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1. Platz: Nordmark Arzneimittel GmbH & CO.KG, Uetersen



Foto: radmobil/K. Kock

Bei der Arzneimittel-Firma Nordmark ist das Rad -fahren für die Mitarbeiter schon lange eine Selbst-verständlichkeit. Aufgrund des Wettbewerbes Gewinn-Faktor Fahrrad wurde eine Mitarbeiter-umfrage mit einem Rücklauf von 46% durchgeführt: Danach radeln 46,3% der 356 Mitarbeiter zur Arbeit! Drei überdachte Abstellanlagen mit zusammen 337 Stellplätzen in der Nähe der Gebäude bieten reichlich Abstellmöglichkeiten. Eine überdachte Abstellanlage mit 70 Plätzen ist allseitig umglast. Der Kfz-Parkplatz dagegen befindet sich außerhalb des eigentlichen Betriebsgeländes auf der anderen Seite der Pinnau, so dass sich ein Fußweg von 400 - 900 m ergibt. Das eigentliche Betriebsgelände ist quasi autofrei. Das große Verwaltungsgebäude verursacht einen gefährlichen Seitenwind. Deshalb warnt seit April 2001 ein Windsack die Radler vor Seitenwind.

Der Betriebsarzt Dr. Bandelow weist regelmäßig auf die gesundheitlichen Vorteile des Radfahrens hin. Spinde und Duschen stehen allen Mitarbeitern, auch denen aus der Verwaltung, zur Verfügung. Auf dem Betriebsgelände fahren 30 Werksräder. Betriebsausflüge werden häufig mit dem Rad unternommen.

Als weitere Aktivitäten sind geplant:
Eine weitere Mitarbeiterumfrage, um den Bedarf für Radfahrkurse (Neu- und Wiederaufsteiger, Sicherheitskurs) und ungenutzte Radlerpotenziale zu ermitteln. Einige Mitarbeiter beklagten sich über gefährliche Kreuzungen und mangelhafte Radwegoberflächen. Es soll deshalb Kontakt mit der Baubehörde aufgenommen werden. Die Werkstatt in der Schlosserei soll allen Radlern für Fahrradreparaturen zur Verfügung stehen.

Stand: 2001

Ansprechpartner:
Dr. med Jan Thomas Bandelow (Betriebsarzt), Tel.: 04122 / 712-259,
Herr Goitsch (Sicherheitsingenieur), Tel.: 04122 / 712-222

 

 

2. Platz: Nordelbisches Kirchenamt, Kiel



Foto: radmobil/K. Kock

Motiviert durch den Wettbewerb Gewinn-Faktor Fahrrad plante das Nordelbische Kirchenamt zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Situation für Radfahrer, die zum Großteil bereits vor der Preisverleihung umgesetzt wurden:
Ein Keller in der Tiefgarage wurde zum Fahrradkeller mit 20 Stellplätzen umgewidmet. Dazu wurde die Rampe für Fußgänger rutschfest gestaltet. Ebenfalls wurden Umkleideräume, Schränke, Trockenmöglichkeit für nasse Kleidung sowie Duschen eingerichtet.
Für die Besucher wurden drei Anlehnbügel in Eingangsnähe errichtet. Im Oktober wurde eine Mitarbeiterbefragung zum Mobiltätsverhalten durchgeführt.

Geplant sind weiterhin Fahrradaktions- und Informationstage, Infobroschüren, eine Parkraumbewirtschaftung, die Anschaffung von sechs Diensträdern sowie die Beauftragung von Fahrradkurieren. Die ÖPNV-Nutzung soll durch Job-Tickets gefördert werden.
Pkw-Fahrgemeinschaften sollen unterstützt werden. Die Notwendigkeit von dienstlichen Pkw- und Flugreisen soll jeweils überprüft werden.

Stand: 2001

 

3. Platz: Landesamt für Natur und Umwelt (LANU), Flintbek



Foto: radmobil/K. Kock

Das Landesamt für Natur und Umwelt hat im April 2001 eine ausführliche Mitarbeiterbefragung zum Mobilitätsverhalten durchgeführt. Trotz der dezentralen Lage des LANU kommen 7,3% der 286 Mitarbeiter mit dem Rad zur Arbeit. Eine überdachte Abstellanlage mit zwei Seitenwänden ist vorhanden. Direkt im Eingangsbereich unter dem Dach sollen ca. sechs Anlehnbügel (= 12 Stellplätze) errichtet werden.

Fünf Dienstfahrräder werden von der Gemeinde (Fundbüro) angeschafft. Zusammen mit der Gemeinde Flintbek ist geplant, mit Fahrrädern (vom Fundbüro) die 2,5 km lange “Lücke” vom LANU zum Bahnhof Flintbek zu schließen. Diese Räder sollen am Bahnhof für Besucher als “Shuttle” zur freien Verfügung stehen.

Weitere geplante Maßnahmen: Bereitstellung von Fahrrad-Werkzeug, Fahrradreparaturservice, Kurse zur Fahrradwartung, Info-Aktionstage, Karten/Broschüren, Fahrrad-Lotto und verbilligter Fahrradeinkauf für Mitarbeiter. Auch Betriebsausflüge mit dem Rad wird es geben.

