Startseite Suche Sitemap
 

1. Platz: Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck



Foto: radmobil/K. Kock

Das Universitätsklinikum in Lübeck verfolgt seit Jahren eine aktive Strategie zur Förderung von Alternativen zum motorisierten Individualverkehr. Für Radfahrer wurden sehr gute Rahmenbedin­gungen geschaffen. Dadurch wird der vorhandene Pkw-Parkraum entlastet und steht denjenigen zur Verfügung, die auf das Auto als Verkehrsmittel angewiesen sind.

Anlass war im Jahr 1995 die Parksituation auf dem Unigelände, die immer chaotischere Zustände angenommen hatte. Daraufhin wurde vom Lübecker Senat die Einführung einer Parkraumbe­wirtschaftung für die 5.100 Mitarbeiter, 2.100 Studierenden und schätzungsweise 2.800 Besucher beschlossen. Sie gilt für alle 1.276 Parkplätze. Mitarbeiter zahlen 30 € für einen persönlichen und 10 € für einen für alle Mitarbeiter zugänglichen Pkw-Stellplatz.

Besonders hervorzuheben ist, dass diese Einnahmen aus der Parkplatzbewirtschaftung für die Förderung von Fahrrad und öffentlichem Verkehr zur Verfügung stehen, z.B. für Fahrradabstell­anlagen oder den Umbau von Bushaltestellen auf dem Gelände.

56% der Mitarbeiter des Universitätsklinikums kommen zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV zur Arbeit. Für Radfahrer wurden ca. 1.200 Fahrradanlehnbügel (= 2.400 diebstahlsichere Fahrradstellplätze) möglichst nah an den Eingängen der 49 Gebäude errichtet. Hierdurch hat das Rad auch als Verkehrsmittel auf dem 73 ha großen Campusgelände an Bedeutung gewonnen.

Die Anlehnbügel werden nach Bedarf ergänzt oder versetzt. Des weiteren wurden für Radfahrer Bordsteine abgesenkt, Unfall­schwerpunkte entschärft und eigene Verkehrs­wege angelegt.

Insgesamt sind etwa 70 Dienstfahrräder im Einsatz, z.B. bei den Service-Technikern und in der Gärtnerei. Zwei rote "Express-Fahrräder" stehen für den schnellen Bluttransport zur Verfügung. Im Jahr 2001 wurden ca. 80 Helme vergünstigt an die Mitarbeiter verkauft sowie eine vollautomatische Fahrradwaschstation eingesetzt.



Foto: radmobil/K. Kock

Am 30. Januar 2002 wurde vom Förderverein Sozialpsychiatrie an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie e.V. und vom ASTA eine Fahrrad­werkstatt eröffnet. Dort können die Mitarbeiter und Studenten des Universitätsklinikums und der Hochschulen ihre Räder zur Durchsicht sowie für kleine Instandhaltungsarbeiten und Reparaturen abgeben. Durchgeführt werden die Reparaturen von Patienten mit seelischen Problemen.

Stand: 2003

Ansprechpartner: Hansjörg Biesenbach, Tel.: 0451 / 500-3111

 

2. Platz: Motorola GmbH, Flensburg



Foto: radmobil/K. Kock

Der amerikanische Handy-Hersteller Motorola in Flensburg errichtete gleich beim Neubau der Betriebsgebäude 1998 zwei überdachte und beleuchtete Abstellanlagen mit zusammen 105 Abstellplätzen. An den Fahrradständern lassen sich Vorderrad und Rahmen anschließen. Gummierte Flächen verhindern Lackschäden am Rad. Langfinger haben bei Motorola keine Chance, denn das gesamte Außengelände und damit auch die Fahrradabstellanlagen werden rund um die Uhr von Videokameras bewacht. Durch den betriebseigenen Kindergarten sparen sich die Eltern lange Wege und können so leichter mit dem Rad kommen.



Foto: radmobil/K. Kock

Dusch- und Umkleidemöglichkeiten gibt es im integrierten Fitnesscenter. Spinde für jeden Mitarbeiter befinden sich in der Nähe. Die Fahrradwerkstatt kann von allen Mitarbeitern genutzt werden. Bei Bedarf hilft der Hausmeister bei den Reparaturen.

 

 

 



Foto: radmobil/K. Kock

Im Jahr 2001 wurde mit einer Beteiligung von 85% eine Mitarbeiterumfrage zur Mobilität durchgeführt. In der Firma beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe mit der betrieblichen Verkehrsabwicklung. So wurde der Güterverkehr kontinuierlich optimiert. Auch in der betriebseigenen Zeitung „Dialog“ wurde für das Radeln zur Arbeit geworben. Motorola ließ sich 2000 und 2003 nach der DIN ISO 14001 (Ökoaudit) zertifizieren.

Motorola engagiert sich auch bei den Behörden für den Radverkehr. So wurden z.B. Ampelzeiten zu Schicht- und Stoßzeiten geändert und extra Buseinsätze eingeführt.

