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Neubaustrecke Mannheim–Frankfurt ist notwendig VCD: Auch schrittweise Umsetzung sinnvoll

Kassel/Darmstadt 9. Mai 2011

Der Landesverband Hessen des ökologischen Verkehrsclubs VCD begrüßt, dass die Diskussion um die Neubaustrecke Mannheim–Frankfurt an Fahrt gewinnt. Auch eine schrittweise Umsetzung ist sinnvoll. Der VCD spricht sich daher dafür aus, möglichst schnell mit dem weitgehend unumstritten Abschnitt zwischen Frankfurt-Stadion und Darmstadt Hauptbahnhof anzufangen. Dadurch würde auch der Druck, eine Lösung weiter südlich zu finden, deutlich erhöht.

Der VCD begrüßt die klare Absage von Verkehrsminister Dieter Posch an einen Darmstädter Westbahnhof in der Siedlung Tann. „Damit ist das kontraproduktive Phantom hoffentlich vom Tisch“ freut sich VCD-Landesgeschäftsführer Martin Mützel. „Anscheinend hat man aus Limburg Süd gelernt.“

Kritisch sieht der VCD hingegen den Vorschlag des Verkehrsministers, völlig auf einen Anschluss der Stadt zu verzichten. Mützel: „Wer einen baldigen Erfolg will, sollte die Bedürfnisse der Region berücksichtigen“. Die Verbindungen von Darmstadt sowohl nach Mannheim als auch in Richtung Wiesbaden sind nach VCD-Ansicht unzureichend. „Niemand will, dass alle ICE in Darmstadt halten. Ein stündliches Angebot sollte jedoch möglich sein. Die Verknüpfung der Taktknoten Darmstadt Hbf und Mannheim Hbf muss mit 30 Minuten Fahrzeit erfolgen. Das geht nur über die Neubaustrecke. Richtung Süden besteht der größte Nachholbedarf.“ Der VCD weist darauf hin, dass ein Anschluss Darmstadts im Regionalplan Südhessen vorgesehen ist. „Eine Planung an Darmstadt vorbei ist damit juristisch angreifbar. Schneller lässt die sich nicht durchsetzen“ schätzt Mützel ein. Zudem erfordert die Mitnutzung im Güterverkehr Verknüpfungen mit den vorhandenen Strecken.

Bereits Anfang April hatte die in Darmstadt tagende Mitgliederversammlung des VCD Hessen einen schnelleren Bahnausbau in Hessen angemahnt. Neben der Neubaustrecke Mannheim–Frankfurt hält der Verband einen Ausbau des Knotens Frankfurt für vordringlich. Auch die überlastete Bahnstrecke Hanau–Fulda muss erweitert werden. Bahn und Bund müssen dabei mehr als bisher auf eine gute Vernetzung der Angebote im Rahmen eines „Deutschland-Taktes“ und auf ausreichende Kapazitäten im Güterverkehr achten.


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