VCD: sichere Radstreifen zulasten von Schrägparkplätzen am Sanderauer Mainufer
17.05.2012
Der VCD Kreisverband Mainfranken-Rhön bezieht Position zugunsten des Fuß- und Radverkehrs in der aktuellen Debatte zum Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur in der Sanderau. "Zwischen Arndtstrasse und Konrad-Adenauer-Brücke ist es unsinnig, mit dem Rad bergab in die Mainauen zu fahren, um wenige Hundert Meter danach wieder bergauf zu fahren, in der Absicht, auf der Konrad-Adenauer-Brücke den Main zu queren", berichtet Dr. Christian Loos, Vorsitzender des VCD Mainfranken-Rhön aus eigener Erfahrung. "Auch ist das Radeln am Main bei Hochwasser nicht möglich und bei Dunkelheit für nicht wenige Menschen angstbehaftet", ergänzt Loos. Der VCD spricht sich dafür aus, am besehenden, überbreiten Theodor-Heuss-Damm beidseitig eine Radspur abzumarkieren, da der baumbestandene mainseitiger Gehweg gerade nur für Fussgänger und Jogger ausreichend ist. Daran, dass zudem das Abmarkieren eine recht preiswerte Massnahme zur Förderung des Radverkehrs in Würzburg darstellt, erinnert Jan Bühler, Vorstand im VCD Kreisverband. "Dafür ist der Verlust von einigen Stellplätzen in Kauf zu nehmen" durch Umwandelung von Schräg- in Längstparkplätzen, wie es schon vorgeschlagen wurde", so Loos weiter. Zudem bedeutet von der Grössenordnung her, dass nur circa 1% der Besucher einer Veranstaltung in der S.-Oliver-Halle an dieser Stelle keinen PKW-Stellplätz mehr hätten, bilanziert der VCD. Durch die Verbesserung im Radverkehr, aber auch Taktverbesserungen für die Straßenbahn, insbesondere aber Kombitickets mit ÖPNV-Nutzung bei Veranstaltungen in der S.-Oliver-Halle werden dort Stellplätze durch Wechsel des Verkehrsmittels von "Auto" auf "Busse & Bahnen" entbehrlich. Über den Einbau der innovative Oberfläche "Terraway", die gleichermassen für Radler, Fußgänger & Jogger geeignete ist, zwischen Sonnenstrasse und Arndtstrasse ist der VCD ebenso erfreut wie über Renovierung der Infrastruktur entlang des Mains.
VCD: Zuschuss für Straba nicht verspielen - Jetzt Planfeststellung einleiten!
18.03.2012
Der VCD Kreisverband Mainfranken-Rhön appelliert an die Mitglieder des Stadtrates, bei der jetzt anstehenden Ausschluss-Sitzung eindeutig die Schließung des Oeggtores im Rahmen des Strassenbahnbaus festzulegen. "Erst mit dieser schriftlichen Entscheidung, die letztendlich schon 1995 im Verkehrsentwicklungsplan einstimmig gut geheissen wurde kann die zuständige Behörde, die Regierung von Unterfranken das Planfeststellungsverfahren einleiten", mahnt Dr. Christian Loos, Vorsitzender des Kreisverbandes. " Nur mit sofortigem Beginn der Planfeststellung, die schon jetzt eher dem Zeitplan "hinterher hinkt" kann die Eröffnung zur Landesgartenschau eingehalten werden", stellt Werner Raithel-Groß, stellvertretender Kreisvorsitzender fest. "Wichtiger jedoch ist, dass Würzburg unter Umständen keine Fördermittel mehr bekommt, wenn die GVFG-Förderung demnächst aufhört und jetzt die noch vorhandenen Mittel an die anderen bayrischen Städte, die ihre Verfahren ordentlich und mit gutem Ergebnis vorgebracht haben, vorzugsweise verteilt wird", ergänzt VCD-Vize Raithel-Gross. "Inhaltlich gibt es laut VCD keinen Grund, gegen die Schliessung des Oeggtores zu sein. Denkmalschutz, Umwelt und Gesundheit der Menschen werden gefördert, Touristen und andere Fußgänger haben es im Umfeld des Weltkulturerbes leichter und ein Gutachten hat die verkehrliche Machbarkeit bewiesen", gibt VCD-Vorsitzender Loos zu bedenken. "Die Erreichbarkeit von Geschäften & Parkplätzen ist über andere Strassen ausreichend gegeben und eine Kulturmeile zwischen Juliusspital, Bürgerspital und Residenz kann sich besser entfalten", versichert Loos abschliessend.
VCD in Mainfranken mit schlagkräftigem Vorstand
16.03.2012
Der Kreisverband Mainfranken-Rhön des Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. hat bei der turnusmässigen Neuwahl seines Vorstandes auf die bewährten Aktiven gesetzt, aber auch drei neue Vorstände hinzugewonnen. Damit ist das Gremium auf sechs Personen angewachsen.
Unverändert wurden Dr. ChristianLoos als Vorsitzender und Werner Raithel-Groß als stellvertretender Vorsitzender bestätigt. Die bisherige Schatzmeisterin Hildegard Eisenmann ist als zweite Stellvertreterin aufgerückt. Neuer Schatzmeister ist mit Johannes Bläse erstmals ein Mitglied aus dem Landkreis Main-Spessart. Weitere Vorstandsmitglieder sind Jan Bühler, als jüngster Kreisvorstand mit 25 Jahren ebenso alt wie der VCD e.V. an sich und mit Peter Lelowski ein alteingesessener Zellerauer, der schon früher längere Zeit im Vorstand war. Nicht mehr kandidiert hatten Jochen Krenz, der aus dem Kreisgebiet weggezogen ist und Ulrike Ernst-Schwertberger, die sich auf ihre Tätigkeit in der Agenda 21 konzentriert.
Der neue Vorstand sieht nach wie vor erheblichen Handlungsbedarf beim Rad- und Fußverkehr in Würzburg, aber auch bei der Verbesserung des ÖPNV in der gesamten Region durch bessere Vertaktung des Schienenverkehrs, Reaktivierung von Bahnstrecken und Harmonisierung mit den Buslinien und schließlich die Verringerung der Feinstaub-Belastung.
"Krankmacher" Feinstaub: VCD fordert flächendeckend Tempo 30 in Würzburg als Sofortmaßnahme im neuen Jahr
05.01.2012
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Kreisverband Mainfranken-Rhön fordert flächendeckend Tempo 30 in der erweiterten Würzburger Innenstadt und eine Umweltzone für die Stadtteile im Würzburger Talkessel. Feinstaub und Lärm gelten als "Krankmacher" ersten Ranges. Darauf weist der Kreisverband Mainfranken-Rhön des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) hin.
Aufgeschreckt wurde der VCD durch die Feinstaub-Messungen im abgelaufenen Jahr 2011. Mit 36 Überschreitungen am Stadtring Süd liegt Würzburg in Bayern auf Platz drei, gleichauf mit dem "Stachus" in München. Eine flächendeckende Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 in der gesamten Innenstadt und die Einrichtung von Umweltzonen stellen für die VCD die ersten dringend nötigen, schnell umsetzbaren und kostengünstigen Sofortmaßnahmen zur Reduzierung des gefährlichen Feinstaubs dar. "Tempo 30 reduziert das Rollgeräusch und den Motorenlärm", resümiert Kreisvorsitzender Dr. Christian Loos. "Auch die Feinstaubbelastung sinkt neuesten Untersuchungen zufolge um etwa 12%." Eine einzige große Tempo-30-Zone soll das Mainviertel, die Leistenstraße, das Steinbachtal, die Sanderau und die Innenstadt innerhalb des Glaciers bis zum Congresszentrum abdecken und so der Kernstadt "zu neuem Atem" verhelfen. Auf Tempo 30 programmierte Ampelanlagen und Minikreisverkehre unterstützen den fließenden Verkehr, um Tempo 30 ohne weitere Verkehrskontrollen zu lenken.
Die Umweltzone soll laut VCD folgende Stadtgebieten in der Kessellage umfassen: Heidingsfeld, Steinbachtal, Mainviertel, Zellerau, Dürrbachau, Innenstadt innerhalb des Glaciers, äußere Pleich, Hafen, Grombühl sowie Frauenland. Auch außerhalb Würzburgs sollten Orte wie Margetshöchheim, Veitshöchheim, Zell oder Randersacker schadstoffreiche Fahrzeuge von der Durchfahrt ausschließen, um einen möglichst großen Bereich des Würzburger Maintals von Schadstoffen wirksam entlasten zu können. Der VCD verweist auf umweltmedizinische Studien, die einen Zusammenhang zwischen dem Wohnen an vielbefahrenen Straßen und dem überdurchschnittlich häufigen Auftreten von Krankheiten wie Asthma, Herz-Kreislauf-Beschwerden oder gar Krebs nachweisen. Man schätzt, dass in Deutschland jährlich bis zu 75000 Menschen deswegen früher sterben müssen. Besonders stark betroffen von diesen Problemen sind Kinder, Schwangere und ältere Menschen. Der motorisierte Verkehr zählt in den Innenstädten zu den Hauptverursachern des gesundheitsgefährdenden Feinstaubs. In Würzburg gibt es auch noch kein LKW-Transitverbot oder Umweltzonen, in die nur schadstoffarme Fahrzeuge hineinfahren dürfen. In einem Ballungsraum wie dem Würzburger Talkessen werden so zehntausende Menschen massiv und dauerhaft durch Staub und Lärm belastet. In anderen Städten - wie beispielsweise München und Stuttgart, die Umweltzonen und andere Beschränkungen für schadstoffreiche Automobile beschlossen haben - sind erste Ergebnisse messbar: München hat seit Einrichtung einer Umweltzone und dem Erlass eines LKW-Transitverbotes 12% weniger Feinstaubbelastung und Lärmpegelsenkungen von 3-5 db(A) erreicht. Auch in Stuttgart gilt seit dem 1. März 2010 ein LKW-Transitverbot und Tempo 80 auf allen Zubringerstraßen für PKW und sogar Tempo 60 für LKW. Dies führte zu einer Reduzierung der verkehrsbedingten Lärmwerte um 4-5 dB(A) und zu 10% weniger Feinstaub. Zum 1.1.2012 wurden die Zufahrtsregelungen in einigen deutschen Städten abermals verschärft.
Geschwindigkeitsbegrenzungen reduzieren Unfallrisiko an Haltestellen
18.12.11
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Kreisverband Mainfranken-Rhön kritisiert, dass anlässlich der tragischen Unfälle an Haltestellen die Diskussion in eine ganz falsche Richtung entgleitet. " Hier handelt es sich um Strassenverkehrsunfälle, nicht um Probleme bei Bus und Bahn " , stellt Dr. Christian Loos, Vorsitzender des Kreisverbandes richtig. "Entscheidend ist, dass der motorisierte Individualverkehr aufgrund seiner Geschwindigkeit so bremsen kann, dass man noch rechtzeitig zum Stehen kommt bzw. bei kurzem Reaktionsweg eine niedrige Geschwindigkeit schwere oder gar tödliche Verletzungen verhindert, " ergänzt Loos. "Anordnung und Überwachung von Tempo 30 in der Nähe von innerörtlichen Haltestellen ist hier ein einfaches, aber gutes Mittel", stellt Werner Raithel-Gross, stellvertretender VCD Vorsitzender klar. In besonderen Fällen, wie bei stark belebten City-Lagen, z.B. bei der geplanten Straba-Hatestelle "Theater" ist sogar eine weitere Absenkung auf 20 km/ h (wie z.B. am Barbarossaplatz bereits praktiziert) erforderlich. "Werden dennoch Schutzwände zur Strasse hin gebaut, so sollen diese so hoch sein, dass Wetter- und Spritzschutz besteht und durchsichtiges Material verwendet wird", ergänzt Raithel-Gross.
Im Rahmen seines Verkehrssicherheitskonzeptes "Vision zero" (www.vcd.org/visionzero.html) hat der VCD bundesweit u.a. Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in geschlossenen Ortschaften erneut als wichtige Massnahme benannt.
VCD: Reißleine ziehen - Trogtrasse der A3 nicht bauen
25.11.12
Der Kreisverband Mainfranken-Rhön des ökologisch orientierten Verkehrsclub Deutschland (VCD) appelliert an die Verantwortlichen, die planfestgestellte Trogtrasse der Autobahn A3 im Bereich Heuchelhof nicht zu bauen. "Einerseits mehren sich die Zweifel, ob es sich bei der Trog-Variante nach neuesten Erkenntnissen um die beste Lösung aus ökologischer, gesundheitlicher und städteplanerischer Sicht handelt", so Dr. Christian Loos, VCD-Kreisvorsitzender. "Anderseits können wir uns in der heutigen Zeit eine Fehlinvestition (wie in Hösbach) von fast 200 Millionen Euro nicht leisten", so Loos weiter Nachdem der Bundesverkehrswegeplan erheblich unterfinanziert ist, sollte laut VCD das Geld für dieses Teilstück, wie auch die Mittel für den geplanten Ausbau der A3 über den Spessart von der Landesgrenze bei Wertheim bis hinter Weibersbrunn besser für Bahnprojekte eingesetzt werden, deren Finanzierung noch "wackelig" ist. Hier denkt der VCD an die oft verschobene Schwarzkopftunnel-Umfahrung mit 7 km Neubaustrecke oder die Entlastung Würzburgs vom zunehmenden Schienengüterverkehr durch weiträumige Ausbauten. Mit dieser Maßnahme wäre dann auch genug Zeit, eine Bürgerbeteiligung vorzunehmen, um alle Ausbau-Varianten im Würzburger Süden erneut einer Beurteilung zu unterziehen. Sollte wider Erwarten trotz der demografischen Entwicklung, peak oil und der jetzt schon bei der Jugend spürbaren Verhaltensänderung bezüglich der Mobilität auch künftig noch Bedarf für sechs Fahrstreifen der A3 in Würzburg bestehen, so kann unter Umständen dann später noch die verträglichste Tunnel-Variante nachbebaut werden.
Goldene VCD-Ehrennadel an Kreisverbandsvorsitzenden Dr. Christian Loos verliehen.
07.11.11
Am Wochenende hat der VCD-Bundesvorsitzende Michael Ziesak die goldene Ehrennadel an Dr. Christian Loos, Vorsitzender des VCD Kreisverbandes Mainfranken-Rhön und Vorstand im VCD Landesverband Bayern verliehen. Ziesak würdigte das unermüdliche Engagement von Loos seit 1989, insbesondere seine Aktivität in mehreren Kreisverbänden und darüber hinaus als dienstältestes Mitglied des Landesvorstands (seit 1993). Loos erhält als Erster diese neu geschaffene Auszeichnung für besonders aktive Vereinsmitglieder. Schwerpunkt seines Engagements der letzten Jahre war die Region Würzburg. So hatte Dr. Loos bereits im Jahr 2000 die Idee für ein ausgebautes Schienensystem in Mainfranken mit Reaktivierung sowie Neubau von Stadtbahnstrecken und Verknüpfung der DB-Schiene mit der Würzburger Strassenbahn. Er rief dazu einen Arbeitskreis ins Leben, den er von seinen Dienstorten Erlangen und Karlsruhe aus betreute. Im Rahmen der Kampagne "funmove" organisierte er, dass der VCD als Gruppe an den Gedächnisläufen Würzburg - Gemünden teilnahm. Seit Januar 2005 ist Dr. Loos durchgehend in Würzburg ansässig und bereits wenige Wochen danach als Vorsitzender in den hiesigen Kreisvorstand gewählt worden. Neben dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs, der für den VCD weiterhin Schwerpunkt ist, konnte sich der VCD-Aktive in den letzten Jahren auch vermehrt dem nichtmotorisierten Verkehr, also dem Rad- und Fußverkehr widmen.
