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Die Fahrradsaison 2009 hat begonnen. Tipps für Alltagsradfahrer im Winter.

01.01.2009

Die Fahrradsaison 2009 hat am 1.1.2009 angefangen. Darauf weist der VCD
Kreisverband Mainfranken-Rhön hin.
Zahlreiche Menschen nutzen das ganze Jahr über das günstigste
Verkehrsmittel Fahrrad, um damit ihre Wege zur Arbeit, Schule, Hochschule,
Einkauf oder Besuchen zurückzulegen. "Selbst im tiefsten Wintermonat
Februar beträgt der Verkehrsanteil des Fahrrads 7 Prozent; zum Vergleich:
Pkw liegen bei etwa 40 Prozent", weiß Dr. Christian Loos, der Vorsitzende
des VCD Kreisverbands. Bis zum Sommer verdopple sich der Anteil der
Radfahrer, wenn die Freizeitradler hinzukommen.

Der VCD bedankt sich ausdrücklich bei allen, die mit dem Fahrrad unterwegs
sind. Sie schonen das Klima. Sie schonen die Menschen, weil sie keine
Abgase und so gut wie keinen Lärm erzeugen. Sie machen den Verkehr
sicherer, weil von einem Fahrrad fast keine Unfallgefährdung für andere
ausgeht. Und sie sorgen dafür, daß in den Städten der Verkehr nicht völlig
zusammenbricht. "Würden die Alltagsradfahrer in Autos umsteigen, wäre der
Stau doppelt so lang", prophezeit Loos.

Im gerade beendetem Jahr 2008 hat der Radverkehr deutlich zugelegt. Der
VCD-Vorsitzende kommentiert: "Wir hoffen natürlich, daß dieser Trend
anhält und nicht nur den hohen Benzinpreisen zu verdanken war." Jeder, der
regelmäßig mit dem Rad fährt, profitiert nicht nur im Geldbeutel, sondern
gewinnt auch wesentlich an Gesundheit und körperlichem Leistungsvermögen.
"Wer täglich 30 Minuten körperlich unterwegs ist, bleibt gesünder, lebt
länger und altert wesentlich langsamer, als Dauerautofahrer", zitiert Loos
einen Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO. "Und Spaß macht
Radfahren an einem sonnigen, klirrend-kalten Wintertag auch noch."

Für Alltagsradfahrer hält der VCD ein paar Wintertipps bereit:

- Meiden Sie im Winter ungeräumte oder vereiste Radwege. Bei geräumter
Fahrbahn neben unbefahrbaren Wegen entfällt die Pflicht, den Radweg zu
benutzen. Auf der Fahrbahn ist Radfahren nicht nur im Sommer sicherer,
sondern erst recht bei Eis und Schnee. Kommt es dagegen auf glatten
Radwegen zu einem Sturz, haften Sie auch noch meist selbst für den
Schaden.

- Nutzen Sie gute, möglichst nässeunabhängige Bremsen. Im Winter ist eine
Trommel-, Rollen- oder Rücktrittbremse geeigneter als eine Felgenbremse.
Aber auch bei Felgenbremsen kann ein Belagwechsel die Griffigkeit bei
Nässe erhöhen. Bei Problemen mit vereisten Zügen tauen Sie das Rad auf und
spülen die Zughüllen mit einem dünnflüssigen Öl.

- Achten Sie auf wintergerechte Reifen. Eventuell ist es angebracht, einen
alten, verhärteten Reifen durch einen neuen zu ersetzen. Übermäßiges
Profil ist aber nicht notwendig, weil es den Grip nicht erhöht. Wer
außerhalb der Räumzeiten unterwegs ist, montiert am besten einen der
zahlreichen Spikes-Reifen, die bei Fahrrädern völlig legal verwendet
werden dürfen. Breitere Reifen vermindern das Einspuren in Schneerillen
und können notfalls mit abgesenktem Druck gefahren werden, um die Haftung
zu erhöhen.

- Eine gute Beleuchtung erleichtert das Fahren in der "dunklen
Jahreszeit". Standard ist inzwischen ein Nabendynamo und mit einer
zweiadrigen Verkabelung daran angeschlossen ein LED-Rücklicht und ein
heller, moderner LED-Scheinwerfer. Diese Investition lohnt sich, denn
damit hat man immer ein ausfallsicheres Licht dabei. Von Akku-Leuchten rät
der VCD eher ab. Nur die im oberen Preissektor bringen einigermaßen helles
Licht auf die Straße. Zudem sind sie nur an Rennrädern zulässig.

- Korrosion am Rad durch den übermäßigen Streusalzeinsatz beugt man - am
besten schon vor Winterbeginn - mit einer Schutzschicht aus Wachs vor.
Aber auch jetzt kann man Salz und Dreck mit warmem Wasser aus einer
Gießkanne vorsichtig abduschen und danach eine Schutzwachs-Schicht
auftragen.

 

VCD: Neu- und Ausbau von Schienenwegen statt Straßenbau sind angesagt!

