Kürzungen bei Bahnstrecke Hildesheim-Braunschweig
Die Regionalbahn auf der Strecke Hildesheim-Braunschweig hat die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen massiv zusammengestrichen: Statt bisher zwölf Fahrten je Tag und Richtung gibt es ab 10. Dezember 2006 nur noch sechs. Grund sind die gekürzten Regionalisierungsmittel, gegen die auch der VCD Hildesheim mit einer Unterschriftenkampagne protestiert hatte.
Die Strecke ist nur eingleisig, was zu unnötigen Wartezeiten führt und die geringe Zahl von bisher 500 Fahrgästen pro Tag erklärt. Der Güterverkehr würde bei Fahrt über Hildesheim/Braunschweig die bisherigen Engpässe Wunstorf/Hannover/Lehrte entlasten, siehe Sellien-Gutachten. Sogar das Planfeststellungsverfahren für das zweite Gleis ist abgeschlossen, aber gebaut wird trotzdem nicht.
Stand: November 2006
Ergänzung: Ab 9. Dezember 2007 gibt es elf Fahrten pro Tag und Richtung, dafür wurde woanders gestrichen, siehe Pressemitteilung 30/2007 des VCD-Landesverbandes.
Im Gutachten »Hochleistungsschienennetz statt Y-Trasse« (PDF-Datei) analysiert Dipl.-Ing. Roland Sellien die Schwächen des niedersächsischen Schienennetzes und der geplanten Y-Trasse (Stand: November 2006).
Medienberichte:
- Pro Bahn Niedersachsen e. V.: Ende des Schienennahverkehrs zwischen Hildesheim und Braunschweig? (Pressemitteilung vom 28. Juli 2006)
- Meldung von Radio Tonkuhle
- Artikel der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung vom 3. August 2006 über die Proteste der Bürgermeister der betroffenen Gemeinden Söhlde und Lengede und Hildesheims Stadtbaurat.
- Verkehrsclub Deutschland, Landesverband Niedersachsen: Niedersachsens Nahverkehr blutet weiter aus (Pressemitteilung vom 2. November 2006)
- Niedersächsisches Bündnis: Keine Kürzungen bei Bahn und Bus! (Pressemitteilung vom 28. November 2006)

