VCD: Lufthansa zeigt, dass Kurzstreckenflüge überflüssig sind
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) begrüßt die Ankündigung der Lufthansa, die Flüge zwischen Frankfurt und Köln einzustellen. Mit dem Beginn des Winterfahrplans Ende Oktober werden Fluggäste auf den ICE verwiesen. „Damit zeigt sich, dass mit dem Ausbau des Netzes von Hochgeschwindigkeitszügen Inlandsflüge zunehmend überflüssig werden“, erklärte Werner Geiß, Vorsitzender des VCD-Landesverbandes Hessen. Auch Flüge von Frankfurt nach Stuttgart, Düsseldorf oder München seien wegen der attraktiven Eisenbahnverbindungen nicht mehr nötig. Seit dem vergangenen Dezember zum Beispiel brauche der ICE von Frankfurt nach München nur noch gut drei Stunden. „Damit sind alle deutschen Wirtschaftszentren von Frankfurt aus in weniger als vier Stunden zu erreichen", so Geiß. Selbst die Fahrzeit nach Paris werde vom Fahrplanwechsel im Dezember an unter vier Stunden liegen. „Das ist mit keinem Flug zu schaffen.“
Geiß wertet den Ausbau des europäischen Schnellstreckennetzes als eine klare politische Entscheidung für die Schiene und gegen Kurzstreckenflüge. Dadurch werde der ökonomische und verkehrspolitische Sinn des geplanten Flughafenausbaus immer mehr in Frage gestellt. „Gut ein Viertel aller Flugbewegungen am Frankfurter Flughafen wären überflüssig, wenn das Schnellstreckennetz so genutzt wird wie längst schon in Frankreich." Dort seien Kurzstreckenflüge gänzlich ohne Bedeutung.
Aus den gleichen Gründen lehnt der VCD auch den Ausbau des Regionalflughafens Kassel-Calden ab.