VCD: Greußenheim mit Bus im Takt an Schiene und Nachbarorte angebunden
01.11.11
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) begrüsst den Vorschlag von Landrat Nuß, anlässlich der Besichtigung der Firma "Memo", die Bus-Anbindung von Greußenheim zu verbessern. "Nicht nur, aber im besonderen Maße würden Angestellte und Kunden der aktuell prämierten Umweltpionierfirma "Memo" von einer verbesserten Bus-Anbindung von Greußenheim profitieren", stellt der VCD-Kreisverbandsvorsitzende Dr. Christian Loos fest. Ausser wesentlich mehr zusätzlichen Fahrten auf der bestehenden Linie 50 über Höchberg nach Würzburg und Neuordnung des Linienkonzeptes schlägt der VCD eine neue tangentiale Buslinie durch die Region vor. "Neben Stundentakt sind Früh-und Spätbedienungen unter Berücksichtigung der Dienstzeiten wichtig", ergänzt Loos. Der VCD schlägt eine Führung von Uettingen über Greußenheim und Leinach nach Zellingen vor, in Retzbach ist die Verknüpfung mit der Mainfrankenbahn und dem RE wichtig. Bisher scheitere dieser Gedanke daran, dass der Landkreis Main-Spessart nicht im Verbund ist, was sich jetzt aber ändert. "In Uettingen kann Anschluss zu den anderen Buslinien, insbesondere auch nach Markt Heidenfeld hergestellt werden", so Werner Raithel-Gross, stellvertretender Vorsitzender des VCD-Kreisverbandes. Sollte der Umlauf dies noch zulassen, kann am anderen Ende der Strecke bis Retzstadt oder Thüngen verlängert werden. Der VCD in Bayern hat sich für 2011/12 das Thema "ÖPNV auf dem Lande" zu einem Schwerpunkt gemacht und unterstützt dabei Modellprojekte in den Regionen.
Innenstadtbegehung in Kooperation mit dem Seniorenbeirat
17.10.11
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. veranstaltet am Samstag, den 22. Oktober 2011 eine Innenstadtbegehung, bei der VCD-Vertreter von Bundes- und Kreisverband gemeinsam mit Würzburgs Seniorinnen und Senioren auf verschiedenen Routen die Möglichkeiten und auch die Einschränkungen für die Mobilität testen und begutachten wollen.
Da der VCD als Umwelt- und Verbraucherverband sich mit allen Formen der umweltfreundlichen Mobilität befasst, setzt er sich konsequenterweise auch für das oft nicht beachtete "zu Fuß gehen" ein. Seit Jahren beschäftigt sich der VCD-Bundesverband mit Seniorenmobilität und will nun in Kooperation mit dem örtlichen VCD-Kreisverband und dem Seniorenbeirat der Stadt Würzburg dieses wichtige Thema auch in Würzburg aufgreifen.
Die Aktiven treffen sich dazu mit allen Interessierten am 22.10.2011 um 10 Uhr im großen Innenhof des Rathauses. Nach einer kurzen Einführung im Rathaus werden wir uns nach Interessenlage in drei Gruppen aufteilen, um uns ab circa 10.30 Uhr auf den Weg zu machen. Wir bieten drei geführte Routen an (welche gegebenenfalls auch mit Rollstuhl oder Rollator zu bewältigen sind): 1) in die vordere Sanderau über die Sanderstrasse, 2) über die Semmelstrasse und bei guter Kondition auch die innere Pleich zum Hauptbahnhof und 3) über die Zellerstrasse zur Jägerstrasse (Zellerau). Anschliessend treffen alle sich zur Abschlußbesprechung bei einem kleinem Imbiß im Marie-Juchacz-Haus (Jägerstraße 15) der Awo. Die ersten beiden Gruppen fahren mit der Straßenbahn dorthin. Die Erfahrungen aus den drei Gruppen und von Heimbewohnern werden in den nächsten Wochen ausgewertet. Weitere Fragebogen, die allgemein zugänglich im Falkenhaus ausliegen und im Internet unter www.vcd.org/vorort/mainfranken-rhoen/themen/senioren/ heruntergeladen werden können, werden dabei mit einbezogen.
Linie 6 auf Schottergleis durchs Frauenland – eine Beleidigungs fürs Auge und die Landesgartenschau
10.04.2011
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Kreisverband Mainfranken-Rhön e.V. ist der Ansicht, dass die Planänderung für die Straßenbahnlinie durch das Frauenland wieder rückgängig gemacht werden muss, die im gesamten Frauenland und weiter bis zur Endhaltestelle überhaupt kein Rasengleis, sondern nur noch Schottergleis vorsieht.
Alle bisherigen Pläne beinhalteten eine durchgehende Ausführung mit Rasengleisen. Dies ist städtebaulich und ökologisch die beste Lösung für Wohngebiete. Am 2.4.11 wurden durch die WVV geänderte Pläne präsentiert, die der VCD nun kritisiert.
„Während in Grombühl demnächst eine Verlängerung mit Rasengleisen gebaut wird und in der Frankfurter Straße bald der Umbau auf Rasengleis beginnt, soll das Frauenland mit einer Lösung „beglückt“ werden, die stadtgestalterisch kaum schlechter denkbar wäre – und das beim Bau einer Strecke, die der Erschließung der Landesgartenschau dienen wird!“ meint Werner Raithel-Groß, stellvertretender Vorsitzender des VCD im Raum Würzburg.
„Rasengleise sind heute national und international DER Standard bei Neu- und Umbauten“, so Raithel-Groß weiter. „Würde es im Frauenland zu einer „Schotterlösung“ kommen, Würzburg würde sich bundesweit und international blamieren“.
Im VCD ist man sich einig: Die Landesgartenschau darf nicht mit einer „Schotterpiste“ angebunden werden, aus der Stadtmitte muss vielmehr ein „grünes Band zur Landesgartenschau“ führen!
Erinnern wir uns: zur Landesgartenschau 1990 wurden erstmals in Würzburg Rasengleise angelegt. Damals war politischer Konsens, dass es hinter diesen erreichten Stand der Straßenbahngestaltung kein „zurück“ mehr geben darf.
Würzburg hat auch Klimaziele verabschiedet! Rasengleise bringen nicht nur optische Qualität, sie tragen auch konkret zur Lärmreduzierung bei. Sie binden Feinstaub und wirken kleinklimatisch segensreich durch Förderung der Verdunstung. Rasengleis durch das Frauenland ergibt bei 3 km Streckenlänge 2 ha zusätzliche Grünfläche!
Die geringfügigen Mehrkosten, die durch die Anlage von Rasengleisen entstehen (Erfahrungswerte aus anderen Städten zeigen Mehrkosten in Höhe von ca. 300.000 € für einen Kilometer zweigleisige Strecke) sind bei Gesamtprojektkosten in Höhe von 90 – 100 Mio. € ein Tropfen auf den heißen Stein. Für 3 km Rasengleis weniger als 1 Mio. Zusatzaufwand sollten uns Klimaschutz, Landesgartenschau und das Stadtbild im Frauenland wert sein. Es geht nicht um eine Kleinigkeit am Rande, sondern um einen massiven Eingriff in das Stadtbild, der Jahrzehnte lang im Blickfeld bleiben wird!
Frische Luft für Würzburg! Experten raten Stadt zu Umweltzone
28.01.2011
Umweltzonen nützen jeder Stadt – so lautete der Tenor einer vom VCD Kreisverband Mainfranken-Rhön veranstalteten Podiumsdiskussion zur Feinstaubbelastung in Würzburg. Dabei stellten ein Arzt, ein Forscher des Helmholtz-Zentrums sowie ein VCD-Landesvorstandsmitglied ihre Sicht der
Problematik dar.
Professor Dr. Wolfram Voelker, der stellvertretende Klinikdirektor der Poliklinik I des Universitätsklinikums Würzburg, betonte, dass Feinstaub als eine der Hauptquellen für Herz-Kreislauferkrankungen gelte. Jede Vermeidung von Feinstaubbelastung helfe unmittelbar der Gesundheit, so sein Fazit. „Die Würzburger Messstationen messen vermutlich an den falschen Stellen“, vermutete Dr. Josef Cyrys vom Institut für Epidemiologie des Helmholtz-Zentrums München. Die Würzburger Messwerte seien daher zumindest vorsichtig zu betrachten, um nicht vorschnell in Jubel über die vermeintlich geringe Belastungen der Innenstadt auszubrechen. Für Gerd Weibelzahl vom VCD-Landesvorstand müssen daher umgehend Maßnahmen getroffen werden, um die Belastungen durch den motorisierten Verkehr zu mindern.
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Gemeinsame Pressekonferenz der Lokalen Agenda 21, des ADFC Kreisverband Würzburg und des VCD Kreisverband Mainfranken-Rhön zu den Schwachpunkten im Würzburger Radwegenetz
10.12.2010
Im Rahmen der Aktivitäten der Lokalen Agenda 21 zur Europäischen
Mobilitätswoche (16. - 22. September 2010) wurden alle Radlerinnen und Radler in Würzburg aufgefordert, Problemstellen im Würzburger Radwegenetz mitzuteilen. Dabei wurden vor allem am "Autofreien Tag" in der Theaterstraße eine Vielzahl von Schwachpunkten aufgedeckt und in einem Stadtplan markiert.
Der ADFC Kreisverband Würzburg hat die gesammelten Kritiken in einer
Liste zusammengefasst und zudem eine Internetseite dazu erstellt. Mit
Hilfe dieser Seite können Radfahrerinnen und Radfahrer neu entdeckte
Gefahrenstellen und Schwachpunkte in eine Karte eintragen und auch
Verbesserungsvorschläge anbringen. Die so in der Praxis zusammengetragenen Informationen werden dann der Stadtverwaltung und dem Radverkehrsbeirat zur Verfügung gestellt.
Die Ergebnisse der Befragung von Radlern und die dazugehörige
Internetseite werden bei der Pressekonferenz am 14.12.2010, 16:30 Uhr, im Ökohaus des Bundes Naturschutz (Luitpoldstr. 7a, Würzburg) vorgestellt.
Gesundheitsgefährdung durch Würzburger Luft im Kessel? - VCD fordert frischen Atem!
09.12.2010
Der Kreisverband Mainfranken-Rhön des Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V.
veranstaltet eine fachliche Podiumsdiskussion am Dienstag, den 14.12.10 ab
19 Uhr in Würzburg am Oberen Markt im Falkenhaus (Dauthendey Saal, 2. Stock) unter Beteiligung einer interessierten Öffentlichkeit.
Als Experten für das Podium konnten gewonnen werden der Chemiker Herr Dr. Josef Cyrys vom Institut für Epidemiologie des Helmholtz Zentrum München und Herr Prof. Dr. Wolfram Voelker, stellvertretender Klinikdirektor der Medizinischen Klinik und Poliklinik I des Universitätsklinikums Würzburg. Vom VCD wird auf dem Podium Herr Gerd Weibelzahl, Mitglied im geschäftsführenden Vorstand des Landesvorstand VCD Bayern e.V. sitzen.
Nach den Impulsreferaten und dem Austausch auf dem Podium bleibt dem Publikum ausreichend Zeit für Nachfragen und Diskussionsbeiträge.
Da Feinstaub und andere Luftschadstoffe eine Reihe an Gesundheitsschäden
bewirken und der motorisierte Verkehr immer weiter zunimmt werden eine
Limitierung des LKW-Verkehrs, allgemeine Temporeduktionen und die
Sinnhaftigkeit einer Umweltzone zu diskutieren sein.
Zwar kam es mit 15 Überschreitungen des Tagesmittelwertes von 50 µg/m3 am
Stadtring Süd und 14 Überschreitungen am Kardinal-Fauhaber-Platz (Quelle:
Umweltbundesamt, Stand 7.12.2010) nicht zu solchen Rekorden wie in München oder Augsburg, jedoch ist Würzburg kleiner und jede Überschreitung ist eine zuviel. Dabei sind die Werte in engen Strassenschluchten wie der Gerberstrasse oder der Zellerstrasse nicht bekannt, da sie nicht gemessen werden.
Die fachliche Podiumsdiskussion zu Feinstaub am 14.12. im Falkenhaus bildet den Auftakt der Kampagne des VCD Mainfranken-Rhön zur Minderung der Luftbelastungen durch den Verkehr.
Der VCD wird sich in Zukunft weiter mit dem Thema Feinstaub befassen und
möchte vor allem Politiker für dieses Thema sensibilisieren, um bei
Stadtentwicklung und Verkehrsplanung auf möglichst geringe Schadstoffemissionen zu achten.
Entwicklung zwischen Residenz, Bürgerspital und Dom vorantreiben - Ablösung der oberirdischen Parkplätze in diesem Bereich
04.11.2010
Anlässlich der gestrigen ersten Sitzung des AK Stadtentwicklung im Kreisverband Mainfranken-Rhön des Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. wurden konkrete Vorstellungen zur Entwicklung des bisher vernachlässigten Teils der Innenstadt zwischen Residenz, Bürgerspital und Dom formuliert.
"Eine gesunde Innenstadt ist wichtig für das Ideal der Stadt der kurzen Wege und damit verkehrsvermeidend", stellt der VCD Kreisvorsitzende Dr. Christian Loos fest. "Ferner geht es auch um Verlagerung von Parkplätzen weg von der Oberfläche (Residenzplatz, Kardinal-Faulhaberplatz, Spiegelstrasse, Eichhornstrasse, Paradeplatz) in eine Tiefgarage unter der geplanten Bebauung auf dem Kardinal-Faulhaberplatz und Mozart-Areal", ergänzt der ebenfalls anwesende stellvertretende Vorsitzende Werner Raithel-Groß. "Um jedoch die Strassenbahn in der Theaterstrasse nicht zu behindern, soll der Fahrzeugzufluß vom Berliner Platz kommend, schon am Ende der Ludwigstrasse in den Untergrund verschwinden," ergänzt Raithel-Groß.
Der VCD ist sich bewußt, dass wegfallende Parkplätze nicht nur das Stadtbild, v.a. vor der Residenz verbessern, sondern auch wertvolle Flächen den Flaneuren und Geschäftsleuten zur Verfügung stellen.
"Damit die innerstädtische Einkaufsfläche größer und attraktiver wird, hält es der VCD für notwendig, von der bisherigen Fußgängerzone sich in den Norden und Osten durch Eichhorn/Spiegelstrasse in Richtung Semmel- und Ludwigstrasse zu entwicklen. Aber auch um Einwohner und Besucher (Touristen) der Innenstadt besser zu versorgen, ist ein durchdachtes Handels-Sortiment zwischen Hof- und Theaterstrasse anzusiedeln", erklärt Dr. Christian Loos. "Neben einem Lebensmittelvollsortimenter (z.B. Traboldmarkt), benötigen wir einen zweiten innerstädtischen Elektromarkt (z.B. Saturn), aber auch einen Haushalts/Heimwerkermarkt. Bedarf besteht auch an einigen Fachgeschäften (z.B: Schuhe in Übergrössen), zusätzlich sind attraktive Wohnungen mit guter Aussicht stark gefragt. Für die Fahrbahnbereiche, die nicht Fußgängerzone werden, stellt sich der VCD das moderne Konzept des "shared space" vor, also ein Miteinander aller Verkehrsteilnehmer durch Kommunikation und Rücksichtnahme ohne viele Verkehrsschilder.
"Wichtig für den Erfolg der Entwicklung dieses Gebietes ist auf jeden Fall, die geplante Strassenbahn mit kurzen Haltestellenabständen in der Innenstadt (Kaiserstrasse, Semmelstrasse, Residenz, Justizzentrum/Neue Uni) auszustatten", sind sich die Teilnehmer des Treffens einig.
