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Verkehrsclub Deutschland: Zahl der Verkehrstoten auf Null reduzieren

Pressemitteilung 27/2006

Kassel, 21.09.06

Nach Ansicht des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) müssen die Anstrengungen, die Verkehrssicherheit in Hessen zu verbessern, dringend erhöht werden. Anlass sind die heute veröffentlichten Daten des Statistischen Landesamtes. Demnach ist die Zahl der bei Straßenverkehrsunfällen Getöteten in den ersten sieben Monaten dieses Jahres gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozent auf 222 gestiegen. In den Jahren zuvor war die Zahl der Verkehrstoten kontinuierlich gesunken.
Guido Spohr, Sprecher des VCD Hessen, fordert mehr Anstrengungen der Politik:
„Bei wöchentlich acht Toten und fast 630 Verletzten auf hessischen Straßen sind alle denkbaren Maßnahmen zu ergreifen, um die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten so schnell wie möglich gegen Null zu bringen.“ Ein wirksames Mittel sei ein Tempolimit auf Autobahnen, da die Geschwindigkeit unmittelbare Auswirkungen auf die Unfallhäufigkeit habe. Die aktuelle Statistik zeige, dass der seit einigen Jahren erkennbare Trend zu mehr Verkehrssicherheit noch nicht gesichert ist.

Mit seinem Konzept „Vision Zero - Null Verkehrstote“ zeigt der VCD einen Weg, wie das tägliche Sterben auf Deutschlands Straßen verringert werden kann.
„Vision Zero bedeutet, den bisherigen Denkansatz umzukehren”, erläutert Spohr.
„Bisher gilt: Der Mensch muss sich dem Verkehr anpassen und im Zweifelsfall die tödlichen Folgen eines Fehlers hinnehmen. Vision Zero heißt dagegen: Der Verkehr wird dem Menschen angepasst und so ungefährlich gemacht, dass selbst Fehler keine tödlichen Konsequenzen mehr haben.“

Um Vision Zero umzusetzen, müssten sich zunächst alle Akteure, von den einzelnen Verkehrsteilnehmern über die Vertreter von Fahrzeugindustrie, Straßenbaubehörden und Polizei bis hin zu den verantwortlichen Politikern, auf den Grundsatz einigen, dass Leben und Gesundheit im Straßenverkehr Vorrang vor allem anderen habe. Aus dieser Vereinbarung folge eine Vielzahl koordinierter Maßnahmen. Dazu gehörten beispielsweise eine bessere Mobilitätserziehung und Fahrausbildung, weniger gefährliche Fahrzeugfronten, bauliche Entschärfung von Unfallschwerpunkten, mehr Verkehrskontrollen oder weit reichende Tempolimits.
Länder wie Schweden, Großbritannien, die Niederlande oder die Schweiz zeigen bereits, wie die Vision von Null Verkehrstoten handfeste Politik werden kann.
Sie haben entsprechende Regierungsprogramme verabschiedet und setzen diese um.

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