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Flugverkehr in Frankfurt rückläufig - VCD fordert Mut zur Einsicht beim Flughafenausbau

Wegen der rückläufigen Nachfrage am Frankfurter Flughafen wird der Bau der geplanten Landebahn nach Ansicht des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) immer fragwürdiger. Auf diese Weise entfalle das einzige juristisch ausschlaggebende Kriterium für den Ausbau.

Im Juli war das Passagieraufkommen auf Deutschlands größtem Flughafen gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,4 Prozent gesunken. (Hiervon führt der Flughafenbetreiber Fraport 0,4 Prozentpunkte auf die Streiks bei Lufthansa zurück.) Im Planfeststellungsbeschluss zum Flughafenausbau hatte das hessische Verkehrsministerium der Prognose eines kontinuierlich steigenden Bedarfs höchste Priorität vor allen anderen Argumenten eingeräumt.

„Der Preis für das immer knappere Öl erreicht bislang unvorstellbare Höhen und wird in Zukunft weiter steigen. Vor diesem Hintergrund scheint die Annahme permanenter Zuwächse zunehmend fragwürdig“, erklärt Werner Geiß, Flugverkehrsexperte des VCD Hessen.

Geiß setzt auf die Einsicht einer möglichen neuen Landesregierung. „Der Flughafenausbau muss bei Koalitions- und Tolerierungsverhandlungen ein entscheidendes Thema sein. Die Menschen in Hessen erwarten von einer neuen Regierung eine neue Verkehrs- und Umweltpolitik, das muss auch der SPD-Landesvorsitzenden Andrea Ypsilanti klar sein. Noch besteht die Chance, eine Fehlinvestition zu verhindern.“

Für den Verkehrsclub steht die geplante Erweiterung im Widerspruch zu den aktuellen politischen Bemühungen um die Aufwertung der Rhein-Main-Region. Werde der Flughafen wie geplant ausgebaut, drohe weiten Teilen der Region die Unbewohnbarkeit.

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