"Tour de Natur": Vorabinformation
28.07.2010
Die Umweltradtour "Tour de Natur" (www.tourdenatur.net) wird 2010 wie zuletzt vor 3 Jahren durch Mainfranken fahren. Sie ist am Montag, den 26.7. im hessischen Bürstadt bei Biblis trotz Regenmit fast Hundert Teilnehmenden gestartet und wird nach Passieren der Etappenorte Darmstadt, Seligenstadt, Gelnhausen und Sinntal-Altengronau am Morgen des Samstag, 31.7. Unterfranken erreichen.
Um 11.00-11.30 wird vor dem Feuerwehrhaus in Obersinn die Lage der möglichen Trasse der Eisenbahnschnellfahrstrecke "Mottgers-Spange" am Laptop & am Gelände veranschaulicht.
Um 13.30-15.30 wird in der Dorfgemeinschaft Hohenroth die erfolgreiche soziale Integration von Behinderten erlebt (Führung & Mittagspause). Quartier in der Eisenbahnstadt Gemünden.
Am Sonntag, den 1.8. findet in Wernfeld am aufgelassenen Bahnhof (Verzweigung der Schienenstrecken) von 10.00-10.30 ein Infohalt statt. Der Ausbau der Werntalbahn zur Kapazitätserhöhung und Aufnahme von Personenverkehr ist ein Wunsch der Tour.
Um 11.45-13.15 findet auf dem Kübelmarkt (hinter dem hist. Rathaus) in Karlstadt eine grosse Kundgebung gegen die Westumgehung (B26n) statt. Neben Rednern der BI gegen die Westumgehung und der Tour de Natur spielt der Thüngersheimer Kabaretist Johannes Wohlfahrt fränkische Lieder.
Nach Quartiersbezug in Leinach findet ab 20 Uhr an der Leinachtalhalle ein Lagerfeuergespräch mit Abgeordneten zum Thema B26n statt:
- Herr MdB Lehrieder CSU
- Herr MdB Kekeritz Grüne
- Frau MdB Bullinger-Schröter Linke
- vsl. Herr MdL Halbleib SPD
Am Montag, den 2.8. trifft die Tour gegen 12 Uhr am Badesee Erlabrunn auf die örtliche Politik und Wirtschaft, zumeist ebenfalls Gegner der B26 n.
Von 13.15-13.45 wird die Radtour in Magretshöcheim (zwischen Rathaus und Festplatz am Main) vom Bürgermeister Herrn Brohm und Frau SPD-Kreisvorsitzenden M. Reuter empfangen.
Zwischen 15.30 & 16 Uhr trifft die Tour auf dem Würzburger Marktplatz ein.Um 16 Uhr Begrüssung durch die Stadtspitze (OB Herrn Rosenthal angefragt). Thema seiner Rede, wie auch des VCD Bundesvorsitzenden Herrn M. Gehrmann im Anschluß ist die Zukunft des nachhaltigen Verkehrs im Raum Würzburgangesichts des Klimawandels. Herr MdB Fell wird auch den Aspekt erneuerbarer Energien beisteuern.
Am Dienstag, den 3.8. findet der Aktionstag mit Exkursionen statt:
- nach Rimpar mit Thema nachhaltige Energien:10 Uhr am Schloss mit Empfang durch den Bürgermeister
- Güntersleben: um 16.00 werden die Räder abgestellt am Parkplatz des Weinwanderwegs, nach eigenständigem Rundgang um dann17.15 Treffen mit dem 1. Bürgermeister in der neuen Schutzhütte, Weinprobe mit Firma Ziegler (Gesprächsthemen: regionaler Wein, nachhaltiger Tourismus, Betroffenheit einer Gemeinde von der B26n)
Am Mittwoch, den 4.8. Fahrt von Versbach über Kürnach, in Seligenstadt am Bahnhof von 11.15-11.45 Infohalt zum Thema: Reaktivierung der Mainschleifenbahn für eine täglichen Taktverkehr Würzburg- Volkach
12.40-13.00 kurze Besichtigung des Rückbaus der Mainschleifenbahn in Astheim und am Bausbahnhof Volkach
13.00-14.00 Aktion zur Reaktivierung der Mainschleifenbahn auf demMarktplatz in Volkach, Begrüssung durch den 1. Bürgermeister der Stadt
15.00-16.45 Pause und Besichtigung der Bio-Gärtnerei Plietz (Ökokiste) in Schwarzach
18.00 Begrüssung durch den Bürgermeister des Marktes Wiesentheid vor derKirche gegenüber dem Schloss. Thema ist die Reaktivierung der unteren Steigerwaldbahn Schweinfurt - Kitzingen mit Lückenschluß im Stadtgebiet von Kitzingen als moderne Stadtbahn Am Donnestag, den 5.8. wird Mainfranken verlassen Richtung Schlüsselfeld.
Fahrraddemonstration am 12.9. - Schwachstellen im Radverkehr
13.09.2010
Im Rahmen der Fahrraddemonstration, der Auftaktveranstaltung zum
Städtewettbewerb „Stadtradeln“, wurden vom ADFC, dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub und dem VCD, dem Verkehrsclub Deutschland, Schwachstellen für den Würzburger Radverkehr aufgezeigt. Die Strecke berührte die wichtigsten Konfliktpunkte in der Innenstadt, so die Löwenbrücke, die Friedensbrücke, den Berliner Ring und die Zulaufstrecken auf den Marktplatz.
Wie die beiden Verbände betonen, sind zum Beispiel Konflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern bereits durch die vorgegebene Verkehrsinfrastruktur bedingt, bei der an vielen Stellen Radfahrer auf Fußwege gezwungen und an Konfliktpunkten sich selbst überlassen werden. Insgesamt beklagen die beiden Verbände das Fehlen eines durchgehenden Radverkehrsnetzes. „Gute Ansätze erschöpfen sich oft in punktuellen Maßnahmen, die Konflikte mit dem Auto- und dem Fußgängerverkehr verursachen. Gerade bei den anstehenden Planungen und Maßnahmen, so z.B. am Willi-Brandt-Kai, sollte unbedingt auf den Aspekt der Vernetzung ein besonderes Augenmerk gelegt werden," meint der ADFC. "Leider wird in Würzburg weiterhin die sogenannte Flüssigkeit des motorisierten Verkehrs als vorrangig gegenüber den Interessen von Radfahrern und Fußgängern verfolgt,“ ergänzt Dr. Christian Loos, Vorsitzender vom VCD Mainfranken-Rhön.
Die beiden Verbände erhoffen sich durch den Städtewettbewerb und der regen Beteiligung an der Demonstrationsfahrt entscheidende Impulse für eine Umorientierung der Würzburger Verkehrspolitik.
VCD: Verkehrschaos Zeller Bock: Chance für Bus und Bahn
15.04.2010
Der VCD Kreisverband Mainfranken-Rhön sieht die Sperrung des Zeller Bocks auch als Chance für Bus und Bahn, um aktuell und dauerhaft neue Kunden zu gewinnen. "Während langsame Schiffe auf dem Main mit fehlenden oder für Verkehrbedürfnisse ungenügenden Anlegestellen als Ersatzroute vorgeschlagen werden, wird geflissentlich übersehen, dass eine leistungsfähige und ungestörte Trasse vom Westen nach Würzburg existiert: die Bahnlinie Gemünden - Karlstadt - Würzburg. Bisher verkehrt dort nur eine Regionabahn im Stundentakt und der Haltepunkt "Zell" ist im Gewerbegbeit "Neuer Hafen" versteckt", so Dr.Christian Loos, Vorsitzender des VCD Mainfranken-Rhön. "Zum Dezember ist offiziel eine Verdichtung im Berufsverkehr zum Halbstundentakt bis Gemünden vorgesehen", weiss Dr. Loos weiter. Daher fordert der VCD, rasch, d.h bis spätestens zum kleinen Fahrplanwechsel im Sommer den 30 min-Takt ganztags (und ca. 15 min-Takt morgens) zumindest zwischen Würzburg und Karlstadt einzurichten, z.B. durch Verlängerung der von Kitzingen oder Ochsenfurt kommenden Linien. Damit werden einerseits Autofahrer, die im Maintal wohnen, auf die Bahn verlagert. Sie schaffen dann Platz auf der B26 für andere Personen, die auf das Auto nicht verzichten können, zum anderen können Bewohner des westlichen Landkreises Würzburg und des Landkreises Main-Spessart zu Fuß, mittels Rad oder Bus zu den Bahnhöfen Karlstadt, Zellingen, Thüngersheim, Veitshöcheim oder Zell gelangen und rasch nach Würzburg fahren. Der VCD Mainfranken befürwortet, dass weiträumige Umleitungen ausgeschildert und dass Ampelschaltungen an der Zeller Brücke angepassen werden, nicht jedoch, dass Stadtbewohner leiden müssen, indem der Strassenbahn an der Wörthstrasse oder an anderen Kreuzungen der Vorrang genommen wird. Dies ist kontraproduktiv, da damit diejenigen bestraft werden, die zur Verringerung des Autoverkehrs beitragen. Der VCD schlägt ergänzend vor:
- die Linie 8068 (Karlstadt) - Zellingen Würzburg: Zusätzlicher Bus um 7:30 Uhr in Erlabrunn: an der Haltestelle Badesee Nord und Süd stehen Parkplätze für P&R zur Verfügung, sie müssen als solche ausgewiesen werden.
- das Bedienungsverbot der Busse für Margetshöchheim aufheben. (Derzeit nur Ausstieg gestattet)
- die Linie 48 von Hettstadt nicht über Zell sondern über Waldbüttelbrunn (Gewerbegebiet) - Höchberg und Wörthstr. (Haltepunkt zum Umsteigen auf die Strassenbahn in die Zellerau, Taktverdichtung vornehmen)
- die Linie 7 Sanderring - Zellerau verdichten: der 30 min Takt ist nichtausreichend
- die Linie 17 Leistenstr. - Höchberg Gewerbegebiet: hier eine Taktverdichtung vornehmen und Busse durchbinden bis zum P&R Platz an der Einmündung zur B27 - Ausweisung von P&R Plätzen in Waldbüttelbrunn, Erlabrunn (am Badesee) - Zusätzliche Schnellbusse von diesen Parkplätzen nach Würzburg
- ÖPNV Schnupperangebot für Pendler mit Arbeitsplatz in Würzburg (Jobticket)
Kurze Wege für Radler und Fußgänger zur neuen Straba: VCD unterstützt Gerbrunn. Zusatzplus: Vorteile auch für Rottendorf
14.04.2010
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Kreisverband Mainfranken-Rhön lobt den Einsatz der Gemeinde Gerbrunn für eine Rad- und Fußgängeranbindung der neuen Straßenbahn ans Hubland an Gerbrunn. „So ist die vorgeschlagene Fußgängerbrücke über die Kitzinger Straße bei der Bertha v. Suttner-Straße ebenso sinnvoll wie die weiteren Maßnahmen, mit denen die Trennfunktion der Kitzingerstraße reduziert werden soll“, hebt Kreisverbandsvorsitzender Dr. Christian Loos hervor. Den Rückhalt des VCD erhält auch der Vorschlag, die Wendeschleife – und damit die Endhaltestelle – möglichst nahe an die Gemeindegrenzen Gerbrunns heranzuführen. So soll dieser Terminus in den Bereich der Kitzinger Straße verlegt werden. An dieser Stelle mahnt der VCD zudem an, unbedingt die spätere Weiterführung der Straßenbahn zur DB-Strecke im Bereich des Wöllrieder Hof technisch vorzusehen.
„Bis dieser Weiterbau ansteht, soll aber eine Buslinie im dichten Takt die Endstelle der Linie 6 über das Kompostwerk und den Wöllriederhof mit dem Ortskern und dem Bahnhof Rottendorf verbinden“, sagt Werner Raithel-Gross, stellvertretender VCD-Kreisvorsitzender. „So profitiert auch diese Nachbargemeinde rasch von der neuen Straba-Linie“.
Für Radler prognostiziert der VCD erhöhten Bedarf für bike&ride-Plätze an der Endstation, diese sind aber auch an der Verzweigungsstation „Am Galgenberg“ sinnvoll, weil der sehr dichte Takt zweier Straba-Linien Umsteiger besonders anlockt, erwartet der VCD.
Den Vorschlag einer eingleisigen Schleife der zweiten Straba-Stichstrecke um das Gelände der Uni bis zur Gerbrunner Sieboldstrasse sieht der VCD als zu aufwendig und mit weiteren Nachteilen behaftet an. Vor einer Entscheidung fordert er, weitere Varianten abzuwägen.
Im Allgemeinen hält der VCD Mainfranken den Bau mehrerer kleinerer P&R-Anlagen an verschiedenen am Stadtrand angesiedelten Bahnstationen für sinnvoll, jedoch sind an dieser Stelle 100 Stellplätze (statt 50) durchaus denkbar. Allerdings gibt der VCD zu bedenken, dass damit nicht unnötige Autofahrten „provoziert“ werden sollten. Angesichts der Kürze der Wegstrecke sollten Gerbrunner durch eine attraktive Bus-, Fußgänger- und Radwegverbindung vielmehr dazu animiert werden, das Auto gleich ganz in der heimischen Garage stehen zu lassen, um mit dem Umweltverbund (Bus, Rad oder zu Fuß) zur Straßenbahnendhaltestelle am Hubland zu gelangen. Auch die Rottendorfer werden künftig einen sehr dichten Takt der Züge der DB zum Würzburger Hbf erhalten und können nach den Vorstellungen des VCD zusätzlich auch den vom Verband geforderten Bus ans Hubland benutzen, um dort auf die Straßenbahn zu wechseln. Auch deshalb hält der VCD den Vorschlag, die alte Rottendorfer Strasse zu öffnen, für kontraproduktiv, da damit der Autoverkehr und folglich Staus gefördert werden. „Durch die neue Straßenbahn wird die Fahrt nach Würzburg auf dieser Achse viel attraktiver. So kann die Innenstadt von viel Autoverkehr entlastet werden, der andernfalls in die Stadt rauschen würde“, freut sich Hildegard Eisenmann vom VCD auf die neue Strabalinie 6, deren schnellstmögliche Umsetzung ein Anliegen des VCD ist. „Die Stadt muss alle Kräfte sammeln, um den Straba-Bau so schnell es geht zu realisieren“ – in dieser Forderung sind sich die VCD’ler einig.
VCD: Fußgänger- und Fahrradfreundliche Lösung am Übergang Zeller Bock Hettstadter Steige möglich
05.02.2010
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Kreisverband Mainfranken-Rhön e.V.
sieht beide Planungen (die der Stadt Würzburg und diejenige der Gemeinde
Zell) für die Kreuzung Zeller Bock/Hettstadter Steige als ungeeignet
sowohl für den Rad- wie auch den Fußgängerverkehr an. So ist laut VCD ein
gemeinsamer Rad- und Fußweg entlang der Frankfurter Strasse am Zeller Bock
vertretbar, jedoch ist im abschüssigen Bereich zwischen der Ampelkreuzung
mit der Hettstadter Steige und der Kreuzung zur Laurentiusbrücke auf
beiden Strassenseiten jeweils sowohl Erhalt (und meist auch Verbreiterung)
des Fußweges notwendig als auch Abmarkierung eines separaten Radstreifens
auf der Fahrbahn, da es sonst zu gefährlichen Konflikten der "Unmotorisierten" untereinander oder mit abbiegenden KFZ kommt.
"Entgegen der Darstellung im Artikel vom 2.2. ist hierfür genug Platz vorhanden" ist sich Dr. Christian Loos, Vorsitzender des Kreisverbandes nach einer Besichtigung zu Fuß sicher. "Die Fahrspuren sind sehr breit und der Strassenquerschnitt ist unnötig lang dreistreifig, schmal dagegen sind die Fußwege", erklärt Loos weiter.
