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VCD: Kinder nicht zur Schule fahren

Eltern sollen ihre Kinder nicht mit dem Auto zur Schule fahren. Das empfiehlt der Verkehrsclub Deutschland (VCD) aus Anlass des Schulbeginns für Erstklässler in Hessen am heutigen Dienstag (5.08.). „Wenn die Kinder sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad fortbewegen, nehmen sie ihre Umwelt bewusst wahr. Werden sie im Auto gefahren, reduziert sich ihr Lebensumfeld auf einzelne Inseln, die nur durch das Elterntaxi miteinander verbunden sind“, erklärt Udo Messer, Landesvorsitzender des VCD Hessen.

Viele Eltern seien der Meinung, dass ihr Kind nur im eigenen Auto sicher sei – eine Auffassung, der der VCD widerspricht: „Fast die Hälfte aller Kinder verunglücken im Pkw“, erklärt Messer. Vielmehr sollten die Eltern den Schulweg gemeinsam mit ihren Kindern abgehen und mögliche gefährliche Stellen durchsprechen.

Rücksicht fordert der Verkehrsclub aber auch von den Autofahrern: Vor allem in Straßen mit vielen parkenden Autos sollten Autofahrer achtsam fahren. Die stehenden Fahrzeuge versperrten Kindern beim Überqueren der Straße die Sicht. Umgekehrt würden die Kinder wegen ihrer geringen Körpergröße von den Autos verdeckt und von Autofahrern leicht übersehen. Anders als Erwachsene seien Kinder aufgrund mangelnder Erfahrung und eines geringeren Reaktionsvermögens nicht in der Lage, die Gefahren des Straßenverkehrs richtig einzuschätzen und sich angemessen zu verhalten.

Außerdem forderte der VCD Autofahrer auf, sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung in Tempo-30-Zonen zu halten. Ein Pkw-Fahrer, der 30 km/h fahre, könne noch rechtzeitig anhalten, wenn ein Kind 15 Meter vor ihm auf die Fahrbahn laufe. Bei Tempo 50 hingegen komme das Auto erst nach 28 Metern zum Stehen. Nach 15 Metern hätte das Fahrzeug noch immer eine Aufprallgeschwindigkeit von 45 km/h, wodurch das Kind entweder getötet oder schwer verletzt würde. Der VCD fordert daher, Tempo 30 innerorts auf allen Straßen zur Regelgeschwindigkeit zu machen. Messer: „Wir brauchen einen kindergerechten Verkehr, nicht verkehrsgerechte Kinder.“

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