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VCD vermisst frischen Schwung bei der Schiene - Keine einseitige Förderung des Straßenbaus

Anlässlich der Vorstellung des Landesstraßenbauprogramms Hessen fordert der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Hessen, zusätzlichen Schwung bei der Schiene. Eine einseitige Förderung des Straßenbaus ist nach Ansicht des Umwelt- und Verbraucherverbandes weder umwelt- noch wirtschaftspolitisch sinnvoll. Udo Messer, Vorstandsmitglied des VCD Hessen: „Wenn man sofort loslegen will, könnte man zum Beispiel die längst fertig geplante Wiedereröffnung Korbach–Frankenberg anpacken“. Dringenden Handlungsbedarf sieht der VCD auch bei der Modernisierung von Bahnhöfen.

Der VCD bedauert, dass für den erforderlichen Ausbau von Bahnstrecken immer noch keine kurzfristig umsetzbaren Pläne vorliegen. Ein Beispiel da-für ist das Bahnkonzept „Frankfurt 2010“, zu dem unter anderem der immer weiter verschleppte S-Bahn-Ausbau nach Friedberg gehört.

Dass es im Straßenbau weit mehr baureife Projekte als bei der Schiene gibt, liegt nach VCD-Angaben an der bisherigen und aktuellen Vergabe von Planungsaufträgen durch Land und Bund. Messer: „Bei der Straße plant man auch Unrealistisches auf Halde, bei der Schiene wartet man auf die letzte Finanzie-rungsvereinbarung, bis man in die Verfahren geht.“ Der VCD fordert daher die Landesregierung auf, für alle erwünschten Bahnprojekte Vorratsplanungen zu beauftragen, wie dies im Straßenbau üblich ist.

Hintergrund: Der hessische Verkehrsminister Posch stellt am Dienstag (17. März) unter dem Motto „Frischer Schwung im Landesstraßenbau“ das massiv aufgestockte Landesstraßenbauprogramm 2009 vor. Entsprechende Aufstockungen bei Bahn, Bus und Fahrrad sind bislang nicht angekündigt.


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