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Brilon Wald

 Hier hemmen Weichen den Verkehr. Aus Richtung Bestwig kann man mit 60 km/h nach Gleis 5 den Bahnsteig anfahren, an dem die Fahrgäste die Züge der Kurhessenbahn nach Korbach erreichen können, ohne dass die Unterführung benutzt werden muss. Die Unterführungen sind steil und nutzerunfreundlich. Daher ist die Fahrt an den „Willinger Bahnsteig“ durchaus im Kundensinne.

 Bei der Ausfahrt Richtung Osten schleicht der Zug dann mit 40 km/h durch den sehr langen Bf bis er über mehrere eben nur für 40 km/h geeignete Weichen den ab hier eingleisigen Abschnitt bis Warburg erreicht. Erst ab hier sind 100 km/h erlaubt. Diesen Engpass kann nur der Einbau schlankerer Weichen Generalumbau dieses sehr großen Bahnhofs mit ehemals rund 100 Weichen beseitigen.

 Bei den Zügen aus Richtung Warburg fährt über die Hälfte geradeaus nach Gleis 3 mit nur 80 km/h (limitiert durch die Weiche) ein.

Brilon Wald - Warburg
 Dieser Abschnitt ist seit den 60er Jahren stückweise auf ein Gleis mit 3 Kreuzungsbahnhöfen (Messinghausen, Marsberg, Scherfede) zurückgebaut worden. Damit ist die Streckenkapazität stark herabgesetzt worden. Als 1993 bis April 1994 der Abschnitt Soest - Paderborn für den Ausbau auf 200 km/h vollgesperrt worden ist, konnte der Güterverkehr daher auch nicht teilweise auf die Obere Ruhrtalbahn verlagert werden. Das lag auch daran, dass man nicht die richtigen Lokomotiven für die schweren Güterzüge hatte.

 Diese mangelhafte Leistungsfähigkeit hat sich seit Kyrill gezeigt. Vorbereitende  Rodungen an den Verladeflächen sind schon im Januar 2007 durchgeführt worden.

 Da wurde oft, wenn man nicht auf die Nacht ausweicht, der Weg über Schwerte genommen. Auch wenn dadurch erhebliche Umwege gefahren wurden. Andererseits ist es nicht einfach, schwere Züge die lange Rampe von Nuttlar hinauf nach Brilon Wald zu ziehen.

Strecke Brilon Wald - Brilon Stadt
 Im Juni/Juli 2007 wurde das Gleis der eingleisigen Strecke Brilon Wald - Brilon Stadt - Egger im Rahmen einer Vollsperrung vollständig saniert. Schließlich liegt der größte Schienengüterkunde des HSK, EGGER Holzwerkstoffe Brilon, ca. 2 km hinter Brilon Stadt. Ohne die Sanierung und Sicherung des Bahnanschlusses durch die DB Netz AG hätte die Fa. Egger die Investitionsentscheidung für das neue große Sägewerk in Brilon (75 Mio. Euro) und neue Arbeitsplätze nicht getroffen. Es ist einer weiterer Gleisanschluss entstehen. Es hieß, dass dann 60.000t/a Leim - Gefahrgut! - von der Straße auf die Bahn verlagert werden. Und weitere große Mengen Holz!

Bahnübergang 61 Eschental / Pulvermühle (km 245,131)
 Anfang Juli 2003 hat das Eisenbahnbundesamt eine Langsamfahrstelle mit 20 km/h angeordnet. Es werden hier Sicherheitsprobleme im Bereich der Straßeneinmündung im Zusammenhang mit Lkw gesehen. Die Probleme gehen vom Straßenverkehr aus und deswegen müssen alle Züge seit 2003 für einen kurzen Abschnitt auf 20 km/h herabbremsen! Das bedeutet Zeitverlust und Kosten für die Zugbetreiber. Eine Lösung bei diesem Engpass ist nicht in Sicht. In 8 Jahren sind somit Dieselkosten in der Größenordnung von 400.000 € entstanden nur für die Züge des Personenverkehrs!

Bremecketal (km 246,2)
Dieser Haltepunkt wurde nur bis zum 28.5.78 bedient. Interessant war dieser Halt besonders für Mitarbeiter des nahen Akku-Werkes der Firma Hoppecke im Bremecketal.

Hp Hoppecke (km 247,8)

 Hier und an den folgenden beiden Haltepunkten halten nur morgens zwischen 5 und 8 Uhr Züge. Die einzige Ausnahme ist der RE3909 der um 12:43 dort hält hauptsächlich für aus Olsberg heimkehrende Schüler. Dieser Zusatzhalt an Wochenenden wurde ab dem 9.12.2007 leider auch noch gestrichen.

