Knapp 10 Millionen von 1,3 Milliarden VCD: Bund vernachlässigt hessische Schienen
Kassel, 2. Dezember 2011. Im neuen Bundeshaushalt für 2012 sind 1,3 Mrd € für Schieneninvestitionen im Fern- und Güterverkehr vorgesehen. Auf Projekte in Hessen entfallen allerdings nur 9,228 Millionen. Dieser Anteil ist nach Ansicht des ökologischen Verkehrsclubs VCD Hessen viel zu gering. Zum Vergleich: „Für diese Summe bekommt man ungefähr 370 Meter der A 44“ kritisiert VCD-Landesgeschäftsführer Martin Mützel.
Der größte Brocken in Hessen ist mit 3,651 Millionen für den Weiterbau am Bahnhof Neuhof an der „Kinzigtalbahn“ Fulda–Hanau vorgesehen. „Das dient im Wesentlichen dazu, Platz für die neue A 66 zu schaffen. Die Züge werden etwas schneller, aber neue Kapazitäten auf dieser überlasteten Strecke sind nicht in Sicht“, so Mützel.
Für den weiteren Umbau des Bahnhofes Frankfurt-Stadion sind 3,481 Millionen angedacht. Auch der Ausbau der „Mitte-Deutschland-Bahn“ Paderborn–Kassel–Erfurt–Chemnitz ist mit 2,096 Millionen eingetragen, allerdings für die gesamte Länge. Mützel: „Meines Wissens sind dort nur Arbeiten östlich von Erfurt vorgesehen. Hessen ginge somit leer aus.“
Eine Hoffnung bleibt nach Mützel jedoch: „Bislang sind von den 1,3 Mrd. Euro 352 Millionen noch nicht fest vergeben. Vielleicht kann Hessen da noch etwas nachholen.“
Vorrangig wäre aus Sicht des VCD ein weiterer Ausbau des Knotens Frankfurt, insbesondere zusätzliche Gleise zwischen Stadion und Hauptbahnhof. Zudem muss möglichst schnell die Planung für Kapazitätserweiterungen auf den Verbindun
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