"Hier liesse sich im wenig abschüssigen Bereich um den jetzigen Standort der Ampelmasten ein Kreisverkehrspplatz errichten, der Linksabbiegerspuren unnötig macht und zudem die hohen Betriebskosten der Ampeln einsparen
hilft", schlägt der VCD-Kreisvorsitzende vor.
Um Bussen und LKW das Durchkommen zu ermöglichen, kann die Mittelinsel
ganz oder teilweise überfahrbar gestaltet werden, ergänzt der VCD. Dass
ein Kreisverkehr im Bereich des Zeller Bocks sinnvoll ist, zeigt sich auch daran, dass auf der anderen Seite, bei der Aufgabelung in Frankfurter Strasse und Mainaustrasse bereits von der Stadt ein solcher geplant wird, so der VCD weiter.
Aus eigener Erfahrung als Jogger kann Dr. Loos berichten, daß die Rad- und
Fußwege am Main in diesem Bereich zwar attraktiv ausgebaut sind, jedoch
auch als erste Stelle im Raum Würzburg bei schon geringem Hochwasser
überschwemmt werden. Auch bei Dunkelheit ist für manche zu Fuß gehende
oder Radfahrende der kleine Umweg über den Zeller Bock die bessere
Alternative.
Nachdem die Planungen nun sicher überarbeitet werden, ist der VCD gerne
bereit, sich hier fachlich einzubringen.
Klausurtagung des VCD-Kreisverbandes nimmt Region Schweinfurt in den Blick
11.11.2009
Der Kreisverband Mainfranken-Rhön des Verkehrsclub Deutschland (VCD) fordert eine ökologische Verkehrswende auch für den Raum Schweinfurt. Bereits die Wahl des Tagungsortes seiner Klausursitzung machte deutlich, dass der VCD-Kreisverband Mainfranken-Rhön künftig auch die Interessen der Region Schweinfurt stärker in seiner Arbeit berücksichtigen möchte.
Am Wochenende tagten die Mitglieder des Kreisvorstandes im Gasthof Brückenbräu in Schweinfurt. "Dass sich der VCD Kreisvorstand bisher vorwiegend um Themen in der Region Würzburg kümmerte, lag vor allem daran, dass es dort eine Vielfalt an Verkehrsthemen zu bearbeiten galt:
Erweiterung des Straba Netzes in Würzburg, Bessere Übergänge in das Umland, mehr Haltepunkte im Bahnbereich, mangelhafte Radwege usw." betonte Kreisvorsitzender Dr. Christian Loos.
Jedoch ist es dringend nötig, das Denken in engen Grenzen aufzubrechen und die gesamte Region Mainfranken in den Blick zu nehmen." Die beiden Städte Schweinfurt und Würzburg können von einer engeren Zusammenarbeit nur profitieren. "Das muss sich auch in einem gemeinsamen Verkehrsverbund wiederspiegeln" fordert Vorstandsmitglied Ulrike Ernst-Schwertbeger aus Gaubüttelbrunn. Vor allem für die Hochschulstandorte Schweinfurt und Würzburg, die ja mit der Fachhochschule schon verknüpft sind, ist es wichtig daß es einen gemeinsamen Tarif im ÖPNV gibt. Es kann nicht sein daß für die Studenten das Tarifgebiet in Bergtheim endet. Schon bei der umweltfreundlichen Anreise der VCD' ler nach Schweinfurt mit der Bahn wurde festgestellt, dass das Bayernticket nicht im Stadtgebiet Schweinfurt gilt. Somit mussten umständlich Fahrscheine für die Stadtbusse nachgelöst werden. Auch sind am Wochenende die Stadtbuslinien nicht gut mit dem Bahnverkehr verknüpft, stellten die angereisten Vorstandsmitglieder fest. Von den anwesenden Schweinfurter VCD Mitgliedern kamen dann auch viele Wünsche und Anregungen. So wurde bemängelt daß im Landkreis Schweinfurt viel Geld in Ortsumgehungen und den oft überzogenen Ausbau von Kreisstraßen gesteckt wird, die Qualität der Busverbindungen ins Schweinfurter Umland aber in den letzten 30 Jahren eher schlechter geworden ist.
Gerd Weibelzahl vom Landesvorstand des VCD konnte hierzu anmerken, daß im ÖPNV Gesetz wesentlich bessere Anbindungen der Umlandgemeinden vorgeschrieben werden. Von vielen Landkreisen wir das aber in den Nahverkehrsplänen nicht umgesetzt. Dies bestätigte auch ein Landkreisbewohner aus dem Raum Satdtlauringen. Von Orten aus diesem Raum mit öffentlichen Verkehrsmiteln nach Schweinfurt zu pendeln ist praktisch nicht möglich. Für eine Strecke von 20 Klometern beträgt die Fahrzeit über eine Sunde. Desweitern herrschen in den Bussen wegen der parallelen Schülerbeförderung Zustände wie in einer Sardinenbüchse.
Zweiter Vorsitzender Werner Raithel-Groß forderte deshalb die Takte der Buslinien auszuweiten und mehr Busse einzusetzen. Wiederbelebt werden muss auch nach Asicht des VCD die Seigerwaldbahn. Vorhandene Schienenwege müssen unbedingt erhalten werden, da doch der Transport mit Schienenfahrzeugen wesentlich komfortabler und auch wirtschaftlicher ist als mit Bussen.
Die Steigerwaldbahn, wäre sowohl für Pedler als auch für den Freizeitvekehr ein großer Gewinn für die Region. Das haben auch einige Anliegergemeinden wie Dingolshausen erkannt und drängen auf eine Sanierung. Es wäre zu wünschen, daß hier Gemeinden, Landkreise und der Freistaat an einem Strang ziehen, um diese für die gesamte Region wertvolle Bahnstrecke zu erhalten.
Mit einem Apell an alle Mitglieder sich rege am Verbandsleben zu beteiligen beendete Vorsitzender Dr. Christian Loos die Tagung.
Berliner Platz nur noch für Autofahrer? Fußgänger künftig zu Umweg gezwungen
09.11.2009
Mit wachsendem Befremden beobachtet der Kreisverband Mainfranken-Rhön des
Verkehrsclub Deutschland (VCD) die derzeitigen Baumaßnahmen im Bereich des Berliner Platzes. "Fußgänger sind an manchen Stellen in dieser Stadt wohl nicht mehr erwünscht", ärgert sich VCD-Kreisvorsitzender Dr. Christian Loos. "Nach dem Umbau müssen diese Umwege von über 30 Metern auf sich nehmen. Das Signal ist klar: Fußgänger hatten in der Planung keine Priorität!"
Hintergrund der VCD-Beschwerde ist die bereits jetzt zu erkennende künftige Fußgängerführung im Bereich der Einmündung der Schweinfurter Straße in den "Berliner Ring". Die bisherigen Zebrastreifen am Kreisverkehr wurden aufgelassen. Fußgänger müssen an dieser Stelle künftig 30 Meter stadtauswärts in die Schweinfurter Straße laufen, um dort mit Hilfe einer Ampel die Straße queren zu können und auf der anderen Seite denselben Weg wieder zurück zu legen. Der direkte Weg wird ihnen durch die Anlage von Blumenbeeten - und vielleicht auch durch ein Geländer - im wahrsten Sinne des Wortes "verbaut". "Diese Maßnahme berücksichtigt allein die Interessen der Autofahrer. Hinter "Sicherheitsbedenken" werden hier die Fußgänger und Radfahrer als " Verkehrsteilnehmer Zweiter Klasse" eingestuft, meint der stellvertretende Vorsitzende Werner Raithel-Groß. "Fußgängerwerden nicht nur zu einem Umweg gezwungen, sie bekommen mit der Ampel auch die 'Vorfahrt' genommen, die ihnen bislang am Zebrastreifen garantiert war."
Der VCD weist darauf hin, dass fachliche Untersuchungen aufzeigen, dass gerade Fußgänger sich in hohem Maße als "umwegeempfindlich" erweisen. Werden diese durch planerische Schikanen zu Umwegen gezwungen, suchen Passanten oft den kürzesten Weg, der nach einiger Zeit als Trampelpfad erkennbar wird. "Planerische Fehlentscheidungen werden durch den
menschlichen 'Herdentrieb' so manches Mal korrigiert", so Raithel-Groß weiter. "Zu wünschen wäre allerdings, dass die Verwaltung von selbst ihre Windschutzscheibenperspektive korrigiert und die legitimen Interessen der Fußgänger und Fahrradfahrer am Berliner Ring besser berücksichtigt."
VCD: Parkgebühren in Würzburg fantasievoll gestalten!
03.10.2009
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Kreisverband Mainfranken-Rhön schlägt
eine fantasievolle, aber relevante Erhöhung der Parkgebühren in Würzburg
vor.
Dass eine Erhöhung notwendig ist, wurde von OB und WVV schon dargelegt und ist angesichts der regelmässigen Erhöhungen bei Bus und Bahn auch nur gerecht.
Jedoch sollte eine Erhöhung mit einem Betrag, der wenig Wechselgeld (welches über Personal Kosten für die Stadt bedeutet) erfordert, z.B. 50 Cent pro Stunde erfolgen, wobei dann aber dieser Betrag mittels des Parkschein an einen anderen Tag für einen Verbundfahrschein im vvm in voller Höhe angerechnet werden kann.
Dieses Modell existiert, z.B. bei dem Toilettenmodell "Sanyfair" an Autobahnraststätten, wo man mit der Gebür sich dann etwas mit kaufen kann im angeschlossenen Laden.
Parkscheine können in unserem Modell gesammelt werden und sind übertragbar.
Anders als bei der bisherigen Regelung werden so Autonutzer animiert, auch mal Bus und Bahn zur Gesamtanreise zu nutzen und nicht erst, wenn man schon mitten in der Stadt parkt.
Diese Regelung stellt eine sogenannte win-win Situation dar. Nutzer haben eigentlich keinerlei Erhöhung, da eine Gegenleistung erfolgt. DB, WSR und andere profitieren von einer höheren Auslastung der Fahrzeuge und Gewinnung von Neukunden, die teilweise noch nicht mit "Öffentlichen" in Mainfranken gefahren sind. Anrechnungsssysteme und Rückvergütungen sind heutzutage allgegenwärtig und können später elektronisch erfolgen.
Der VCD hatte bereits vor Jahren ein ähnliches Modell vorgeschlagen und seither auf seiner hompage unter http://www.vcd.org/vorort/mainfranken-rhoen/themen/nahverkehr/parkplusticket/ veröffentlicht.
Unabhängig von diesem Vorschlag empfielt der VCD, Parkgebühren in Abhängkeit von der Entfernung zum Markplatz zu staffeln, da die Auslastung von Parkgaragen oft wenige Hundert Meter vom Markplatz drastisch geringer ist.
Pressemitteilung des VCD Kreisverbandes Mainfranken-Rhön zum Park(ing) Day 2009 am Freitag, 18. September 2009
11.09.2009
"Innenstädte sind nicht allein zum Parken da!", um diese
Selbstverständlichkeit stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken,
veranstaltet der VCD Kreisverband Mainfranken-Rhön am Freitag, 18.
September 2009, von 11 bis 19 Uhr den ersten Würzburger "Park(ing) Day".
Mit einem kleinen Zaubertrick, einer "Verwandlung" zweier Parkplätze in
der Eichhornstraße (Ecke Wilhelmstraße / Martinstraße) möchte der
Kreisverband des ökologischen Verkehrsclub Deutschland zumindest an einem
Tag aufzeigen, dass die Innenstadt durch die "Umwidmung" von Parkplätzen
in Grünflächen nur gewinnt. Die Idee zu diesem weltweit am 18. September
durchgeführten Aktionstag stammt aus den USA: Durch die zeitweilige
"Zweckentfremdung" von Parkraum soll aufgezeigt werden, dass
"PKW-Parkplätze" ganz schnell zu "Innenstadt-Parkanlagen" werden können.
An diesem einen Tag demonstriert der VCD an einer Stelle, wie dies auch in
Würzburg ausschauen könnte. Die Aktion reiht sich in das Programm der
Europäischen Mobilitätswoche ein, die vom 16. bis zum 22. September "Für ein besseres Klima in der Stadt" wirbt. Damit sollen die Bürger zur verstärkten Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, des Fahrrads und der eigenen Beine animiert werden, damit die Innenstädte von Autoverkehr entlastet werden und freier atmen können.
Strassenbau-Orgien Einhalt gebieten!
24.07.2009
Der Kreisverband Mainfranken-Rhön des Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V.
wendet sich sowohl gegen den Bau der Westtangente (B26n), wie auch einer
"Nordumgehung" von der B19 bei Ikea zur B8 durch Lengfeld und das
Gewerbegebiet Ost.
Ergänzend zu den zahlreichen, richtigen Argumenten, die in den Medien gegen diese millionenschwere Bauprojekte genannt werden, weist der VCD eindrücklich darauf hin, dass - fachlich belegt - Strassenbau Verkehr erzeugt und somit eine anfangs (relativ geringe) Entlastung des Stadtringes und anderer Stadtstrassen mit der Zeit durch neuen Auto- und LKW-Verkehr wieder aufgebraucht wird.
"In der Summe haben wir dann mehr Straßenverkehr, damit mehr Abgase, Feinstaub und Lärm in der Region Würzburg," mahnt Dr. Christian Loos, Vorsitzender des Kreisverbandes. "Zudem wird eine Menge an Geld verbaut, dass der Bund somit nicht für dringlich benötigte Schienenprojekte bei der Bahn und der Strassenbahn ausgeben kann und will", so Dr. Loos weiter.
Insofern ist es dem VCD schleierhaft, wieso der Stadtrat sich mehrheitlich für den Autobahnbau ausspricht, der keine Entlastung bringt, jedoch Touristen vergrault, Landwirtschaft und Weinbau beeinträchtigt und erhebliche Steuergelder verbraucht.
Der VCD plädiert stattdessen dafür, den Strassenbahnausbau zu beschleunigen (eine Strecke nach Estenfeld/Kürnach über IKEA und mit Abzweig nach Versbach ist einfach zu bauen und entlastet die B19 erheblich) und sich bei Land und Bund für den Ausbau der Bahn in der Region Würzburg einzusetzen. Zahlreiche neue und sanierte Haltepunkte an den DB-Stecken zusammen mit einem attraktivem Fahrplan holen Autofahrer auf die Schiene, neue Überhol- und Ausweichgleise verhindern, dass sich zunehmen Fern-, Güter- und Nahverkehrszüge behindern und reduzieren die LKW-Belastung.
Um die Luftqualität in der Kessellage Würzburgs rasch zu verbessern, schlägt der VCD ein Umweltzone analog anderer Großstädte vor.
Straßenverkehrslärm belastet die Gesundheit / Kommunen und Bürger sind gefordert
28.04.2009
Rund 50 Millionen Menschen leiden deutschlandweit unter Straßenverkehrslärm. Nicht ohne Grund: Aufgrund der Zunahme des Pkw- und Lkw-Verkehrs in den letzten Jahren ist der Lärm trotz verschiedener Lärmminderungsmaßnahmen nahezu konstant hoch geblieben. Dauerhafter Lärm gefährdet die Gesundheit, da er das Risiko von Herz- und Kreislaufkrankheiten durch Stress erhöht. Um diese Gesundheitsbelastung zu verringern, sind Politik und Bürger gleichermaßen gefordert. Darauf verweist der Kreisverband Mainfranken-Rhön des Verkehrsclubs Deutschland e.V. (VCD) anlässlich des Internationalen Tages gegen Lärm am 29.4.09 und gibt Tipps, wie jeder Einzelne zur Lärmvermeidung beitragen kann.
"Die Hauptursache für Straßenlärm ist das Rollgeräusch der Fahrzeugreifen.
