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VCD: Für Reaktivierung Korbach-Frankenberg gibt es keine Alternative - Kurhessenbahn muss ausgebaut werden!

Kassel, 17. März 2007

Auf die Reaktivierung der Bahnstrecke von Frankenberg nach Korbach darf nach Ansicht des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) trotz schwieriger Rahmenbedingungen nicht verzichtet werden.

?Das Projekt ist äußerst wichtig für die touristische Erschließung der Nationalpark-Region Kellerwald?, sagte der Landessprecher Jan Stielike am Samstag bei der Landesmitgliederversammlung des Umwelt- und Verbraucherverbandes in Marburg.

Werde auch die Strecke von Cölbe nach Frankenberg wie geplant modernisiert, reduziere sich die Fahrzeit von Marburg nach Korbach um 40 Minuten auf ungefähr eine Stunde.

Stieliek: ?Damit wird es für Erholungssuchende aus der bevölkerungsreichen Rhein-Main-Region attraktiv, umweltfreundlich mit der Bahn in die Kellerwald-Region zu fahren.?

Gleiches gelte laut VCD für Besucher aus dem Ruhrgebiet. Derzeit laufe die Kosten-Nutzen-Untersuchung für die Reaktivierung der seit 20 Jahren stillgelegten Strecke. 2009 könnte der Regelbetrieb wieder aufgenommen werden. Wegen der Kürzung der so genannten Regionalisierungsmittel für den Nahverkehr in 2006 war das Projekt zwischenzeitlich gefährdet. Die Reaktivierung stelle für die Kurhessenbahn jedoch den für einen wirtschaftlicheren Betrieb dringend notwendigen Lückenschluss in ihrem Netz dar.

Im vergangenen Sommer gab es Sonderfahrten von Frankenberg nach Herzhausen, der von 5000 Fahrgästen genutzt wurden.

Der VCD setzt sich für eine Stärkung des umweltfreundlichen Tourismus in der Region Kellerwald-Edersee ein und hat dazu zehn TourTipps für Wanderungen und Radtouren veröffentlicht, die in diesem Jahr aktualisiert werden. Gerade im Kreis Waldeck-Frankenberg gebe es noch großes Potenzial zur Steigerung der Besucherzahlen, meint der ökologisch orientierte Verkehrsclub. Denn mit einem Übernachtungsplus von nur 0,2 Prozent im vergangenen Jahr sei der Landkreis deutlich unter dem hessischen Durchschnitt von 3,5 Prozent geblieben. Damit ein Zuwachs bei den Touristenzahlen nicht zu einer Zunahme des Straßenverkehrs und damit zu mehr Lärm und Abgasen im Natur- und Nationalpark führt, sei der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs dringend nötig.

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Pressemitteilung 3/2007 als PDF-Datei

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