19.12.2008

Mit dem fortgesetztem Bau neuer Straßen lenkt Deutschland, aber auch Bayern in eine wirtschafts- und klimapolitische Sackgasse. Dies kritisiert der Verkehrsclub Deutschland (VCD) KV Mainfranken-Rhön e.V. anlässlich des Treffens der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten zum zweiten Konjunkturpaket am Donnerstag. Statt mit Milliarden an Steuergeldern die Landschaft weiter zuzubetonieren, müssten die Mittel in die Sanierung des bestehenden Straßen- und Schienennetzes sowie v.a. in den Ausbau der Bahninfrastruktur eingesetzt werden. Gerade Mainfranken hat hier einen ernormen Nachholbedarf. Mit einem der dichtesten Straßennetze der Welt sei der Bedarf an Straßen in Deutschland, gerade auch in Franken, längst gesättigt, die Bahn darf aber ihre Potentiale nicht ausspielen, so der VCD. Dr. Christian Loos, VCD-Kreisvorsitzender: "Dass neue Straßen die Wirtschaft ankurbeln und mehr wirtschaftliches Wachstum brächten ist einlängst überholter Mythos. Fest steht dagegen, dass durch mehr Straßen wie z.B. die Westumgehung (B26n) eine klimafeindliche Verkehrspolitik auf Jahrzehnte zementieren würde. Pkw- und Lkw-Verkehr, Flächenverbrauch, Lärm, CO2-Emissionen sowie der Ausstoß anderer Schadstoffe würden weiter zunehmen und die Umwelt und unsere Gesundheit noch stärker belasten." Der Straßenverkehr trägt mit jährlich rund 150 Millionen Tonnen CO2 zu 18 Prozent zum deutschlandweiten CO2-Ausstoß bei. Um die Klimaziele und die Ziele zur Reduzierung des Flächenverbrauchs tatsächlich zu erreichen, muß dringend eine Wende hin zu einer umwelt- und klimaschonenden Verkehrspolitik eingeläutet werden. Loos: "Wir müssen die Krise als Chance nutzen und jetzt den Grundsteinlegen für eine intelligente und zukunftsfähige Mobilität legen. Angesichts des Klimawandels und eines drohenden Güterverkehrskollapses ist es unerlässlich, mehr Menschen und Güter auf die umweltfreundlichere Schiene zu bekommen. Dafür müssen unter anderem mehr Investitionen in regionale Schienenstrecken, z.B. die Frankenbahn Richtung Heilbronn und die Mainschleifenbahn nach Volkach fließen und der Schienengüterverkehr, insbesondere die mainfränkische Hauptlastrecken von Gemünden mit Knoten Würzburg Richtung Nürnberg und Ansbach, gestärkt werden." Im Nahverkehr sind zusätzliche Haltepunkte zu schaffen, Takt- und Bedienzeiten zu verbessern und Umsteigen zu erleichtern, wie es der VCD in seiner Kampagne "Mainfrankenbahn" aufzeigt.

 

VCD Mainfranken freut sich über neue und durchgehende Züge zum Fahrplanwechsel. Würzburg und Schweinfurt werden auf der Schiene besser vernetzt.

13.12.2008

"Zum Fahrplanwechsel am 14.12. können sich die Fahrgäste in Mainfranken auf zusätzliche Züge freuen", stellt Dr. Christian Loos, Vorsitzender des Kreisverbandes des Umwelt- und Verbraucherverbandes Verkehrsclub Deuschland (VCD) fest. Zum einen wird der Regionalexpress (RE) Nürnberg - Bamberg - Schweinfurt bis nach Würzburg und teilweise sogar bis nach Frankfurt verlängert. Zusammen mit dem Regionalexpresslinien Hof - Bamberg - Würzburg und Erfurt - Würzburg gibt es künftg in zwei Stunden drei schnelle RE-Verbindungen zwischen Schweinfurt und Würzburg. Zusätzlich fährt weiterhin stündlich die Regionalbahn zwischen Würzburg und Schweinfurt. In diesem Rahmen wird auch nach vielen Jahren wieder eine umsteigefreie RE-Verbindung entlang des Mains zwischen Bamberg und Aschaffenburg geschaffen, was viele Fahrradfahrer freut, da das unbequeme Umsteigen in Würzburg entfällt. Zum anderen wird nach streckenausbau für Neigetechnik die Fahrzeit zwischen Würzburg und Erfurt weiter auf 2 Stunden und 20 Minuten verkürzt. Auch erfolgt eine Verdichtung der Regionalbahnen werktags auf einen Stundentakt zwischen Mellrichstadt und Schweinfurt. Als Wermutstropfen sieht jedoch VCD-Bahnexperte im Vorstand Werner Raithel-Gross, daß DB Regio in Bayern von den Landkreisen deutlich höhere Zuschüsse für die kostenlose Beförderung von Fahrrädern, fordert, so dass der VCD befürchtet, dass ein "Aus" für die wichtige Kombination der beiden umweltfreundlichen Verkehrsmittel "Zug"und "Fahrrad" droht. Der VCD fordert daher von der Bestellerbehörde des Freistaates, der BEG, die kostenlose Beförderung von Fahrrädern bei den künftigen Ausschreibungen von Zuglinien zu verankern, damit das Land Bayern nicht mehr der Willkür der Betreiber ausgeliefert ist.

 

Kooperation mit Carsharing-Betreiber

12.09.2008

Umwelt- und Verbaucherverband VCD Mainfranken e.V. und Carsharing-Betreiber "Kay-Bee CarSharin" besiegeln Kooperation in Würzburg. Der VCD sieht carsharing als ein Baustein zum nachhaltigen Umbau des Verkehrswesens an. Daher hat der VCD von Anfang an - neben Entwicklung und Vertrieb von Musterverträgen zum nachbarschaftlichen, privaten Auto teilen - in vielenStädten den Aufbau von Carsharing Organisationen unterstützt. Insofern sieht der VCD ein hohes Potential für die Groß- und Universitätsstadt Würzburg und freut sich, daß neben dem DB-Carsharing am Hauptbahnhof sich mit Kay-Bee CarSharing ein Unternehmen mit zwei Standplätzen (am Stift Hauck und Arndtstrasse in der Sanderau) etabliert hat. "Es entspricht den Zielsätzen sowohl des VCD, wie auch den Interessen des Carsharers Klaus Burmeister, das Autoteilen bekannt zu machen und auszuweiten" , so der VCD Kreisvorsitzender Dr. Loos. "Carsharing ist die preisgünstige Alternative zu wenig genutzten Privatautos, Zweitwagen oder Firmenwagen", ergänzt Klaus Burmeister. "Wenn ein PKW weniger als 12.000 km im Jahr gefahren wird, kann man mit Carsharing deutlich Geld sparen", so der Betreiber von Kay-Bee CarSharing weiter. Carsharing heißt, dass sich mehrere Personen ein Auto teilen. Man kann es stunden- oder tageweise buchen. So steht für viele Gelegenheiten ein Fahrzeug zur Verfügung - ob für den Umzug, für den Familienausflug, die Urlaubsfahrt oder den Einkauf. Außerdem wird dadurch ein umweltfreundliches Verkehrskonzept unterstützt, denn Carsharing reduziert die Zahl der Autos auf unseren Straßen und damit auch den Verkehr, den Parkflächenbedarf, und die Umweltschäden - und es trägt zur Einsparung von Energie und Rohstoffen bei. Carsharing ist somit eine ideale Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr und motiviert zu einem bewussteren Umgang mit dem Auto. Es ist noch weitgehend unbekannt, was Carsharing ist, so dass Carsharing immer wieder mit einem Autoverleih verwechselt wird. Carsharing hat aber einen festen Kundenkreis und ist flexibler. So kann man stundenweise und auch sehr kurzfristig ein Auto nutzen - ohne erneuten "Papierkram". DerVCD und Kay-Bee CarSharing in Würzburg wollen gemeinsam dazu beitragen, dieses umweltbewusste Verkehrskonzept bekannter zu machen und so dazu beitragen, dass mehr Würzburger auf öffentliche und umweltbewusste Verkehrsmittel (Bus, Bahn, Fahrrad) zurückzugreifen - und mit Hilfe von Carsharing nur dann ein Auto zu nutzen, wenn es wirklich notwendig ist."

