Verkehr zum Hessentag VCD: Erfahrungen nutzen, Angebote verbessern!
(20. Juni 2011)
Trotz des unerwartet starken Besucherandrangs lief der Bahnverkehr zum Hessentag vorbildlich. Dies lobt der VCD Hessen. Eine solche Veranstaltung wäre ohne guten Öffentlichen Verkehr nicht möglich. Die sehr gut angenommenen Angebote in den Abend- und Nachtstunden sollten nach Ansicht des ökologischen Verkehrsclub zumindest am Wochenende fortgesetzt werden. Probleme gab es bei den Angeboten für Geh- und Sehbehinderte Kunden von Bus und Bahn.
So ist es Rollstuhlfahrern nicht möglich, den Regionalbahnsteig der Deutschen Bahn ohne fremde Hilfe zu benutzen; die Rampenanlagen machen unnötige Umwege und sind schlecht ausgeschildert. Die U 3 ist gut zu erreichen, dort fuhren jedoch auch Züge mit Treppen im Eingang. Sowohl die Bahn als auch die Verkehrsgesellschaft Frankfurt haben zwar Blindenleitsysteme installiert, verwenden dabei aber unterschiedliche Markierungen. „Dies kann zu unnötigen Verwirrungen führen“ so Gisela Becker, Vorstandsmitglied im VCD Hessen.
Sehr gut angenommen wurden auch die nächtlichen Zusatzfahrten auf der Taunusbahn nach Brandoberndorf. Diese sind wesentlich schneller als die bisherigen Nachtbusse. Die Nachtbusse bedienen zudem nicht alle Orte an der Strecke, so ist bislang Wehrheim nicht angebunden. „Auch außerhalb des Hesentages wäre das ein attraktives Angebot für Menschen aus dem Taunus, die das reiche Kulturangebot im Ehein-Main-Gebiet nutzen wollen.“, so Sabine Schneider aus Wehrheim, die ebenfalls Vorstandsmitglied im VCD Hessen ist.
Der VCD Hessen regt an, einen der zukünftigen Hessentage in Bad Schwalbach oder Herzhausen am Edersee zu veranstalten. Dies wäre ein Anlass, die dringend notwendige Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecken dorthin endlich umzusetzen.
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