30 km Luftlinie zwischen Korbach und Frankenberg laut Fahrplan mindestens 46 Minuten, was dazu führt, dass weitere Anschlüsse verpasst werden. Mützel: „Dieses Angebot ist weder optimal noch attraktiv. Da darf man sich nicht über geringe Nachfrage wundern.“ Die Bahn kann die Strecke in einer halben Stunde schaffen.Auffällig ist auch, dass die FDP in der Gemeinde Burgwald ein Volksbegehren gegen die Bahnreaktivierung starten will. Burgwald liegt nicht zwischen Korbach und Frankenberg, sondern an der seit 1890 betriebenen Strecke Frankenberg–Marburg, die nicht reaktiviert werden muss.


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