 

VCD in Mainfranken unterstützt Vereinskollegen in Freising: "Fahrt zur Großdemonstration nach München am 6.9.08 !"

02.09.2008

Für 2,70 Euro nach München!

Der Kreisverband Mainfranken-Rhön des Verkehrsclub Deutschland (VCD) ruft
als Umweltorganisation auf auch vom Raum Würzburg aus zur
Großdemonstration "für die Bewahrung unserer Heimat" am Samstag, 6.
September 2008 nach München zu fahren. Es beginnt am 10:00 Uhr auf dem
Marienplatz mit der Auftaktkundgebung. Anschließend findet der
Demonstrationszug (über Isartor, Thomas-Wimmer-Ring, Karl-Scharnagel-Ring,
Von-der-Tann-Str.) statt, schließlich um 12:00 Uhr die Hauptkundgebung am
Odeonsplatz. Nach dem Ende um ca. 13:00h bleibt Zeit für einen Stadtbummel
oder eine Besichtigung.

"Mit den Regionalzügen von DB Regio ist es entweder mit Umsteigen in
Treuchtlichen oder in Nürnberg möglich, am selben Tag hin und zurück zu
fahren. Mit dem Bayernticket für 5 Personen, kommt jeder pro Fahrt auf nur
2,70 Euro" freut sich Dr. Christian Loos, Kreisverbandsvorsitzender.  Das "Aktionsbündnis aufgeMUCkt" bei dem auch der örtliche VCD dabei ist und der "Bund Naturschutz in Bayern e.V." wollen als Veranstalter drei Wochen vor der Landtagswahl in Bayern zeigen, dass wir insbesondere durch den Bau einer 3. Start- und Landebau am Münchner Flughafen unsere bayerische Heimat bedroht sehen, aber auch durch den Bau weiter Autobahnen, wie auch der B26 n westlich von Würzburg und den Ausbau der Donau zwischen Straubing und Vilshofen und des Mains zu eienm toten Kanal und durch andere Natur- und Menschen verachtende Projekte.
Die VCD Kreisverbände, der Landesverband Bayern und der Arbeitskreis
Flugverkehr des VCD-Bundesverbands unterstützen diese Proteste
vollständig.

Am Flughafen München soll die Zahl der Passagiere von derzeit 34 Millionen
jährlich auf dann 58 Millionen gesteigert werden, dazu soll eine 3. Start-
und Landebahn gebaut werden. Der Flughafenchef spricht mittlerweile von
"einem Entwicklungspotential von 100 Millionen Passagieren jährlich", was
schließlich auch noch eine 4. Start- und Landebahn befürchten lässt.

Der VCD sieht für eine 3. Start- und Landebahn überhaupt keinen Bedarf, reicht doch das derzeitige leistungsfähige 2-Bahnen-System leicht für 50 Mio. Passagiere. Es soll jedoch nicht ein Flughafen für Bayern sein, sondern als "internationales Drehkreuz" fungieren, für Umsteiger aus halb Europa, im Konkurrenzkampf der großen Flughäfen untereinander - auch innerhalb Deutschlands, z.B. mit Frankfurt/Main. Diese Entwicklung würde die gesamte Region komplett "überrollen".  Mensch und Natur bleiben dabei auf der Strecke. Gesundheitliche Schädigungen durch einen massiven Lärmteppich sowie Schadstoffe, Infrastrukturprobleme, Wertverluste bei Immobilien, deutliche Einschränkung der Lebensqualität, usw. wären die Folgen.

Der VCD weist darauf hin, dass der Flugverkehr mittlerweile schätzungsweise 9 % zum globalen Treibhauseffekt beiträgt. Dabei wird Kerosin nach wie vor nicht besteuert und durch die Steuerbefreiung entgehen knapp sieben Milliarden Euro jährlich. Alfred Schreiber vom VCD-Arbeitskreis Flugverkehr "Kerosin muss endlich besteuert werden!  Wir können es uns nicht mehr leisten, in Zeiten von Klimaschutz und knapper werdenden Ressourcen - wie Erdöl - den Flugverkehr weiterhin zu hofieren.
Wir dürfen es nicht zulassen, dass alle anderen Maßnahmen zum Klimaschutz
dadurch wieder zunichte gemacht werden". Das vom BN in Auftrag gegebene
Gutachten des renommierten Wuppertal-Institutes zeigt dies in eindrucksvoller Weise auf.

Auch das wertvolle Maintal bei Himmelstadt soll durch die B26n im
Autobahnmaßstab zerstört werden, damit aber auch Anbauflächen für Wein und
andere Landwirtschaft und die Tourismusregion insgesamt. Eine Bürgerinitiative und zahlreiche Kommunen engagieren sich seit Jahren dagegen (www.msp-autobahn.de)

Wider besseren Wissens möchte die CSU-geführte Bayerische Staatsregierung
auch einen Ausbau der - noch - natürlich fließenden Donau zwischen Straubing und Vilshofen. Es ist dies gegen den Willen des Bundestages, gegen EU-Recht, gegen die Menschen am Fluss, den Hochwasserschutz und die Natur. Und dies, obwohl umweltverträgliche Alternativen für einen schonenden Ausbau möglich wären. Die geplanten Staustufen würden die Donau und ihre einzigartigen Auwälder völlig zerstören. Es handelt sich mit der Isar-Mündung um einen der letzten großen Auwälder Mitteleuropas! Auch der Main soll weiter kanalisiert werden.

In ganz Bayern regt sich Widerstand gegen Verkehrs-Großprojekte der
Bayerischen Staatsregierung.

