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Verkehrsclub Deutschland zur Raser-Diskussion in Tiefenhagen

  Wenn die Bewohner der Tiefenhagener Straße nun ihre Betroffenenheit durch die Forderung nach einer Verlegung des Ortsschildes ausdrücken, so ist dies auch aus Sicht des Verkehrsclub Deutschland (VCD) e. V. nur zu verständlich. „Mir ist es schon selbst passiert, dass Motorradfahrer noch hinter dem Tiefenhagener Ortsschild aus Richtung Langscheid kommend zum Überholen ansetzen. Wie das ausgehen kann, wenn man mit dem PKW in die Straße „Zum Pläsken“ abbiegen möchte, darf man sich gar nicht ausmalen“, so Roland Quentmeier vom Kreisverband des VCD, der selbst in Tiefenhagen wohnt.

Quentmeier begrüßt deshalb die Idee der Verlegung des Ortsschildes. Aber noch etwas ärgert ihn: „Bereits im Januar hat der VCD die Landesstraßenbauverwaltung in Meschede darauf hingewiesen, dass die Beschilderung des Geh- und Radweges, der von der Einmündung „Zum Pläsken“ in Richtung Langscheid führt, bereits seit 1997 nicht mehr zulässig ist, da er weder die laut Straßenverkehrsordnung vorgeschriebene Breite noch eine entsprechende Beschaffenheit aufweist - z. B. stehen die Straßenleitpfosten mitten auf dem Weg. Das Schild dürfte dort gar nicht hängen.“ Geschehen sei aber selbst seit dem direkten Hinweis des VCD auf diese Tatsache nichts.

„Unseres Erachtens könnte zumindest bis zur Erlenkampmühle - wenn nicht sogar bis nach Langscheid - durch relativ einfache Maßnahmen ein durchgehender Geh- und Radweg geschaffen werden, und zwar durch Versetzen der Leitpfosten und entsprechende Fahrbahnmarkierungen, denn die Straße ist hier sehr großzügig ausgebaut, der Platz wäre vorhanden“, erläutert Quentmeier den Standpunkt des VCD.

So würde zum einen die Geschwindigkeit der motorisierten Verkehrsteilnehmer durch die optische Wirkung herabgesetzt, zum anderen erhielten die schwächeren Verkehrsteilnehmer einen Weg, der sie erheblich sicherer zum Sorpesee gelangen ließe.

Der Stadt Sundern stünde ein Radweg zum Sorpesee auch aus touristischen Gründen gut zu Gesicht, da ja jüngsten Presseberichten zufolge der Sorpeseerandweg inzwischen wieder aktuell geworden ist.

23. Juni 2002

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