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Verkehrsclub Deutschland startet Aktionswoche gegen die Kürzung bei Bussen und Bahn / VCD ruft hessische Politik auf: Gegen Kürzungswelle stimmen!

13/2006

Kassel, 8. Mai 2006

Anlässlich der drohenden massiven Kürzung der so genannten Regionalisierungsmittel bei Bus und Bahn ruft der Verkehrsclub Deutschland Landesverband Hessen zu einer Aktionswoche auf. „Der Bund entscheidet erst im Juni über die Kürzung der Zuschüsse, die sich für Hessen in den nächsten vier Jahren auf etwa 500 Millionen Euro beziffern können,“ sagt Guido Spohr, Sprecher des VCD-Hessen.

„Daher führt der VCD seine Protestaktion bis zum 10. Juni fort. Wir werden am Donnerstag die PendlerInnen im Raum Frankfurt/Main als auch BürgerInnen am Wochenende im Raum Kassel über die Auswirkungen der drohenden Mittelkürzungen informieren und zum Protest aufrufen,“ teilt Spohr mit. „Vielen Menschen sind nach Angaben die Auswirkungen der Kürzungsorgie seitens der Bundesregierung noch nicht ganz klar, ein Zuwarten auf die Entscheidung der Politik ist daher fahrlässig. Streckenstilllegungen, Kürzungen von Linien und eine gleichzeitige Preiserhöhung der Tickets werden die Folge sein. Eine Liste der bisher im Bahnverkehr zur Streichung und Kürzung genannten Strecken liegt dieser Pressemitteilung anbei.

Der VCD teilt nicht die Position des Landesregierung, dass die Ausschreibungen von öffentlichen Verkehrsleistungen durch RMV und NVV diese drohende Kürzung deutlich mildern können. „Der NVV ist mit seinen Ausschreibungen weitgehend durch, der RMV ist mitten drin, da besteht in den nächsten Jahren kein großer Spielraum mehr,“ so Spohr. „Wenn der Wettbewerb im ÖV einen so großen Beitrag leisten könne, warum arbeiten die Verbünde und Verkehrsunternehmen gezwungenermaßen zur Zeit an solchen Streichlisten?“ fragt Spohr.

Der VCD weist Kommunalpolitiker und die Mitglieder des hessischen Landtags eindringlich darauf hin, dass die Mittelkürzungen teilweise massive Auswirkungen auf bestehende Verträge haben kann. Müssen RMV, NVV und VRN Verkehrsleistungen abbestellen, die vertraglich gesichert sind, so drohen den Verbünden Entschädigungszahlungen. Dies nimmt die Verbünde zusätzlich in die Zange. Abschließend gibt der VCD zu bedenken, dass bei einer drohenden Mittelkürzung in der von der Bundesregierung genannten Höhe in den nächsten Jahren mehr als 1000 Arbeitsplätze wegfallen werden, die gerade heute auch für die Politik wichtig sind.
Dies wird der VCD auch noch in schriftlicher Form Landräten und Mitgliedern im Verkehrsausschuss mitteilen und die Bundestagsabgeordneten Hessens auffordern, einer Kürzung der Mittel im Juni nicht zuzustimmen.

Die bisher diskutierten Auswirkungen auf den Rhein-Main-Raum:

Die bisher diskutierten Auswirkungen auf den nordhessischen Raum:

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Pressemitteilung 13/2006 als PDF-Datei

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