 

Überzogene Abstrafung einer Stammkundin - miserable Situation der Radfahrer in Würzburg wird auch am Hauptbahnhof offenkundig !

28.08.2008

Zum Artikel in der Mainpost vom 28.8.08 "Rad entfernt: das ist eine Frechheit" nimmt der VCD Mainfranken-Rhön wie folgt Stellung: Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Kreisverband Mainfranken-Rhön e.V., aufgeschreckt durch den Bericht über die gewaltsame Entfernung eines Fahrrades durch die DB, fordert energisch auf, die seit vielen Jahren untragbaren Zustände für radfahrende DB-Kunden rasch zu verbessern. Konkret heißt dies erstens im Zuge eines Bahnhof-Gesamtkonzeptes sofortige Planung einer sogenannten Fahrradstation, d.h. eines bewachten Radparkhauses mit geringer Nutzungsgebühr und weiteren Serviceleistungen - ideal für Pendler wie Frau Müller - und zweitens ungehende Installation einer großen Anzahl von Fahrradabstellbügeln nach Stand der Technik auf DB-Gelände und städtischen Grund. "Die jetzige Fläche ist nicht nur zu klein (Fahrräder beschädigen sich gegenseitig), sondern bietet auch keine diebstahlsichere Anschlußmöglichkeit von Rahmen und Vorderrad mit einem Bügelschloß (wie dies z.B. ein Verkehrsschild ideal darstellt)", weis Dr. Christian Loos, Kreisverbandsvorsitzender des VCD. "Solche geeigneten Ständer kann man - in geringer Anzahl - mehrfach in der Stadt sehen, z.B. am Kreisverkehrsplatz Semmelstraße oder vor dem Adami-Bad", so Loos weiter. Diese Ständer werden auch nach Errichtung einer Rad-Station sicher weiter gut angenommen werden, räumt der VCD hier Bedenken aus. Solche Fahrradstationen sind seit Jahren in vielen Städten erfolgreich in Betrieb, so beispielsweise in Freiburg, Münster oder Oberhausen. Irritiert hat den VCD zudem der Umgang der DB mit der Stammkundin. Sicher ist auch der VCD dafür, daß andere Verkehrsteilnehmer, v.a. Fußgängerund Mobiltätseingeschränkte durch abgestellte Räder nicht behindert werden. Jedoch hätte zunächst ein Zettel am Rad mit dementsprechenden Hinweis genügt. Auch eine Gebühr zu verlangen, hatte die Kundin doch schon den Schaden mit dem Schloß, ist überzogen. Dabei fällt dem Innenstadtbewohner Dr. Loos auf, daß an einigen Stellen inder Stadt - etwa am Brunnen Semmelstraße oder an Verkehrszeichen auf dem beengten Gehweg der Eichhornstraße einige unansehnliche Räder monatelang standen, bevor eingeschritten wurde. Wenn Autos hingegen so abgestellt werden, daß nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer behindert werden, z.B. auf Gehwegen, Radwegen oder an Kreuzungen, so besteht weder Unrechtsbewußtsein, noch wird abgeschleppt. So wird mit unterschiedlichen Maß gemessen, resümiert der VCD.

 

Erfolgreicher Güterverkehr auf der Bahn blockiert Ausbau des Schienen-Nahverkehrs in Würzburg - künftige Bedürfnisse und Verkehrsströme der Bahnen beim Ausbau und Bebauung des Hauptbahnhofareals beachten!

05.08.2008

Der Kreisverband Mainfranken des Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. begrüßt, dass nun auch die Entwicklung des Areals der Faulenberg-Kaserne gedanklich angegangen wird und hierbei  eine gute verkehrliche Anbindung angesprochen wird. Diese ist in hoher Qualität einfach zu erreichen, wenn an der DB-Strecke entlang der Nürnberger Strasse ein Haltepunkt wieder errichtet wird und alle Regionalbahnen nach Kitzingen bzw. Schweinfurt dort halten. "Mit den spurtstarken, modernen Triebzuegen, die die DB Regio künftig auf diesen Strecken einsetzt, wäre dies von der Fahrzeit her kein Problem, jedoch ist die Trasse leider so ausgelastet, dass dies nicht möglich ist," weiß Dr. Christian Loos, Vorsitzender des VCD Kreisverbandes. "Wir freuen uns zwar über die zunehmende Verlagerung von Gütern von der Straße auf die Schiene, jedoch müssen die Bedürfnisse des Nahverkehrs auch beachtet werden, zumal auch künftig mehr ICEs auf auf der Linie nach Nürnberg fahren", so Loos weiter. Der VCD fordert, sofort Überlegungen anzustellen, auf welche Weise ein Ausbau der Bahnstrecken vom Würzburg Hauptbahnhof nach Rottendorf bzw. Iphofen am besten erfolgen kann. Dass durch diese Maßnahme automatisch Lärmschutzmaßnahmen gebaut werden betont der VCD hier ausdrücklich. "Mit diesem Ausbau-Projekt kann auch ein - in der öffentlichen Diskussion oft genannter - Haltepunkt "Wöllrieder Hof" geschaffen werden, der das gesamte Hochschulgelände, Gerbrunnn und das Gewerbegebiet Ost gut an die Region anbinden kann", ergänzt Werner Raithel-Gross, stellvertretender Vorsitzender des VCD-KVs. Ein weiteres Problem sieht der VCD darin, dass einige Bahnflächen am Hauptbahnhof für andere Nutzungen heiß begehrt sind. Der VCD stellt hierk lar, dass sowohl für zunehmde Zugfrequenzen aller Bahnsparten, aber auch für künftige Umbaumaßnahmen, wie die Entflechtung der verschiedenen Gleistraßen, Platz reserviert werden muss. Die Finanzierung (Angelegenheit des Bundes) der dargestellten Massnahmen sollte - nicht nur nach Ansicht des VCD - aus zusätzlichen Töpfen efolgen, da in Deutschland die Investionsmittel für den Schienenverkehr ohnehin schon sehr gering sind.