Ab etwa 30 km/h sind die Reifen die dominante Geräuschquelle am Auto, und
mit wachsender Geschwindigkeit nimmt dieser Lärm zu", erklärt Dr. Christian Loos vom VCD-Mainfranken-Rhön. "Deswegen sollten Autofahrer auf leise Reifen und den optimalen Reifendruck achten." Ein weiterer Tipp: Je langsamer gefahren und je früher hochschaltet wird, desto geringer ist der Motorlärm. Wenn das Auto länger als zehn Sekunden steht, sollte der Motor ausgeschaltet werden. Das sorgt nicht nur für mehr Ruhe, sondern spart auch Sprit. Besonders nachts sollte darauf geachtet werden, Autotüren nicht laut zuzuschlagen - auch das verringert die Lärmbelastung. Wer im Auto gern Musik hört, sollte darauf achten, nicht die ganze Umgebung zu beschallen: Nicht nur die Nerven der Mitmenschen könnten darunter leiden, auch die eigenen Konzentrationsfähigkeit nimmt ab. "Der einfachste Weg, Straßenlärm zu verringern, ist aber immer noch, das Auto häufiger stehenzulassen, unnötige Fahrten zu vermeiden und kurze Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen", so Loos.
Der Kreisverband Mainfranken-Rhön fordert die Bürger auf, sich auch in der Kommunalpolitik aktiv für mehr Lärmschutz einzusetzen. So könne man Druck auf seine Gemeinde ausüben, verkehrsberuhigte Bereiche und Geschwindigkeitsbegrenzungen auszuweiten. Diese senkten das Tempo von Autos und Lkw und verringerten so den entstehenden Lärm.
Sogenannter Flüsterasphalt auf Hauptstraßen könne die Lärmbelastung um bis
zu 80 Prozent senken. Auch könne die Kommune dazu angeregt werden, den
Fuß- und Radverkehr zu fördern. Dadurch werde der Verkehr vom Auto weg
verlagert, hin zu einer leiseren und dabei auch umweltfreundlicheren Mobilität.
Mehr Grün in der Stadt, in Würzburg u.a. im Rahmen der Umgestaltungen beim
Strassenbahnbaus und Ringparkerweiterungen im Zuge der geplanten
Gartenschau 2018 kann auch als Dämmung von Geräuschen und Luftverbesserung wirken. Dr. Loos: "Für viele Kommunen gibt es bereits Lärmkarten zur Lärmsituation vor Ort. Bei einer zu hohen Lärmbelastung sind nach europäischer Umgebungslärm-Richtlinie Aktionspläne vorgeschrieben, die eine Bürgerbeteiligung vorsehen. Interessierte können die Lärmkarten einsehen, sich informieren und an der Erstellung der Aktionspläne mitwirken." Weitere Informationen zum Tag gegen Lärm unter www.vcd.org.
VCD entsetzt über geplanten Tunnel durch den Steinberg. Verspäteter Aprilscherz?
11.04.2009
Der Kreisverband Mainfranken-Rhön des Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. hält den Bau eines Tunnels durch "den Stein" für völlig falsch. Die Verschandelung des Stadtbildes durch das Tunnelloch in der weltberühmten Weinlage Würzbürger Stein und die Brücke davor, gravierender als durch einzelne Neubauten in der Stadt, ist offensichtlich. "Jedoch wird nebem dem Tourismus auch der Weinbau durch Verlust wichtiger Flächen und die Abgase beeinträchtigt", zeigt Dr. Christian Loos, Kreisverbandsvorsitzender auf.
"Dabei wird die Anbindung durch Bus und Bahn für die Unikliniken durch die Verlängerung der Strassenbahn (hier wird künftig sicher Linie 1 & 5 zusammen für einen dichten Takt sorgen) massiv aufgewertet", ergänzt Werner Raithel-Gross, Vize im Kreisverband. Mit dem Auto werden dann nur noch wenige Angestellte und Besucher kommen, ist sich der VCD sicher. Zudem sind weitere Verbesserungen für Bewohner des Dürbachtals machbar.
Der Bus 13 als Zubringer zur neuen Strassenbahn sollte häufiger verkehren oder durch eine neue Linie, z.B. über Oberdürrbach nach Veitshöchheim ergänzt werden.
Ein neuer Haltepunkt "Neuer Hafen" an der DB-Strecke Würzburg - Veitshöchheim, wie vom VCD schon mehrfach vorgeschlagen, bringt dann Personen aus Ober- und Unterdürrbach mit nur einmal Umsteigen in die DB-Züge flott in die Innenstadt, ins untere Frauenland oder nach Heidingsfeld.
Im Übrigen ist bekannt, dass mehr Strassen noch mehr Autoverkehr erzeugen. Daher lehnt der VCD auch den Ausbau des "Steinleins" ab. Ein weiteres Arguemnt gegen das Unsinnsprojekt ist die demografische Entwicklung und die zunehmende Kraftstoffknappheit, weswegen der Autoverkehr tendenziell abnimmt.
Die eingesparten Gelder für den teueren Tunnel- und Brückenbau sind besser für Maßnahmen im Schienennetz angelegt. Ferner sind die Unterhaltskosten für den Tunnel, die die Stadt alleine tragen muss, noch nicht berücksichtigt.
"Verschwiegen wird im Artikel der geplante Bau einer Trabantenstadt am Rotkreuzhof", so Dr. Loos weiter. "Nach einer neuen Studie, die der Stadt vorliegt, besteht große Nachfrage nach Wohnungen in zenraler Lage (Innenstadt, Zellerau, Sanderau, Frauenland)", weiß der VCD-Kreisvorsitzende. Auch empfielt der VCD hier die Linie der Stadt München, neue Siedlungen an bestehenden oder geplanten Schienenstrecken (Straba oder DB) zu erstellen.
VCD KV Mainfranken-Rhön: Straßenbahn in der Theaterstraße bringt mehr an Kaufkraft!
08.04.2009
"Die neue Straßenbahnlinie 6 durch die Theaterstraße ist ein echter Gewinn für die Innenstadt" - so die Überzeugung des VCD Kreisverbandes Mainfranken-Rhön. "Dieser wird sich für die Geschäftsleute letztlich auch in barer Münze auszahlen", so zeigt sich Kreisvorsitzender Dr. Christian Loos überzeugt. "In allen Städten, in denen Straßenbahnen neu angelegt wurden, sind die umliegenden Grundstücke im Wert gestiegen. Und neue Kunden kamen mit der Straßenbahn." Die Ängste einiger weniger
Geschäftsinhaber im Umfeld der Theaterstraße, durch die die neue Straßenbahnlinie 6 zum Hubland geführt werden soll, hält er daher nicht für nachvollziehbar. "Das Gegenteil des Befürchteten wird eintreten: Die Theaterstraße mit Straßenbahn wird zur Flaniermeile und eine neue Straba-Haltestelle am Bürgerspital wird bis in die Semmelstraße ausstrahlen, die sich dadurch - wie die Theaterstraße - als Einkaufsort
ganz neu positionieren kann."
Der VCD steht hinter der Linienführung der geplanten Straba-Linie 6 durch die Theaterstraße. "Ausdrücklich möchten wir die Stadt bestärken, diese Planungen weiter zu verfolgen", so Loos. In vielen Städten wurde die Straßenbahn wieder ins Zentrum geholt, so zum Beispiel in Straßburg.
Sicher brachte die Bauphase Einschränkungen mit sich, doch würde sich dort heute niemand mehr die Tram wegwünschen. "Eine Straßenbahnlinie führt nicht automatisch zu Umsatzeinbrüchen", betont Werner Raithel-Groß, stellvertretender VCD-Vorsitzender. "Kunden kommen schließlich auch mit der Straßenbahn und nicht nur mit dem Auto!" Der VCD lehnt es daher ab, ausschließlich Autofahrer als potenzielle Kunden zu sehen. Die Linienführung der Strabalinie 6 durch die Theaterstraße ermögliche vielmehr eine Entwicklungsperspektive für die Theater-, Spiegel- und Semmelstraße. Aus diesen drei Straßen wird eine attraktive neue
Flaniermeile in der sich Fußgänger wohlfühlen und die somit die Kundschaft anlocke und nicht abschrecke. Dies haben im übrigen schon einige der dort ansässigen Geschäftsleuten erkannt, weiß der VCD.
VCD KV Mainfranken-Rhön zur öffentlichen Präsentation der zehn "Siegerentwürfe" zum Architektur-Wettbewerb "Leigton-Areal"
06.04.2009
Der VCD Kreisverbnd Mainfranken-Rhön begrüßt die aus verkehrlicher Sicht richtigen Ansätze, die in mehreren der zehn weiterverfolgten Entwürfen zu erkennen sind.
"Neben einer zwar grünen, aber auch urbanen, kompakten Gestaltung sehen wir kurze Wege für Fußgänger, sowohl von den Wohngebieten als auch vom Uni Bereich zu den Einrichtungen und vor allem zu den Strassenbahnhaltestellen als wichtig an", betont der VCD-Kreisvorsitzende Dr. Christian Loos.
"Um den unerwünschten KFZ-Durchgangsverkehr mitten durch den Stadtteil in seinen sensiblen Wohn- und zentralen Bereichen zu vermeiden, sind die Straßenverbindungen im Bereich der alten Rottendorfer Strasse zu unterbrechen", ergänzt Werner Raithel-Gross, stellvertretender VCD-Kreisvorsitzender.
Der VCD ist nicht nur bei den Bürger-Anhörungen vertreten, sondern hat bei der Preisverleihung am vergangenen Mittwoch die Entwürfe genauer studiert und erste Gespräche geführt.
Der VCD als Umwelt- und Verbraucherverband sieht die Verkehrsvermeidung, u.a. durch richtige Stadtplanung zu erreichen, als primäres Ziel an, gefolgt von der Verlagerung auf umweltverträgliche Verkehrsmittel. In Würzburg hat dazu der VCD Kreisverband eine Arbeitsgruppe zur Stadtentwicklung etabliert.
VCD Mainfranken-Rhön zur Diskussion über den Ausbau der A3:
02.02.2009
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Kreisverband Mainfranken-Rhön lehnt den
Aus- und Neubau von Fernstrassen aus Gründen des Klimaschutzes und
begrenzter finanzieller Ressourcen ab, nachdem in Deutschland das am
Besten ausgebaute Autobahn und Bundesstrassennetz der Welt existiert.
"Jedoch ist es uns klar,", so der Vorsitzende Dr. Christian Loos, "daß
ein "Nadelöhr Heuchelhof" bei sonst durchgehend 6-streifig zwischen
Frankfurt/Aschaffenburg und Biebelrieder Kreuz ausgebauter A3
Ausweichverkehr durch das Stadtgebiet von Würzburg bedeutet."
Jedoch sollte nicht jetzt die eine oder andere Variante durchgepeitscht
werden, sondern sorgfältig alle Vor- und Nachteile unter Einbeziehung der
Bevölkerung und aller relevanter Verbände geprüft werden, was bisher
versämt wurde, bevor Millionen falsch investiert werden, meint der VCD.
"Zudem erhöht ein generelles Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen
(welches aber auch kontrolliert werden muß) die Leistungsfähigkeit des
Autobahnnetze ohne daß es etwas kostet und vermindert zudem Lärm und
Feinstaub" ergänzt Werner Raithel-Groß, stellvertretender Vorsitzender im
VCD-Kreisverband.
Ein guter Schutz der Menschen vor Lärm und Feinstaub erfordert aber nicht
nur bei den Strassen bauliche und andere Maßnahmen, sondern auch einen
intelligenten, lärmreduzierten Ausbau von Schienenstrecken und Bahnhöfen
in der Region Würzburg. Nach den Grundsätzen von Bund und Freistaat Bayern
"Schiene vor Straße" ist der Personennah-, Personenfern- und Güterverkehr
schwerpunktmäßig auf die Schiene zu bringen, was in den letzten Jahrzenten
nur unzureichend geschah, erklärt der VCD.
Ein flächenhafter Ausbau der Schienestrecken zu einem leistungsfähigen
Netz, u.a. durch Ausbau der Werntalbahn zwischen Gemünden und Schweinfurt
oder der Lückenschluß "Werrabahn" zwischen Thüringen udn Coburg ermöglicht
auch eine bessere Verteilung des Güterverkehr, so daß nicht alle Zuwächse
durch Würzburg führen müssen.
"Dürrbachau endlich ernst nehmen"
Leserbrief zum Artikel: "Dürrbachau endlich ernst nehmen", erschienen im Volksblatt am Mi. 14.1.09
Der Artikel stellt eine gute Analyse der Entwicklung und Ist-Situation des Stadtteils dar. Vieles kann nicht oder nur langfristig wett gemacht werden.
Aus Sicht des VCD gibt es jedoch die Möglichkeit "Konjunktur-Millionen" von Bund oder Land zu nutzen, um die Bahn-Anbindung zu verbessern. Dann profitieren Einwohner und Arbeitnehmer direkt, aber auch indirekt durch Minderung des Autoverkehrs.
Dazu stellt der VCD sich einen neuen DB-Haltepunkt im neuen Hafen (etwa an
der Bahn-Unterführung der Nördlichen Hafenstrasse) vor, an dem von den Bussen aus der Richtung Unter/Oberdürrbach umgestiegen werden kann, um den Hauptbahnhof, aber auch Rottendorf, Kitzingen, Ochsenfurt und bald auch
Heidingsfeld schnell zu erreichen.
Ausserdem muss der (auf Würzburger Grund existierende) Haltepunkt "Zell" zur Brücke Rothofstrasse verschoben und modernisiert werden. Dann kann nicht nur auch dort direkt in Busse umgestiegen werden, sondern beide Bahnhöfe sind auch gut zu Fuß oder mit dem Rad für Bewohner von (und Arbeitnehmer in) der Dürrbachau erreichbar.
Mit den neuen, schnellen Zügen von DB Regio, die ab Dezember verkehren,
wird ein rasches Fortkommen Richtung Stadt und Gemünden im dichten Takt
ermöglicht.
Dr. Christian Loos
Vorsitzender des VCD KV Mainfranken-Rhoen e.V.
Die Fahrradsaison 2009 hat begonnen. Tipps für Alltagsradfahrer im Winter.
01.01.2009
Die Fahrradsaison 2009 hat am 1.1.2009 angefangen. Darauf weist der VCD
Kreisverband Mainfranken-Rhön hin.
Zahlreiche Menschen nutzen das ganze Jahr über das günstigste
Verkehrsmittel Fahrrad, um damit ihre Wege zur Arbeit, Schule, Hochschule,
Einkauf oder Besuchen zurückzulegen. "Selbst im tiefsten Wintermonat
Februar beträgt der Verkehrsanteil des Fahrrads 7 Prozent; zum Vergleich:
Pkw liegen bei etwa 40 Prozent", weiß Dr. Christian Loos, der Vorsitzende
des VCD Kreisverbands. Bis zum Sommer verdopple sich der Anteil der
Radfahrer, wenn die Freizeitradler hinzukommen.
Der VCD bedankt sich ausdrücklich bei allen, die mit dem Fahrrad unterwegs
sind. Sie schonen das Klima. Sie schonen die Menschen, weil sie keine
Abgase und so gut wie keinen Lärm erzeugen. Sie machen den Verkehr
sicherer, weil von einem Fahrrad fast keine Unfallgefährdung für andere
ausgeht. Und sie sorgen dafür, daß in den Städten der Verkehr nicht völlig
zusammenbricht. "Würden die Alltagsradfahrer in Autos umsteigen, wäre der
Stau doppelt so lang", prophezeit Loos.
Im gerade beendetem Jahr 2008 hat der Radverkehr deutlich zugelegt. Der
VCD-Vorsitzende kommentiert: "Wir hoffen natürlich, daß dieser Trend
anhält und nicht nur den hohen Benzinpreisen zu verdanken war." Jeder, der
regelmäßig mit dem Rad fährt, profitiert nicht nur im Geldbeutel, sondern
gewinnt auch wesentlich an Gesundheit und körperlichem Leistungsvermögen.