Stand: 2001

Ansprechpartner: Olav Krasmann, Tel.: 04347 / 704-223

 

4. Platz Ministerium für Umwelt, Natur und Forsten (MUNF), Kiel

Für die 230 Mitarbeiter des MUNF steht eine überdachte Abstellanlage mit elf Anlehnbügeln (= 20 Stellplätze) zur Verfügung. Von der Ausstattung her ist die Abstellanlage mit Anlehnbügeln, Überdachung und drei Seitenwän-den als Windschutz optimal und eine der besten unter den eingereichten Bewerbungen. Zwei Diensträder sind im Einsatz und haben ihren Parkplatz direkt neben dem Eingang oder im Treppenhaus. Eine Mitarbeiterbefragung zum Mobilitätsverhalten ist geplant.

Zusammen mit dem Landesvermessungsamt soll eine weitere überdachte Fahrradabstellanlage mit 30 Anlehnbügeln (= 60 Stellplätze) in Eingangs-nähe der beiden Gebäude errichtet werden. Weitere geplante Maßnahmen sind die Durchführung von Info- und Aktionstagen zum Radverkehr, die Erstellung von Radwegebroschüren sowie die Beauftragung von Fahrradkurieren.

Stand: 2001

Ansprechpartner: Joachim Barz, Tel.: 0431 / 988-73 72

 

5. Platz: Gemeinde Tornesch

Für die 45 Mitarbeiter der Gemeinde Tornesch ist eine überdachte Abstellanlage mit 42 Stellplätzen in Eingangsnähe vorhanden. 40 bis 50% der Beschäftigten radeln - je nach Wetter - mit dem Rad zur Arbeit. Allen voran der Bürgermeister Roland Krügel, der seit 15 Jahren für das Radfahren wirbt. Das Dienstfahrrad ist täglich im Einsatz.

Auch für Dienstfahrten mit dem Privatrad wird ein Kilometergeld in Höhe von 5 Cent/km erstattet. In einem bisher nicht genutzten Gebäudetrakt sind bereits Duschen und Spinde vorhanden, die jetzt offiziell den Radlern zur Nutzung angeboten werden sollen. Die alljährlich stattfindende Umweltbereisung findet selbstverständlich mit dem Rad statt. Am Bahnhof steht für die Pendler ein unbewachtes Fahhrradparkhaus. Die Fahrradkommission u.a. mit Vertretern von BUND und ADFC tagt regelmäßig.

Stand: 2001

Ansprechpartner: Herr Lutz, Tel.: 04122 / 95 72 50

 

6. Platz: Energiestiftung Schleswig-Holstein, Kiel



Foto: Energiestiftung

Die Energiestiftung hat bei 18 Mitarbeitern und einem Radverkehrsanteil von 50% ihr Fahrradpotenzial bereits voll genutzt. Weitere Mitarbeiter können aufgrund der weiten Anfahrtswege nicht mit dem Fahrrad anreisen. Der abschließbare Fahrradkeller mit ca. 20 Stellplätzen kann bequem über eine flache Rampe erreicht werden. Fast alle Dienstfahrten in Kiel werden mit dem Rad erledigt, zur Zeit noch mit den Privaträdern und Kilometergelderstattung. Die Anschaffung eines Dienstrades ist geplant. Eine Trockenmöglichkeit für nasse Regenkleidung sowie ein Werkzeug-Depot sollen noch geschaffen werden.

Die Energiestiftung hat einen “Radwanderführer zu Stationen regenerativer Energieerzeugung - voller Energie durch die Probstei” herausgegeben.

Stand: 2001

 

7. Platz: Drägerwerk AG, Lübeck



Foto: radmobil/K. Kock

In den insgesamt 11 Firmenteilen arbeiten zusammen über 2.900 Beschäftigte. Schon seit jeher ist man bemüht, den Mitarbeitern ein angenehmes Arbeitsklima zu schaffen. Man legt Wert auf kleine Sitzecken im Grünen, pflegt die alten Bäume und die begrünten Fassaden. Dazu gehört auch die kontinuierliche Verbesserung der Rahmenbedingungen für Radfahrer. 1989 wurden nach einer Mitarbeiterumfrage 645 Fahrradstellplätze in zusammen 7 Abstellanlagen geschaffen. Alle Stellplätze sind überdacht und verfügen zum Teil über seitlichen Witterungsschutz. Wenn nach Dienstschluss das Werkstor geschlossen ist, können Radler das Gelände über eine Fahrradschleuse verlassen.

13 Werksräder werden auf dem Betriebsgelände benutzt. Fahrradwerkzeug gibt es beim Werkschutz. Eine Arbeitsgruppe Verkehr beschäftigt sich mit dem betrieblichen Verkehr. Die Drägerwerk AG hat den “Drägerweg”, einen Radwanderweg von Lübeck nach Ratzeburg entlang der Wakenitz gesponsert. Für den 22.6.2002 plant die Drägerwerk AG zusammen mit dem Lübecker Fahrradforum einen Gesundheits- und Fahrradaktionstag.

Stand: 2001

Ansprechpartner: Dr. Hans Christian Bechtold, Tel.: 0451 / 882-3125

Weitere Teilnehmer 2001

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