Bahnhaltepunkte in Reichenberg und Heidingsfeld sind Chancen für einen Zuwachs an Bus- und Bahnkunden

02.08.2008

"Der neue Bahnhaltepunkt in Reichenberg, der Ende 2009 in Betrieb gehensoll, stellt eine Chance für den ÖPNV im südlichen Landkreis dar, um den vorhandenen Busverkehr neu zu strukturieren und neue Kunden zu gewinnen" -meint Eva Liebich, Reichenberger Verkehrsplanerin und Aktive imVCD-Kreisverband Mainfranken-Rhön. Entgegen mancher BefÜrchtung von Reichenberger Bürgern geht Frau Liebichdavon aus, dass die Nahverkehrsgesellschaft NWM die Gelegenheit ergreifenwird, um gemeinsam mit der Bahn ein sinnvolles Konzept auf die Beine zustellen.Nachdem die Bahnlinie Würzburg-Lauda momentan noch keinen richtigen Takthat, ist die Buslinie 31 als Ergänzung in den LÜcken unerlässlich.Selbst nach Verwirklichung eines Stundentaktes auf der Bahnstrecke isteine Verdichtung in den Hauptverkehrszeiten notwendig. Für die ReichenbergerOrtsteile Lindflur, Albertshausen und Üngershausen ist einZubringerdienst zur Bahn notwendig, der sinnvollerweise als sogenannteTangentiallinie über Kist und Höchberg weiter gefÜhrt werden sollte. Unabhängig von"Reichenberg" wird von offiziellen Seiten dieInbetriebnahme eines Haltepunkes "Heidingsfeld" an der Verzweigung derStrecken nach Lauda und Ochsenfurt, den der VCD schon vor Jahrenvorgeschlagen hat, hohes Potential bescheinigt. "Daher ist es wichtig "Heidingsfeld-West" schon jetzt zu planen und rasch zu bauen, anstatt erstden Erfolg in Reichenberg abzuwarten", ergänzt Dr. Christian Loos, Vorsitzender des VCD-Kreisverbandes.Gerade in Zeiten hoher Spritpreise birgt eine durchdachte ÖPNV-Planungdie Chance auf echten Kundenzuwachs - sowohl für die schnelle Bahn (8 Minuten von Reichenberg zum Hauptbahnhof!) als auch fÜr den Bus als Verbindung aus dem südlichen Landkreis über Heidingsfeld nach Würzburg bzw. in die andere Richtung nach Kist und Höchberg (Realschule und Gewerbe). Ein gemeinsames Planungsgespräch in welchem neben dem Reichenberger auch der Heidingsfelder Haltepunkt durchdacht werden soll, ist bereits von NWM, DB Regio, VCD und Mitgliedern des Agenda 21-Arbeitskreises ÖPNV im Herbst angesetzt.

 

Neue Spritspartips online

30.07.2008

"Angesichts der stark gestiegenen Energiekosten wird immer mehr auf den Literpreis an der Tankstelle geschielt", bemerkt Dr. Christian Loos, Vorsitzender des VCD Kreisverbandes Mainfranken-Rhön. "Dabei kann durchein verändertes Fahrverhalten der Verbrauch - und somit auch die Kosten - erheblich reduziert werden. Das kommt nicht nur dem eigenen Geldbeutel,sondern auch der Umwelt zugute", so Loos weiter. Die bewährten "Spritspartips" des VCD-Landesverbandes Bayern sind soeben in überarbeiteter und erweiteter Form online gestellt worden, meldet derVCD weiter. Eine eigene Spritspar-Seite bietet auch andere Information zum Thema und wird künftig weiter ausgebaut.
externer Link in neuem Fenster folgtwww.vcd-bayern.de/spritsparen

 

Vorstand im wesentlichen bestätigt

24.04.2008

Beim Verkehrsclub Deutschland Kreisverband Mainfranken-Rhön standen am
Dienstag abend im Rahmen der Jahreshauptversammlung turnusgemäß Neuwahlen an. Im gut gefüllten Nebenraum des Hotel Strauß hat die Verbandsbasis den amtierende Vorstand im wesentlichen bestätigt.
Wiedergewählt wurden der Vorsitzende Dr. Christian Loos, die Stellvertreter Werner Raithel-Gross und Raimund Binder sowie die Schatzmeisterin Hildegard Eisenmann.
Diese vier führen die Geschicke des Vereins. Als Beisitzer sind nach wie vor dabei Ulrike Ernst-Schwertberger aus Gaubüttelbrunn im Landkreis Würzburg, Sabine Däschner aus Hassfurt sowie Michael Holler und Jochen Krenz aus Würzburg. Neugewählt als Beisitzerin wurde Andrea Kiesbauer aus Gerbrunn.
Die Aktivitäten des ökologisch ausgerichteten Verkehrsverbandes liegen im Bereich der Verbesserung des ÖPNV in Mainfranken, besonders die Anbindung der Umlandgemeinden an das Oberzentrum Würzburg ist ein Schwerpunkt der Verbandsarbeit sowie die Ausweitung des Stadtbahnnetzes und eine nachhaltig ausgerichtete Stadtentwicklung die vor allem mehr Rücksicht auf Fußgänger und Radfahrer nimmt. Aber auch für ökologisch denkende Autofahrer hat der VCD Angebote. So wird z.B. vom Bundesverband die Auto Umweltliste stets aktualisiert herausgegeben.
Um den Vorstand zu entlasten sollen Arbeitskreise eingerichtet werden, bei
denen auch interessierte Nichtmitglieder mitwirken können.

Der neu gewählte Vorstand des KV Mainfranken-Rhön
(ohne Raimund Binder u. Sabine Däschner)

 

Verkehrslärm gefährdet Ihre Gesundheit« / Wirksamer Lärmschutz im Verkehr gefordert