"Wer täglich 30 Minuten körperlich unterwegs ist, bleibt gesünder, lebt
länger und altert wesentlich langsamer, als Dauerautofahrer", zitiert Loos
einen Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO. "Und Spaß macht
Radfahren an einem sonnigen, klirrend-kalten Wintertag auch noch."
Für Alltagsradfahrer hält der VCD ein paar Wintertipps bereit:
- Meiden Sie im Winter ungeräumte oder vereiste Radwege. Bei geräumter
Fahrbahn neben unbefahrbaren Wegen entfällt die Pflicht, den Radweg zu
benutzen. Auf der Fahrbahn ist Radfahren nicht nur im Sommer sicherer,
sondern erst recht bei Eis und Schnee. Kommt es dagegen auf glatten
Radwegen zu einem Sturz, haften Sie auch noch meist selbst für den
Schaden.
- Nutzen Sie gute, möglichst nässeunabhängige Bremsen. Im Winter ist eine
Trommel-, Rollen- oder Rücktrittbremse geeigneter als eine Felgenbremse.
Aber auch bei Felgenbremsen kann ein Belagwechsel die Griffigkeit bei
Nässe erhöhen. Bei Problemen mit vereisten Zügen tauen Sie das Rad auf und
spülen die Zughüllen mit einem dünnflüssigen Öl.
- Achten Sie auf wintergerechte Reifen. Eventuell ist es angebracht, einen
alten, verhärteten Reifen durch einen neuen zu ersetzen. Übermäßiges
Profil ist aber nicht notwendig, weil es den Grip nicht erhöht. Wer
außerhalb der Räumzeiten unterwegs ist, montiert am besten einen der
zahlreichen Spikes-Reifen, die bei Fahrrädern völlig legal verwendet
werden dürfen. Breitere Reifen vermindern das Einspuren in Schneerillen
und können notfalls mit abgesenktem Druck gefahren werden, um die Haftung
zu erhöhen.
- Eine gute Beleuchtung erleichtert das Fahren in der "dunklen
Jahreszeit". Standard ist inzwischen ein Nabendynamo und mit einer
zweiadrigen Verkabelung daran angeschlossen ein LED-Rücklicht und ein
heller, moderner LED-Scheinwerfer. Diese Investition lohnt sich, denn
damit hat man immer ein ausfallsicheres Licht dabei. Von Akku-Leuchten rät
der VCD eher ab. Nur die im oberen Preissektor bringen einigermaßen helles
Licht auf die Straße. Zudem sind sie nur an Rennrädern zulässig.
- Korrosion am Rad durch den übermäßigen Streusalzeinsatz beugt man - am
besten schon vor Winterbeginn - mit einer Schutzschicht aus Wachs vor.
Aber auch jetzt kann man Salz und Dreck mit warmem Wasser aus einer
Gießkanne vorsichtig abduschen und danach eine Schutzwachs-Schicht
auftragen.
VCD: Neu- und Ausbau von Schienenwegen statt Straßenbau sind angesagt!
19.12.2008
Mit dem fortgesetztem Bau neuer Straßen lenkt Deutschland, aber auch Bayern in eine wirtschafts- und klimapolitische Sackgasse. Dies kritisiert der Verkehrsclub Deutschland (VCD) KV Mainfranken-Rhön e.V. anlässlich des Treffens der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten zum zweiten Konjunkturpaket am Donnerstag. Statt mit Milliarden an Steuergeldern die Landschaft weiter zuzubetonieren, müssten die Mittel in die Sanierung des bestehenden Straßen- und Schienennetzes sowie v.a. in den Ausbau der Bahninfrastruktur eingesetzt werden. Gerade Mainfranken hat hier einen ernormen Nachholbedarf. Mit einem der dichtesten Straßennetze der Welt sei der Bedarf an Straßen in Deutschland, gerade auch in Franken, längst gesättigt, die Bahn darf aber ihre Potentiale nicht ausspielen, so der VCD. Dr. Christian Loos, VCD-Kreisvorsitzender: "Dass neue Straßen die Wirtschaft ankurbeln und mehr wirtschaftliches Wachstum brächten ist einlängst überholter Mythos. Fest steht dagegen, dass durch mehr Straßen wie z.B. die Westumgehung (B26n) eine klimafeindliche Verkehrspolitik auf Jahrzehnte zementieren würde. Pkw- und Lkw-Verkehr, Flächenverbrauch, Lärm, CO2-Emissionen sowie der Ausstoß anderer Schadstoffe würden weiter zunehmen und die Umwelt und unsere Gesundheit noch stärker belasten." Der Straßenverkehr trägt mit jährlich rund 150 Millionen Tonnen CO2 zu 18 Prozent zum deutschlandweiten CO2-Ausstoß bei. Um die Klimaziele und die Ziele zur Reduzierung des Flächenverbrauchs tatsächlich zu erreichen, muß dringend eine Wende hin zu einer umwelt- und klimaschonenden Verkehrspolitik eingeläutet werden. Loos: "Wir müssen die Krise als Chance nutzen und jetzt den Grundsteinlegen für eine intelligente und zukunftsfähige Mobilität legen. Angesichts des Klimawandels und eines drohenden Güterverkehrskollapses ist es unerlässlich, mehr Menschen und Güter auf die umweltfreundlichere Schiene zu bekommen. Dafür müssen unter anderem mehr Investitionen in regionale Schienenstrecken, z.B. die Frankenbahn Richtung Heilbronn und die Mainschleifenbahn nach Volkach fließen und der Schienengüterverkehr, insbesondere die mainfränkische Hauptlastrecken von Gemünden mit Knoten Würzburg Richtung Nürnberg und Ansbach, gestärkt werden." Im Nahverkehr sind zusätzliche Haltepunkte zu schaffen, Takt- und Bedienzeiten zu verbessern und Umsteigen zu erleichtern, wie es der VCD in seiner Kampagne "Mainfrankenbahn" aufzeigt.
VCD Mainfranken freut sich über neue und durchgehende Züge zum Fahrplanwechsel. Würzburg und Schweinfurt werden auf der Schiene besser vernetzt.
13.12.2008
"Zum Fahrplanwechsel am 14.12. können sich die Fahrgäste in Mainfranken auf zusätzliche Züge freuen", stellt Dr. Christian Loos, Vorsitzender des Kreisverbandes des Umwelt- und Verbraucherverbandes Verkehrsclub Deuschland (VCD) fest. Zum einen wird der Regionalexpress (RE) Nürnberg - Bamberg - Schweinfurt bis nach Würzburg und teilweise sogar bis nach Frankfurt verlängert. Zusammen mit dem Regionalexpresslinien Hof - Bamberg - Würzburg und Erfurt - Würzburg gibt es künftg in zwei Stunden drei schnelle RE-Verbindungen zwischen Schweinfurt und Würzburg. Zusätzlich fährt weiterhin stündlich die Regionalbahn zwischen Würzburg und Schweinfurt. In diesem Rahmen wird auch nach vielen Jahren wieder eine umsteigefreie RE-Verbindung entlang des Mains zwischen Bamberg und Aschaffenburg geschaffen, was viele Fahrradfahrer freut, da das unbequeme Umsteigen in Würzburg entfällt. Zum anderen wird nach streckenausbau für Neigetechnik die Fahrzeit zwischen Würzburg und Erfurt weiter auf 2 Stunden und 20 Minuten verkürzt. Auch erfolgt eine Verdichtung der Regionalbahnen werktags auf einen Stundentakt zwischen Mellrichstadt und Schweinfurt. Als Wermutstropfen sieht jedoch VCD-Bahnexperte im Vorstand Werner Raithel-Gross, daß DB Regio in Bayern von den Landkreisen deutlich höhere Zuschüsse für die kostenlose Beförderung von Fahrrädern, fordert, so dass der VCD befürchtet, dass ein "Aus" für die wichtige Kombination der beiden umweltfreundlichen Verkehrsmittel "Zug"und "Fahrrad" droht. Der VCD fordert daher von der Bestellerbehörde des Freistaates, der BEG, die kostenlose Beförderung von Fahrrädern bei den künftigen Ausschreibungen von Zuglinien zu verankern, damit das Land Bayern nicht mehr der Willkür der Betreiber ausgeliefert ist.
Kooperation mit Carsharing-Betreiber
12.09.2008
Umwelt- und Verbaucherverband VCD Mainfranken e.V. und Carsharing-Betreiber "Kay-Bee CarSharin" besiegeln Kooperation in Würzburg. Der VCD sieht carsharing als ein Baustein zum nachhaltigen Umbau des Verkehrswesens an. Daher hat der VCD von Anfang an - neben Entwicklung und Vertrieb von Musterverträgen zum nachbarschaftlichen, privaten Auto teilen - in vielenStädten den Aufbau von Carsharing Organisationen unterstützt. Insofern sieht der VCD ein hohes Potential für die Groß- und Universitätsstadt Würzburg und freut sich, daß neben dem DB-Carsharing am Hauptbahnhof sich mit Kay-Bee CarSharing ein Unternehmen mit zwei Standplätzen (am Stift Hauck und Arndtstrasse in der Sanderau) etabliert hat. "Es entspricht den Zielsätzen sowohl des VCD, wie auch den Interessen des Carsharers Klaus Burmeister, das Autoteilen bekannt zu machen und auszuweiten" , so der VCD Kreisvorsitzender Dr. Loos. "Carsharing ist die preisgünstige Alternative zu wenig genutzten Privatautos, Zweitwagen oder Firmenwagen", ergänzt Klaus Burmeister. "Wenn ein PKW weniger als 12.000 km im Jahr gefahren wird, kann man mit Carsharing deutlich Geld sparen", so der Betreiber von Kay-Bee CarSharing weiter. Carsharing heißt, dass sich mehrere Personen ein Auto teilen. Man kann es stunden- oder tageweise buchen. So steht für viele Gelegenheiten ein Fahrzeug zur Verfügung - ob für den Umzug, für den Familienausflug, die Urlaubsfahrt oder den Einkauf. Außerdem wird dadurch ein umweltfreundliches Verkehrskonzept unterstützt, denn Carsharing reduziert die Zahl der Autos auf unseren Straßen und damit auch den Verkehr, den Parkflächenbedarf, und die Umweltschäden - und es trägt zur Einsparung von Energie und Rohstoffen bei. Carsharing ist somit eine ideale Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr und motiviert zu einem bewussteren Umgang mit dem Auto. Es ist noch weitgehend unbekannt, was Carsharing ist, so dass Carsharing immer wieder mit einem Autoverleih verwechselt wird. Carsharing hat aber einen festen Kundenkreis und ist flexibler. So kann man stundenweise und auch sehr kurzfristig ein Auto nutzen - ohne erneuten "Papierkram". DerVCD und Kay-Bee CarSharing in Würzburg wollen gemeinsam dazu beitragen, dieses umweltbewusste Verkehrskonzept bekannter zu machen und so dazu beitragen, dass mehr Würzburger auf öffentliche und umweltbewusste Verkehrsmittel (Bus, Bahn, Fahrrad) zurückzugreifen - und mit Hilfe von Carsharing nur dann ein Auto zu nutzen, wenn es wirklich notwendig ist."
VCD in Mainfranken unterstützt Vereinskollegen in Freising: "Fahrt zur Großdemonstration nach München am 6.9.08 !"
02.09.2008
Für 2,70 Euro nach München!
Der Kreisverband Mainfranken-Rhön des Verkehrsclub Deutschland (VCD) ruft
als Umweltorganisation auf auch vom Raum Würzburg aus zur
Großdemonstration "für die Bewahrung unserer Heimat" am Samstag, 6.
September 2008 nach München zu fahren. Es beginnt am 10:00 Uhr auf dem
Marienplatz mit der Auftaktkundgebung. Anschließend findet der
Demonstrationszug (über Isartor, Thomas-Wimmer-Ring, Karl-Scharnagel-Ring,
Von-der-Tann-Str.) statt, schließlich um 12:00 Uhr die Hauptkundgebung am
Odeonsplatz. Nach dem Ende um ca. 13:00h bleibt Zeit für einen Stadtbummel
oder eine Besichtigung.
"Mit den Regionalzügen von DB Regio ist es entweder mit Umsteigen in
Treuchtlichen oder in Nürnberg möglich, am selben Tag hin und zurück zu
fahren. Mit dem Bayernticket für 5 Personen, kommt jeder pro Fahrt auf nur
2,70 Euro" freut sich Dr. Christian Loos, Kreisverbandsvorsitzender. Das "Aktionsbündnis aufgeMUCkt" bei dem auch der örtliche VCD dabei ist und der "Bund Naturschutz in Bayern e.V." wollen als Veranstalter drei Wochen vor der Landtagswahl in Bayern zeigen, dass wir insbesondere durch den Bau einer 3. Start- und Landebau am Münchner Flughafen unsere bayerische Heimat bedroht sehen, aber auch durch den Bau weiter Autobahnen, wie auch der B26 n westlich von Würzburg und den Ausbau der Donau zwischen Straubing und Vilshofen und des Mains zu eienm toten Kanal und durch andere Natur- und Menschen verachtende Projekte.
Die VCD Kreisverbände, der Landesverband Bayern und der Arbeitskreis
Flugverkehr des VCD-Bundesverbands unterstützen diese Proteste
vollständig.
Am Flughafen München soll die Zahl der Passagiere von derzeit 34 Millionen
jährlich auf dann 58 Millionen gesteigert werden, dazu soll eine 3. Start-
und Landebahn gebaut werden. Der Flughafenchef spricht mittlerweile von
"einem Entwicklungspotential von 100 Millionen Passagieren jährlich", was
schließlich auch noch eine 4. Start- und Landebahn befürchten lässt.
Der VCD sieht für eine 3. Start- und Landebahn überhaupt keinen Bedarf, reicht doch das derzeitige leistungsfähige 2-Bahnen-System leicht für 50 Mio. Passagiere. Es soll jedoch nicht ein Flughafen für Bayern sein, sondern als "internationales Drehkreuz" fungieren, für Umsteiger aus halb Europa, im Konkurrenzkampf der großen Flughäfen untereinander - auch innerhalb Deutschlands, z.B. mit Frankfurt/Main. Diese Entwicklung würde die gesamte Region komplett "überrollen". Mensch und Natur bleiben dabei auf der Strecke. Gesundheitliche Schädigungen durch einen massiven Lärmteppich sowie Schadstoffe, Infrastrukturprobleme, Wertverluste bei Immobilien, deutliche Einschränkung der Lebensqualität, usw. wären die Folgen.
Der VCD weist darauf hin, dass der Flugverkehr mittlerweile schätzungsweise 9 % zum globalen Treibhauseffekt beiträgt. Dabei wird Kerosin nach wie vor nicht besteuert und durch die Steuerbefreiung entgehen knapp sieben Milliarden Euro jährlich. Alfred Schreiber vom VCD-Arbeitskreis Flugverkehr "Kerosin muss endlich besteuert werden! Wir können es uns nicht mehr leisten, in Zeiten von Klimaschutz und knapper werdenden Ressourcen - wie Erdöl - den Flugverkehr weiterhin zu hofieren.
Wir dürfen es nicht zulassen, dass alle anderen Maßnahmen zum Klimaschutz
dadurch wieder zunichte gemacht werden". Das vom BN in Auftrag gegebene
Gutachten des renommierten Wuppertal-Institutes zeigt dies in eindrucksvoller Weise auf.
