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VCD unterstützt Verkehrsminister Posch: Neue Prioritäten bei Schienen-Projekten nötig

Kassel, 28. Oktober 2011. In den Ausbau der Schienenstrecken in Hessen muss nach Ansicht des ökologischen Verkehrsclubs VCD in den nächsten Jahren mehr Geld gesteckt werden. Der VCD-Landesverband Hessen unterstützt deshalb die Forderung von Verkehrsminister Dieter Posch, bundesweit die Prioritäten bei der Finanzierung von Schienenprojekten zu ändern.

 

„Die knappen Mittel müssen dort eingesetzt werden, wo sie am dringendsten gebraucht werden“, sagte VCD-Landesgeschäftsführer Martin Mützel. „Und das ist vor allem in Hessen der Fall, wo es Engpässe gibt, die sich auf ganz Deutschland negativ auswirken.“ Hohe Priorität sieht der VCD beim Ausbau des Eisenbahnknotens Frankfurt sowie bei den Neu- und Ausbaustrecken von Frankfurt nach Mannheim und Fulda. „Diese Maßnahmen sind wichtiger als Stuttgart 21, die ICE-U-Bahn durch den Thüringer Wald oder die sogenannte Y-Trasse in Niedersachsen“, so Mützel.

 

Posch hatte sich bei einer Konferenz zur hessischen Schienenverkehrs-Infrastruktur in Berlin dafür ausgesprochen, bundesweit über die Prioritäten bei den Bahn-Projekten neu nachzudenken. „Wir begrüßen das und hoffen, dass Posch beim Bund und seinen Länderkollegen Unterstützung findet", sagte Mützel. Insgesamt aber sei der Topf zum Ausbau der Schienenwege völlig unterfinanziert. Nach Ansicht des VCD ist es deshalb nötig, Mittel vom Straßenneubau in Richtung Schiene umzulenken. „Wir können es uns nicht leisten, nach wie vor Milliarden in ein nicht zukunftsfähiges Verkehrssystem zu stecken." Neue Straßen seien in Hessen nicht nötig.


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