Stand: 2003

Ansprechpartner: Frau Skriegan, Tel.: 0461 / 803-2674

 

 

3. Platz: Akademie für Natur und Umwelt, Neumünster



Foto: radmobil/K. Kock

Die alte Abstellanlage mit sechs Ständern der Marke „Felgenkiller“ wurde bereits im Sommer 2003 durch sieben Anlehnbügel (s. Foto) ersetzt, die für 14 Räder Parkraum bietet. Sie stehen bis zur Fertigstellung eines Fahrradschuppens auf der Wiese. Denkmalschutzgründe haben die Errichtung bislang verzögert. Zusätzlich wurde der Keller zum Fahrradparken freigegeben und für ortsunkundige Seminarteilnehmer ausgeschildert. Von den 16 Beschäftigten fahren stolze 40% mit dem Rad zur Arbeit. Für Dienstfahrten stehen außerdem drei Räder zur Verfügung.

Im Rahmen des Ökoaudits ist die Umweltakademie bereits seit mehreren Jahren bemüht, das Verkehrsaufkommen zu den Seminaren zu minimieren. Seminarteilnehmer werden aufgefordert, Fahrgemeinschaften zu bilden. Den Einladungen liegen Zug- und Busfahrpläne und zukünftig auch eine Wegbeschreibung für Radler bei. Außerdem werden Gespräche zur Optimierung des ÖPNV-Angebotes mit den Verkehrsbetrieben geführt.

Stand: 2003

Ansprechpartner: Gudrun Keck, Tel.: 04321 / 907 113

 

4. Platz: Jugendamt Elmshorn



Foto: radmobil/K. Kock

Bereits seit 1991 fahren der Leiter des Jugendamtes, Herr Dembeck und 5 seiner 10 Mitarbeiter mit dem Rad zu den vielen Außenterminen. Dafür stehen zwei Diensträder zur Verfügung. Diese parken zusammen mit den Privaträdern im Fahrradkeller. Dort befindet sich auch für alle das Fahrradwerkzeug. 20% der Mitarbeiter nutzen das Rad auch auf dem Weg zur Arbeit.

Motiviert durch den Wettbewerb Gewinn-Faktor Fahrrad wurde in der Zwischenzeit der Fahrradkeller neu gestrichen. Die Aufstellung von zwei zusätzlichen Anlehnbügeln für die Besucher ist bereits beschlossen. Motiviert durch den Gewinn des 4. Preises im Wettbewerb wird sich Herr Dembeck auch noch ein neues Fahrrad für den Weg zur Arbeit und die Kundenbesuche leisten.

Stand: 2003

Ansprechpartner: Artur Dembeck, Tel.: 04121 / 4773-23

 

4. Platz: Polizeiinspektion Husum



Foto: radmobil/K.Kock

Ein Jahr lang hat sich Herr Weber immer wieder für die nachträgliche Errichtung einer überdachten Fahrradabstellanlage eingesetzt. Sie war bei der Renovierung der Gebäude „vergessen“ worden. Die Abstellanlage befindet sich auf dem Hinterhof, der nur den Mitarbeitern zugänglich ist, und ist beleuchtet. Damit sie nicht von Motorrädern und Mofas zweckentfremdet wird, gibt es auch für diese einen überdachten Abstellplatz. 30% der Mitarbeiter kommen mit dem Rad zur Arbeit. Umkleide-, Dusch und Trockenmöglichkeiten sowie Werkzeug stehen zur Verfügung. Für die 85 Beschäftigten gibt es drei Diensträder. Die wenig zweckmäßigen Vorderradhalter möchte Herr Weber durch Anlehnbügel ersetzen.

Ansprechpartner: Gerd Weber, Tel.: 0481 / 830-220

 

4. Platz: Koordinierungsbüro Wirtschaft in Lübeck, KWL und Koordinierungsbüro Wirtschaft in Lübeck



Foto: Wirtschaftsförderung Lübeck GmbH/A. Rautenberg

Die KWL ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Hansestadt Lübeck. Sie ist für die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung zuständig. Zu den Hauptaufgaben gehören Projektentwicklung, Erschließung, Bebauung und Verwaltung städtischer Grundstücke sowie die Parkraumbewirtschaftung.

 

 



Foto: Wirtschaftsförderung Lübeck GmbH/A. Rautenberg

Die 35 Mitarbeiter teilen sich zusammen mit den 12 Mitarbeitern der Wirtschaftsförderung Lübeck und weiteren Büros die Infrastruktur am Standort Falkenstraße 11. Die im Mai 2003 angeschafften beiden Diensträder der beiden Firmen werden rege benutzt, auch vom Geschäftsführer Dirk Gerdes. Sie parken regen- und diebstahlsicher in der Tiefgarage. Dort befinden sich insgesamt 11 Anlehnbügel für die radelnden Mitarbeiter. Vor dem Gebäude in direkter Nähe zum Haupteingang befinden sich weitere 10 Anlehnbügel. Wegen der Schnittstellenfunktion zur Lübecker Wirtschaft hat das Engagement zur Förderung des Radverkehrs im eigenen Betrieb eine besondere Signalwirkung, umso mehr als auch der Geschäftsführer mit gutem Beispiel voran geht und als „Überzeugungstäter“ viele dienstliche Termine mit dem Rad wahrnimmt. Zur Zeit lässt sich die Wirtschaftsförderung Lübeck im Rahmen des Qualitäts- und Umweltmanagements zertifizieren.

Stand: 2003

Ansprechpartner: Wirtschaftsförderung Lübeck: Antje Rautenberg, Tel.: 0451 / 70655-12

 

Weitere Teilnehmer 2003

nach oben

Seite weiterempfehlenSeite drucken