15.04.2008

Lärm gefährdet die Gesundheit in erheblichem Maße. Darauf weist der Kreisverband Mainfranken-Rhön des Verkehrsclubs Deutschland e.V. (VCD) zum morgigen Tag gegen Lärm hin. Wesentlichen Anteil an der Lärmbelastung vor Ort hat der Verkehr: Wer etwa an einer vielbefahrenen Straße, einer lauten Eisenbahntrasse oder im Einzugsbereich eines Flughafens lebt, hat ein höheres Herzinfarktrisiko als Menschen in ruhiger Umgebung. Diesen Zusammenhang haben medizinische Studien wiederholt nachgewiesen. Zuletzt belegte eine internationale Studie unter Beteiligung des Umweltbundesamtes vom Januar 2008, dass der Blutdruck mit zunehmender Flug- und Straßenverkehrslärmbelastung steigt.
„Nicht nur die negativen Auswirkungen auf Klima und Umwelt sollten uns dazu veranlassen, unsere Mobilität neu zu organisieren. Auch gegen die Gesundheitsgefahren des Verkehrslärms müssen wir aktiv vorgehen”, mahnt Dr. Christian Loos, Vorsitzender vom VCD-Mainfranken-Rhön Noch immer werde die negative Wirkung von Verkehrslärm stark unterschätzt. Dabei seien allein in Deutschland rund 15 Millionen Menschen massiv und dauerhaft davon betroffen, mit entsprechenden Folgen für ihre Gesundheit. Sie müssten mit einem erhöhten Herzinfarktrisiko rechnen. Daneben träten häufig Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Beeinträchtigung des allgemeinen Wohlbefindens auf.
Nach EU-Vorgaben müssen spätestens bis Juli dieses Jahres zunächst für Ballungsräume mit mehr als 250000 Einwohnern Lärmaktionspläne erstellt werden. Sie sollen konkrete Maßnahmen beinhalten, wie die Lärmbelastung der Bevölkerung an den neuralgischen Punkten verringert werden kann. „Verkehrsverlagerung auf leisere und umweltschonendere Verkehrsmittel sowie aktive Lärmschutzmaßnahmen sind die Schlüssel zu einem verträglicheren Verkehr“, erklärt Werner Raithel-Gross, stellv. Vorsitzender des VCD-Kreisverbandes. Um spürbare Verbesserungen der Lärmsituation zu erreichen, müssten Bund, Länder und Kommunen jetzt schnell aktiv werden.
In Würzburg sind die Bereiche Mittlerer Ring/B19 bei der Strasse und Heidingsfeld bei der Schiene schon länger neuralgische Punkte.
Der ökologisch ausgerichtete Verkehrsclub fordert die weitgehende Einrichtung von Tempo-30-Zonen in Städten und Gemeinden sowie ein generelles Nachtfahrverbot für Lkw. Auf Autobahnen könne in Siedlungsnähe eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf maximal 100 km/h für Pkw bzw. 60 km/h für Lkw den Lärmpegel senken und so die Anwohner entlasten. Zudem müsse der Einsatz von lärmarmen Reifen und Straßenbelägen gefördert werden. Im Bereich Schienenlärm könne der Bund über lärmabhängige Trassenpreise die Eisenbahnunternehmen dazu bringen, in deutlich leisere Fahrzeuge zu investieren. Außerdem sei auf vielen Strecken eine Lärmsanierung der Gleisanlagen sowie der Aufbau von Lärmschutzwänden notwendig.

 

VCD unterstützt Forderung des LBE zum Ausbau der Straßenbahn

18.02.2008
VCD unterstuetzt Forderung nach weiterem Strassenbahnausbau des Wuerzburger Kreisverbandes des Landesverbandes des bayrischen
Einzelhandels

Der Kreisverband Mainfranken-Rhoen des Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V.
unterstuezt die Forderung von Herrn Collier vom Bayerischen
Einzelhandelsverband nach einer Strassenbahn zum geplanten IKEA und
darueber hinaus. "Gleich nach Abschluss der Planungen fuer die Linie 6
soll sich die Stadt auf die Realisierung dieser wichtigen
Strassenbahnmagistrale stuerzen", so Dr. Christian Loos, Vorsitzender des
VCD-Kreisverbandes. "Nachdem viele Besucher nicht gleich Moebel mitnehmen,
sondern nur schauen bzw. die Gastronomie nutzen,
bietet sich die Anreise zum Moebelmarkt mit der Strassenbahn an.
"Ausserdem  wird ja eine neue Siedlung in diesem Bereich entstehen, die
auch mit oeffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein
muss - Schienenverbindungen werden nachweislich besser angenommen als
Busse - ", so Dr. Loos weiter. Auch die Idee, ungenuetze Parkplaetze fuer
Park & Ride freizugeben, kann der VCD unterstuetzen. Es klang zudem bei
Herrn Collier an, die Strassenbahn entlang der B19 zu verlaengern. Die
sich daraus ergebende Erschliessung von Estenfeld und Kuernach wird vom
VCD ebenfalls positiv gesehen.
Allerdings kann der VCD das Ansinnen, die Bewohner von Versbach und
Lengfeld mit dem Bus zur Strassenbahn zu bringen, nicht teilen.
"Zusaetzliches Umsteigen kostet Fahrgaeste", weiss Werner Raithel-Gross,
stellvertretender Vorsitzender des VCD-Kreisverbandes. "Besser ist es, die
Linie in mehrere Endaeste aufzuspalten", so der VCD-Vize weiter. Ueber die
genaue Linienfuehrung und Abzweigungsstellen  sollen Untersuchungen
entscheiden.

 

Mainschleifenbahn in Volkach nicht vergessen

11.12.2006
Der Kreisverband Mainfranken-Rhön des Verkehrsclub Deutschland (VCD)
fordert den Freistaat auf, bei Planung und Bau der neuen Mainbrücke in
Volkach die Mainschleifenbahn zu berücksichigen. "Falls eine separate
Führung notwendig ist, sollte die Brücke entsprechend breiter oder eine
eigene Bahnbrücke gebaut werden", so Werner Raithel-Gross, stellv.
Vorsitzender des VCD-Kreisverbandes. "Dann kann der alte Bahnhof, der in
der Nähe des Ortskerns und der Heliosklinik liegt, reaktiviert werden, was
beim damaligem Umbau schon vorgesehen wurde", so Raithel-Gross weiter.
Dort bestehen auch optimale Verknüpfungen zu den Bussen.
Hintergrund ist, dass die alte Brücke für Triebwagen gesperrt, die Schienenstrecke aber nicht stillgelegt ist.
Für den VCD ist die Maischleifenbahn nicht nur für den Tourismus wichtig, sondern auch als Alltagsverkehrsmittel. Sie ist ein wichtiger
Baustein im VCD-Konzept Mainfrankenbahn, bei welchem Straßenbahn und
Bahnstrecken schrittweise zu einem modernen Stadtbahn-System nach Karlsruher Vorbild verschmelzen sollen. Die Mainfrankenbahn ist zuletzt im Rahmen des Umbaus am Bahnhof mehrfach thematisiert worden.
"Mit dem Wiedereinbau der Weiche in Seligenstadt wird nicht nur eine
Forderung des VCD und des Vereins Mainschleifenbahn erfüllt, sondern die
Möglichkeit geschaffen, Züge von Volkach bis zum Würzburger Hauptbahnhof
durchzubinden", erklärt Dr. Christian Loos, VCD-Kreisverbandsvorsitzender.
"Mittelfristig ist neben der Sanierung der Strecke die Elekrifizierung notwendig, sodass dann moderne, leichte und geräuscharme Stadtbahnfahrzeuge nach Volkach fahren können", ergänzt Dr. Loos.
Langfristig sollte über eine weitere Verlängerung der Strecke in Volkach
nachgedacht werden, die dann ähnlich einer Straßenbahnstrecke gebaut
werden kann, empfielt der VCD.

