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VCD: Standort des Frankfurter Flughafens auf Dauer nicht zu halten

Der Frankfurter Flughafen ist nach Ansicht des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) am heutigen Standort nicht zukunftsfähig. „Die Anforderungen des Klimaschutzes werden zu kleineren und lauteren Maschinen führen“, erklärte Werner Geiß, Vorsitzender des VCD-Landesverbandes Hessen. „Zusätzlicher Lärm aber ist den Menschen im dicht besiedelten Rhein-Main-Gebiet nicht zuzumuten.“ Er verwies auf das Beispiel London, wo der konservative Bürgermeister Boris Johnson ernsthaft darüber nachdenke, zum Schutz der Bevölkerung den Flughafen Heathrow zu verlegen. In Frankfurt dagegen soll der Flughafen sogar noch ausgebaut werden. „Das wird eine riesige Fehlinvestition“, prognostiziert Geiß.

Denn die Anforderungen des Klimaschutzes werden auch vor dem Flugverkehr nicht halt machen, ist der VCD überzeugt. Die Luftfahrt trage derzeit rund neun Prozent zur fortschreitenden Erderwärmung bei, Tendenz steigend. Deshalb werde zum Beispiel mit dem EU-Projekt „Clean Sky“ nach Wegen gesucht, eine Halbierung der Klimaemissionen des Flugverkehrs zu erreichen. Schon jetzt zeichne sich ab, dass künftige klimafreundlichere Flugzeuge aufgrund der Leichtbauweise und geringerer Flügelspannweite zu klein für die bisherige Drehscheibenfunktion sein werden. Auf Langstrecken würden wegen der geringeren  Kapazitäten der Maschinen Punkt-zu-Punkt-Verkehre dominieren. „Überdimensionierte Großflughäfen sind deshalb ebenso überflüssig wie immer längere Landebahnen“, erklärte Geiß. Darüber hinaus sei absehbar, dass herkömmliche Düsenflugzeuge wegen ihres hohen Treibstoffverbrauchs bald ausdient haben. Die sparsamen Triebwerke mit Propellern oder offenen Turbinen seien aufgrund ihrer Bauweise aber viel zu laut für einen dicht besiedelten Ballungsraum. Geiß: „Nicht nur der Ausbau, auch der Standort Frankfurt ist jetzt in Frage gestellt.“

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