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Einleitung

Verkehrslärm macht krank – mit dieser These ist der VCD e.V. seit Jahren in der Öffentlichkeit und versucht, alle vom Verkehr Betroffenen als auch am Verkehr Beteiligten zu einem verstärkten Schutz der Ruhe zu bewegen. Eine dauerhafte Beschallung führt von Konzentrationsstörungen und Stress bis hin zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Den Bürgerinnen und Bürgernfehlt fast jegliche rechtliche Handhabe, an bestehende Trassen nachträglich Lärmschutz einzufordern.

Ausgangslage

Basierend auf den Ergebnissen eines großen bundesweiten Projektes des VCD hat sich der hessische Landesverband entschlossen, dass Thema verstärkt in die hessischen Kommunen zu tragen. Hessen als Transitland ist insbesondere von zunehmenden Verkehrsmengen am Boden und in der Luft stark betroffen. So stehen aktuell die Ausbaupläne des Flughafen Rhein-Main sowie des Verkehrslandeplatzes Kassel-Calden an. Der Flughafen Egelsbach wurde bereits ausgebaut und in Betrieb genommen. Zusätzlich werden die Verkehrsströme auf hessischen Straßen durch die EU-Osterweiterung, insbesondere durch den Schwerlastverkehr, weiter zunehmen. Viele Ortschaften an der B 3 bei Marburg oder an Autobahnen (Weiterstadt, Elz bei Limburg an der Lahn, Niedernhausen) werden seit Jahren vom Straßenverkehrslärm in ihrer Wohn- und Lebensqualität teilweise massiv beeinträchtigt. Aber auch in den Großstädten sind Hauptverkehrsstraßen große Lärmemittenten, wie die Hanauer Landstraße in Frankfurt/Main oder die Ihringshäuser Straße in Kassel. Allen hier genannten Beispielen ist gemein, dass die Kommunen das Problem erkannt haben, die Strategien zum erfolgreichen Schutz der für den Menschen notwendigen Ruhe jedoch fehlen.

Kommunale Experteninterviews mit der hessischen Umweltverwaltung und anderen Ansprechpartnern

Im Laufe dieses Jahres wurden mit Vertreterinnen und Vertretern der Kommunen, Ministerien, Planungsbüros und Initiativen in Hessen intensive Gespräche geführt, um den Stellenwert derverkehrlichen Auswirkung »Lärm« zu beleuchten. Eine intensive Literaturrecherche ergänzte die kommunalen Interviews. Diese Interviews wurden von den AnsprechpartnerInnen gegengelesen und zur weiteren Verarbeitung freigegeben (Herzlichen Dank hierfür!). Daraufhin hat der VCD Hessen ein Anforderungsprofil erstellt, wie der Schutz der Ruhe in Hessen verstärkt werden kann.

Workshop »Für mehr Ruhe in der Stadt« am 12. Oktober 2004 in Frankfurt am Main

Am 12. Oktober 2004 hat der VCD Hessen im Rahmen seines Ruhe-Projektes den Workshop »Für mehr Ruhe in der Stadt – Kommunale Aktivitäten zur Verkehrslärmbekämpfung und –vorsorge« durchgeführt, der hiermit dokumentiert wird. Ca. 40 Expertinnen und Expertendiskutierten über rechtliche Anforderungen und kommunale Aktivitäten zum Schutz der Ruhe. Die Veranstaltung fand in den Räumlichkeiten des Umweltamtes der Stadt Frankfurt/Main statt. Moderiert wurde der Workshop von Frau Dipl.-Ing. Ursula Stein vom Büro für Raumplanung und Kommunikation Dipl.-Ing. Ursula Stein.

Für die großzügige Unterstützung unseres Projektes durch das Umweltamt der Stadt Frankfurt/Main sowie Frau Dipl. Ing. Ursula Stein sei an dieser Stelle herzlich gedankt.

Die Fachbeiträge des Workshops sind auf diesen Seiten abrufbar. Ergänzend hierzu wurde vom VCD Hessen eine Dokumentation erstellt, in der die Fachbeiträge sowie die Diskussionspunkte noch einmal aufgelistet wurden. Diese Dokumentation enthält weitere Informationen zu Pressemitteilungen, die vom VCD Hessen und anwesenden Vertretern der Presse über den Workshop veröffentlicht wurden.

Handlungsleitfaden »Für mehr Ruhe in der Stadt«

Als Ergebnis der Experteninterviews sowie des Workshops wurde 2005 ein Leitfaden zum Thema erstellt, der Empfehlungen »für ein ruhigeres Hessen« geben wird. Hierin werden die wesentlichen Hemmnisse aufgezeigt und Strategien zur Problemlösung gegeben. Zielgruppen sind

Lobbyarbeit im Lärmpakt Hessen sowie in der Presse und Vor-Ort-Veranstaltungen

Das Verkehrslärmproblem ist nicht nur alleine durch Projekte zu lösen. Eine dauerhafte Lobbyarbeit in Politik und Öffentlichkeit gehört dazu. Der VCD Hessen ist seit 2003 in unterschiedlicher Form an die Öffentlichkeit und Politik herangetreten:

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