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Wider jegliche Vernunft

VCD-Kreisverband zu Radweg-Plänen auf der Bahnlinie zwischen Schmallenberg und Eslohe

Für den gesamten HSK existiert bis heute kein erkennbares Radwegekonzept. Es scheint, als würde nicht dort, wo es nötig ist, sondern dort, wo es sich gerade anbietet , mal ein paar hundert Meter gebaut. Entsprechend sieht das Radwege“netz“ im HSK aus, und entsprechend wenige Radtouristen werden in unserem schönen Landstrich gesichtet. Die Kommunalpolitik hat das bisher offenbar nicht gestört, sondern nur ihre eigenen Interessen berücksichtigt.

Wer sich um den Radtourismus im Sauerland verdient machen möchte, sollte doch zunächst einmal die Frage stellen, warum es bis heute - außer in den Produkten einiger Kartenverlage - keinen offiziellen Ruhrradweg gibt. - Dieser wäre neben der Mountainbike-Arena doch wohl das radtouristische Highlight der Region.

Die Akzeptanz von Radwegnetzen setzt erfahrungsgemäß eine gute Erreichbarkeit auch mit der Bahn voraus. Gerade Radtouristen wie Familien und Gruppen fragen sich, wie komme ich zum Startpunkt und wie vom Endpunkt der Tour wieder zur Unterkunft. Die Radweg-Befürworter sollten sich fragen, ob das Sauerland für diese Zielgruppen überhaupt erschließbar ist, oder ob diese nicht andere, bekannte Regionen wie das Münsterland bevorzugen.

Wenn man Lenne und Ruhr zweckmäßig miteinander verbinden will, dann wäre es sinnvoller, den bestehenden Radweg von Finnentrop aus bis Eslohe fortzuführen, anstatt in Schmallenberg mit einem Radweg gen Ruhr zu beginnen. Eine Attraktion wäre, ergänzend zum Radweg mit einer Touristikbahn die Orte von Berge bis Schmallenberg zu verbinden.

Was sagen die Touristiker und Gastronomen der Region - sind sie überhaupt ernsthaft gefragt worden ? - Mit wie vielen Radwanderern rechnet man im Winter? Wie viele Radtouristen müssten durch den Radweg angelockt werden um die Kaufkraft von 500 Passagieren  eines Dampf-Sonderzuges aus dem Ruhrgebiet oder aus Holland zu erreichen ? -

Noch vor kurzer Zeit reiste der Ministerpräsident des Landes durch unsere Region und belobigte öffentlichkeitswirksam die ehrenamtlich Tätigen.

Hier vor Ort geschieht das genaue Gegenteil: Da setzt sich ein Förderverein mit einem schlüssigen Konzept zur Verbesserung der touristischen Marktchancen ein, wird aber von den Kommunen im Regen stehen gelassen.

Andernorts würde man sich die Hände reiben, hätte man die Voraussetzungen einer noch unzerstörten Bahnstrecke und engagierte Bürger die bereit sind  Zeit und Geld in eine Sache zu stecken die großes touristisches Potenzial besitzt.

Roland Quentmeier

Vorsitzender VCD Hochsauerland

Pfarrer-Spielmann-Str. 24

Sundern

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Alle Rechte vorbehalten.  Stand: 07.03.2007

 

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