 

Anhebung der Parkgebühren für neues ParkPlusTicket nutzen

10.11.2006

Die neuen Parkgebühren der SVG könnten den Parkhausnutzern einen echten Mehrwert verschaffen und gleichzeitig den ÖPNV stärken – wenn ein Teil der Gebühren in das sogenannte ParkPlusTicket fließt.

Gegenüber einem gewöhnlichen Parkschein beinhaltet das vom Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) entwickelte ParkPlusTicket zusätzlich einen Wertstreifen für den ÖPNV. Hat der Autofahrer zwei oder mehr ParkPlusTickets gesammelt, kann er damit eine Fahrt in den Bussen oder Straßenbahnen des Mainfränkischen Verkehrsverbundes "bezahlen", indem er den auf dem ParkPlusTicket rückseitig aufgedruckten Wertstreifen im Entwerter abstempelt.

Das ParkPlusTicket geht laut VCD weit über das heutige Angebot „Parkschein = Fahrschein“ hinaus: Der Autofahrer muss seinen ÖPNV-Gutschein nicht in der Großwabe und am gleichen Tag einlösen, sondern kann Wertstreifen für eine beliebige Fahrt im Verbundgebiet zu einem beliebigen Zeitpunkt sammeln. Durch diese Flexibilität lässt sich das neue Ticket auch hervorragend auf andere Personen übertragen.

„Die CSU-Fraktion möchte die Mehreinnahmen der Parkhäuser in den WVV-Haushalt fließen lassen. Das ParkPlusTicket unterstützt dieses Ziel, indem es u.a. die Nutzung der Straßenbahnen und Busse der WVV-Tochter WSB fördert. Gleichzeitig kommt es dem Gebührenzahler direkt zu Gute – der wird so von dem Gefühl befreit, ohne Gegenleistung zusätzlich zur Kasse gebeten zu werden“, meint Manfred Dürr, Mitglied des VCD-Kreisverbandes Mainfranken-Rhön, der sich das neue Ticket ausgedacht hat.

Die Gebührenanhebung in den Parkhäusern ohne Mehrwert für den Parkkunden ist nach Auffassung des VCD auch verkehrspolitisch bedenklich. Denn nun klaffe die Gebührenschere zwischen Parkhaus und den Parkplätzen auf der Straße noch weiter auseinander. Das führe dazu, dass Innenstadtbesucher mit Pkw verstärkt auf der Straße nach einem billigeren Parkplatz suchen. Erst wenn sie diesen nicht finden, gehen sie ins Parkhaus. So entstehe ein immenser Parksuchverkehr, der die Innenstadt verstopft und mit Lärm und Abgasen belastet, so der VCD-Kreisverband.

 

Durchstich nach Norden: Achse Hauptbahnhof-Innenstadt nicht vernachlässigen

28.10.2006

Die jüngsten Bemühungen für einen Durchstich des Gleistunnels nach Norden
sind nach Auffassung des VCD sehr positiv zu bewerten. Nun müsse die Stadt
jedoch durch eine aktivere Gestaltung der Rahmenbedingungen das
Gesamtprojekt derart steuern, dass die Innenstadt nicht "abgehängt" wird.

Die Achse Bahnhof-Innenstadt müsse für Fußgänger, Radfahrer und den
Öffentlichen Personennahverkehr eine "unmissverständliche Leitfunktion"
erhalten. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass sich Arcaden und Innenstadt
als zwei separate Einkaufsstandorte einen Konkurrenzkampf bieten, der für
alle Beteiligten schädlich ist, so der Kreisverband Mainfranken-Rhön des
Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD).

"Die gegenwärtigen Planungen für den Röntgen- und Haugerring fördern diese
für die Innenstadt lebensnotwendige Achse allerdings nicht. Ganz im
Gegenteil - die zukünftige Gestaltung des Straßenzuges sieht an den
Einmündungen Kaiserstraße und Bahnhofsstraße eine Aufteilung der heutigen
Fußgängerampeln in zwei getrennt signalisierte Abschnitte mit Mittelinsel
vor, zudem zusätzliche Abbiegespuren für den Kfz-Verkehr. Die Straße wird
dadurch noch breiter und flüssiger zu befahren, sie wird daher mehr
Durchgangsverkehr anziehen statt diesen auf die Nordtangente zu verlagern.
Soll die Durchlässigkeit der Knotenpunkte für den Kfz-Verkehr wie bisher
von der Stadt angenommen nicht verringert werden, bedeutet dies längere
Wartezeiten für die täglich 40.000-50.000 kreuzenden Fußgänger. Die
langsameren Fußgänger werden außerdem auf der geplanten Mittelinsel
"hängen bleiben", da sie dort wartepflichtig sind, wenn das Signal auf
Rot überspringt. Dort eingeklemmt müssen sie dann die nächste Grünphase
abwarten", erläutert Peter Lelowski, Vorstandsmitglied des
VCD-Kreisverbandes.

Auf diese Weise verstärke sich laut VCD die Barrierewirkung von Röntgen-
und Haugerring und die Achse Hauptbahnhof-Innenstadt werde empfindlich
gestört. "Vor diesem Hintergrund ist nicht verwunderlich, dass das von
der mfi in Auftrag gegebene Verkehrsgutachten zu dem Schluss kommt, dass
Röntgen- und Hauggering mit Anschlussknoten wunderbar auch mit Arcaden
funktionieren. Das geht zu Lasten der Fußgänger zur Innenstadt und somit
der Innenstadt selbst," argumentiert Lelowski. Hier sei es wichtig, dass
die Stadt nachbessere und die Fußgängersignalisierung in einem Zug
beibehalte, mit einer kürzeren Umlaufzeit, um die Wartezeit zu
verringern. Auch die Straßenbahn müsse hier nun ihre Vorrangschaltung
bekommen.