Auch das wertvolle Maintal bei Himmelstadt soll durch die B26n im
Autobahnmaßstab zerstört werden, damit aber auch Anbauflächen für Wein und
andere Landwirtschaft und die Tourismusregion insgesamt. Eine Bürgerinitiative und zahlreiche Kommunen engagieren sich seit Jahren dagegen (www.msp-autobahn.de)
Wider besseren Wissens möchte die CSU-geführte Bayerische Staatsregierung
auch einen Ausbau der - noch - natürlich fließenden Donau zwischen Straubing und Vilshofen. Es ist dies gegen den Willen des Bundestages, gegen EU-Recht, gegen die Menschen am Fluss, den Hochwasserschutz und die Natur. Und dies, obwohl umweltverträgliche Alternativen für einen schonenden Ausbau möglich wären. Die geplanten Staustufen würden die Donau und ihre einzigartigen Auwälder völlig zerstören. Es handelt sich mit der Isar-Mündung um einen der letzten großen Auwälder Mitteleuropas! Auch der Main soll weiter kanalisiert werden.
In ganz Bayern regt sich Widerstand gegen Verkehrs-Großprojekte der
Bayerischen Staatsregierung.
Überzogene Abstrafung einer Stammkundin - miserable Situation der Radfahrer in Würzburg wird auch am Hauptbahnhof offenkundig !
28.08.2008
Zum Artikel in der Mainpost vom 28.8.08 "Rad entfernt: das ist eine Frechheit" nimmt der VCD Mainfranken-Rhön wie folgt Stellung: Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Kreisverband Mainfranken-Rhön e.V., aufgeschreckt durch den Bericht über die gewaltsame Entfernung eines Fahrrades durch die DB, fordert energisch auf, die seit vielen Jahren untragbaren Zustände für radfahrende DB-Kunden rasch zu verbessern. Konkret heißt dies erstens im Zuge eines Bahnhof-Gesamtkonzeptes sofortige Planung einer sogenannten Fahrradstation, d.h. eines bewachten Radparkhauses mit geringer Nutzungsgebühr und weiteren Serviceleistungen - ideal für Pendler wie Frau Müller - und zweitens ungehende Installation einer großen Anzahl von Fahrradabstellbügeln nach Stand der Technik auf DB-Gelände und städtischen Grund. "Die jetzige Fläche ist nicht nur zu klein (Fahrräder beschädigen sich gegenseitig), sondern bietet auch keine diebstahlsichere Anschlußmöglichkeit von Rahmen und Vorderrad mit einem Bügelschloß (wie dies z.B. ein Verkehrsschild ideal darstellt)", weis Dr. Christian Loos, Kreisverbandsvorsitzender des VCD. "Solche geeigneten Ständer kann man - in geringer Anzahl - mehrfach in der Stadt sehen, z.B. am Kreisverkehrsplatz Semmelstraße oder vor dem Adami-Bad", so Loos weiter. Diese Ständer werden auch nach Errichtung einer Rad-Station sicher weiter gut angenommen werden, räumt der VCD hier Bedenken aus. Solche Fahrradstationen sind seit Jahren in vielen Städten erfolgreich in Betrieb, so beispielsweise in Freiburg, Münster oder Oberhausen. Irritiert hat den VCD zudem der Umgang der DB mit der Stammkundin. Sicher ist auch der VCD dafür, daß andere Verkehrsteilnehmer, v.a. Fußgängerund Mobiltätseingeschränkte durch abgestellte Räder nicht behindert werden. Jedoch hätte zunächst ein Zettel am Rad mit dementsprechenden Hinweis genügt. Auch eine Gebühr zu verlangen, hatte die Kundin doch schon den Schaden mit dem Schloß, ist überzogen. Dabei fällt dem Innenstadtbewohner Dr. Loos auf, daß an einigen Stellen inder Stadt - etwa am Brunnen Semmelstraße oder an Verkehrszeichen auf dem beengten Gehweg der Eichhornstraße einige unansehnliche Räder monatelang standen, bevor eingeschritten wurde. Wenn Autos hingegen so abgestellt werden, daß nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer behindert werden, z.B. auf Gehwegen, Radwegen oder an Kreuzungen, so besteht weder Unrechtsbewußtsein, noch wird abgeschleppt. So wird mit unterschiedlichen Maß gemessen, resümiert der VCD.
Erfolgreicher Güterverkehr auf der Bahn blockiert Ausbau des Schienen-Nahverkehrs in Würzburg - künftige Bedürfnisse und Verkehrsströme der Bahnen beim Ausbau und Bebauung des Hauptbahnhofareals beachten!
05.08.2008
Der Kreisverband Mainfranken des Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. begrüßt, dass nun auch die Entwicklung des Areals der Faulenberg-Kaserne gedanklich angegangen wird und hierbei eine gute verkehrliche Anbindung angesprochen wird. Diese ist in hoher Qualität einfach zu erreichen, wenn an der DB-Strecke entlang der Nürnberger Strasse ein Haltepunkt wieder errichtet wird und alle Regionalbahnen nach Kitzingen bzw. Schweinfurt dort halten. "Mit den spurtstarken, modernen Triebzuegen, die die DB Regio künftig auf diesen Strecken einsetzt, wäre dies von der Fahrzeit her kein Problem, jedoch ist die Trasse leider so ausgelastet, dass dies nicht möglich ist," weiß Dr. Christian Loos, Vorsitzender des VCD Kreisverbandes. "Wir freuen uns zwar über die zunehmende Verlagerung von Gütern von der Straße auf die Schiene, jedoch müssen die Bedürfnisse des Nahverkehrs auch beachtet werden, zumal auch künftig mehr ICEs auf auf der Linie nach Nürnberg fahren", so Loos weiter. Der VCD fordert, sofort Überlegungen anzustellen, auf welche Weise ein Ausbau der Bahnstrecken vom Würzburg Hauptbahnhof nach Rottendorf bzw. Iphofen am besten erfolgen kann. Dass durch diese Maßnahme automatisch Lärmschutzmaßnahmen gebaut werden betont der VCD hier ausdrücklich. "Mit diesem Ausbau-Projekt kann auch ein - in der öffentlichen Diskussion oft genannter - Haltepunkt "Wöllrieder Hof" geschaffen werden, der das gesamte Hochschulgelände, Gerbrunnn und das Gewerbegebiet Ost gut an die Region anbinden kann", ergänzt Werner Raithel-Gross, stellvertretender Vorsitzender des VCD-KVs. Ein weiteres Problem sieht der VCD darin, dass einige Bahnflächen am Hauptbahnhof für andere Nutzungen heiß begehrt sind. Der VCD stellt hierk lar, dass sowohl für zunehmde Zugfrequenzen aller Bahnsparten, aber auch für künftige Umbaumaßnahmen, wie die Entflechtung der verschiedenen Gleistraßen, Platz reserviert werden muss. Die Finanzierung (Angelegenheit des Bundes) der dargestellten Massnahmen sollte - nicht nur nach Ansicht des VCD - aus zusätzlichen Töpfen efolgen, da in Deutschland die Investionsmittel für den Schienenverkehr ohnehin schon sehr gering sind.
Bahnhaltepunkte in Reichenberg und Heidingsfeld sind Chancen für einen Zuwachs an Bus- und Bahnkunden
02.08.2008
"Der neue Bahnhaltepunkt in Reichenberg, der Ende 2009 in Betrieb gehensoll, stellt eine Chance für den ÖPNV im südlichen Landkreis dar, um den vorhandenen Busverkehr neu zu strukturieren und neue Kunden zu gewinnen" -meint Eva Liebich, Reichenberger Verkehrsplanerin und Aktive imVCD-Kreisverband Mainfranken-Rhön. Entgegen mancher BefÜrchtung von Reichenberger Bürgern geht Frau Liebichdavon aus, dass die Nahverkehrsgesellschaft NWM die Gelegenheit ergreifenwird, um gemeinsam mit der Bahn ein sinnvolles Konzept auf die Beine zustellen.Nachdem die Bahnlinie Würzburg-Lauda momentan noch keinen richtigen Takthat, ist die Buslinie 31 als Ergänzung in den LÜcken unerlässlich.Selbst nach Verwirklichung eines Stundentaktes auf der Bahnstrecke isteine Verdichtung in den Hauptverkehrszeiten notwendig. Für die ReichenbergerOrtsteile Lindflur, Albertshausen und Üngershausen ist einZubringerdienst zur Bahn notwendig, der sinnvollerweise als sogenannteTangentiallinie über Kist und Höchberg weiter gefÜhrt werden sollte. Unabhängig von"Reichenberg" wird von offiziellen Seiten dieInbetriebnahme eines Haltepunkes "Heidingsfeld" an der Verzweigung derStrecken nach Lauda und Ochsenfurt, den der VCD schon vor Jahrenvorgeschlagen hat, hohes Potential bescheinigt. "Daher ist es wichtig "Heidingsfeld-West" schon jetzt zu planen und rasch zu bauen, anstatt erstden Erfolg in Reichenberg abzuwarten", ergänzt Dr. Christian Loos, Vorsitzender des VCD-Kreisverbandes.Gerade in Zeiten hoher Spritpreise birgt eine durchdachte ÖPNV-Planungdie Chance auf echten Kundenzuwachs - sowohl für die schnelle Bahn (8 Minuten von Reichenberg zum Hauptbahnhof!) als auch fÜr den Bus als Verbindung aus dem südlichen Landkreis über Heidingsfeld nach Würzburg bzw. in die andere Richtung nach Kist und Höchberg (Realschule und Gewerbe). Ein gemeinsames Planungsgespräch in welchem neben dem Reichenberger auch der Heidingsfelder Haltepunkt durchdacht werden soll, ist bereits von NWM, DB Regio, VCD und Mitgliedern des Agenda 21-Arbeitskreises ÖPNV im Herbst angesetzt.
Neue Spritspartips online
30.07.2008
"Angesichts der stark gestiegenen Energiekosten wird immer mehr auf den Literpreis an der Tankstelle geschielt", bemerkt Dr. Christian Loos, Vorsitzender des VCD Kreisverbandes Mainfranken-Rhön. "Dabei kann durchein verändertes Fahrverhalten der Verbrauch - und somit auch die Kosten - erheblich reduziert werden. Das kommt nicht nur dem eigenen Geldbeutel,sondern auch der Umwelt zugute", so Loos weiter. Die bewährten "Spritspartips" des VCD-Landesverbandes Bayern sind soeben in überarbeiteter und erweiteter Form online gestellt worden, meldet derVCD weiter. Eine eigene Spritspar-Seite bietet auch andere Information zum Thema und wird künftig weiter ausgebaut.
www.vcd-bayern.de/spritsparen
Vorstand im wesentlichen bestätigt
24.04.2008
Beim Verkehrsclub Deutschland Kreisverband Mainfranken-Rhön standen am
Dienstag abend im Rahmen der Jahreshauptversammlung turnusgemäß Neuwahlen an. Im gut gefüllten Nebenraum des Hotel Strauß hat die Verbandsbasis den amtierende Vorstand im wesentlichen bestätigt.
Wiedergewählt wurden der Vorsitzende Dr. Christian Loos, die Stellvertreter Werner Raithel-Gross und Raimund Binder sowie die Schatzmeisterin Hildegard Eisenmann.
Diese vier führen die Geschicke des Vereins. Als Beisitzer sind nach wie vor dabei Ulrike Ernst-Schwertberger aus Gaubüttelbrunn im Landkreis Würzburg, Sabine Däschner aus Hassfurt sowie Michael Holler und Jochen Krenz aus Würzburg. Neugewählt als Beisitzerin wurde Andrea Kiesbauer aus Gerbrunn.
Die Aktivitäten des ökologisch ausgerichteten Verkehrsverbandes liegen im Bereich der Verbesserung des ÖPNV in Mainfranken, besonders die Anbindung der Umlandgemeinden an das Oberzentrum Würzburg ist ein Schwerpunkt der Verbandsarbeit sowie die Ausweitung des Stadtbahnnetzes und eine nachhaltig ausgerichtete Stadtentwicklung die vor allem mehr Rücksicht auf Fußgänger und Radfahrer nimmt. Aber auch für ökologisch denkende Autofahrer hat der VCD Angebote. So wird z.B. vom Bundesverband die Auto Umweltliste stets aktualisiert herausgegeben.
Um den Vorstand zu entlasten sollen Arbeitskreise eingerichtet werden, bei
denen auch interessierte Nichtmitglieder mitwirken können.
Der neu gewählte Vorstand des KV Mainfranken-Rhön
(ohne Raimund Binder u. Sabine Däschner)
Verkehrslärm gefährdet Ihre Gesundheit« / Wirksamer Lärmschutz im Verkehr gefordert
15.04.2008
Lärm gefährdet die Gesundheit in erheblichem Maße. Darauf weist der Kreisverband Mainfranken-Rhön des Verkehrsclubs Deutschland e.V. (VCD) zum morgigen Tag gegen Lärm hin. Wesentlichen Anteil an der Lärmbelastung vor Ort hat der Verkehr: Wer etwa an einer vielbefahrenen Straße, einer lauten Eisenbahntrasse oder im Einzugsbereich eines Flughafens lebt, hat ein höheres Herzinfarktrisiko als Menschen in ruhiger Umgebung. Diesen Zusammenhang haben medizinische Studien wiederholt nachgewiesen. Zuletzt belegte eine internationale Studie unter Beteiligung des Umweltbundesamtes vom Januar 2008, dass der Blutdruck mit zunehmender Flug- und Straßenverkehrslärmbelastung steigt.
„Nicht nur die negativen Auswirkungen auf Klima und Umwelt sollten uns dazu veranlassen, unsere Mobilität neu zu organisieren. Auch gegen die Gesundheitsgefahren des Verkehrslärms müssen wir aktiv vorgehen”, mahnt Dr. Christian Loos, Vorsitzender vom VCD-Mainfranken-Rhön Noch immer werde die negative Wirkung von Verkehrslärm stark unterschätzt. Dabei seien allein in Deutschland rund 15 Millionen Menschen massiv und dauerhaft davon betroffen, mit entsprechenden Folgen für ihre Gesundheit. Sie müssten mit einem erhöhten Herzinfarktrisiko rechnen. Daneben träten häufig Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Beeinträchtigung des allgemeinen Wohlbefindens auf.
Nach EU-Vorgaben müssen spätestens bis Juli dieses Jahres zunächst für Ballungsräume mit mehr als 250000 Einwohnern Lärmaktionspläne erstellt werden. Sie sollen konkrete Maßnahmen beinhalten, wie die Lärmbelastung der Bevölkerung an den neuralgischen Punkten verringert werden kann. „Verkehrsverlagerung auf leisere und umweltschonendere Verkehrsmittel sowie aktive Lärmschutzmaßnahmen sind die Schlüssel zu einem verträglicheren Verkehr“, erklärt Werner Raithel-Gross, stellv. Vorsitzender des VCD-Kreisverbandes. Um spürbare Verbesserungen der Lärmsituation zu erreichen, müssten Bund, Länder und Kommunen jetzt schnell aktiv werden.
In Würzburg sind die Bereiche Mittlerer Ring/B19 bei der Strasse und Heidingsfeld bei der Schiene schon länger neuralgische Punkte.
Der ökologisch ausgerichtete Verkehrsclub fordert die weitgehende Einrichtung von Tempo-30-Zonen in Städten und Gemeinden sowie ein generelles Nachtfahrverbot für Lkw. Auf Autobahnen könne in Siedlungsnähe eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf maximal 100 km/h für Pkw bzw. 60 km/h für Lkw den Lärmpegel senken und so die Anwohner entlasten. Zudem müsse der Einsatz von lärmarmen Reifen und Straßenbelägen gefördert werden. Im Bereich Schienenlärm könne der Bund über lärmabhängige Trassenpreise die Eisenbahnunternehmen dazu bringen, in deutlich leisere Fahrzeuge zu investieren. Außerdem sei auf vielen Strecken eine Lärmsanierung der Gleisanlagen sowie der Aufbau von Lärmschutzwänden notwendig.
