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Verkehrsclub Deutschland: Inlandsflüge überflüssig

Kassel, 27. Dezember 2006

Mit dem Ausbau des Netzes von Hochgeschwindigkeitszügen werden Inlandsflüge zunehmend überflüssig. Darauf weist der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hin.
Seit dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember ist zum Beispiel München in nur noch gut drei Stunden von Frankfurt aus zu erreichen.
Werner Geiss von VCD-Landesverband Hessen hat nachgerechnet: Von der Frankfurter Hauptwache bis zum Münchner Marienplatz schaffen es Bahnreisende nun ebenso schnell wie Flugpassagiere.

„Damit sind alle deutschen Wirtschaftszentren von Frankfurt aus in weniger als vier Stunden zu erreichen", so sein Fazit. Ähnliches gelte bald auch für die Metropolen der westeuropäischen Nachbarn, wie beispielsweise Paris, denn Frankfurt liege optimal im Schnittpunkt des ständig wachsenden europäischen Schnellstreckennetzes.„

Geiss wertet den Ausbau des europäischen Schnellstreckennetzes als eine klare politische Entscheidung für die Schiene und gegen Kurzstreckenflüge:

Dagegen wird der Flugverkehr seinen Zeitvorteil durch immer aufwändigere Sicherheitskontrollen verlieren", vermutet Geiss. „Darüber hinaus wird das Flugzeug wegen steigender Ölpreise und der anstehenden Einbeziehung der Luftfahrt in den Emissionshandel künftig deutlich teurer werden."„Mit den schnellen Zügen macht Europa einen großen Schritt zu seinen Klimaschutzzielen, denn gerade Kurzstreckenflüge belasten das Klima noch viel mehr als der übrige Flugverkehr." Hochgeschwindigkeitszüge der jüngsten Generation wie ICE 3 und TGV haben einen sehr günstigen spezifischen Energieverbrauch, während die Flugzeugindustrie für den Kurzstreckenverkehr nur veraltete Muster anbieten könne (A 320- sowie B 737-Typenreihe). „Gut ein Viertel aller Flugbewegungen am Frankfurter Flughafen und damit der geplante Ausbau wären überflüssig, wenn das Schnellstreckennetz so genutzt wird wie längst schon in Frankreich." Dort seien Kurzstreckenflüge gänzlich ohne Bedeutung.

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