Eine weitere wichtige Rahmenbedingung dafür, dass die Innenstadt für
Bahnfahrer gut erreichbar ist, sieht der VCD darin, dass mit dem Umbau von
Bahnhof und Umfeld gleich auch die Trasse für die Mainfrankenbahn
verbindlich eingeplant wird. "Wenn Besucher aus der Region am Hauptbahnhof
aussteigen müssen, werden sie natürlich in den Arcaden landen und
zunächst einmal dort ihre Einkäufe erledigen. Wer sitzen bleiben und
umsteigefrei zumindest an den Rand des Geschäftszentrums der Innenstadt
weiterfahren kann, wird das gerne nutzen und dann sicher auch mehr und
häufiger in der Innenstadt einkaufen. Deshalb ist die zügige Realisierung
einer ersten kleinen Stufe der Mainfrankenbahn - der zweiten
Innenstadtstrecke vom Bahnhof über Barbarossaplatz und Residenz bis in
die Sanderau - ein wichtiger Aspekt in der Frage, inwieweit sich die
Innenstadt gegenüber den Arcaden behaupten kann", so Dr. Christian Loos,
Vorsitzender des VCD-Kreisverbandes. Wenn Bahnhofsvorplatz und Busbahnhof ohnehin neu gestaltet werden, ließe sich dieser Abschnitt der Mainfrankenbahn mit geringem zusätzlichem Kostenaufwand realisieren. Daher müsse die Trasse
von der Ausfädelung aus dem Gleisnetz der Deutschen Bahn bis zum
Röntgenring gleich in den Vorhaben- und Erschließungsplan der mfi
integriert werden, um die planungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen
und eine zeitnahe Umsetzung zu gewährleisten.

Da sich mit dem Tunneldurchstich nun Parkmöglichkeiten im Norden des
Bahnhofes eröffnen, könne der geplante Busbahnhof nach Auffassung des VCD
nun von parkenden Pkws entlastet werden. "Das geplante Parkdeck auf dem
Dach des Busbahnhofes verdunkelt den Busbahnhof sehr und macht ihn so
unattraktiver. Vorzuziehen wäre eine transparente Gestaltung des Daches,
die möglichst viel Licht durchlässt", gibt Lelowski zu bedenken.

Weiterhin nachteilhaft sei laut VCD, dass die Arcaden auch bedeutende
Mengen an Pkw-Verkehr anziehen und somit das Umfeld noch stärker belasten
werden. "Umso wichtiger ist, dass die Arcaden wirklich optimal an den
ÖPNV angebunden sind. Da das geplante Geschäftszentrum sehr lang ist, ist
eine zusätzliche rückwärtige Haltestelle auf Gleis 1 der Deutschen Bahn
notwendig - für die zukünftige Mainfrankenbahn", so Lelowski.

Das Junktim Arcaden - Neubau ZOB beinhalte nach Auffassung des VCD
generell die Chance, den Busverkehr um den Hauptbahnhof endlich zeitgemäß
abzuwickeln. Bei diesem Handel müsse man jedoch sehr darauf achten, dass
die vereinbarten finanziellen Leistungen der mfi rechtlich absolut
abgesichert sind und die Stadt sich für den Fall einer Insolvenz des
Unternehmens entsprechende Zugriffsrechte sichert.

 

Ausbau des Röntgenrings für die Arcaden schädigt Ringpark und Innenstadt

13. 05.2006
Der Kreisverband Mainfranken-Rhön des Verkehrsclub Deutschland (VCD) plädiert angesichts der anstehenden Entscheidung des Stadtrats am Donnerstag dafür, im Rahmen des Architektenwettbewerbs eine stadtverträgliche Erschliessung und harmonische Einpassung in die Innenstadt vorzugeben, so Kreisvorstandsmitglied Peter Lelowski am Dienstag.

Der VCD sieht wesentlichen Verbesserungsbedarf an den aktuellen Vorgaben für die Anbindung der Arcaden am Hauptbahnhof. Der Grund: Bei den derzeitigen Planungen würde der Röntgenring noch mehr Autoverkehr anziehen. Die laufenden Massnahmen zur Entlastung der Innenstadt von Feinstaub werden unterlaufen.

Der Röntgenring sollte ursprünglich durch den Strassenzug Brücke der Deutschen Einheit – Nordtangente – Greinbergknoten entlastet werden und nur noch der Erschliessung der Innenstadt dienen. Stattdessen soll dort jetzt auf eine im wesentlichen fünfstreifige Asphaltfläche aufgebohrt werden, die die Aufenthaltsqualität des anliegenden Ringparks auf Null reduziert. Besonders unangenehm stösst auf, dass damit die bundesweit einmalige Grünanlage vor dem Hauptbahnhof entwertet wird. Andere Grossstädte, wie z.B. Bonn, ringen seit Jahrzehnten mit dem missrateten Platz vor dem Bahnhofsportal. „Wer dort nicht aufpasst, wird umgehend überfahren“ bemerkt Peter Lelowski erschrocken.

„Die alte Weisheit, dass wer Strassen sät, auch Verkehr ernten wird hat die Präsentation im Umwelt- und Planungsausschuss deutlich gemacht“, stellt Kreisvorstandsmitglied Werner Raithel-Gross fest. Reduktionen von Stau- und Wartezeiten im Strassenverkehr bedeuten in der Praxis eine Einladung zum Rasen, so der VCD. Demgegenüber werden die Wartezeiten an den Fussgängerüberwegen weiter ausgedehnt. „Die Kunden der Arcaden sollen wohl vom Betreten der Innenstadt abgehalten werden,“ bemerkt Raithel-Gross etwas irritiert.

Der neue Standort des Busbahnhofs wie auch die vorgehaltene Stadtbahntrasse vor den Arcaden werden vom VCD Mainfranken-Rhön dagegen ausdrücklich begrüßt.

 

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