VCD unterstützt Forderung des LBE zum Ausbau der Straßenbahn
18.02.2008
VCD unterstuetzt Forderung nach weiterem Strassenbahnausbau des Wuerzburger Kreisverbandes des Landesverbandes des bayrischen
Einzelhandels
Der Kreisverband Mainfranken-Rhoen des Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V.
unterstuezt die Forderung von Herrn Collier vom Bayerischen
Einzelhandelsverband nach einer Strassenbahn zum geplanten IKEA und
darueber hinaus. "Gleich nach Abschluss der Planungen fuer die Linie 6
soll sich die Stadt auf die Realisierung dieser wichtigen
Strassenbahnmagistrale stuerzen", so Dr. Christian Loos, Vorsitzender des
VCD-Kreisverbandes. "Nachdem viele Besucher nicht gleich Moebel mitnehmen,
sondern nur schauen bzw. die Gastronomie nutzen,
bietet sich die Anreise zum Moebelmarkt mit der Strassenbahn an.
"Ausserdem wird ja eine neue Siedlung in diesem Bereich entstehen, die
auch mit oeffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein
muss - Schienenverbindungen werden nachweislich besser angenommen als
Busse - ", so Dr. Loos weiter. Auch die Idee, ungenuetze Parkplaetze fuer
Park & Ride freizugeben, kann der VCD unterstuetzen. Es klang zudem bei
Herrn Collier an, die Strassenbahn entlang der B19 zu verlaengern. Die
sich daraus ergebende Erschliessung von Estenfeld und Kuernach wird vom
VCD ebenfalls positiv gesehen.
Allerdings kann der VCD das Ansinnen, die Bewohner von Versbach und
Lengfeld mit dem Bus zur Strassenbahn zu bringen, nicht teilen.
"Zusaetzliches Umsteigen kostet Fahrgaeste", weiss Werner Raithel-Gross,
stellvertretender Vorsitzender des VCD-Kreisverbandes. "Besser ist es, die
Linie in mehrere Endaeste aufzuspalten", so der VCD-Vize weiter. Ueber die
genaue Linienfuehrung und Abzweigungsstellen sollen Untersuchungen
entscheiden.
Mainschleifenbahn in Volkach nicht vergessen
11.12.2006
Der Kreisverband Mainfranken-Rhön des Verkehrsclub Deutschland (VCD)
fordert den Freistaat auf, bei Planung und Bau der neuen Mainbrücke in
Volkach die Mainschleifenbahn zu berücksichigen. "Falls eine separate
Führung notwendig ist, sollte die Brücke entsprechend breiter oder eine
eigene Bahnbrücke gebaut werden", so Werner Raithel-Gross, stellv.
Vorsitzender des VCD-Kreisverbandes. "Dann kann der alte Bahnhof, der in
der Nähe des Ortskerns und der Heliosklinik liegt, reaktiviert werden, was
beim damaligem Umbau schon vorgesehen wurde", so Raithel-Gross weiter.
Dort bestehen auch optimale Verknüpfungen zu den Bussen.
Hintergrund ist, dass die alte Brücke für Triebwagen gesperrt, die Schienenstrecke aber nicht stillgelegt ist.
Für den VCD ist die Maischleifenbahn nicht nur für den Tourismus wichtig, sondern auch als Alltagsverkehrsmittel. Sie ist ein wichtiger
Baustein im VCD-Konzept Mainfrankenbahn, bei welchem Straßenbahn und
Bahnstrecken schrittweise zu einem modernen Stadtbahn-System nach Karlsruher Vorbild verschmelzen sollen. Die Mainfrankenbahn ist zuletzt im Rahmen des Umbaus am Bahnhof mehrfach thematisiert worden.
"Mit dem Wiedereinbau der Weiche in Seligenstadt wird nicht nur eine
Forderung des VCD und des Vereins Mainschleifenbahn erfüllt, sondern die
Möglichkeit geschaffen, Züge von Volkach bis zum Würzburger Hauptbahnhof
durchzubinden", erklärt Dr. Christian Loos, VCD-Kreisverbandsvorsitzender.
"Mittelfristig ist neben der Sanierung der Strecke die Elekrifizierung notwendig, sodass dann moderne, leichte und geräuscharme Stadtbahnfahrzeuge nach Volkach fahren können", ergänzt Dr. Loos.
Langfristig sollte über eine weitere Verlängerung der Strecke in Volkach
nachgedacht werden, die dann ähnlich einer Straßenbahnstrecke gebaut
werden kann, empfielt der VCD.
Anhebung der Parkgebühren für neues ParkPlusTicket nutzen
10.11.2006
Die neuen Parkgebühren der SVG könnten den Parkhausnutzern einen echten Mehrwert verschaffen und gleichzeitig den ÖPNV stärken – wenn ein Teil der Gebühren in das sogenannte ParkPlusTicket fließt.
Gegenüber einem gewöhnlichen Parkschein beinhaltet das vom Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) entwickelte ParkPlusTicket zusätzlich einen Wertstreifen für den ÖPNV. Hat der Autofahrer zwei oder mehr ParkPlusTickets gesammelt, kann er damit eine Fahrt in den Bussen oder Straßenbahnen des Mainfränkischen Verkehrsverbundes "bezahlen", indem er den auf dem ParkPlusTicket rückseitig aufgedruckten Wertstreifen im Entwerter abstempelt.
Das ParkPlusTicket geht laut VCD weit über das heutige Angebot „Parkschein = Fahrschein“ hinaus: Der Autofahrer muss seinen ÖPNV-Gutschein nicht in der Großwabe und am gleichen Tag einlösen, sondern kann Wertstreifen für eine beliebige Fahrt im Verbundgebiet zu einem beliebigen Zeitpunkt sammeln. Durch diese Flexibilität lässt sich das neue Ticket auch hervorragend auf andere Personen übertragen.
„Die CSU-Fraktion möchte die Mehreinnahmen der Parkhäuser in den WVV-Haushalt fließen lassen. Das ParkPlusTicket unterstützt dieses Ziel, indem es u.a. die Nutzung der Straßenbahnen und Busse der WVV-Tochter WSB fördert. Gleichzeitig kommt es dem Gebührenzahler direkt zu Gute – der wird so von dem Gefühl befreit, ohne Gegenleistung zusätzlich zur Kasse gebeten zu werden“, meint Manfred Dürr, Mitglied des VCD-Kreisverbandes Mainfranken-Rhön, der sich das neue Ticket ausgedacht hat.
Die Gebührenanhebung in den Parkhäusern ohne Mehrwert für den Parkkunden ist nach Auffassung des VCD auch verkehrspolitisch bedenklich. Denn nun klaffe die Gebührenschere zwischen Parkhaus und den Parkplätzen auf der Straße noch weiter auseinander. Das führe dazu, dass Innenstadtbesucher mit Pkw verstärkt auf der Straße nach einem billigeren Parkplatz suchen. Erst wenn sie diesen nicht finden, gehen sie ins Parkhaus. So entstehe ein immenser Parksuchverkehr, der die Innenstadt verstopft und mit Lärm und Abgasen belastet, so der VCD-Kreisverband.
Durchstich nach Norden: Achse Hauptbahnhof-Innenstadt nicht vernachlässigen
28.10.2006
Die jüngsten Bemühungen für einen Durchstich des Gleistunnels nach Norden
sind nach Auffassung des VCD sehr positiv zu bewerten. Nun müsse die Stadt
jedoch durch eine aktivere Gestaltung der Rahmenbedingungen das
Gesamtprojekt derart steuern, dass die Innenstadt nicht "abgehängt" wird.
Die Achse Bahnhof-Innenstadt müsse für Fußgänger, Radfahrer und den
Öffentlichen Personennahverkehr eine "unmissverständliche Leitfunktion"
erhalten. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass sich Arcaden und Innenstadt
als zwei separate Einkaufsstandorte einen Konkurrenzkampf bieten, der für
alle Beteiligten schädlich ist, so der Kreisverband Mainfranken-Rhön des
Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD).
"Die gegenwärtigen Planungen für den Röntgen- und Haugerring fördern diese
für die Innenstadt lebensnotwendige Achse allerdings nicht. Ganz im
Gegenteil - die zukünftige Gestaltung des Straßenzuges sieht an den
Einmündungen Kaiserstraße und Bahnhofsstraße eine Aufteilung der heutigen
Fußgängerampeln in zwei getrennt signalisierte Abschnitte mit Mittelinsel
vor, zudem zusätzliche Abbiegespuren für den Kfz-Verkehr. Die Straße wird
dadurch noch breiter und flüssiger zu befahren, sie wird daher mehr
Durchgangsverkehr anziehen statt diesen auf die Nordtangente zu verlagern.
Soll die Durchlässigkeit der Knotenpunkte für den Kfz-Verkehr wie bisher
von der Stadt angenommen nicht verringert werden, bedeutet dies längere
Wartezeiten für die täglich 40.000-50.000 kreuzenden Fußgänger. Die
langsameren Fußgänger werden außerdem auf der geplanten Mittelinsel
"hängen bleiben", da sie dort wartepflichtig sind, wenn das Signal auf
Rot überspringt. Dort eingeklemmt müssen sie dann die nächste Grünphase
abwarten", erläutert Peter Lelowski, Vorstandsmitglied des
VCD-Kreisverbandes.
Auf diese Weise verstärke sich laut VCD die Barrierewirkung von Röntgen-
und Haugerring und die Achse Hauptbahnhof-Innenstadt werde empfindlich
gestört. "Vor diesem Hintergrund ist nicht verwunderlich, dass das von
der mfi in Auftrag gegebene Verkehrsgutachten zu dem Schluss kommt, dass
Röntgen- und Hauggering mit Anschlussknoten wunderbar auch mit Arcaden
funktionieren. Das geht zu Lasten der Fußgänger zur Innenstadt und somit
der Innenstadt selbst," argumentiert Lelowski. Hier sei es wichtig, dass
die Stadt nachbessere und die Fußgängersignalisierung in einem Zug
beibehalte, mit einer kürzeren Umlaufzeit, um die Wartezeit zu
verringern. Auch die Straßenbahn müsse hier nun ihre Vorrangschaltung
bekommen.
Eine weitere wichtige Rahmenbedingung dafür, dass die Innenstadt für
Bahnfahrer gut erreichbar ist, sieht der VCD darin, dass mit dem Umbau von
Bahnhof und Umfeld gleich auch die Trasse für die Mainfrankenbahn
verbindlich eingeplant wird. "Wenn Besucher aus der Region am Hauptbahnhof
aussteigen müssen, werden sie natürlich in den Arcaden landen und
zunächst einmal dort ihre Einkäufe erledigen. Wer sitzen bleiben und
umsteigefrei zumindest an den Rand des Geschäftszentrums der Innenstadt
weiterfahren kann, wird das gerne nutzen und dann sicher auch mehr und
häufiger in der Innenstadt einkaufen. Deshalb ist die zügige Realisierung
einer ersten kleinen Stufe der Mainfrankenbahn - der zweiten
Innenstadtstrecke vom Bahnhof über Barbarossaplatz und Residenz bis in
die Sanderau - ein wichtiger Aspekt in der Frage, inwieweit sich die
Innenstadt gegenüber den Arcaden behaupten kann", so Dr. Christian Loos,
Vorsitzender des VCD-Kreisverbandes. Wenn Bahnhofsvorplatz und Busbahnhof ohnehin neu gestaltet werden, ließe sich dieser Abschnitt der Mainfrankenbahn mit geringem zusätzlichem Kostenaufwand realisieren. Daher müsse die Trasse
von der Ausfädelung aus dem Gleisnetz der Deutschen Bahn bis zum
Röntgenring gleich in den Vorhaben- und Erschließungsplan der mfi
integriert werden, um die planungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen
und eine zeitnahe Umsetzung zu gewährleisten.
Da sich mit dem Tunneldurchstich nun Parkmöglichkeiten im Norden des
Bahnhofes eröffnen, könne der geplante Busbahnhof nach Auffassung des VCD
nun von parkenden Pkws entlastet werden. "Das geplante Parkdeck auf dem
Dach des Busbahnhofes verdunkelt den Busbahnhof sehr und macht ihn so
unattraktiver. Vorzuziehen wäre eine transparente Gestaltung des Daches,
die möglichst viel Licht durchlässt", gibt Lelowski zu bedenken.
Weiterhin nachteilhaft sei laut VCD, dass die Arcaden auch bedeutende
Mengen an Pkw-Verkehr anziehen und somit das Umfeld noch stärker belasten
werden. "Umso wichtiger ist, dass die Arcaden wirklich optimal an den
ÖPNV angebunden sind. Da das geplante Geschäftszentrum sehr lang ist, ist
eine zusätzliche rückwärtige Haltestelle auf Gleis 1 der Deutschen Bahn
notwendig - für die zukünftige Mainfrankenbahn", so Lelowski.
Das Junktim Arcaden - Neubau ZOB beinhalte nach Auffassung des VCD
generell die Chance, den Busverkehr um den Hauptbahnhof endlich zeitgemäß
abzuwickeln. Bei diesem Handel müsse man jedoch sehr darauf achten, dass
die vereinbarten finanziellen Leistungen der mfi rechtlich absolut
abgesichert sind und die Stadt sich für den Fall einer Insolvenz des
Unternehmens entsprechende Zugriffsrechte sichert.
Ausbau des Röntgenrings für die Arcaden schädigt Ringpark und Innenstadt
13. 05.2006
Der Kreisverband Mainfranken-Rhön des Verkehrsclub Deutschland (VCD) plädiert angesichts der anstehenden Entscheidung des Stadtrats am Donnerstag dafür, im Rahmen des Architektenwettbewerbs eine stadtverträgliche Erschliessung und harmonische Einpassung in die Innenstadt vorzugeben, so Kreisvorstandsmitglied Peter Lelowski am Dienstag.
Der VCD sieht wesentlichen Verbesserungsbedarf an den aktuellen Vorgaben für die Anbindung der Arcaden am Hauptbahnhof. Der Grund: Bei den derzeitigen Planungen würde der Röntgenring noch mehr Autoverkehr anziehen. Die laufenden Massnahmen zur Entlastung der Innenstadt von Feinstaub werden unterlaufen.
Der Röntgenring sollte ursprünglich durch den Strassenzug Brücke der Deutschen Einheit – Nordtangente – Greinbergknoten entlastet werden und nur noch der Erschliessung der Innenstadt dienen. Stattdessen soll dort jetzt auf eine im wesentlichen fünfstreifige Asphaltfläche aufgebohrt werden, die die Aufenthaltsqualität des anliegenden Ringparks auf Null reduziert. Besonders unangenehm stösst auf, dass damit die bundesweit einmalige Grünanlage vor dem Hauptbahnhof entwertet wird. Andere Grossstädte, wie z.B. Bonn, ringen seit Jahrzehnten mit dem missrateten Platz vor dem Bahnhofsportal. „Wer dort nicht aufpasst, wird umgehend überfahren“ bemerkt Peter Lelowski erschrocken.
„Die alte Weisheit, dass wer Strassen sät, auch Verkehr ernten wird hat die Präsentation im Umwelt- und Planungsausschuss deutlich gemacht“, stellt Kreisvorstandsmitglied Werner Raithel-Gross fest. Reduktionen von Stau- und Wartezeiten im Strassenverkehr bedeuten in der Praxis eine Einladung zum Rasen, so der VCD. Demgegenüber werden die Wartezeiten an den Fussgängerüberwegen weiter ausgedehnt. „Die Kunden der Arcaden sollen wohl vom Betreten der Innenstadt abgehalten werden,“ bemerkt Raithel-Gross etwas irritiert.
Der neue Standort des Busbahnhofs wie auch die vorgehaltene Stadtbahntrasse vor den Arcaden werden vom VCD Mainfranken-Rhön dagegen ausdrücklich begrüßt.