 Der VCD unterstützt die Idee, Nachmittags den RE 3913, der 16:43 in Hoppecke durchfährt, hier halten zu lassen. Dieser Zug vereinigt die größte Nachfrage von Pendlern, die vor allen in Arnsberg (ab 15:56) und Meschede (ab 16:15) arbeiten, auf sich. Von Interesse könnte ein solcher Halt auch als Einstieg für Mitarbeiter der Firma HOPPECKE Batterien sein. Bahnkunden aus Hoppecke und Messinghausen fahren heute i.d.R. nach Brilon-Wald bzw. lassen sich dort abholen. Einige dieser Pkw-Fahrten könnten eingespart werden. Auch wenn für einige Kunden Bredelar als Ausstieg näher läge als Brilon-Wald, müsste dafür eine teurere Monatskarte mit höherer Preisstufe gekauft werden. Auf Arnsberg(Westf) bezogen ist das Preisstufe 8 statt 7.

 Auch Hoppecke war mal ein Bahnhof und ist zum Haltepunkt zurückgebaut worden. Auch der Gleisanschluss zur direkt südlich gelegenen großen Batterienfabrik Hoppecke existiert nicht mehr.

Bf Messinghausen (km 251,13)
Hierhin können im eingleisigen Abschnitt Brilon Wald - Warburg noch Zugkreuzungen im Verspätungsfall verlegt werden. Hier halten nur morgens vor 8 Uhr sechs Züge.

Hp Beringhausen (km 257,15)
Liegt keine 3 km vor Bredelar. Im Gegensatz zu Westheim steht hier sogar ein Fahrkartenautomat. Ob hier über 100 EUR Umsatz im Monat gemacht werden? Hier halten nur morgens vor 8 Uhr sechs Züge.

Bf Bredelar (km 259,6)
Hier liegen noch 4 Weichen über die scheinbar Zugkreuzungen stattfinden könnten.  Dies ist praktisch mangels signaltechnischer Anbindung und Fernstelleinrichtung nicht möglich. Somit werden im Verspätungsfall die Auswirkungen größer als nötig, da für die Verlegung von Zugkreuzungen nur Scherfede und Messinghausen in Frage kommen. Die Möglichkeit einer Zugkreuzung im 5 Minuten von Marsberg entfernten Bredelar war schon einmal geplant. Bei Verspätungen des Zuges aus Bredelar bis ca. 10-15 Min. muss der Zug in Marsberg warten und erhält dadurch genau diese Verspätung. Wenn eine Zugkreuzung in Bredelar möglich wäre, gäbe es wesentlich geringere Folgeverspätungen. Auf Gleis 1 könnten 420 m und auf Gleis 2 490 m lange Züge überholt werden. Erschwerend für die Reaktivierung auf Zweigleisigkeit ist die fehlende Unterführung.

Aktuell (Feb 2011) ist wegen Gleislagefehlern der beiden alten Weichen im Hauptgleis eine La 80 angeordnet.
 

Bf Marsberg (km 267,8)

 Planmäßiger Kreuzungshalt des RE17 zur vollen Stunde. Großflächig wurden alle Nebengleise abgerissen. Die ehemaligen östlichen Bahnflächen werden durch bahnfremde Bebauung auf Dauer einer Reaktivierung entzogen.

Bf Westheim
 Wurde in den letzten Jahren aufgewertet, da jetzt alle Züge hier halten.

Bf Wrexen
 Kein Halt für Personenzüge seit den 80er Jahren. Auch kein Güterverkehr mehr.

Bf Scherfede
 Wurde in den letzten Jahren deutlich aufgewertet, da jetzt alle Züge hier halten. Ehemaliger Abzweigbahnhof für die Strecke Scherfede - Holzminden. Möglicher Übergang zum Bus über Lichtenau nach Paderborn.

Bf Warburg

Ein ehemaliger ICE-Bahnhof, da hier seit dem Fahrplanjahr 2009 nur noch ICs fahren. 76 cm hohe Bahnsteige an Gleis 3 und 4. Die Unterführung ist über Fahrstühle erreichbar. Man kann hier nicht mehr alle 2 Stunden umsteigen von und nach Kassel Hbf/Wilhelmshöhe weil zum Fahrplanwechsel im Dez. 2010 weitere Fernverkehrszüge gestrichen wurden und das Auffangkonzept nicht lückenlos Ersatz bietet. Die Mitte-Deutschland-Verbindung (MDV) wurde zuerst am 10.12.2006 ausgedünnt. So endeten damit erstmals einige der RE17 ohne Anschluss nach Kassel in Warburg. Z. Bsp. fuhr der IC um 14:26 nur Freitags und Sonntags!

 

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