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VCD: Minister Rhiel spielt mit dem Leben von Autofahrern

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat die von Wirtschaftsminister Alois Rhiel (CDU) angekündigte Aufhebung des Tempolimits  auf einem zwölf Kilometer langen Abschnitt der A66 scharf kritisiert. „Wer grenzenloses Rasen erlaubt, spielt mit dem Leben von Autofahrern“, sagte Jan Stielike, Sprecher des VCD-Landesverbandes Hessen. Es sei zynisch, wenn Rhiel nun abwarten wolle, ob die Unfallzahlen steigen. „Offenbar muss erst ein schweres Unglück passieren, bis der Minister Vernunft annimmt.“ Rhiel hatte angekündigt, in einem ersten Schritt das Tempolimit von 120 km/h zwischen der Anschlussstelle Hattersheim und der Tankstelle Erbenheim aufzuheben. Er begründete dies mit dem „unauffälligen Unfallgeschehen“ auf diesem Abschnitt. Nach Ansicht des VCD ist dieses Vorgehen unlogisch. „Gerade wegen des Tempolimits ist wenig passiert“, meint Stielike. „Es ist grotesk, die Geschwindigkeitsbegrenzung jetzt wegen des großen Erfolges abzuschaffen.“

Der VCD weist darauf hin, dass 2005 in Hessen rund 20 Prozent der getöteten Verkehrsteilnehmer auf Autobahnen ums Leben kamen. Mit einem Anteil von 15,7 Prozent an allen Unfällen (2005) sei überhöhte Geschwindigkeit immer noch die häufigste Unfallursache. 2006 kamen auf Hessens Straßen 376 Menschen ums Leben, das waren elf mehr als im Jahr zuvor.

Angesichts dieser Zahlen rief der VCD die hessische Landesregierung auf, die Anstrengungen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit zu erhöhen. „Es gibt es keinen einzigen vernünftigen Grund, warum die Geschwindigkeit auf vielen Autobahnabschnitten noch immer unbegrenzt ist“, sagte Stielike. „Ein Tempolimit bringt mehr Sicherheit, einen besseren Verkehrsfluss und leistet einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz.“ Auf Autobahnen sollte nach Ansicht des VCD ein generelles Tempolimit von 120 km/h gelten. Darüber hinaus müsste 90 km/h auf Landstraßen und innerorts als Regelgeschwindigkeit 30 km/h gelten.

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